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21.04.2005

Arminen-Kicker werden wie Helden gefeiert!

Es war ein ganz großer Tag für den DSC Arminia Bielefeld, die am 20. April 2005 erstmals in der Vereinsgeschichte in einem DFB-Pokal Halbfinale standen und gegen den FC Bayern München in der heimischen Schüco Arena antraten. Bei besten Bedingungen und super Stimmung herrschte fast ein „Ausnahmezustand“ in Bielefeld. In der Innenstadt konnten alle diejenigen, die für diesen Pokalhit keine Karte mehr ergattern konnten, auf Großleinwand die Partie sehen.

Rund 9 Millionen Zuschauer verfolgten zusätzlich diese Partie an den Bildschirmen zu Hause, die Anhand der Einschaltquoten sogar mehr Interesse fand, als das erste Halbfinale (S04 gegen Bremen, 8,5 Mio.), das am Dienstag von der ARD übertragen wurde. Auch wenn mit dem FC Bayern der Favorit ganz klar feststand, verkauften und präsentierten sich die Arminen mit sehr viel Leidenschaft und großem Kämpferherz.

Trotz frühem Rückstand zeigte sich die Rapolder-Elf nicht geschockt. Delron Buckley hatte nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer den Ausgleich auf dem Fuß, doch an diesem Abend erwies sich Olli Kahn wirklich als „Titan“ und vereitelte so manche Großchance der Arminen, so dass sich der FCB bei ihrem Kapitän bedanken konnte, zum Pokalendspiel nach Berlin zu fahren. Bis zur Schlussphase jedoch verlief die Partie offen, in der Schüco Arena peitschten die DSC-Fans ihre Mannschaft immer wieder nach vorne und hofften auf ein Pokalwunder.

Zunichte gemacht wurde der Traum dann endgültig, als in der turbulenten Schlussphase ausgerechnet der ansonsten so souveräne Schiedsrichter Dr. Markus Merk das Fingerspitzengefühl vermissen ließ. Nach einem Laufduell zwischen Pizarro und Lense ging der Bayernstürmer im DSC-Strafraum zu Boden, so dass sich Schiri Merk dazu veranlasst fühlte (zum Unverständnis aller Arminen), auf den Punkt zu zeigen. Emotionen und Frust sowie Enttäuschung provozierte Delron Buckley zu einer Kurzschlussreaktion, der den Unparteiischen anrempelte und dafür die rote Karte kassierte. Makaay nahm das Geschenk an und erzielte das 2:0. Danach pfiff Merk die Partie ab – ein ganz bitterer Beigeschmack blieb. Die Arminen spielten das „Jahrhundertspiel“ und verabschiedeten sich mit erhobenen Köpfen aus dem Pokal und wurden anschließend von den DSC-Fans mit „Standing Ovationen“ gefeiert.

Für Delron Buckley, der sich anschließend bei Markus Merk entschuldigte, wird diese Saison wahrscheinlich gelaufen sein. Noch ist keine Entscheidung getroffen, wir lange der Südafrikaner in der Bundesliga gesperrt sein wird – Fakt ist jedoch, am Samstag wird er beim wichtigen Spiel um den Klassenerhalt gegen den SC Freiburg fehlen.

 

 



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