DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/1-fc-klautern-arminia-bielefeld-3/

So., 02.10.2016 13:30 Uhr

1. FC Kaiserslautern(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

„Uns fehlt die Effektivität vor dem Tor“

Am Sonntag trifft Arminia um 13:30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion auf den 1. FC Kaiserslautern. Die „Roten Teufel“ hadern aktuell sowohl mit ihrer Punktausbeute, als auch mit ihrer Chancenverwertung und wollen – wie der DSC – einen positiven Trend starten.

Mit fünf Punkten aus einem Sieg und zwei Unentschieden steht der 1. FC Kaiserslautern momentan auf Platz 17 der Tabelle. Noch in der englischen Woche sah es vor heimischem Publikum so aus, als würde der Verein mit einem souveränen 3:0-Sieg über Dresden endlich die Kurve kriegen, aber bereits vier Tage später wurden sie mit einer 0:3-Niederlage gegen den 1.FC Heidenheim wieder bitter enttäuscht. Schon nach zwei Minuten lagen die Pfälzer nach einem Tor von Bard Finne mit 0:1 hinten, zur Halbzeit war es noch ein Gegentreffer mehr. Auch in der zweiten Hälfte konnte der FCK das Spiel nicht an sich reißen – zu stark war der Gegner aus Heidenheim, der noch den dritten Treffer nachlegte.

Einsatz von Zoua ist fraglich

Arminia trennt in der Zweitliga-Tabelle aktuell ein Punkt vom FCK, beide Mannschaften sind mit ihrer Platzierung und der Punktausbeute nach sieben Spieltagen nicht zufrieden. So wird es auf beiden Seiten am Sonntag nur ein einziges Ziel geben: Drei Punkte erkämpfen und nach Möglichkeit die Abstiegsplätze verlassen. Das Team vom in der Sommerpause neu gekommenen Trainer Tayfun Korkut hat gegen Dresden bereits bewiesen, dass es durchaus Qualität besitzt: Nachdem Korkut nach der vorangegangenen Niederlage gegen Stuttgart (0:1) auf gleich drei Positionen in der Startelf wechselte, präsentierte sich der FCK frischer und mutiger. Vor allem der Einsatz von Jacques Zoua zeigte Wirkung, denn der Kameruner schlug gleich doppelt zu. Gegen den DSC muss Korkut jedoch um seinen Einsatz bangen, denn der Stürmer klagt über eine Unterschenkelverletzung. Definitiv fehlen wird Ex-Armine Daniel Halfar: Der Kapitän der Teufel hat sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Auch Kacper Przybylko (Mittelfußbruch) und Mensur Mujdza (Knie-OP) fallen langfristig aus.

Fehlende Effektivität in der Offensive

Was zusätzlich Sorgen macht, ist dass die Pfälzer bis zur Partie gegen Dresden in fünf Begegnungen nur ein einziges Tor schossen – das Torverhältnis mit 4:11 ist dementsprechend schlecht. Ausschließlich der Karlsruher SC hat mit ebenfalls vier Treffern dieselbe Offensivschwäche, steht in der Tabelle mit sieben Punkten aber dennoch besser da. „Uns fehlt schon seit Saisonbeginn die Effektivität vor dem Tor“, beklagte FCK-Trainer Korkut im Kicker. „Es ist aber nicht zufällig, dass wir uns Torchancen herausspielen. Schlimmer wäre es, wenn wir keine hätten“, so der Coach. Lauterns Chancenverwertung steht bei 11,1 Prozent. Dennoch gab es unter der Woche auch gute Nachrichten bei den Teufeln: Sie konnten den ursprünglich bis 2017 laufenden Vertrag mit Torhüter Julian Pollersbeck bis Juni 2020 verlängern. Auch am Sonntag wird er wohl wieder zwischen den Pfosten stehen, nachdem er im Laufe der Saison den zwischenzeitlich gesperrten Andre Weis als Nummer 1 abgelöst hat.

„Wir haben die Qualität, uns durchzusetzen“

Vor dem Auswärtsspiel beim 1.FC Kaiserslautern traten heute Rüdiger Rehm und Christoph Hemlein vor die Journalisten. Beide erzählten, was sie vom kommenden Gegner erwarten und resümierten noch einmal die vergangene englische Woche.

