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11.11.2006

Wahnsinn! 3:0 in Frankfurt

Arminia gewinnt völlig verdient mit 3:0 in Frankfurt, bleibt damit zum siebten Mal in Folge ungeschlagen und klettert dorthin, wo nach einem 12. Bundesligaspieltag noch nie eine Bielefelder Mannschaft stand: Auf den fünften Tabellenplatz! Der Wahnsinn geht weiter...


Arminia begann mit zwei Änderungen im Vergleich zum Hertha-Spiel: Für den verletzten Jörg Böhme lief David Kobylik auf, Petr Gabriel kehrte nach seiner Rotsperre für den erkrankten Markus Bollmann zurück in die Startelf. Von der ersten Minute an standen die Gäste defensiv sehr kompakt. Frankfurt schaffte es  dadurch kaum, gefährliche Situationen zu initiieren. So entwickelte sich ein Spiel, in dem die Eintracht zwar ein leichtes Übergewicht hatte, Bielefeld aber so gut wie nichts zuließ und bereits frühzeitig mit brandgefährlichen Kontern aufwartete. Dazu kamen auf beiden Seiten recht nervöse Linienrichter: Beinahe jede Offensivaktion wurde durch eine in der ein oder anderen Situation zu schnell gehobene Fahne der Schiedsrichter-Assistenten beendet. 

In der 26. Minute war es dann soweit: Jonas Kamper spielte überlegt in den freien Raum und Artur Wichniarek vollendete aus sechs Metern eiskalt zur Gästeführung. Acht Minuten später setzte der DSC gegen die seltsam matt wirkenden Hausherren das nächste Ausrufezeichen: Nach einem Missverständnis in der Eintracht-Deckung hätte "König Artur" fast das 2:0 erzielt.

Frankfurt startete in die zweite Halbzeit wie die Feuerwehr. Michael Thurk wurde als zusätzliche Spitze für den unglücklich agierenden Ex-Arminen Fink eingewechselt. Alexander Meier zwang 30 Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem Kopfball Mathias Hain zu einer Glanztat. Sechzig Sekunden danach zappelte der Ball im Bielefelder Netz, doch Schiedsrichter Weiner hatte Meier korrekterweise im Abseits gesehen.  

Der Schwung der Hausherren, die im zweiten Durchgang auch wieder auf ihren Fanblock zählen konnten, der zuvor aus Protest gegen diverse Stadionverbote leer geblieben war, hielt allerdings nur wenige Minuten an. Arminia konnte sich immer besser befreien und ihrerseits zahlreiche gefährliche Kontersituationen einleiten. So hätte Jonas Kamper in der 50. Minute mit einer verunglückten Flanke aus 30 Metern fast zum 2:0 getroffen, doch Nikolov war auf dem Posten. 

In der 63. Minute führte ein weiterer "Überfall-Konter" zur Vorentscheidung: Zuma wurde vom eingewechselten Marcel Ndjeng herrlich freigespielt; der Südafrikaner behielt die Nerven und vollendete überlegt zum 2:0. Zwei Minuten später traf der im zweiten Durchgang wie aufgezogen spielende "Puma" nur den Pfosten. In der Folgezeit hätten zahlreiche weitere aussichtsreiche Angriffssituationen das dritte Tor bringen können. Aber sowohl Wichniarek mit einem Lupfer (69. Minute) als auch Eigler (78. Minute) scheiterten. Letztgenannter machte es in der 84. Minute schließlich besser: Er setzte sich über links durch, behielt die Übersicht und spielte auf den mitgelaufenen Ndjeng, der per Volleyabnahme für die endgültige Entscheidung sorgte.

Danach hatte Takahara noch zweimal die Möglichkeit zur Ergebniskorrektur. Doch auch diese beiden Großchancen brachten für die Hausherren nichts Zählbares ein.

So blieb es am Ende bei einem auch in dieser Höhe hochverdienten (ersten) Auswärtssieg der Bielefelder. Auf der Tribüne hatte Bundestrainer Löw das Spiel verfolgt. Vielleicht hat er ja die spielauswertende Statistik gelesen: Zweikampfstärkster Spieler war Heiko Westermann mit einer Quote von 88%... .

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