DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 22.04.2017 13:00 Uhr

1. FC Heidenheim 1846(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Der Knoten ist geplatzt

Am Samstag tritt Arminia auswärts beim 1.FC Heidenheim an. Die Mannschaft von Chefcoach Frank Schmidt hatte zuletzt mit einer Negativ-Serie zu kämpfen, konnte den Knoten am vergangenen Spieltag gegen Karlsruhe jedoch zum Platzen bringen.

Personell muss der 1.FC Heidenheim für das Spiel gegen Bielefeld am kommenden Samstag jedoch einen Rückschlag hinnehmen: Marc Schnatterer, bester Torschütze und Vorbereiter des Vereins, kann aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht auflaufen. Ein bitterer Ausfall, ist Schnatterer bisher doch an 24 von 38 Heidenheimer Toren beteiligt gewesen und hatte bisher keine Partie in dieser Saison verpasst. Zudem plagen den FCH noch drei weitere Ausfälle, denn mit Tim Skarke (Adduktorenproblemen) und Tim Kleindienst (Gelbsperre) fehlen zwei weitere Torgaranten, zudem ist Ben Halloran nach seinem Innenbandriss am Wochenende noch keine Option für die Startelf.

Nach acht sieglosen Spielen konnte Heidenheim zuletzt endlich wieder drei Punkte einfahren – und das gegen den stark abstiegsbedrohten Karlsruher SC, der mit zehn Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz weiter am Tabellenende steht. Noch vor der KSC-Partie haderte Heidenheims Stürmer Kleindienst mit der Leistung seines Teams: „Es klappen derzeit Dinge nicht, die vorher geklappt haben.“ Dazu gehörte auch durchaus das Tore-Schießen, denn in den acht sieglosen Spielen konnte der FCH nur sieben Treffer erzielen – zu wenig für den ambitionierten Verein. Auch Schnatterer konnte für die Negativserie nicht die richtigen Worte finden: „Speziell zu Hause waren wir in der Hinrunde so stark, richtig erklären kann man das nicht. Und Krise? Da haben wir höchstens eine Ergebniskrise. Eine spielerische kann ich nicht erkennen, weil wir eine Mannschaft sind, die niemals aufgibt.“ Einen möglichen Knackpunkt für die Misere machte Kleindienst dennoch aus: „Ein Tor für uns Stürmer täte gut. Dann löst sich vielleicht der Knoten.“ Gegen den KSC funktionierte dieser Plan, denn mit John Verhoek war es ein Angreifer, der zum entscheidenden 1:0 einschoss.

Entsprechend groß war die Erleichterung bei den FCH-Spielern, Linksverteidiger und Ex-Armine Arne Feick verlieh dem noch einmal Nachdruck: „Der Sieg war sauwichtig und ehrlich gesagt ist es mir egal, wie er zustande gekommen ist.“ Seine Aussage hörte sich nicht wirklich zufrieden an, was auch das Statement von Coach Schmidt auf der Pressekonferenz noch einmal unterstrich: „In der zweiten Halbzeit hatten wir einen Zitterfuß, den wir nicht so leicht aus den Knochen schütteln konnten. Unser Gegner hat phasenweise viel befreiter aufgespielt und uns vor große Herausforderungen gestellt“, haderte er. Mit dem DSC kommt nun ein Gegner nach Heidenheim, der ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hat. Ob Heidenheim deshalb jedoch statt einer Negativ- eine Positiv-Serie starten kann, bleibt abzuwarten.

„Die Mannschaft ist stabil“

Vor der Partie beim 1. FC Heidenheim am 30. Spieltag standen DSC-Coach Jeff Saibene und Offensivspieler Andreas Voglsammer den Journalisten Rede und Antwort.