„Für mich ist jedes Spiel besonders – egal, ob auf dem Betze oder zu Hause oder gegen wen auch immer“, sagt Christoph Hemlein zu Beginn der Pressekonferenz. Das Ziel für das kommende Spiel beim 1.FC Kaiserslautern sei klar: „Für uns geht es darum, endlich in die Spur zu finden“, so Arminias Mittelfeldspieler. Die Frage, ob er sich ausführlich mit den „Roten Teufeln“ auseinandersetze, beantwortet er folgendermaßen: „Es ist in meinen Augen am besten, wenn sich unsere Mannschaft auf die eigenen Stärken konzentriert und dann sind wir gut genug, um am Ende etwas aus Kaiserslautern mitzunehmen.“ Auch Cheftrainer Rüdiger Rehm setzt den Fokus auf das eigene Team: „Ich möchte gar nicht großartig über Lautern sprechen. Es liegt an uns, wieder in die Spur zu finden und unsere Leistung zu bringen. Aber glauben Sie uns – wir haben uns gut auf den Gegner vorbereitet“, so der Coach zu den Pressevertretern.

dsc-fcn-2016-14Was im Vergleich zu den vergangenen Spielen verbessert werden muss, um ein Erfolgserlebnis zu feiern, analysiert Hemlein so: „Wir müssen aktiver sein als gegen Nürnberg. Wir haben mit Union und Hannover aus meiner Sicht zwei der spielstärksten Mannschaften der Liga zu Hause dominiert. Jetzt müssen wir gucken, dass wir defensiv gut stehen und die Null halten. Dann haben wir in meinen Augen auch offensiv die Qualität, uns durchzusetzen.“

Hemlein empfindet den Druck, den es in dieser Situation naturgemäß etwas mehr gebe, nicht als negativ: „Wir haben in Druckphasen manchmal unsere besten Spiele gemacht. Wir müssen beweisen, dass wir uns aus der Situation wieder selbst rauskämpfen können.“ Rehm bekräftigt ebenfalls, dass die Mannschaft sich der Lage zwar bewusst sei, aber auch die Fähigkeiten besitze, sich wieder heraus zu kämpfen: „Wir nehmen die Situation ernst. Trotzdem sehen wir die Spiele differenziert und sehen nicht nur den Tabellenplatz. Wir sind davon überzeugt, dass wir vier bis fünf Punkte mehr haben müssten – die haben wir aber nicht und es hilft auch nicht deswegen zu jammern“, so die klare Analyse von Rehm. „Wir haben einen gemeinsamen Weg eingeschlagen, den wir auch weitergehen. Wir sind davon überzeugt, dass sich die harte Arbeit auch lohnen wird“, erklärt er.

Die Stimmung sei auf jeden Fall positiv, sagt Rehm: „Es herrscht eine gute Stimmung und wir müssen den Kopf oben behalten, sonst kommen wir aus dieser Situation nicht raus. Mit der Leistung, die wir im Stande sind zu bringen, können wir auch in Lautern drei Punkte holen.“ Wie wichtig eine positive Grundhaltung seiner Mannschaft ist, betont er noch einmal: „Ich glaube das Schlimmste, was passieren kann, ist mit hängenden Köpfen herumzulaufen. Wenn du das tust, nimmst du dir ein paar Prozentpunkte an Leistungsfähigkeit.“ Für das Spiel am Sonntag steht für ihn eine Sache definitiv fest: „Wir wollen den Funken auf unsere Fans, die nach Lautern kommen werden, überspringen lassen. Wir wollen sie für ihre Unterstützung belohnen und zeigen, dass wir mit großer Überzeugung herangehen“, so der Chefcoach. Personell muss er dabei auf Christopher Nöthe (Schulterverletzung), Michal Mak (Fußprellung) und Sebastian Schuppan (Sperre) verzichten.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich auch Malcolm Cacutalua zum Spiel in Kaiserslautern:

Berichterstattung Kaiserslautern – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Kaiserslautern.

