DSC Arminia Bielefeld -

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So., 26.11.2017 13:30 Uhr

1. FC Kaiserslautern(0)
DSC Arminia Bielefeld (1)

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Der Betze bibbert

Der 1. FC Kaiserslautern war jahrelang einer der Aufstiegsfavoriten in der Zweiten Bundesliga. In den letzten Jahren verabschiedeten sich die Pfälzer aus dem oberen Tabellendrittel. Nach einem schlechtem Saisonstart wird es langsam eng für den Verein, der mittelfristig wieder ins deutsche Fußballoberhaus zurückkehren will.

„Wir haben Anschluss in der Tabelle gefunden und schauen ein bisschen glücklicher in die Zukunft“, sagte der Lauterer Trainer Jeff Strasser nach dem kurz vor Abpfiff gedrehten Spiel in Dresden, dass der FCK nach Rückstand noch mit 2:1 gewann. Wenn Arminia Bielefeld am 15. Spieltag in die Pfalz fährt, erwartet die Mannschaft von Jeff Saibene dennoch der aktuelle Tabellenletzte der Zweiten Liga. Dort verschließt man nicht die Augen und bereitet sich zumindest auch auf einen möglichen Abstieg vor. So versichert Sportdirektor Boris Notzon, „dass die dritte Liga [finanziell] darstellbar wäre.“ Um das zu verhindern, hat der Verein aber noch genügend Zeit. Die Pfälzer stellen nach wie vor die schwächste Offensive der Liga mit nur zehn geschossenen Toren in 14 Spielen. Jedoch konnte der FCK in den letzten zehn Partien immerhin acht Punkte einsammeln und damit lediglich einen Zähler weniger als Arminia. Defensiv haben beide Mannschaften dieselbe Anzahl Tore zugelassen. Somit deutet einiges auf ein enges Spiel hin, zumal Arminia sich gegen die Roten Teufel traditionell schwer tut. Auf dem Betzenberg hat der DSC nur eine der letzten acht Begegnungen für sich entscheiden können.

Allgemein brodelt es rund ums Fritz-Walter-Stadion, was vor allem an mangelnder Konstanz in der Mannschaft liegt. In den letzten Jahren mussten auch aus wirtschaftlichen Gründen immer wieder Stammspieler abgegeben werden. Die Pfälzer mussten im Sommer die Abgänge von Leistungsträgern wie Robin Koch, Sebastian Kerk, Marcel Gaus und Torwart Julian Pollersbeck verkraften. Dafür kam unter anderem Ersatz-Keeper Marius Müller von RB Leipzig auf Leihbasis zurück zum FCK. Die meisten Namen in diesem Kader dürften vielen Bielefelder Fans folglich vergleichsweise wenig sagen. Zumindest Stürmer Kacper Przybylko wird den DSC-Fans noch in Erinnerung sein, auch Daniel Halfar spielte bis 2010 immerhin drei Jahre für Arminia. Auffällig ist auch die Rotation auf dem Trainerstuhl des 1. FC Kaiserslautern. Seit 2012 haben die Lauterer unter Abzug der Interimstrainer sieben verschiedene Chefcoaches auf ihrer Bank gehabt. Die Verantwortung trugen im Ergebnis viele unterschiedliche Trainertypen innerhalb kurzer Zeit. „Dadurch ergibt sich immer wieder eine andere Kaderplanung, andere Spielertypen sind gefragt. Deshalb gab es zuletzt keinen roten Faden im Klub, kein nachhaltig umsetzbares sportliches Konzept“, weiß Notzon. Der ehemalige Arminia-Trainer Norbert Meier war lediglich neun Monate im Amt und konnte in dieser Saison keine nennenswerten Impulse setzen. Nach nur zwei Punkten aus den ersten sieben Spielen der laufenden Saison wurde Meier schließlich im September dieses Jahres entlassen. Es folgte eine Woche später der ehemalige FCK-Spieler und Publikumsliebling Jeff Strasser, Landsmann von Jeff Saibene. Seitdem ist zumindest ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Ob der von Dauer sein wird, bleibt abzuwarten. Nach dem Spiel gegen Bielefeld stehen unter anderem die schweren Partien gegen Düsseldorf und Ingolstadt an.

