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22.09.2009

Pokalaus in Trier

Arminia verspielt eine 2:0-Führung und unterliegt dem "Pokalschreck" Eintracht Trier mit 2:4 nach Verlängerung.


Spielverlauf 1. Halbzeit
Wie angekündigt gönnte Thomas Gerstner einigen Stammkräften eine Pause und veränderte die Startelf auf mehreren Positionen. Im Tor erhielt Rowen Fernandez den Vorzug vor Dennis Eilhoff, dazu standen Nils Fischer, Kasper Risgård, Zlatko Janjic und Besart Berisha ebenso in der ersten Elf wie Markus Schuler und Michael Delura, die in Duisburg zunächst auf der Bank saßen.

Die rund 6600 Zuschauer im Moselstadion erlebten eine ereignisarme, ziemlich zähe erste halbe Stunde, die zudem durch mehrere Behandlungspausen unterbrochen wurde. Eine davon hatte Folgen: Nachdem er unbeabsichtigt einen gegnerischen Ellbogen an die Schläfe bekommen hatte, musste der benommene Oliver Kirch zunächst versorgt und dann ausgewechselt werden. Hoffentlich keine ernsthafte Geschichte. Für ihn kam Daniel Halfar in die Partie.

Das Match bot weiterhin nur wenig Erbauliches. Beide Mannschaften brachten in der Offensive nicht viel zustande. Zahlreiche Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten das Geschehen, so dass beide Keeper kaum etwas zu tun bekamen. Trier war insgesamt aktiver, richtig gute Möglichkeiten blieben aber aus.

Spielverlauf 2. Halbzeit
So schwach die erste Hälfte war, so stark begann die zweite: Direkt nach Wiederanpfiff starteten die Blauen ihren ersten gelungenen Angriff. Michael Delura setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte den Ball scharf in den Strafraum, wo Zlatko Janjic am langen Pfosten zum 1:0 vollendete. Danach zweimal Traumpass von Giovanni Federico, zunächst auf Berisha, der noch an Torwart Kronholm scheiterte, und dann auf Janjic, der am Trierer Keeper vorbei kühl zum 2:0 einschob. Was auch immer Thomas Gerstner in der Kabine gesagt und getan haben mochte, zeigte also Wirkung.

Als es so schien, als würden die Blauen alles unter Kontrolle haben, kamen die Gastgeber mit etwas Glück zum sicherlich nicht unverdienten Anschlusstreffer. Einen Schuss von Sahr Senesie fälschte Andre Mijatovic so unglücklich ab, dass sich der Ball per Bogenlampe über den chancenlosen Fernandez ins Bielefelder Tor senkte. In der 65. Minute hatte Janjic die Chance zum Hattrick, doch diesmal setzte er die Kugel knapp am Pfosten vorbei.

Trier erhöhte nun den Druck. Gerstner reagierte und brachte Michael Lamey für Nils Fischer in die Partie. Trotzdem fiel der Ausgleich, allerdings, mit Verlaub, unter gütiger Mithilfe des Schiedsrichtergespanns: Nach einem Zweikampf zwischen Markus Schuler und Tayfun Pektürk, der relativ harmlos schien und definitiv vor der Strafraumgrenze stattfand, entschied Referee Bandurski auf Elfmeter. Senesie trat an und verwandelte zum 2:2. In der Schlussviertelstunde fielen keine Tore mehr, so dass es in die Verlängerung ging.

Verlängerung
Die bis dahin beste Chance der Verlängerung bot sich in der 99. Minute Federico, der nach Anspiel von Halfar flach abzog, doch Kronholm war zur Stelle. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Arne Feick, der für Janjic in die Partie gekommen war, die Riesenchance zum 3:2, verfehlte aber knapp das Ziel. Stattdessen traf die Eintracht: In der 110. Minute startete Senesie einen Angriff über rechts und zog aus spitzem Winkel ab, Fernandez konnte nur fausten und der Ball landete direkt vor den Füßen von Wilko Risser, der aus fünf Metern einschob. Arminia warf daraufhin alles nach vorn und machte mächtig Druck, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. In der Nachspielzeit erhöhte Senesie mit seinem Tor des Spiels sogar noch das 4:2 und das war's.

Nachspiel
Die Blauen kassieren eine unglaublich ärgerliche und völlig unnötige Niederlage in Trier und scheiden aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb aus. Zwar begünstigt durch einen krassen Fehler des Schiedsrichtergespanns, letztendlich aber verursacht durch Nachlässigkeiten, die nicht passieren dürfen, egal wer auf dem Platz steht, und die am Samstag gegen St. Pauli und auch in Zukunft hoffentlich nicht vorkommen werden. Zweimal reicht.


  1. Die Stimmen
  2. Die Bilder


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