8_lautern-auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel beim 1.FC Kaiserslautern live im Fritz-Walter-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Fritz-Walter-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Fünftes Remis in Kaiserslautern

Der DSC erreicht im Auswärtsspiel beim 1.FC Kaiserslautern ein 0:0.

Vier Umstellungen nahm DSC-Cheftrainer Rüdiger Rehm in seiner Startelf im Vergleich zum Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg vor. Für Sebastian Schuppan (gesperrt), Florian Dick (nicht im Kader), Manuel Prietl und Keanu Staude spielten Florian Hartherz, Julian Börner, Brian Behrendt und Manuel Junglas. Rehm änderte zudem das Spielsystem und verstärkte das Mittelfeld-Zentrum, das Brian Behrendt zentral sowie Manuel Junglas und Stephan Salger auf den Halbpositionen bildeten.

Arminia erwischte einen guten Start und bekam bereits in der 2. Minute einen Freistoß auf der rechten Halbposition zugesprochen. Die Flanke von Tom Schütz konnten die Gastgeber aber mit etwas Mühe klären. Insgesamt gelangen den Blauen in der Anfangsphase einige gute Balleroberungen, nach denen schnell umgeschaltet und der Torabschluss gesucht wurde. So versuchten es Florian Hartherz (9. Minute) und Andres Voglsammer (10.) jeweils aus der Distanz, verfehlten aber jeweils das Tor. Die erste FCK-Chance in der 11. Minute hatte es dann in sich: Nach einer Schwalbe von Zoltan Stieber gab es einen Freistoß, der kurz ausgeführt wurde und wieder bei Stieber landete. Dessen Schuss prallte vom Pfosten in das Spielfeld zurück.

fck-dsc-aktuell-2016-2Doch der DSC zeigte sich keineswegs geschockt von dieser Schrecksekunde und kam seinerseits in der 19. Minute zu einer Riesenchance. Eine Ecke von Tom Schütz verlängerte Malcolm Cacutalua an den zweiten Pfosten zu Fabian Klos, der das Leder aus kurzer Entfernung jedoch neben das Gehäuse köpfte. Mitte der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein munteres Spiel, beide Mannschaften wollten den Führungstreffer. Für Kaiserslautern hatte Osawe eine gute Chance (26.), scheiterte aber freistehend an DSC-Torhüter Wolfgang Hesl. Im Gegenzug bediente Hemlein von rechts den eingelaufenen Voglsammer, der das Ball unter Bedrängnis aber über das Tor schoss. Wiederum im Gegenzug zog Görtler aus der Distanz ab, Börner hielt den Körper rein und fälschte knapp zur Ecke ab.

Die Viertelstunde vor der Halbzeit gehörte dann wieder den Arminen, die in der 38. Minute eine weitere gute Chance hatten. Eine Ecke von Tom Schütz köpfte Manuel Junglas gefährlich Richtung Tor, doch ein Lauterer Abwehrspieler bekam noch den Kopf dazwischen und konnte zur erneuten Ecke klären. Diese brachte dann nichts ein. Kurz darauf ging es dann beim Spielstand von 0:0 in die Pause.

FCK-Trainer Tayfun Korkut war mit der Leistung seiner Elf in der ersten Halbzeit nicht einverstanden und wechselte mit Naser Aliji und Sebastian Kerk zur zweiten Halbzeit zwei neue Kräfte ein. Die erste Torchance hatte aber wieder Arminia. Einen Eckball von Stephan Salger köpfte Fabian Klos Richtung Tor, doch Torwart Julian Pollersbeck war zur Stelle und parierte den Versuch. Auch die Standards des FCK waren gefährlich: In der 55. Minute landete eine kurz ausgeführte Ecke bei Robin Koch, doch sein Schussversuch ging über das Tor.

fck-dsc-2016-aktuell-1In der Folge wurde es dann richtig turbulent. Nach 68 gespielten Minuten verlor Malcolm Cacutalua das Spielgerät am Strafraum gegen Osayamen Osawe, der frei auf Hesl zulief, aber am famosen DSC-Keeper scheiterte. In der 70. Minute tauchte Stieber dann plötzlich frei vor Hesl auf, lupfte aber über das Tor. Die Gastgeber reklamierten ein Foul von Börner, Marcel Gaus fasste dabei den Schiedsrichter an und sah folgerichtig die Gelb-Rote Karte in der 70. Minute. Rüdiger Rehm reagierte auf die Überzahl und wechselte mit Keanu Staude du Michael Görlitz zwei frische Offensivspielerein.

