DSC Arminia Bielefeld -

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Mi., 26.03.2014 17:30 Uhr

1. FC Kaiserslautern(1)
DSC Arminia Bielefeld (1)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Kaiserslautern kann oben mithalten

Fünf Siege, ein Remis und vier Niederlagen: Auch wenn sich Sieg und Niederlage in den letzten zehn Spielen fast die Wage hielten, der 1.FC Kaiserslautern ist weiterhin im oberen Drittel der Tabelle zu finden.

Zuletzt schlugen die „Roten Teufel“ den TSV 1860 München auswärts, Marcel Gaus erzielte das 1:0. Trainer Kosta Runjaic hat noch immer den Aufstieg im Blick, sagte nach dem 0:0 gegen Köln es sei noch alles drin und behält damit vorerst Recht. Runjaic hatte erst während dieser Saison den Trainerjob in Lautern von Fraco Foda übernommen.

Mit elf Toren führt Simon Zoller in der Liste der Lauterer Torschützen, er feierte erst vor kurzem sein Comeback nach einer Verletzung gegen den SV Sandhausen und schoss seine Mannschaft mit einem Tor zum Sieg. Wegen einer Muskelverhärtung fiel er zu Beginn der Rückrunde für vier Spiele aus und ist wohl nur bei einem Aufstieg zu halten. Verlassen wird die Mannschaft Mohamadou Idrissou zum Ende der Saison, welcher mit einer Rückkehr zum FSV Frankfurt liebäugelt. Mit Srdjan Lakic, Olivier Occean und Nachwuchsspieler Jan-Lucas Dorow sind aber noch genügend Stürmer im Verein.

Gegen Arminia wird Idrissou am Mittwoch aufgrund seiner fünften gelben Karte ausfallen. Ein Wiedersehen mit Fabian Klos, der sich im Hinspiel bei einem Kopfballduell mit Idrissou schwer verletzte, wird es somit nicht geben. Ob diesem der Ausfall des 34-jährigen Kameruners ein besseres Gefühl gibt, sei dahin gestellt. Viel wichtiger sind drei Punkte für die Arminen, die den Klassenerhalt unbedingt erreichen wollen, um es nicht bei einem kurzen Ausflug in Liga 2 zu belassen.

„Es werden alle Spieler benötigt“

Vor der Abfahrt nach Kaiserslautern informierte DSC-Trainer Norbert Meier im Pressegespräch über die aktuelle Situation.

Neben den Langzeitverletzten Manuel Hornig, Dennis Riemer, Philipp Heithölter und Oliver Petersch muss Meier in Kaiserslautern auch auf den gelb-rot-gesperrten Jan Fießer verzichten. Zudem fällt Vujadin Savic mit einer Fußverletzung weiterhin aus, Thomas Hübener könnte dagegen in den Kader zurück kehren, sodass 19 Spieler die Reise mit nach Kaiserslautern antreten werden. „So haben wir noch genügend Möglichkeiten zu reagieren“, erklärte Meier die Maßnahme.

Auch in der Rückschau zeigte sich Meier mit weiten Teilen des Cottbus-Spiels zufrieden. „Wir haben viele positive Szenen gesehen, aber auch die Fehler bei den Gegentoren klar angesprochen“, sagte Meier. „Die Mannschaft ist nicht ängstlich aufgetreten, sondern hat das ordentlich gemacht. Leider haben wir dann am Ende die Ordnung verlassen, der Punkt wäre goldwert gewesen, da waren wir zu grün. Das ist ein Lernprozess für uns“, ärgerte sich Meier über die beiden späten Gegentore.

Zur möglichen Startelf wollte sich der Trainer nicht äußern. „Es werden alle Spieler benötigt. Wenn sie beispielsweise Tom Schütz nehmen, der zuletzt auf der Tribüne saß und es jetzt gegen Cottbus ordentlich gemacht hat, sehen sie wie schnell es gehen kann“, sagte Meier. Ohnehin ist er von der Einstellung der Spieler überzeugt. „Die Mannschaft hat einen guten Charakter. Sie kann negative Erlebnisse gut verarbeiten“, lobte Meier.

In Kaiserslautern ist der DSC nun krasser Außenseiter. „Kaiserslautern ist der klare Favorit mit dem klar kommunizierten Ziel Aufstieg. Sie haben jetzt wieder Anschluss an die Tabellenspitze gefunden. Aber wir müssen an unsere Chance glauben und sie auch suchen. Vor allem zuhause haben wir zuletzt spielerisch Fortschritte gemacht“, sagte Meier über das anstehende Spiel.

Verdienter Punkt auf dem Betzenberg

Arminia erreicht dank einer konzentrierten Leistung ein 1:1-Unentschieden beim Aufstiegsaspiranten 1.FC Kaiserslautern.

Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Energie Cottbus änderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf drei Positionen. Für den gesperrten Jan Fießer rückte Philipp Riese in das defensive Mittelfeld, auf Rechtsaußen ersetzte Christian Müller Sebastian Hille (Bank) und im Sturmzentrum begann Kacper Przybylko anstelle von Fabian Klos (Bank).

