DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/2014/11/19/klos-zu-gast-in-der-stadionschule/

Klos zu Gast in der Stadionschule

Am heutigen Mittwoch war Fabian Klos zu Gast in der Stadionschule im Presseraum der SchücoArena. Die Stadionschule ist ein gemeinsames Projekt des Fan-Projekts Bielefeld und des DSC Arminia Bielefeld.

Der langjährige Armine erzählte in lockerer Atmosphäre den Schülern der MBO4a, einer Klasse im Berufsorientierungsjahr des Carl-Severing-Berufskollegs für Metall- und Elektrotechnik Bielefeld, von seinem sportlichen Werdegang und seinem persönlichen Leben und seiner Freizeit rund um den Verein. Gebürtig kommt der Stürmer aus Gifhorn, einer Stadt mit rund 41.000 Einwohnern zwischen Hannover und Braunschweig. „Die Stadt kennen die wenigsten hier in Bielefeld“, meinte Klos lachend. Dort sei er auf ein Gymnasium gegangen und habe die Schule nach der 12. Klasse verlassen. Danach leistete er ein Jahr Zivildienst in einer Stätte, die ältere und behinderte Menschen unterstützt und nach diesem Dienst fing der heutige Profifußballer in einer Bank an zu arbeiten. „Mit dem Fußball fing ich so mit fünf Jahren an. Ich habe lange Fußball auf dem Dorf gespielt. Das mit dem Profifußball fing bei mir erst spät an“, so Klos weiter.

stadionschule-klos-2Nachdem er zwei Jahre beim VfL Wolfsburg II spielte, ging er zum DSC. Nun ist Fabian Klos im vierten Jahr in Bielefeld. Im Großen und Ganzen habe er hier viele schöne Zeiten erlebt, aber auch nach dem Abstieg eine unschöne Zeit gehabt: „Daran hast du natürlich auch als Mensch zu knabbern, gerade nach so einem Abstieg. Gewonnenes Selbstvertrauen geht schnell wieder weg. Im Fußball spielt Glück und Pech eine große Rolle“, erinnerte er sich. Auch zu seiner Position auf dem Spielfeld äußerte er sich: „Der Stürmer ist nicht wichtiger als jeder andere Spieler. Aber es gibt auch außerhalb des Spielfelds viele wichtige Menschen, der Zeugwart zum Beispiel ist auch sehr wichtig.“ Als Kapitän müsse er im Spiel als Vorbild vorangehen, doch vor allem sei es wichtig, zusammen anzupacken, denn Fußball „ist ein Teamsport. Wenn du etwas alleine durchziehen willst, dann suchst du dir besser einen anderen Sport“.

Zu Arminias Position in der dritten Liga fand der derzeit wohl populärste Spieler des Vereins klare Worte: „Ich denke wir brauchen uns von keinem verstecken und könnten auch in der 2. Bundesliga ganz ordentlich bestehen. Aber man kann immer etwas verbessern. Wir haben bisher gute Leistung gezeigt, müssen jetzt konstant sein und immer unsere bestmögliche Leistung bieten.“ Man dürfe nicht vergessen, dass Fußball zwar das Hobby eines jeden Profispielers sei, aber auch der Beruf. Man müsse, im Vergleich zu „normalen“ Berufen, auch diszipliniert, fleißig und vor allem pünktlich sowie zuverlässig sein. „Ich vergleiche die Mannschaft immer wie ein großes Büro. Man muss zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen, um Erfolg zu erzielen.“

Auf die Frage nach seinen Hobbies antwortete er: „Ich mach das gerne, was ihr wahrscheinlich auch alle gerne macht, PlayStation spielen, ins Kino gehen oder Serien schauen. Ich lese auch manchmal ein Buch, zwar eher selten aber dann lese ich es auch zu Ende. Ich bin eher so der normale Typ.“ An sich schaut der Armine im internationalen Fußball lieber Spiele vom FC Barcelona als die von Real Madrid: „Ich hab ein Problem mit Cristiano Ronaldo. Ich mag es nicht, wenn man dauerhaft im Mittelpunkt stehen will. Natürlich ist er ein überragender Spieler, aber er sollte sich vielleicht besser eine andere Sportart aussuchen, wenn er immer so sehr auf sich konzentriert ist. Man hat ja bei der WM gesehen, dass es vor allem auf die Mannschaftsleistung ankommt.“

Für seine Zeit nach der Fußballkarriere hat der Mittelstürmer bisher keine konkreten Pläne. Doch eins ist klar, er möchte weiterhin im Sport oder Fußball arbeiten. Ob das nun als sportlicher Leiter bei einem Verein oder als Journalist sein wird, das würde sich noch zeigen. Er genieße die Zeit als Profisportler denn „es wird auch irgendwann Zeiten geben, wo sich keiner mehr dafür interessieren könnte, was ich zu sagen habe. Und solange das noch so ist, versuche ich das zu genießen, da es auch anderen eine Freude macht.“ Er sei den Fans sehr dankbar, sie seien das was den Profifußball ausmacht. „Es ist ein geiles Gefühl vor 20.000 oder mehr Fans zu spielen“ erklärte Fabian Klos abschließend.