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Sicher im Stadion

Das Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion übt auf viele kleine Fußballfans große Faszination aus. Um auf mögliche Gefahren dieser Bengalos und Böller hinzuweisen, hatte die Bundespolizei zum Thema „Sicher im Stadion“ eingeladen.

Schon zum zweiten Mal veranstaltete der Kinder- und Familienclub im Rahmen der Reihe „Arminis präventiv“ ein Workshop zum Thema Pyrotechnik. Im Presseraum gaben zwei Sprengstoffexperten der Bundespolizei zunächst eine theoretische Einführung. „Was ist legale und was illegale Pyrotechnik?“ „Woran erkennt man sie und wie kommt diese ins Stadion?“ Ein paar entschärfte Exemplare hatten die Beamten gleich mitgebracht und gaben sie zur Anschauung in die Runde. Anhand von Bildern veranschaulichten sie, welche Verletzungen beim Abbrennen von Leuchtfackeln und Zünden von Knallkörpern passieren können – verletzte oder fehelende Gliedmaßen nach einer Explosion, Verätzungen der Augen und Atemwege, Brandwunden und Schädigung des Gehörs. Die 27 Teilnehmer lauschten interessiert.

Im Anschluss ging es mit den Arminis nach draußen. Am Westplatz vor der Nordtribüne demonstrierten die Polizeibeamten anhand echter Pyrotechnik, welche Kraft diese entwickeln können. Mit ausreichend Sicherheitsabstand beobachteten die 10- bis 14-Jährigen welche Verpuffungen bei Rauchbomben entstehen und wie laut der Knall bei den sogenannten Polenböllern ist. Sie erlebten außerdem, dass Bengalos, häufig Fackeln aus der Seenotrettung, nicht löschbar sind – selbst in einem Eimer mit Wasser oder Sand hören sie nicht auf zu brennen. Wie schnell Kleidung dabei in Brand geraten kann, konnten sich die Kinder daher schon gut vorstellen, sahen es aber auch noch einmal in der Praxis anhand eines T-Shirts. Böller können unter Umständen auch schon in der Hosentasche gefährlich werden, wenn sie aufgrund elektrischer Reibung frühzeitig explodieren. Mit einem harten Kunststoffrohr, das als Beinattrappe in einer Jeans steckte, zeigte die Polizei, was bei einer Explosion am Körper passieren kann. Wenn der Gipspfropfen, der die selbstgebastelten Feuerwerkskörper häufig verschließt, mit Wucht herausgeschossen wird, kann er das Bein schwer schädigen, sogar Durchschüsse sind hier möglich. Am Ende der Veranstaltung mussten sich die Arminis eingestehen, so schön Pyrotechnik aus der Ferne auch ausschauen mag, sie birgt gleichzeitig große Gefahren.