„Wenn drei Busse kommen, sind alle da“

Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern stellten sich Arminia-Coach Jeff Saibene und Torhüter Stefan Ortega Moreno den Fragen der Medienvertreter. Auf der Pressekonferenz ging es vor allem um das Luxemburger Trainer-Duell, die erhöhte Aufmerksamkeit für Roberto Massimo sowie das dringend benötigte Überwinden der teuren individuellen Fehler.

Ausfallen werden bei Arminia weiterhin Andraz Sporar (Zahn-OP) und Nils Quaschner (Knieprobleme), Christopher Nöthe dagegen trainiert wieder voll mit der Mannschaft, ist aber noch kein Kandidat für den Spieltagskader. Die Innenverteidiger Julian Börner und Brian Behrendt kehren nach ihren Sperren hingegen wieder zurück in das Aufgebot. In Kaiserslautern werden ungefähr 600 Anhänger aus Bielefeld ihre Mannschaft unterstützen. Auch eine Gruppe der Arminis wird die weite Fahrt auf sich nehmen. Schiedsrichter der Partie wird Florian Badstübner sein.

In der Innenverteidigung wird es nach der Rückkehr von Börner und Behrendt ein „Luxusproblem“ geben, wie Jeff Saibene berichtete. Wahrscheinlich wird Henri Weigelt nach seinem gelungenen Startelfdebüt gegen Braunschweig daher nicht im Kader stehen. „Aber er wird das verstehen, ich werde ihm das auch wie üblich nochmal in einem Vier-Augen-Gespräch erklären“, sagte Saibene am Freitag. Positiv äußerte sich der DSC-Trainer auch über den Joker aus dem letzten Spiel gegen Braunschweig: „Leandro Putaro ist sehr variabel und kann viele Positionen besetzen. Er hat sich gerade in den letzten Wochen sehr gut entwickelt und das ist kein Zufall. Ich habe vor einigen Wochen ein Gespräch mit ihm geführt.“ In dem Gespräch ging es laut Saibene darum, dass der Offensiv-Akteur lange Zeit kurz vor Spielen den absoluten Willen vermissen lassen habe, in der Startelf zu stehen. „Seitdem hat er von allen Spielern in der Mannschaft mit den größten Schritt nach vorne gemacht und dafür belohnt er sich jetzt auch.“

Eine positive Entwicklung bescheinigte der Luxemburger auch U19-Spieler Roberto Massimo. „Es ist gut möglich, dass er in Kaiserslautern dabei ist, natürlich zunächst als Option für eine Einwechslung. Und auch ins Trainingslager werden wir ihn mitnehmen. Er ist ein richtiges Talent und hat neben Schnelligkeit und Technik etwas, das andere nicht haben und das man auch nicht lernen kann: Er steht einfach oft richtig“, lobte Saibene. Außerdem spürt der Trainer trotz des derzeitigen Medien-Interesses bei Talent Massimo keine Veränderungen: „Mir ist nichts spezielles aufgefallen. Auf dem Spielfeld ist er schon präsent, neben dem Platz eher nicht so sehr. Aber auf die Weise ist es mir als Trainer auch lieber.“

Nach den zwei Gegentoren gegen Braunschweig gab es eine ausführliche Videoanalyse, um die Spieler auf die erneuten Fehler aufmerksam zu machen. „Wir haben nach einer guten ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte fast nur noch lange Bälle gespielt und auch insgesamt gab es einen großen Unterschied zwischen den beiden Durchgängen“, fasste Saibene die Analyse zusammen. Gut gelaunt und selbstironisch reagierte er auch auf die Frage, ob er einige Fans aus Luxemburg zum Spiel am Sonntag erwarte: „Ja klar. Wenn drei Busse kommen, sind alle da!“

