Über Fußball Inklusion stärken | DSC Arminia Bielefeld
 

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Über Fußball Inklusion stärken

In der „Paralympischen Woche“ der Bundesliga-Stiftung sollen Kinder mit und ohne Behinderung miteinander und voneinander lernen. Die Stadionschule Bielefeld beteiligte sich an der Aktion und nährte sich dem Thema Inklusion über Fußball.

Wie spielt man Fußball, wenn man Tor, Ball, Gegenspieler und die eigenen Füße nicht sehen kann? Diese Erfahrungen machten 14 Kinder des Freizeitzentrums Stieghorst am Mittwoch im Rahmen der Stadionschule Bielefeld. Dabei setzte sich die fußballbegeisterte Gruppe sowohl aus Kindern mit als auch aus Kindern ohne Handicap zusammen. „So können die Kinder einerseits die Hemmungen vor den Handicaps verlieren und ein gewisses Verständnis dafür entwickeln. Andersherum ist es für die Kinder mit Behinderung ein tolles Erlebnis, in der Gruppe mit Gleichaltrigen etwas zu unternehmen“, beschreibt Mitorganisator Jörg Hansmeier das Ziel des Workshops.

Am ersten Tag der Paralympischen Woche ging es in die SchücoArena.

Am ersten Tag der Paralympischen Woche ging es in die SchücoArena.

Neben dem Standort Bielefeld nehmen auch die Stadionschulen aus Bochum und Dortmund an der Aktionswoche der Bundesliga-Stiftung teil und nährten sich dem Thema ebenfalls über eine paralympischen Sportart. In Bielefeld hat der „Bielefelder Verein für Demokratisches Handeln“ die Organisation des dreitägigen Workshops übernommen, der am Dienstag in der SchücoArena startete. In einer Stadionführung sahen sich die 9- bis 14-Jährigen an, wie blinde oder taube Menschen ein Spiel im Stadion hautnah miterleben können und wie Rollstuhlfahrer ins Stadion kommen. Anschließend probierte die Gruppe selbst aus, wie es sich anfühlt mit verbundenen Augen durch ein Stadion zu laufen.

Am Mittwoch drehte sich dann alles um den Ball, der beim Blindenfußball kleiner ausfällt und beim Rollen rasselt, wie die Kinder schnell feststellten. Über Vertrauens- und Partnerübungen führten die Organisatoren die Gruppe Schrit für Schritt an das Spiel heran. Anschließend wurde mit blickdichter Skibrille das Dribbeln und Ballführen geübt, dann die ersten Torabschlüsse ausprobiert. Zum Abschluss versuchte sich die Gruppe an ein erstes Spielchen. „Die Kinder waren mit viel Spaß und Eifer bei der Sache“, freute sich Hansmeier, der betonte, dass bei dem Spiel vor allem das Miteinander im Vordergrund steht.

Heute treffen sich alle drei Gruppen (Bielefeld, Dortmund, Bochum) im Dortmunder Signal Iduna Park. Neben einer Stadionführung sollen die letzten beiden Tage noch einmal gemeinsam aufgearbeitet werden. Mit dabei: Nationalspieler Ilkay Gündogan, der sich auch Zeit für ein paar Fotos, Fragen und Autogrammwünsche nehmen wird.