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Bielefeld United trainiert mit Jugend-Mannschaften des DSC

Im Rahmen der Aktivitäten des „Bündnis Bielefeld“ veranstalten die Jugendmannschaften des DSC derzeit Trainingseinheiten mit Gruppen Bielefelder und geflüchteten Jugendlichen und versuchen so, durch den Fußball und den gemeinsamen Sport Brücken zu schlagen. An oberster Stelle steht bei diesem Projekt die Prävention vor Rassismus – einander verstehen und akzeptieren sind dabei elementar wichtige Dinge, die über den Fußball transportiert werden sollen.

Die U19, die U17 und die U16 absolvieren diesen Monat jeweils eine Trainingseinheit mit Bielefelder Jugendlichen, unter ihnen zahlreiche Geflüchtete, an der Friedrich-Hagemann-Straße. Diese Aktion steht unter der Leitung von  der Präventionsbeauftragten Laura Bureck aus dem Arminia-Nachwuchsleistungszentrum. Nach der gemeinsamen Einheit, in der der Spaß und die gemeinsame Kommunikation oberste Priorität genießen, finden sich die Kicker von Bielefeld United und die DSC-Jugendspieler  zu einer gemeinsamen Gesprächsrunde zusammen, die von Bureck und ehrenamtlichen Helfern vom „Bündnis Bielefeld“ betreut und moderiert wird: „Ziel dieses Projektes ist, dass die Jungs sehen, wie unterschiedlich die Lebensgeschichte eines Einzelnen sein kann und man ein Gefühl dafür kriegt, welche Bedingungen in anderen Regionen der Welt herrschen.“

Unterstützt wird Bureck dabei auch von Mahboub Nori und Mohammad Jaddoua, die ihre Schuhe für die U23 des DSC schnüren und ebenfalls vor einigen Jahren nach Deutschland geflüchtet sind: „Mahboub kommt aus Afghanistan und Mohammad aus Syrien. Sie haben bewegte Geschichten hinter sich und können sich in den sensiblen Gesprächsrunden als Vermittler sehr gut einbringen“, erzählt Bureck von den Unterhaltungen miteinander, in der oft „nach wenigen Minuten das Eis bricht. Die Spieler interessieren sich für die unterschiedlichsten Geschichten, insbesondere der der Geflüchteten, und durch die Interaktion finden beide Gruppen schnell zueinander.“ Eine Power-Point-Präsentation zum Thema Rassismus gehört genauso zu der Tagesordnung wie teambildende Spiele auf dem Platz. „Da wird einfach deutlich, dass Fußball verbindet“, lobt Bureck das gemeinsame Projekt – die geflüchteten Jugendlichen, die mit voller Eifer dabei sind, sehen das laut Bureck identisch: „Die häufigste Frage, die ich nach dem gemeinsamen Tag gestellt bekomme, ist: ‚Wann können wir wieder zur Arminia?'“

Mehr Infos zum „Bündnis Bielefeld“, das im Oktober 2016 gegründet wurde, finden Sie unter: http://www.bielefeld-united.de