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Saisonauftakt für den Nachwuchs

Die Vorbereitung ist vorbei, an diesem Wochenende beginnt auch für Arminias U23, U19 und U17 die neue Spielzeit. Zum Auftakt warten gleich interessante Herausforderungen auf die Teams.

Oberliga Westfalen: TuS Haltern – DSC U23

Sonntag, 15:00 Uhr, Stauseekampfbahn in Haltern am See

Kein gewöhnlicher Gegner wartet zum Auftakt der neuen Oberliga-Saison auf das U23-Team von Trainer René Müller. Die „Amateure“ müssen bei Aufsteiger TuS Haltern antreten, der jedoch nicht als normaler Aufsteiger angesehen werden kann. „Mit Haltern treffen wir gleich zu Beginn auf eine richtig starke Mannschaft. Sie haben viele Spieler in ihren Reihen, die bereits höherklassig gespielt haben und wurden von einigen Trainerkollegen nicht umsonst als Geheimfavorit gehandelt. Auch ich traue ihnen einen Platz weit oben zu“, so Müller, der mit Respekt, aber auch großer Vorfreude ins Münsterland fährt.

Müller und seine Co-Trainer Andre Kording und Mark Sawkill blicken auf eine „bewusst lang gewählte Vorbereitung“ zurück, in der laut Müller „alles reibungslos verlaufen“ sei: „Mich hat die Mentalität der Jungs vom ersten Trainingstag an beeindruckt. Wir haben uns im konditionellen und spielerisch-technischen Bereich toll weiterentwickelt und können variabel spielen.“ Trotz eines großen personellen Umbruchs zum Sommer sieht Müller seinen Kader für die kommende Spielzeit gerüstet: „Wir haben zwar ein Durchschnittsalter von unter 21 Jahren, aber das ist die bewusste Strategie des Clubs. Wir gucken weniger auf unsere Gegner, als vielmehr auf unsere eigenen Stärken. Wenn wir es schaffen, diese in den Spielen durchzubringen, können wir für jede Mannschaft in der Liga unangenehm werden.“ Die Entwicklung der jungen Spieler steht im Vordergrund. Gelinge dies, „kommen die Ergebnisse von alleine.“ Besonders viele Spieler im U23-Kader haben vergangene Saison noch in der A-Jugend gespielt, weswegen Müller seine Jungs nicht allein an den Ergebnissen messen möchte, sondern auch an dem, „was sie im Training und in den Spielen investieren.“ Daher wagt der U23-Coach auch keine tabellarische Prognose. Was den Kampf um die Meisterschaft angeht, hat der 43-Jährige indes eine klare Meinung. „Die Meisterschaft kann eigentlich nur über die U23 vom FC Schalke 04 gehen. Die haben sich zum einen extrem gut verstärkt und zum anderen auch klar kommuniziert, dass es für sie wieder hochgehen soll.“

Zunächst einmal geht es für ihn und seine Mannschaft aber nach Haltern. „Wenn wir in den Spielen mehr investieren als der Gegner, wird es für jede Mannschaft unangenehm.“ Zum Auftakt muss Müller auf Michael Bergen und Mahboub Nori verzichten, für die ein Einsatz zu früh käme. Ansonsten kann der Coach auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, weswegen er sich „in einer komfortablen Situation“ sieht.

U19-Bundesliga: DSC – SC Paderborn 07

Sonntag, 11:00 Uhr, Böllhoff-Stadion Brackwede

Direkt am ersten Spieltag der neuen Saison trifft Arminias U19 auf den OWL-Nachbarn SC Paderborn 07. Trainer Uwe Grauer freut sich auf das Spiel, warnt aber gleichzeitig vor dem Aufsteiger: „Paderborn wird in dieses Derby sicherlich mit viel Emotionen und Euphorie reingehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Spiel durch Nuancen entschieden wird. Wir wissen, dass Paderborn vor allem als Kollektiv agiert und über Kampf, Leidenschaft und Laufkraft kommt. Ich erwarte ein enges Spiel und könnte mir mit Blick in den Himmel auch vorstellen, dass das Wetter einen Einfluss auf das Spiel haben wird.“

Mit der Vorbereitung ist das Trainergespann um Cheftrainer Grauer und den Co-Trainern Gil Kwamo-Kamdem und Profi Stephan Salger sehr zufrieden, auch wenn der Prozess der Eingewöhnungszeit noch nicht komplett abgeschlossen sei: „Es ist einfach so, dass die sechs Wochen Vorbereitung in der Regel nicht ausreichen, um alle Abläufe und Automatismen einzustudieren. Von daher werden wir sicherlich noch eine kleine Weile brauchen, um komplett aufeinander abgestimmt zu sein.“ Sorgen macht sich der erfahrene Trainer deswegen aber nicht, „schließlich haben wir richtig gut gearbeitet und gute Testspiele abgeliefert.“

