DSC Arminia Bielefeld -

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So., 12.03.2017 13:30 Uhr

1. FC Nürnberg(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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FCN mit großen Personalsorgen

Im vierten Auswärtsspiel der Rückrunde trifft Arminia auf den 1. FC Nürnberg. Das Team aus Bayern hat vor der Begegnung am Sonntag mit Verletzungssorgen zu kämpfen und möchte die Derby-Niederlage gegen Fürth wieder gutmachen.

Nach der 0:1-Derby-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth vom vergangenen Wochenende waren die verlorenen Punkte nicht das Einzige, was die Nürnberger Verantwortlichen betrübt stimmte: Am Montag mussten auch noch Offensivmann Shawn Parker und Youngster Abdelhamid Sabiri am Meniskus operiert werden, sie fallen dementsprechend für die kommenden Wochen aus. Auch Cedric Teuchert hat sich mit einer Kreuzbandzerrung abgemeldet, ebenso wie Rurik Gislason mit einer Adduktorenzerrung. Sabiri war zuletzt ein entscheidender Ideengeber, steuerte in seinem zweiten Zweitliga-Spiel gegen den 1.FC Heidenheim (3:2) gleich einen Doppelpack bei und traf ebenfalls beim 1:1 gegen Braunschweig. Bereits seit einigen Wochen fehlen mit Laszlo Sepsi und Tim Leibold zudem zwei absolute Stammspieler wegen Verletzungen. Gegen Arminia muss Cheftrainer Alois Schwartz am Sonntag auch noch auf Hanno Behrens und Lukas Mühl verzichten, die beide mit fünf Gelben Karten gesperrt sind.

Nürnberg steht aktuell auf Tabellenplatz 11, hat 29 Punkte gesammelt und zählt acht Siege, fünf Unentschieden und zehn Niederlagen. Zuletzt lief es nicht wirklich rosig beim FCN, denn die letzten drei Begegnungen endeten punkt- und torlos. Umso schmerzlicher wird wahrscheinlich Guido Burgstaller in der bayrischen Stadt vermisst, der in der Hinrunde für 14 Treffer sorgte und eine Torvorlage gab. Im Winter jedoch verabschiedete sich der Österreicher Richtung Ruhrpott und schloss sich dem FC Schalke 04 an. Auf PLatz 2 der FCN-Torschützenliste befindet sich Tim Matavz, den Nürnberg vor der Saison vom FC Augsburg ausgeliehen hatte. Auf seinem Konto stehen aktuell fünf Treffer und drei Torvorlagen.

Die Hinrunden-Partie zwischen Nürnberg und Arminia endete in der SchücoArena mit einem 3:1 für den Club, zur Halbzeit stand es noch 1:0 für den DSC. Danach jedoch hatten die Hausherren sich den Schneid abkaufen lassen, kassierten noch zwei Tore von Burgstaller und eines von Matavz. Für die kommende Begegnung haben die Nürnberger jetzt wieder das Ziel, die drei Punkte auf dem eigenen Konto zu behalten: „Wir müssen jetzt dringend gewinnen“, sagte zum Beispiel Patrick Kammerbauer. „Momentan fehlt uns ein bisschen das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit“, so der Youngster. „Es ist überhaupt kein gutes Gefühl, das Derby zu verlieren. Wir verstehen, dass die Fans sauer sind.“ Aber auch Arminia benötigt dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Kurz nach der Veröffentlichung dieses Textes trennte sich der 1.FC Nürnberg mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Alois Schwartz. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage des 1.FC Nürnberg.

„Mit Mut und Überzeugung“

Am heutigen Vormittag stellten sich Cheftrainer Jürgen Kramny und DSC-Spieler Manuel Prietl auf der Pressekonferenz vor dem 24. Ligaspiel der Saison gegen den 1. FC Nürnberg den Fragen der Journalisten.

Beim Auswärtsspiel gegen den 1.FC Nürnberg kann der DSC-Trainer fast auf alle Spieler zurückgreifen. Sören Brandy ist nicht dabei, wie Kramny erklärte: „Sören fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses aus. Wie lange er ausfällt, kann man leider noch nicht genau abschätzen.“ Manuel Hornig musste am gestrigen Donnerstag das Training abbrechen, weil er Probleme am Sprunggelenk hat – dafür befindet sich Steffen Lang wieder im Mannschaftstraining, das Spiel gegen Nürnberg kommt jedoch noch zu früh für ihn. Tom Schütz und Andreas Voglsammer haben ihre Gelbsperren dagegen abgesessen und stehen wieder zur Verfügung.