Zunächst einmal wurde die knappe 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart aufgearbeitet: „Wir haben uns über 90 Minuten gut verhalten und bis auf die zwei, drei Aktionen wenig zugelassen. Wir haben nicht viel falsch gemacht, aber der VfB eben vieles richtig. Das 3:2 war eine super Aktion, wo wir nicht zu offen standen, sondern Stuttgart das einfach sehr gut gespielt hat – da muss man unterscheiden“, resümierte Cheftrainer Jeff Saibene. „Wir haben bis zum 1:1 sehr wenig zugelassen, nachher gab es ein, zwei Bälle in die Tiefe, die wir angesprochen haben“, so der Coach. Andreas Voglsammer haderte ebenfalls noch etwas mit der Niederlage: „Ich war schon auch stinkig, dass wir nicht mindestens einen Punkt mitgenommen haben – da war definitiv mehr drin. Aber wir müssen den Mund abputzen, uns gut auf Heidenheim vorbereiten und die am Samstag weghauen.“

Denn schon am Samstag steht das wichtige Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim an. Für das Vorhaben des zweiten Auswärtssieges in Folge könnten personelle Änderungen bevorstehen, denn neben Christopher Nöthe stehen weiterhin auch Manuel Hornig (Aufbautraining) und Keanu Staude (Adduktorenprobleme) am Samstag nicht zur Verfügung. Außerdem sind kurzfristig Manuel Prietl und Brian Behrendt erkrankt, hinter ihrem Einsatz steht momentan noch ein Fragezeichen. Saibene ist zwar nicht erfreut über die Ausfälle, sieht allerdings auch einen positiven Ansatz darin: „Das sind Sachen, die man nicht beeinflussen kann. Ich suche nach Lösungen und Alternativen. Im Kader brennen genug Spieler auf ihren Einsatz. Der Ausfall eines Spielers ist immer die Chance für einen anderen Spieler – so muss man das sehen.“

Voglsammer, der bereits selbst beim FCH spielte, schätzte für die Journalisten den kommenden Gegner ein: „Es ist eine Mannschaft, die zusammenhält. Es ist nicht nur Marc Schnatterer, der seine Qualitäten hat, sondern es gibt auch andere Spieler, die Tempo haben und torgefährlich sind. Wenn wir uns nur auf eine Person konzentrieren, laufen wir ins offene Messer“, warnte Arminias Offensivkraft. Auf die Frage, ob er dem Trainerteam bereits Tipps gegeben habe, antwortete „Vogi“: „Ich habe ein wenig mit dem Videoanalysten gesprochen, aber es ist ja kein Neuland, was Heidenheim macht. Wir wissen, was wir dagegen machen können und sprechen das heute noch einmal explizit an. Wir müssen allerdings auf uns gucken und die Leistung der letzten Spiele auf den Platz bringen.“ Zu seiner persönlichen Rolle im Team sagte Arminias Nummer 21: „Ich spiele da, wo ich der Mannschaft helfen kann und wo mich der Trainer aufstellt. Ich fühle mich vorne wohler, das habe ich schon immer gesagt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich die Automatismen da mehr drin habe als auf dem Flügel. Für mich ist es einfach wichtig, zu spielen und der Mannschaft zu helfen – ob rechts, links oder vorne. Das hat der Trainer zu entscheiden.“

Saibene stellte indes fest, dass die Weiterentwicklung der DSC-Mannschaft in den letzten Begegnungen im Kampf um den Klassenerhalt definitiv helfen könne: „Die Mannschaft ist stabil und kann mit jedem Gegner mithalten – das ist wichtig und gibt dem Team Vertrauen. Wir haben auch viele Tore geschossen, das sehe ich positiv. Im Großen und Ganzen sind wir auf einem guten Weg und stehen defensiv stabil“, so der Coach. Dennoch erwartet er eine enge Partie am Samstag: „Heidenheim ist zu Hause schwer zu spielen, aber das sind viele Mannschaften. Würzburg, Bochum, Sandhausen oder Heidenheim befinden sich alle auf einem Niveau. Es ist immer auf Augenhöhe und es sind immer sehr enge Resultate“, beendete er die Pressekonferenz.