Einen Teil der Vorbereitung wurde im sauerländischen Bad Fredeburg absolviert, wo neben spielerischen Elementen vor allen Dingen teambildende Maßnahmen im Vordergrund standen. „Wir sind dort richtig zusammengewachsen, haben viel außerhalb des Platzes unternommen. In Einzelgesprächen konnte ich zudem mit jedem Spieler über seine Entwicklung sprechen“, so Grauer, der das Trainingslager als wichtigen Teil der Vorbereitung sieht. Ein großes Plus in der „starken und ausgeglichenen Liga“ könnte Arminias Offensive darstellen. Dort harmonieren Nick Flock, Rui-Jorge Monteiro-Mendes und der aus der B-Jugend aufgerückte Roberto Massimo bereits erstaunlich gut. Grauer ist froh, über ein solch gefährliches Sturm-Trio zu verfügen: „Qualitativ ist das schon sehr stark. Rui und Nick haben schon vergangene Saison ihre Torgefährlichkeit in der A-Jugend-Bundesliga unter Beweis gestellt. Roberto verfügt über eine ungeheure Dynamik, die unserem Spiel sehr gut tun wird.“

„Im Trainingslager haben wir auch über unsere Ziele gesprochen. Wir wollen weniger Tore kassieren und mehr Tore schießen als vergangene Saison“, so Grauer, der die „üblichen Verdächtigen vom BVB, Schalke und Leverkusen“ weit oben sieht. Danach sei das Feld allerdings ausgeglichen, weswegen ein Platz im Mittelfeld angestrebt werden soll. „Das ist machbar, weil wir über sehr viele Spieler verfügen, die in der abgelaufenen Saison schon bei uns gespielt haben. Die Erfahrung könnte ein Pluspunkt für uns sein.“ Ein weiteres Ziel der Arbeit des Trainerteams ist es, die Spieler weiterzuentwickeln und auf den Sprung in den Senioren-Bereich vorzubereiten. Als beste Beispiele dienen hier die ehemaligen A-Jugendlichen Henri Weigelt und Baboucarr Gaye, die sich fest in den Kader der Profis gespielt haben.

Zum Auftakt kann Grauer fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten Tobias Pytlik (Aufbau nach Knie-OP) und Dean Peitzmeier (Reha nach Kreuzbandriss) sind alle Spieler an Bord, sodass Grauer mit einem guten Gefühl in das Duell gegen den Nachbarn geht.

U17-Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen – DSC

Samstag, 13:00 Uhr, Ulrich-Haberland-Stadion

Gleich zum Auftakt der neuen Saison tritt die U17 von Trainer Oliver Krause auswärts bei einem Schwergewicht der Liga an. Bayer Leverkusen heißt der Gegner, bei dem die Trauben seit jeher hoch hängen und bei dem Krause sehr viel „individuelle Qualität“ sieht. Kein Wunder, dass der U17-Trainer die Bayer-Elf neben den Teams von Borussia Dortmund, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählt. „Trotzdem, vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass wir so früh in der Saison auf Bayer treffen, denn am 1. Spieltag fällt es prinzipiell leichter, einen großen Gegner zu ärgern.“

Auch wenn der DSC-Tross als Außenseiter nach Leverkusen anreist – Krause sieht sich und seine Mannschaft für die kommende Saison gewappnet: „Wir haben eine gute und intensive Vorbereitung absolviert. Alle Neuzugänge sind bestens integriert worden und die Spieler befinden sich auf einem starken körperlichen Niveau.“ Ein Grundstein für die gute Verfassung wurde dabei in Hürth gelegt, wo die Arminen ein mehrtägiges Trainingslager bezogen. „Wir haben inhaltlich sehr akribisch und oft in Kleingruppen gearbeitet. Gerade im Defensiv-Bereich haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, sodass ich voll zufrieden in die Saison starte“, so Krause, der in sein drittes Trainerjahr beim DSC geht und von Marcel Drobe sowie Ex-Profi Manuel Hornig assistiert wird. „Unser Ziel ist es in erster Linie, frühzeitig den Klassenerhalt zu schaffen. Jede Bundesliga-Mannschaft hat ihre Berechtigung, in dieser starken Liga anzutreten“, meint Krause, der den Aufsteigern aus Aachen, Münster und Benrath auf diesem Wege die Ligatauglichkeit attestiert. „Wir orientieren uns an die mittlere Sphäre der Tabelle. Wichtig ist, dass wir gut in die Saison starten“, so der Trainer, dem natürlich auch wichtig ist, dass „die Spieler mit einer guten Ausbildung und Grundlagen auf den Übergang in die U19 vorbereitet werden.“ Hinter den Einsätzen von Jomaine Elly Consbruch, Sahan Mürsel Sahin und Mervin Kalac steht indes noch ein Fragezeichen. Sie alle plagen sich mit kleineren Verletzungen rum.