Im Anschluss stellte sich Stefan Ortega Moreno den Journalisten. Momentan fehle etwas die Leichtigkeit der ersten Saisonspiele, begann der Bielefelder Torwart. Dennoch sei er zuversichtlich in Bezug auf das kommende Spiel. „Wir spielen uns auch immer wieder gute Möglichkeiten heraus und haben nicht umsonst 19 Punkte auf dem Konto“, fügte er hinzu. „Die letzten Begegnungen hätten auch zu unseren Gunsten enden können. Wenn wir bis Weihnachten 25 Punkte hätten, wäre das eine ordentliche Ausbeute.“ In Kaiserslautern erwartet der Keeper eher kein schönes Spiel. Man werde merken, „dass einiges auf dem Spiel steht.“ Über seine konstant guten Leistungen im bisherigen Saisonverlauf sagte Ortega Moreno, es tue ihm gut, das volle Vertrauen des Trainers sowie des gesamten Umfelds zu spüren. „Zum ersten Mal in meiner Karriere bin ich als klare Nummer Eins in eine Spielzeit gestartet und das macht sich einfach bemerkbar. Ich möchte die Leistung aber bis zum Saisonende bestätigen“, so der 25-Jährige. Mit Umstellungen in der Abwehrreihe habe er keine Schwierigkeiten: „Ich kenne die Jungs ja mittlerweile gut genug. Und so ist es doch besser, als wenn wir nur drei Leute für eine Viererkette hätten“, schloss er mit einem Augenzwinkern ab.

Weitere Aussagen von Saibene und Ortega Moreno gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Florian Dick zu kommenden Spiel:

Berichterstattung Kaiserslautern – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Kaiserslautern.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel beim 1.FC Kaiserslautern live im Fritz-Walter-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Fritz-Walter-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende (Sonntag)
  • Sky Sport News, „Die 2. Bundesliga“, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • RTL Nitro, „100 % Bundesliga“, 22:10 bis 00:15 Uhr (Montag)

Verdienter Sieg auf dem Betze

Beim Spiel in Kaiserslautern ist der DSC in der ersten Hälfte über weite Strecken präsenter und belohnt sich zur Pause mit einer 1:0-Führung. Nach dem Seitenwechsel entwickelt sich die Partie zu einer Willensschlacht, in der die Arminen sowohl die Konzentration als auch die Nerven behalten und so am Ende verdient mit einem 2:0-Sieg und drei Punkten im Gepäck die Heimreise nach Ostwestfalen antreten.

DSC-Trainer Jeff Saibene schickte seine Schützlinge mit drei Änderungen gegenüber der Vorwoche auf den Rasen des Fritz-Walter-Stadions: Kapitän Julian Börner kehrte nach abgesessener Gelb-Sperre zurück in die Startelf, dafür musste Henri Weigelt seinen Platz in der Innenverteidigung räumen. Leandro Putaro und Konstantin Kerschbaumer ersetzten zudem Patrick Weihrauch und Keanu Staude.

Um 13:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Florian Badstübner vor 20.464 Zuschauern die Partie unter bewölktem Novemberhimmel an. Die erste Chance des Spiels hatte Arminia in der zweiten Minute. Andreas Voglsammer stand frei vor FCK-Keeper Müller, konnte den etwas zu steil gespielten Ball von Fabian Klos aber nicht erreichen. Die Gastgeber begannen zunächste abwartend und lauerten auf Konter, während der DSC versuchte, den Spielaufbau an sich zu reißen. In der neunten Minute stand dann plötzlich Lukas Spalvis frei im Sechzehner der Gäste, Ortega Moreno konnte den Rückstand aber mit gutem Stellungsspiel gerade noch verhindern. Im Gegenzug verpasste Klos den richtigen Moment für einen Abschluss und wurde im letzten Moment von einem Abwehrspieler geblockt.

Der FCK war jetzt besser im Spiel und kam etwas näher in Richtung des Bielefelder Strafraums, dagegen operierten die Arminen zunehmend mit langen Bällen. Generell kam in dieser Phase jedoch auf beiden Seiten kein geordneter Spielaufbau zustande und beide Teams produzierten regelmäßig Fehler in der Vorwärtsbewegung. Dann setzte sich Fabian Klos auf der rechten Seite durch und flankte den Ball nach innen auf Voglsammer, Müller konnte den guten Versuch aber zur Ecke klären (22.). Nur eine Minute später stand Putaro nach langem Pass von Voglsammer im Strafraum der Gäste, tanzte einen Gegenspieler aus, wurde dann aber im letzten Moment geblockt – die folgende Ecke blieb ohne Folgen.