Weitere Aussagen von Saibene und Voglsammer gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Leandro Putaro zum Spiel in Heidenheim:

Berichterstattung Heidenheim – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Heidenheim.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel in der Voith-Arena beim 1.FC Heidenheim live zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der Voith-Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • ARD, „Sportschau“, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr
  • ZDF, „Das aktuelle Sportstudio“, 23:00 Uhr bis 00:25 Uhr

DSC spielt 2:2 in Heidenheim

Am Samstagmittag war der DSC Arminia beim 1.FC Heidenheim zu Gast. In einem ausgeglichenen, umkämpften Spiel trennten sich die Teams 2:2 (0:0)-Unentschieden.

Im Vergleich zur 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart nahm DSC-Cheftrainer Jeff Saibene zwei Änderungen in seiner Startelf vor. Manuel Prietl (nach Gelbsperre) und Michael Görlitz (nach Verletzung) übernahmen die Positionen von Stephan Salger und Leandro Putaro (beide Bank). Arminia spielte auch in Heidenheim von Beginn an das von Saibene geforderte hohe Pressing, doch auch die Gastgeber störten den DSC bereits im Spielaufbau und so entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel.

heidenheim-dsc-2017-aktuell-1Die erste Chance des Spiels hatte der FCH in der 8. Minute: Kapitän Marc Schnatterer versuchte es mit einer tückischen, flachen Flanke von der linken Seite, die an den Außenpfosten des DSC-Gehäuses klatschte. Im direkten Gegenangriff wurde es auch auf der anderen Seite erstmals gefährlich: Andreas Voglsammer und Christoph Hemlein kombinierten sich über die rechte Seite nach vorne. Schlussendlich flankte Hemlein scharf und flach vor das Gehäuse, wo Keeper Kevin Müller vor dem einschussbereiten Reinhold Yabo rettete. In der 10. Minute flankte dann Florian Hartherz von der linken Seite gefährlich vor das Tor, doch Christoph Hemlein verpasste die Hereingabe knapp.

Nach 20 Minuten versuchte es Michael Görlitz mit einem Schuss aus der Drehung, doch Arminias Linksaußen bekam nicht genügend Druck auf das Spielgerät und so konnte Keeper Müller sicher zugreifen. Dann passierte bis zur 45. Minute vor beiden Toren nichts mehr, ehe Heidenheim wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff die große Chance zur Führung hatte: Die Abseitsfalle des DSC missglückte und so tauchte Norman Theuerkauf plötzlich frei vor Davari auf, setzte das runde Leder aber nur an den Außenpfosten. Kurz darauf ging es mit dem Stand von 0:0 in die Halbzeit.

heidenheim-dsc-2017-aktuell-2Der zweite Spielabschnitt begann jedoch äußerst bitter für die Bielefelder: Heidenheims Rechtsverteidiger Robin Becker startete einen Sololauf über die Außenbahn und passte im Strafraum scharf vor das Gehäuse, wo Florian Dick den Ball unglücklich zum 1:0 für den FCH in das eigene Tor beförderte. Saibene reagierte umgehend und wechselte Fabian Klos für Michael Görlitz ein, dessen Position auf dem linken Flügel übernahm Voglsammer. Doch zunächst schlugen die Gastgeber in der 57. Minute wieder zu. Nach einer Ecke landete der Ball aus dem Gewühl heraus bei Mathias Wittek, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte.

Arminia zeigte allerdings eine gute Reaktion und schaffte im direkten Gegenzug den 2:1-Anschlusstreffer. Tom Schütz zog aus über 25 Metern einfach mal ab und der Ball schlug in der rechten Ecke ein – auch weil Torhüter Müller nicht die glücklichste Figur machte. Nur drei Minuten erzielte der DSC dann das 2:2: Einen Freistoß von Tom Schütz köpfte der eingewechselte Klos in das Tor. In der 65. Minute schnürte Arminias Goalgetter dann beinahe den Doppelpack, als er eine Flanke von Hemlein aus kurzer Entfernung knapp neben das Gehäuse setzte.