Erstmals gefährlich wurde es auf dem Betzenberg bereits nach fünf Minuten als Philipp Riese Christian Müller steil schickte. FCK-Torwart Tobias Sippel eilte jedoch weit aus seinem Tor und klärte in letzter Sekunde. Auf der Gegenseite hatte der FCK in der 7. Minute seine erste Chance. Einen Distanzschuss von Florian Dick fälsche Arne Feick gefährlich ab, der Ball ging jedoch knapp neben das Tor. Erneut nur zwei Minuten später zog Marc Lorenz für Arminia aus 25 Metern flach ab, verfehlte jedoch das Lauterer Tor. Danach kamen die Gastgeber zu mehr Spielanteilen, Torgefahr blieb jedoch erst einmal Fehlanzeige.

Lange Zeit blieb es so bei zwei Halbchancen für den FCK durch einen Kopfball von Srdjan Lakic in der 20. Minute und einen Dropkick von Enis Alushi. Beide Versuche verfehlten jedoch ihr Ziel. In der 37. Minute gingen die Hausherren dann dennoch in Führung. Der aufgerückte Innenverteidiger Willi Orban ließ 25 Meter vor dem Tor Tom Schütz aussteigen, sah dann, dass DSC-Torhüter Stefan Ortega Moreno zu weit vor seinem Gehäuse platziert war und hob den Ball zum 1:0 in die Maschen.

Und nur einen Angriff später erhöhte Lautern beinahe auf 2:0. Eine Flanke von Florian Dick köpfte Srdjan Lakic an den Pfosten, den Nachschuss setzte Alexander Ring aus wenigen Metern hauchzart neben das DSC-Tor. Stattdessen gelang den Arminen in der 42. Minute der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich. Enis Alushi spielte 20 Meter vor dem eigenen Tor einen Querpass in die Füße von Christian Müller, der frei vor Tobias Sippel die Nerven behielt und zum 1:1 einschob. Der FCK antwortete fast noch vor der Pause. Erst parierte Ortega Moreno einen Freistoß von Enis Alushi aus 19 Metern, dann verfehlte Alushi das Bielefelder Tor aus der Distanz nur knapp, sodass es mit dem 1:1 in die Kabinen ging.

Der Schwung aus der ersten Halbzeit ging zu Beginn der zweiten Halbzeit komplett verloren. Arminia war sogar die dominierende Mannschaft auf dem Betzenberg, hatte mehr Spielanteile und sorgte dafür, dass die Fans der Gastgeber früh anfingen zu pfeifen. Offensiv hatte Arminia zwei Hereingaben zu bieten, die die Lauterer Torrejon und Occean beinahe jeweils fast in das eigene Tor geköpft hätten.

Der FCK verzeichnete seinen ersten Schuss Richtung Tor in der zweiten Halbzeit erst in der 71. Minute, doch der Versuch von Olivier Occean wurde von Arminias Abwehr abgeblockt. Alexander Ring versuchte es in der 78. Minute für die Lauterer aus der Distanz, zielte jedoch klar neben das Tor. Mehr pasierte auf beiden Seiten nicht mehr und so durften sich die Arminen über einen verdienten Punkt auf dem Betzenberg freuen.

Stimmen zum Spiel

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Cottbus haben wir eine sehr gute Reaktion gezeigt. Wenn man die 90 Minuten betrachtet, war der Punkt verdient. Wir hatten Glück nach dem 1:0, dass Lakic an den Pfosten köpft. Nach dem Ausgleich und in der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner von unserem Tor fern gehalten und nicht nur hinten drin gestanden. Die Mannschaft hat sich belohnt mit einem Punkt gegen die Mannschaft, wo man nicht unbedingt erwarten kann, dass man den Punkt holt. Mit ein bisschen mehr Ausspielen der Chancen wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber auswärts einen Punkt zu holen ist erst einmal sehr gut für die Moral.

Norbert Meier

Am Anfang hatten wir viel Ballbesitz und haben uns ein paar Chancen erspielt. Wir sind dann in Führung gegangen, aber haben postwendend einen Fehler gemacht. Da habe ich keine Erklärung für, das geht einfach nicht. Dadurch haben wir zu einem ungünstigen Zeitpunkt den Gegner wieder aufgebaut und waren dann etwas blockiert. In der zweiten Halbzeit ist uns auch nicht viel eingefallen, aber entscheidend war dieser kapitale Fehler von Enis Alushi, der uns zwei Punkte gekostet hat.

Kosta Runjaic

1.FC Kaiserslautern:
Sippel – Dick, Orban, Torrejon, Löwe – Gaus (83. Dorow), Karl, Alushi (46. Matmour), Ring – Zoller, Lakic (57. Occean).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Appiah, Burmeister, Salger, Feick – Schütz – Müller (74. Jerat), Schönfeld (90. Klos), Riese, Lorenz (83. Hille) – Przybylko.

Tore:
1:0 (37.) Orban, 1:1 (42.) Müller.

Gelbe Karten:
keine

Zuschauer:
22.689