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Arminen beim „Expert.Circle“

In der vergangenen Woche lud die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zum „Expert.Circle“ ein.

Mit Ansgar Brinkmann, Kevin Pamann aus dem Club-Marketing von Arminia Bielefeld, dem DSC-Fanbeauftragten Thomas Brinkmeier, FHM-Dozent Dr. Michael Negri und Sportjournalist Sebastian Bauer war eine gute Anzahl an Experten vor Ort, die über das Thema „Kommerzialisierung im Fußball – ab wann schadet der Fußball sich selbst?“ diskutierten. Brinkmeier vertrat die These, dass der Fußball zwar weiterhin sehr beliebt sei, man jedoch aufpassen müsse, dass man sich nicht zu weit von den Fans entfernt. „Es gibt erste Anzeichen, dass Fans sich abwenden, beispielsweise sind die Spiele der Nationalmannschaft immer seltener gut besucht“, sagte er über die Entwicklung in Deutschland. Große Vereine, wie Bayern München oder Paris St. German seien Weltmarken, welche somit auch eine weltweite Reichweite anstreben. Der DSC Arminia Bielefeld verfolge da andere Ziele so der Fan-Beauftragte. „Wir wollen für die Leute hier in Bielefeld und der Region interessant sein“, sagte Brinkmeier über die Ausrichtung Arminias.

Sein Vereinskollege Kevin Pamann pflichtete ihm bei: „Wir als DSC Arminia Bielefeld versuchen die Verbundenheit  zum Verein bei den Menschen in OWL zu steigern, dies fängt schon damit an, dass wir in Grundschulen mit unserem Maskottchen Lohmann erscheinen.“ Weitere Projekte, mit denen der Verein die Verbundenheit in Ostwestfalen steigern möchte, sind zum Beispiel das Projekt „Wir sind Ostwestfalen“ und das „Arminia Campus-Programm“, im Zuge dessen auch der „Expert.Circle“ in der FHM angeboten wurde. Dass die Kommerzialisierung im Fußball auch für regionale Medien ein Problem darstellt, unterstrich Bauer: „Der Printbereich ist ans Ende der Nahrungskette gerutscht“, so der Sportjournalist. Die Rechte für Bild und Ton lägen vor allem bei den Verbänden und die Vereine würden nun vermehrt ihrer eigenen Kanäle bespielen können. „Somit haben wir mit den Vereinen einen direkten Konkurrenten hinzugewonnen.“

Auch über die hohen Transfersummen wurde gesprochen. „“Der Transfermarkt ist außer Kontrolle geraten“, sagte Ex-Armine Ansgar Brinkmann über die Summen, die mittlerweile für Spieler gezahlt werden. Gerade durch Investoren, die wie bei Paris St. German große Anteile am Verein besitzen, wird der Transfermarkt durcheinandergewirbelt. „Da werden teilweise für junge Spieler, die ein paar gute Spiele gemacht haben mehrere Millionen Euro geboten, obwohl sie kaum etwas geleistet haben“, beschwerte sich Brinkmann über die gegenwärtige Situation. Um konkurrenzfähig zu bleiben, schlug Brinkmann einen Bruch mit der 50+1 Regel vor, der jedoch von den anderen Referenten kritisch gesehen wurde. „Die Schere zwischen Fans und Vereinen würde dann nur noch mehr auseinandergehen“, sagte Marketing-Leiter Pamann.