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11.04.2006

Es sollte nicht sein...

Der DSC beginnt mit der gleichen Aufstellung wie am Samstag. Einzige Ausnahme bildet das Sturmzentrum, Boakye rückt nach fünfwöchiger Verletzung für Artur Wichniarek in die Mannschaft. Eine Umstellung, die sich dank Boakyes großer Ballsicherheit positiv bemerkbar macht. Dennoch geschieht nach Anpfiff zunächst wenig, beide Teams tasten sich ab. In der sechsten Minute die erste Aufregung, als Hain im Fünfmeterraum zu Boden geht und ein Frankfurter das Leder ins Netz befindet. Zuvor hatte Schiedsrichter Merk jedoch völlig zu Recht auf Foul gegen Arminias Keeper entschieden.

 

Ab der 13. Minute dann kommt das Spiel gewaltig in Fahrt. Gabriel köpft nach einer scharfen Freistoßflanke von Korzynietz Millimeter neben den rechten Pfosten der Frankfurter. Die wiederum machen es drei Minuten später besser und erzielen das 1:0. Nach einem Steilpass von Lexa entkommt Amanatidis der DSC-Abwehr, umkurvt den herauseilenden Hain und schießt ein. Nur eine Zeigerumdrehung später kommt Vata am rechten Strafraumeck völlig frei zum Schuss, zieht ab und trifft – das Lattenkreuz! Es geht weiter hoch her, die Eintracht kontert nun im eigenen Stadion, und das nicht ungefährlich. Vor allem über links zeigen Amanatidis, Köhler und der Ex-Armine Weissenberger immer wieder gefällige Kombinationen.

 

 

 

In den Strafraum kommen sie dabei jedoch nur selten. Arminia steht insgesamt nicht schlecht, auch das Aufbauspiel ist bisweilen recht ansehnlich, doch in gefährliche Abschlusspositionen kommt keiner der Blauen. Die langen Diagonalbälle auf Masmanidis kommen zu selten an. Und wenn doch, ist die aufmerksame Eintracht-Defensive zur Stelle. Frankfurt startet gut in die zweite Halbzeit und kommt zweimal gefährlich vor das Bielefelder Tor. Bielefeld ist zwar bemüht, doch die Konter der Eintracht sind gefährlicher als das Offensivspiel der Arminen. Erst nach zehn Minuten gelangt der DSC wiederholt in Strafraumnähe. Vor allem die recht Seite mit Pinto und Korzynietz kann Akzente setzen. Eindeutige Strafraumszenen wollen sich dennoch nicht einstellen. In der 63. Minute bringt von Heesen Zuma für den bemühten aber ungefährlichen Masmanidis. Nach drei Minuten macht sich die Einwechslung beinahe bezahlt: Korzynietz spielt Boakye mustergültig frei, Arminias Nr.9 zögert jedoch zu lange mit dem Abspiel zu Zuma, der nicht einnetzen kann und zu Fall kommt, gepfiffen wird jedoch nicht.

 

 

Danach versucht sich Vata noch einmal aus 20 Metern, doch der Schuss ist zu harmlos. In der 74. Minute dann die Schrecksekunde: Cha geht über rechts und flankt scharf in die Mitte. Glück für den DSC, dass der Kopfball eines Frankfurters nur den rechten Pfosten trifft. Nun aber kommt die Eintracht wieder gefährlicher vor das Tor und es wird spannend. Die Hektik steckt nun auch die Spieler an, die wiederholt aneinander geraten. Hain legt sich mit der Bank der Eintracht an, die den Ball bei einem Einwurf partout nicht rausrücken will, Korzynietz liefert sich einen Hahnenkampf mit dem heute sehr starken Amanatidis. Leider spiegelt sich diese Leidenschaft nur in Ansätzen in den Ausgleichsbemühungen des DSC wieder, der zwar alles nach vorne wirft, dabei jedoch selten zum Torabschluss kommt. Während die Frankfurter Konter um Konter fahren, vergibt der eingewechselte Dalovic in der 89. eine halbe Chance, ehe Kucera in der letzten Minute mit einem Kopfball an Nikolov scheitert. Unverständlicherweise lässt Schiedsrichter Merk noch nicht einmal eine Minute nachspielen und besiegelt damit den ersten, nicht unverdienten Finaleinzug der Eintracht seit 1988.


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