kramny-pk-2017„Wir waren in dieser Woche längere Zeit in der Kabine. Wir haben Videoanalyse, Besprechungen und Situationsanalyse vorgenommen und natürlich auch über Dinge gesprochen, die während eines Spiels passieren: Es gibt Rückstände und Ereignisse, mit denen man umgehen muss, aber es gibt auch Führungen, mit denen man umgehen muss. Jetzt haben wir aber auch genug gesprochen“, blickte Kramny auf die Trainingswoche zurück. „Wir fahren mit Mut und Überzeugung nach Nürnberg und wollen dort drei Punkte holen“, so die Ansage des Cheftrainers. „Jeder Spieler muss sich in die Pflicht nehmen. Wir müssen jetzt alles dem Verein unterordnen. Es sind noch elf Spiele, aber elf Spiele sind auch schnell vorbei und deshalb müssen wir schauen, dass wir schleunigst den Bock umstoßen“, sagte derweil Mittelfeldspieler Manuel Prietl. Beim Thema Verantwortung setzt Kramny auf die Rückkehr von Tom Schütz: „Tom kommt wieder in die Mannschaft, er ist enorm wichtig für das Team: Er kann das Mittelfeld organisieren, spricht viel auf dem Platz und ist extrem laufstark.“

Der Gegner aus Nürnberg hat mit Michael Köllner einen neuen Trainer auf der Bank sitzen. „Die Nürnberger wollen jetzt bestimmt offensiver sein als bisher und ich gehe davon aus, dass sie gewillt sind, neue Akzente zu setzen. Wir müssen ihnen deshalb in der Rückwärtsbewegung Probleme bereiten“, sagte Kramny zum FCN. Die aktuelle Schwächephase des Gegners ist Kramny natürlich nicht entgangen. „Mit Burgstaller haben sie zur Rückrunde einen Topstürmer verloren und sie haben jetzt dreimal in Folge verloren“, so der 45-Jährige. Kramny betonte aber, dass man aber besonders auf die eigene Leistung gucken müsse: „Wir müssen jetzt eine Reaktion auf das Spiel gegen Aue zeigen. Am Ende haben wir da zwei Punkte verloren und das darf uns so nicht nochmal passieren.“

Auswärts konnte der DSC in dieser Saison bisher selten überzeugen. Seit elf Monaten ist Arminia in einem Ligaspiel auswärts sieglos geblieben. Für Prietl ist diese Statistik jedoch nicht von hoher Bedeutung: „Auswärts ist es natürlich immer ein anderes Spiel, aber warum sollten wir auswärts nicht gewinnen? Auch, wenn das jetzt in den letzten elf Monaten nicht geschehen ist, heißt das ja nicht, dass wir jetzt auch die nächsten elf Monate nicht auswärts gewinnen.“ Prietl betont, dass man bei der aktuellen Tabellensituation nicht einknicken darf: „Wenn du auf die Tabelle guckst und du bist Siebzehnter, ist das natürlich nicht schön. Aber es sind noch elf Spiele und da ist noch alles drin. Wir müssen als Mannschaft weiter zusammenrücken und uns weiter pushen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

Weitere Aussagen von Kramny und Prielt gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Andreas Voglsammer zum Spiel:

Berichterstattung Nürnberg – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Nürnberg.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel beim 1.FC Nürnberg im Stadion Nürnberg live zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Stadion Nürnberg.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Nürnberg besiegt den DSC mit 1:0

Auch im zwölften Auswärtsspiel der Saison gelang Arminia Bielefeld kein Sieg. Beim 1.FC Nürnberg musste man sich mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Eine gegenüber dem 2:2 gegen Aue auf vier Positionen veränderte Startformation schickte DSC-Cheftrainer Jürgen Kramny im Stadion Nürnberg auf den Rasen. Florian Hartherz, Tom Schütz und Andreas Voglsammer starteten für Sebastian Schuppan, Keanu Staude (beide Bank) und Christopher Nöthe (krank). Zudem erhielt Daniel Davari im Tor anstelle von Wolfgang Hesl (Bank) eine Chance. Der neue FCN-Trainer Michael Köllner hatte seine Startelf sogar auf sechs Positionen verändert und sein Team war von Beginn an die dominantere und torgefährlichere Mannschaft.

fcn-dsc-2017-aktuell-1Vor allem bei Standardsituationen waren die Hausherren schwer zu verteidigen. In der 7. Minute köpfte Georg Margreitter einen Eckball von Tobias Kempe genau in die Hände von Davari. Weitaus gefährlicher wurde es in der 14. Minute: Nachdem Davari einen Petrak-Schuss zur Ecke pariert hatte, landete diese erneut bei Margreitter und Nürnbergs aufgerückter Innenverteidiger köpfte das Spielgerät an den linken Pofsten, anschließend konnte Arminia die Situation bereinigen.

Auch in der 33. Minute sorgte ein Nürnberger Innenverteidiger für Gefahr: Nach Flanke von Kevin Möhwald köpfte Dave Bulthuis knapp über das Gehäuse. Zwei Minuten später fiel dann jedoch die verdiente Führung für die Clubberer. Edgar Salli behauptete sich auf der rechten Seite gegen mehrere Bielefelder und legte das Leder in den Rückraum zu Ondrej Petrak zurück, der mit einem Flachschuss die 1:0-Führung für den FCN erzielte. Der DSC blieb in der ersten Halbzeit ohne Torschuss. Zwar hatte Andreas Voglsammer in der 39. Minute nach Flanke von Christoph Hemlein eine gute Schusschance, doch der Offensivspieler traf den Ball nicht richtig, sodass ein Nürnberger klären konnte. Kurz darauf ging es mit der 1:0-Führung für die Hausherren in die Halbzeitpause.