Die Gastgeber schwächten sich in der 67. Minute dann selber, als Sebastian Griesbeck im Mittelfeld Andreas Voglsammer von hinten von den Beinen holte und von Schiedsrichter Patrick Alt korrekterweise die gelb-rote Karte gezeigt bekam. In Überzahl hatte Arminia anschließend sehr viel Ballbesitz gegen nun sehr defensiv agierende Heidenheimer. Doch der DSC schaffte es nicht, daraus Kapital zu schlagen. Mit Leandro Putaro und Sören Brandy für Voglsammer und Yabo wechselte Saibene in der Schlussphase zwei weitere frische Kräfte ein, doch der DSC kam nur noch zu zwei Halbchancen. Ein Kopfball von Klos nach Ecke von Schütz in der 85. Minute war nicht platziert genug und ein Distanzschuss von Hartherz in der Nachspielzeit wurde geblockt.

So blieb es beim 2:2 zwischen dem FCH und dem DSC. Für Arminia geht es am kommenden Samstag (29. April, 13:00 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth in der SchücoArena weiter.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Wir haben als Mannschaft nach dem 0:2 Moral gezeigt und sind zurückgekommen, aber das dritte Tor wollten wir natürlich auch noch machen. Bei meinem Eigentor stehen hinter mir noch zwei Heidenheimer, ich wollte irgendwie an den Ball. Unglücklicherweise rollt der dann in das eigene Tor. Die Saison geht bis zum 34. Spieltag, jeder Punkt zählt und nächste Woche versuchen wir wieder, drei Punkte zu holen.

Florian Dick

In unserer Situation ist es ärgerlich, dass wir nicht gewonnen haben, aber nach dem Spielverlauf ist ein Punkt natürlich auch gut. Uns hat hinten raus das entscheidende Quäntchen gefehlt, um hier dann noch zu gewinnen. Das wollen wir nun gegen Fürth nachholen. Bei meinem Tor habe ich Glück, dass der Torwart einen Fehler macht, aber wenn man nicht schießt, kann der Torwart auch keinen Fehler machen.

Tom Schütz

Wenn man 0:2 in Rückstand liegt und dann noch einen Punkt holt, kann man eigentlich zufrieden sein. Aber wenn man die Tabelle anschaut, wollten wir hier drei Punkte mitnehmen. Eine Stunde lang waren wir nicht gut, haben dann nach dem Rückstand aber große Moral gezeigt. Wie wichtig der Punkt ist, wird man in den kommenden vier Spielen sehen. Wichtig war, dass wir nach dem Rückstand eine Reaktion gezeigt haben, das wird uns Mut für die kommenden Spiele geben.

Jeff Saibene

Ein Punkt ist zu wenig für uns. Die erste Halbzeit war nicht gut, wir haben zu viele lange Bälle gespielt, das wollten wir im Ballbesitz eigentlich anders machen. Wir hatten zum Ende der ersten Halbzeit eine gute Chance zur Führung durch Theuerkauf. Nach der Pause gelingt uns dann die Führung und wir haben schnell das 2:0 nachgelegt. Dann haben wir durch einen Fehler mitgeholfen, dass Bielefeld zum Anschluss kommt und waren bei der Standardsituation beim 2:2 nicht mutig genug, den Gegner mit aller Macht vom Tor fernzuhalten. Nach der gelb-roten Karte hat viel gegen uns gesprochen, aber wir haben uns gewehrt und in Unterzahl gut verteidigt. Wenn du 2:0 führst, darfst du den Gegner aber einfach nicht zurückkommen lassen.

Frank Schmidt

1.FC Heidenheim:
Müller – Becker, Wittek, Wahl, Feick – Theuerkauf – Halloran (81. Strauß), Griesbeck, Titsch-Rivero, Schnatterer (90. Lankford) – Verhoek (81. Thomalla).

DSC Arminia Bielefeld:
Davari – Dick, Behrendt, Börner, Hartherz – Prietl, Schütz – Hemlein, Yabo (81. Brandy), Görlitz (54. Klos) – Voglsammer (74. Putaro).

Tor:
1:0 (46., Eigentor) Dick, 2:0 (57.) Wittek, 2:1 (58.) Schütz, 2:2 (61.) Klos.

Gelbe Karten:
Halloran, Verhoek/Hartherz, Brandy

Gelb-Rote Karte:
Griesbeck (67.)

Zuschauer:
12.000