Die Elf von Jeff Saibene drückte wieder mehr auf den Führungstreffer, konnte die Chancen aber nicht nutzen. Die nächste Gelegenheit hatte Konstantin Kerschbaumer in der 26. Minute, sein Schuss aus gut 18 Metern wurde jedoch zur Ecke abgefälscht. Nach dieser Ecke kam die Kugel zurück bis zu Ortega Moreno, der sie wieder lang nach vorne Schlug. Der Ball landete bei Andreas Voglsammer, der ihn klasse annahm und dann umgehend aus 17 Metern in die linke untere Ecke des Lauterer Gehäuses knallte – das 1:0 für den DSC! Die Führung war inzwischen verdient für die Blauen. Daniel Halfar verpasste auf der Gegenseite die Antwort für die Lauterer, als sein Schuss geblockt wurde. Nach dem Tor beruhigte sich das Spiel zunächst ein wenig. Ballverluste und Ungenauigkeiten häuften sich auf beiden Seiten und so gingen die beiden Mannschaften ohne weitere Aufreger in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann ohne personelle Wechsel. Sogleich belagerte der DSC die Roten Teufel wieder an deren Strafraum. Manuel Prietl hatte die erste Chance des zweiten Durchgangs mit einem sehr gefährlichen Kopfball, den FCK-Trowart Müller mit einer Glanzparade gerade noch entschärfen konnte (47.). In der 55. Minute meldete sich auch Kaiserslautern wieder aus der Kabine zurück und kam gefährlich vor das Bielefelder Tor, Stephan Salger konnte jedoch zur Ecke klären. Borrello hatte danach eine gute Schussmöglichkeit, konnte den Ball allerdings nicht aufs Tor bringen (55.). Auf der anderen Seite verfehlte Andreas Voglsammer mit einem tollen Volleyschuss den Kasten nur knapp (58.).

Es ging hin und her auf dem Betzenberg – einen Konter der Arminen schloss Julian Börner mit einem Querpass vor dem Tor der Gastgeber ab, den trotz Überzahl-Situation keiner seiner Mitspieler erreichen konnte. In der 68. Minute gab Schiedsrichter Badstübner einen Freistoß für Arminia aus ähnlicher Position wie in der letzten Woche gegen Braunschweig, 20 Meter halblinks vor dem Tor des FCK – dieses Mal setzte Tom Schütz den Ball aber in die Mauer. In der 71. Minute wechselte Arminia zum ersten Mal, Saibene schickte Patrick Weihrauch für Leandro Putaro ins Spiel. Die Gastgeber kamen zunehmend häufiger in gefährliche Situationen vor dem Tor der Bielefelder, konnten aber häufig den letzten Pass nicht an den Mann bringen. Saibene wechselte darauf zum zweiten Mal: Sören Brandy kam in der 76. Minute für den Torschützen Andreas Voglsammer. Der anschließende Kopfball vom neuen Mann landete direkt bei Fabian Klos, dessen Schuss der starke FCK-Schlussmann Müller parieren konnte (78.).

Es folgten auf der Gegenseite zwei Ecken für die Lauterer, von denen sie jedoch nicht profitieren konnten. Nichtsdestotrotz erhöhten die Roten Teufel spürbar den Druck auf die Abwehrreihe der Arminen. Auf beiden Seiten lag nun ein Tor in der Luft. Saibene brachte mit seinem dritten und letzten Wechsel Brian Behrendt für Fabian Klos (84.). Der DSC verlegte sich in den Schlussminuten auf Abwehrarbeit und Konter. Kurz vor dem Ende der Nachspielzeit hatten die Lauterer noch einmal zwei Ecken, aus denen sie ebenfalls keinen Treffer erzielen konnten. Im letzten Angriff der Partie spielten die Arminen dieses Mal einen Konter perfekt aus. Nach finalem Zuspiel von Weihrauch musste Konstantin Kerschbaumer den Ball nur noch über die Linie drücken – das 2:0 und damit die Entscheidung! Danach war Schluss und so holte Arminia verdientermaßen den ersten Dreier seit dem Sieg in Nürnberg am 9. September. Am Freitag geht es für den DSC zu Hause gegen den FC St. Pauli weiter.

