DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/2017/05/31/als-tierpfleger-im-baerengehege/

Als Tierpfleger im Bärengehege

Die miniArminis fütterten im Tierpark Olderdissen das Bärenpaar Jule und Max. Dabei lernten sie viel über Meister Petz und andere heimische Tierarten, die dort leben.

Zehn miniArminis machten am Dienstag einen Schnuppernachmittag als Tierpfleger – mit Sebastian von der Zoo-Schule Grünfuchs und Tierpfleger Till durften sie ins Bärengehege. Der sibirische Braunbär Max und seine Gefährtin Jule, die zu der wesentlich kleineren syrischen Braunbär-Art gehört, warteten schon ungeduldig. „Die wissen genau, wann es Futter gibt und wenn man spät dran ist, dann bekommen sie schlechte Laune“, wusste Sebastian zu berichten. Bereitwillig trotteten die beiden Bären daher in ihre Schlafhöhlen, wo die Kinder sie aus nächster Nähe beobachten konnten – gesichert durch dicke Gitterstäbe und mit reichlich Abstand natürlich. Sebastian hatte vorher eindringlich erklärt, dass Wildtiere immer wild bleiben, auch wenn sie im Zoo gehalten werden und damit auch immer unberechenbar. Und als die jungen Vereinsmitglieder die Bären aus der Nähe sahen, verstanden sie auch warum. Gerade Max hat nicht nur einen riesigen Kopf, sondern auch tellergroße Pranken mit fast acht Zentimeter langen Klauen. Sein Gebiss, das er den Kindern Dank Tills guten Training bereitwillig zeigte, ist dagegen erstaunlich normal und ähnelt, bis auf die riesigen Eckzähne, sogar dem der Menschen. Denn Bären sind wie Menschen Allesfresser. Sie essen zwar auch Fisch und Fleisch, aber sich vor allem Pilze, Gräser, Beeren und Früchte.

Arminis-Bären-9Einen Eimer voll Futter durften die Aushilfspfleger dann im Anschluss im Außengehege verteilen. Sie platzierten Möhren, Äpfel und Salatköpfe auf Baumstämmen und in Felsspalten, damit die Bären sie suchen und erklettern konnten. Denn diese Zwischenmahlzeit dient eher der Beschäftigung der beiden Tiere als ihrer Sättigung. Ihr eigentliches Futter bekommen Max und Jule abends, wenn sie in ihre Schlafhöhlen gelockt werden. Nachdem die miniArminis das Gehege verlassen und ihre Beobachtungsposition außerhalb eingenommen hatten, durften die Bären zurück aufs Gelände. Zielstrebig erschnupperten sie das Futter, die süßen Äpfel waren besonders beliebt. Braunbären können Nahrung zwanzig Kilometer weit riechen, Eisbären sogar bis zu 120 Kilometer. Nur so können sie ihr Überleben sichern. Die Kinder beobachteten Jule außerdem beim ausgiebigen Baden. „Beide Bären genießen das, gerade wenn es heißt ist“ erzählte Sebastian. Im Winter ziehen sich Jule und Max meist in ihre Schlafhöhlen zurück. Hier halten sie jedoch keinen richtigen Winterschlaf, sondern lediglich eine Winterruhe, in der sie zwischendurch auch mal rausgehen.

Sebastian erzählte den miniArminis auch viel von den anderen Tieren des Parks, fast hundert verschieden Arten leben auf dem 16 Hektar großen Gelände. Er zeigte den Kindern die blitzschnellen Wanderfalken, die mit über 300 Stundenkilometern durch die Luft schnellen und deshalb nur Vögel jagen, da sie bei der Jagd von Kaninchen oder Mäusen auf dem Boden zerschellen würden. Er berichtete von dem Luchspaar Lea und Hannes, die mit Mats, einem Jungtier aus dem letzten Jahr, zusammen leben und ihren drei neugeborenen Luchswelpen, die sich noch in einer Baumstammhöhle versteckt halten. Auch beim neuen Wolfspaar Aik und Rieke erhofft sich der Tierpark in den nächsten Jahren Nachwuchs, damit sie ein eigenes Rudel gründen können. Sebastian zeigte auch die hochintelligenten Kolkraben und erzählte, dass die Fischotter es gar nicht mögen, wenn Besucher an die Scheibe ihrer Höhle klopfen und deshalb so selten zu sehen sind. Mit tierischem Wissen, einem kleinen Geschenk und einer bärenstarken Erfahrung im Gepäck bedankten sich die Neutierpfleger bei Sebastian, bevor sie von ihren Eltern abgeholt wurden.