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Eine Hose für den Maulwurf

Die miniArminis erkundeten das Museum Wäschefabrik, ein begehbares Denkmal mitten in Bielefeld. Sie staunten über eine hundert Jahre alte Nähmaschine und bastelten aus bunten Stoffresten ein Beinkleid für den kleinen Maulwurf.

Im Osten Bielefelds, im ehemaligen Spinnereiviertel, liegt in einem Hinterhof versteckt das Museum Wäschefabrik. 1912 ließ Unternehmer Hugo Juhl hier eine Wäschefabrik mit großem Nähsaal und integriertem Wohnhaus errichten. Dort wurden Bett- und Tischwäsche, Nacht- und Unterwäsche sowie Herrenhemden und Damenblusen von bis zu 50 Näherinnen genäht. Seit 1987 steht das Haus unter Denkmalschutz und kann seit 1997 als Museum besucht werden. Das Besondere: Das gesamte Inventar von Fabrik und Wohnhaus blieben im Originalzustand erhalten als Zeitzeugnis der Bielefelder Wäscheindustrie.

Voller Neugier betraten die miniArminis dieses Denkmal und begaben sich auf eine Zeitreise, denn es sieht alles noch so aus, als hätten die Näherinnen gerade eben die Fabrik verlassen. Im Obergeschoss versammelten sich die Kinder und lauschten einer Geschichte über den kleinen Maulwurf. Der putzige Geselle brauchte dringend eine Hose mit großen Taschen, um all seine Schätze zu verstauen. Mithilfe von Krebs, Ameisen und vielen weiteren Tieren, stellt der Maulwurf aus Flachs Stoff her, der zu seiner Hose gesponnen, zugeschnitten und zusammen genäht wurde. Die einzelnen Arbeitsschritte wie Weben, Spinnen, Färben und Nähen wurden detailliert beschrieben, sodass  die Kinder einen Eindruck von der Stoffherstellung und Verarbeitung bekamen.

Mit diesem Grundwissen inspizierten die kleinen Fußballfans den Nähsaal, entdeckten neben Bügeleisen und Nähmaschinen auch eine Knopf- und sogar eine Lochmaschine. Im Chefbüro wunderten sich die Kinder über Schreibmaschine, das Telefon mit Wählscheibe und Fotos in schwarz-weiß – „Kann man die nicht anmalen?“ Nach dieser Zeitreise machten sich die Arminis an die Arbeit, dem kleinen Maulwurf die gewünschte Hose zu schneidern. Aus bunten Stoffresten bastelten sie eine Hose mit großen Taschen und kleideten den Maulwurf an. Den angezogenen Maulwurf durften die Kinder mit nach Hause nehmen, als Erinnerungen an ihre Expedition in die Wäschefabrik.