Jürgen Kramny reagierte in der Halbzeit auf die Leistung seiner Mannschaft und wechselte Keanu Staude für Stephan Salger ein. Reinhold Yabo rückte eine Position zurück auf die Doppelsechs, Staude übernahm die linke Außenbahn von Voglsammer, der als zweiter Stürmer an der Seite von Fabian Klos agierte. Arminia hatte nun mehr Spielanteile als die Gastgeber, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die beste Chance hatte Christoph Hemlein in der 52. Minute. Nach einer Freistoßflanke von Tom Schütz kam er am langen Pfosten zum Kopfball und scheiterte am FCN-Torhüter Raphael Schäfer, der den Versuch zur Ecke abwehren konnte.

Danach waren es jedoch wieder die Hausherren, die nach Standardsituationen gefährlich vor Arminias Gehäuse auftauchten. Tobias Kempe versuchte es in der 57. Minute mit einem Freistoß aus der Distanz, Davari konnte den Ball noch eben über die Latte lenken. Fünf Minuten später zog Kevin Möhwald nach einem Eckball volley aus der Distanz ab, sein Schuss rauschte knapp über das Tor.

fcn-dsc-aktuell-2017-2Als die Schlussviertelstunde anbrach, hatte Arminia innerhalb von zwei Minuten zwei Riesenchancen zum Ausgleich. Julian Börner scheiterte per Kopf nach Schütz-Freistoß an einer überragenden Parade von Raphael Schäfer (75.) und Andreas Voglsammer köpfte nach Schütz-Flanke knapp über das Tor (76.). Auf der Gegenseite kam Tobias Kempe in der 78. Minute nach einem Eckball am zweiten Pfosten zum Schuss, zielte aber neben das Tor. Die letzte Chance des Spiels hatte auch der FCN, doch Kevin Möhwald traf bei seinem Versuch in der 90. Minute nur das Außennetz. So blieb es beim 1:0 für die Gastgeber und Arminia fuhr auch im zwölften Auswärtsspiel der Saison keinen Sieg ein.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Das ist eine bittere Niederlage. Wir hatten uns viel vorgenommen, aber haben den Sprung in der Tabelle jetzt verpasst. Wir müssen uns deutlich verbessern, die erste Halbzeit ging gar nicht. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas besser. Es spielt keine Rolle wer im Tor steht, wir brauchen Punkte für Arminia, alles andere ist egal.

Daniel Davari

Das hatte nichts mit Abstiegskampf zu tun – wir hatten keinen Willen, keine Leidenschaft. Eine ordentliche zweite Halbzeit reicht da einfach nicht. Uns hat der Mut nach vorne gefehlt, so haben wir keine Torchance erspielt. Nächste Woche müssen wir wieder aufstehen und eine Reaktion zeigen. In der Tabelle ist es sehr eng, wir werden bis zur letzten Sekunde kämpfen müssen. Als Profi muss man auch über den Tellerrand hinausschauen: Wir spielen nicht nur für uns, sondern auch für die ganze Stadt, die Fans und die Mitarbeiter – für das ganze Kollektiv Arminia Bielefeld.

Julian Börner

Wir wollten aggressiv und aktiv in das Spiel gehen, aber waren in der ersten Halbzeit nicht präsent genug. Nach vorne hat uns das auch gefehlt und beim Gegentor gibt es einen Einwurf, wo wir die Position im Rückraum nicht besetzt war. Zur zweiten Halbzeit haben wir dann umgestellt, mehr Druck ausgeübt, ohne die Riesenchancen zu erspielen. Börner hatte dann eine Kopfballchance, die Schäfer super entschärft. Am Ende hat uns die Genauigkeit gefehlt, darum ist es eine verdiente Niederlage.

Jürgen Kramny

Wir sind erleichtert und zufrieden, dass wir nach dieser Woche die Fans mit drei Punkten beglücken konnten. In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig starkes Spiel bei eigenem Ballbesitz gemacht, da hat man gesehen, dass wir guten Fußball spielen können. Wir haben es lediglich verpasst, den Deckel draufzumachen. In der zweiten Halbzeit hat sich der Gegner mit viel Kraft dagegen gestemmt, Raphael Schäfer hat einmal überragend das 1:1 vereitelt. Hinten raus haben wir es stabil zu Ende gespielt. Durch den Sieg haben wir etwas Ruhe reingebracht und bereiten uns jetzt auf das nächste Spiel vor.

Michael Köllner

1.FC Nürnberg:
Schäfer – Brecko, Margreitter, Bulthuis, Lippert – Petrak – Kempe (89. Hovland), Löwen (74. Kammerbauer), Möhwald, Salli – Ishak (83. Baumann).

DSC Arminia Bielefeld:
Davari – Görlitz (85. Prietl), Behrendt, Börner, Hartherz – Schütz, Salger (46. Staude) – Hemlein, Yabo (76. Ulm), Voglsammer – Klos.

Tor:
1:0 (35.) Petrak.

Gelbe Karten:
Kempe/Behrendt, Schütz, Voglsammer, Yabo

Zuschauer:
24.324