Staude konnte sich in der 81. Minute erstmals in Szene setzen. Auf dem linken Flügel setzte er sich gegen zwei Gegenspieler durch, schoss dann aus spitzem Winkel aber rechts neben das Tor. Der DSC hatte nun deutlich mehr Ballbesitz und drängte auf den Siegtreffer. In der 86. Minute fuhren die Blauen einen Konter über Michael Görlitz, der Klos bediente. Doch Arminias Mittelstürmer schoss unter starker Bedrängnis über das FCK-Gehäuse. Doch als auch in der Nachspielzeit ein Gewaltschuss von Brian Behrendt über das Tor flog, stand das fünfte Unentschieden dieser Saison fest.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Tayfun Korkut und Rüdiger Rehm auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Wir haben defensiv nicht viel zugelassen und sind vorne immer wieder gefährlich gewesen. Uns hat im letzten Drittel aber die letzte Überzeugung und Entschlossenheit gefehlt, den Ball über die Linie zu drücken. Aber wir nehmen jeden Punkt mit.

Tom Schütz

Wir haben endlich mal wieder zu Null gespielt. Wir hatten die Chance hier zu gewinnen, wollten aber in der Schlussphase nicht komplett Harakiri spielen. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um uns auf die kommenden Spiele vorzubereiten und wollen in der SchücoArena gegen Würzburg den ersten Dreier holen.

Florian Hartherz

Das war eine gute kämpferische Leistung, bei der man niemandem einen Vorwurf mache kann. Wir haben kein Gegentor bekommen, sind aber etwas enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Wolfgang Hesl hat zudem zweimal sehr gut gehalten.

Manuel Junglas

Für uns war es wichtig, in der Defensive stabiler zu agieren als es zuletzt der Fall war. Das ist uns gelungen, weil wir die Null gehalten haben. Der FCK hatte in der ersten Halbzeit zwar durchaus Chancen, aber mit etwas Glück und Wolfgang Hesl haben wir das Gegentor verhindert. In unserer Situation war das zu Null wichtig, wir müssen uns mit Kleinigkeiten nach oben arbeiten. Nach vorne hätten wir mehr Präsenz haben können, obwohl wir auch gute Gelegenheiten hatten, wenn ich zum Beispiel an den Kopfball von Fabian Klos denke. Mit ein bisschen Glück hätten wir den Siegtreffer machen können. In Überzahl hätten wir etwas mutiger sein können, aber insgesamt bin ich nicht unzufrieden. DIe Mannschaft hat alles gegeben, jetzt gilt es die Balance zwischen Defensive und Offensive reinzubekommen.

Rüdiger Rehm

Wenn ich das Ergebnis anschaue, bin ich nicht unzufrieden. In der ersten Halbzeit war es ein schwieriges Spiel gegen einen kompakten Gegner, der die Räume gut zugemacht hat und uns etwas den Ball überlassen hat. Wir haben zwar Chancen gehabt, sie aber nicht genutzt und diese Punkte fehlen uns jetzt. In der Paue haben wir umgestellt, wir wollten etwas breiter spielen. Bei der Szene vor dem Platzverweis war es für mich ein Elfmeter. In Unterzahl hat die Mannschaft auf mich einen guten Eindruck gemacht. Wir müssen aber jetzt an unserer Chancenverwertung arbeiten.

Tayfun Korkut

1.FC Kaiserslautern:
Pollersbeck – Mwene, Ziegler, Koch, Gaus – Ziegler – Moritz, Ring (46. Aliji) – Stieber – Görtler (46. Kerk), Osawe (74. Glatzel).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Schütz, Cacutalua, Börner, Hartherz – Junglas, Behrendt, Salger (87. Ulm) – Hemlein (71. Staude), Klos, Voglsammer (79. Görlitz).

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Stieber, Ziegler/-

Gelb-Rote Karte:
Gaus (70.)

Zuschauer:
21.645