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Staatssekretär Neuendorf besucht Bielefelder Willkommensbündnis

Welche Herausforderungen und Entwicklungspotentiale gibt es in der Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt?

Dieser Frage widmete sich Staatssekretär Bernd Neuendorf aus dem NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend und Kultur am 23. März bei seinem Besuch des Bielefelder Willkommensbündnisses. Das Bündnis, bestehend aus dem DSC Arminia Bielefeld, Bielefeld United und dem Fan-Projekt Bielefeld, lud dazu junge Geflüchtete, die an den Integrationsprojekten teilnehmen, und Vertreter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Universität Bielefeld zu einer moderierten Gesprächsrunde ein. Die Bielefelder Integrationsangebote gelten nicht nur für Geflüchtete, sondern richten sich an alle Jugendlichen der Stadt. Der Anteil an jungen Migrantinnen, die regelmäßig Angebote des Bündnisses wahrnehmen ist in Bielefeld vergleichsweise groß.

Aus den Gesprächen ging hervor, dass eine stabile Beziehung zu den Teilnehmern der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration ist. Der Aufbau von Vertrauen benötigt Zeit und der damit verbundene Aufwand ist groß und herausfordernd. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch künftig dem Vorhaben, junge Migrantinnen an den Sport heranzuführen. Die Vermittlung von Fair Play, Respekt und Toleranz gegenüber jedem Teilnehmer ist dabei Grundstein für erfolgreiche, geschlechterübergreifende Sportstunden. Der Sport soll als Basis für Fortbildungsmaßnahmen der Teilnehmer genutzt werden. Willkommensbündnis BN3Erste Schritte konnten im Bündnis bereits umgesetzt werden, etwa durch die Eignung junger Teilnehmer zum Übungsleiter oder für den Ordnungsdienst beim DSC. Das übergeordnete Ziel ist eine Integration an den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dabei betonte Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der DKJS, wie wichtig ein gut funktionierendes Netzwerk und starke Partner wie der DSC Arminia Bielefeld sind. So ist in Planung, dass die Bündnispartner etwa über Sponsoren des DSC Arminia junge Geflüchtete über Workshops und Fortbildungen auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und Zugang zu Praktika oder Ausbildungsplätzen ermöglichen. In den Anstrengungen, zwischen den Sportangeboten mit Berufsorientierung und der Arbeitsmarktintegration eine Verknüpfung herzustellen, sieht die DKJS im Bielefelder Bündnis einen Vorreiter.

Durch die Kooperation mit der Universität Bielefeld werden die Projekte und Tätigkeiten des Bündnisses unter der Leitung von Prof. Dr. Gröben evaluativ begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen das Projekt zu bewerten und weiterzuentwickeln.

Das Bielefelder Bündnis überzeugt durch eine enge Verzahnung von Sport und Bildung und ist damit ein gutes Beispiel für die Integrationskraft des Sports. Ich wünsche mir, dass gerade dieser positive Effekt in unserer Gesellschaft in Zukunft einen noch höheren Stellenwert genießt.

Staatssekretär Bernd Neuendorf

Während einer Trainingseinheit der jungen Erwachsenen konnten sich die Gesprächsteilnehmer über die Ergebnisse der Bündnisarbeit anschließend in der Praxis informieren.Willkommensbündnis BN2