Stimmen zum Spiel

Wir haben lange Zeit richtig gut gespielt, waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und sind verdient in Führung gegangen. Am Ende hat Kaiserslautern viel Druck gemacht, aber wir haben gut verteidigt und spät für die Entscheidung gesorgt. Das ist ein wichtiger Sieg, aber wir schauen jetzt schon wieder auf das nächste Spiel gegen St. Pauli.

Konstantin Kerschbaumer

Wir wussten, dass es hier nicht einfach werden würde und mussten alles geben. Wir sind gut reingekommen, waren dominant und haben guten Fußball gespielt. In der zweiten Halbzeit war es schwerer, dennoch hätten wir schon früher das zweite Tor erzielen können. Es war ein verdienter Auswärtssieg, aber es ist immer noch eng in der Tabelle. Wir nehmen für die nächsten Spiele viel Selbstvertrauen mit.

Stefan Ortega Moreno

In der ersten Halbzeit waren wir klar besser und sehr dominant, hatten zudem die größeren Chancen. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas passiver, aber haben wenig zugelassen, das war defensiv sensationell gut. Wir hätten schon früher den Deckel auf  das Spiel machen müssen, aber haben den Lauterer Druck gut verteidigt. Heute haben wir wieder die Tugenden auf den Platz gebracht, die uns als Team auszeichnen: Jeder hat ein paar Meter mehr gemacht und war kompromisslos in den Zweikämpfen. Jetzt wollen wir unseren Fans zuhause mal wieder Freude bereiten und gegen St. Pauli punkten.

Andreas Voglsammer

Wir wollten unbedingt mal wieder zu Null spielen, da hat sich jeder in jeden Ball geworfen. Und dass es hintenraus ein bisschen spannend wird, kennt man ja von Arminia. Gerade nach den letzten Spielen tut dieser Sieg sehr gut, es wurde mal wieder Zeit. Das wird eine schöne Rückfahrt – jetzt freue ich mich auf eine volle Hütte am Freitag gegen St. Pauli.

Florian Dick

Wir sind extrem zufrieden, dass wir nach fünf sieglosen Spielen wieder drei Punkte geholt haben. In der ersten Halbzeit waren wir überlegen und präsent, wir sind souverän aufgetreten. In der zweiten Halbzeit ist Lautern dann ein paar Mal gefährlich geworden, aber unter dem Strich haben wir verdient gewonnen. Für Arminia ist der 6. Platz nach 15 Spielen hervorragend. Konstantin Kerschbaumer sollte auf der Außenbahn ein wenig mehr fußballerische Qualität reinbringen, das hat er sehr gut gemacht und war damit ein positiver Aspekt in unserem Spiel.

Jeff Saibene

Glückwunsch an Bielefeld zum Sieg. In der ersten Halbzeit waren wir zu ängstlich, hatten wenig Tiefe in unserem Spiel. Das, was wir uns vorgenommen hatten, hat Bielefeld gemacht: Sie haben hoch und aggressiv verteidigt. Das 0:1 war ein individueller Fehler und hat mit dem System nichts zu tun. In der zweiten Halbzeit sind wir besser in das Spiel gekommen und waren dem 1:1 nah. Zum Schluss sind wir volles Risiko gegangen und bekommen am Ende das 0:2.

Jeff Strasser

1.FC Kaiserslautern:
Müller – Mwene, Vucur, Ziegler , Abu Hanna – Borrello (74. Atik), Seufert (57. Schipnoski), Moritz (84. Müsel), Halfar – Spalvis, Andersson.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Dick, Börner, Salger, Hartherz – Kerschbaumer, Prietl, Schütz, Putaro (71. Weihrauch) – Klos (84. Behrendt), Voglsammer (76. Brandy).

Tore:
0:1 (27.) Voglsammer, 0:2 (90. +4) Kerschbaumer.

Gelbe Karten:
Borrello, Halfar/Kerschbaumer

Zuschauer:
20.464