DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 25.09.2015 18:30 Uhr

1. FC Nürnberg(0)
DSC Arminia Bielefeld (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Heimstarke Clubberer

Der 1.FC Nürnberg lässt sich durchaus als Mannschaft der Stunde bezeichnen. Nach einem schlechten Saisonstart und reichtlich Unruhe im Umfeld wurden drei der letzten vier Spiele gewonnen. Der Anschluss nach oben ist damit erst einmal hergestellt.

Nach dem 3:6 beim SC Freiburg am ersten Spieltag konnte niemand so recht glauben, was in diesem Spiel geschehen war. Bereits nach 13 Minuten lag der FCN mit drei Toren hinten. Vor dem Spiel war man eigentlich von einer Partie auf Augenhöhe ausgegangen, schließlich einen die beiden Mannschaften die gleichen Ambitionen. Nach der schlechten letzten Saison, die mit Platz 9 endete, wurde der Kader stark umgebaut. Mit Niklas Stark verlor man ein großes Talent an Hertha BSC, erhielt aber immerhin eine ordentliche Ablösesumme. Auch der langjährige Publikumsliebling Javier Pinola erhielt keinen neuen Vertrag. Die weiteren Abgänge zählten nur zum erweiterten Kader und waren keine Stammspieler. Zehn neue Spieler kamen dazu, allesamit mit Stammplatz-Ambitionen. Von diesen Spielern stehen mit Thorsten Kirschbaum, Miso Brecko, Laszlo Sepsi, Hanno Behrens, Kevin Möhwald und Tim Leibld aktuell sechs in der Startelf. Mit Jan Polak hat der Club einen erfahrenen Kapitän, der aber zwischen Bank und Startelf pendelt.

Im Laufe der Saison wurde bereits die erste große Personalentscheidung getroffen. Sportvorstand Martin Bader musste gehen. Mit Andreas Bornemann wurde zu Beginn dieser Woche ein Nachfolger vorgestellt, anschließend wurde auch Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Wolf von seinen Aufgaben entbunden. Der Druck im Verein war einfach zu groß geworden und so musste gehandelt werden.

Zuhause ist der 1.FC Nürnberg noch ungeschlagen. Drei Punkte wurden gegen Heidenheim (3:2) Düsseldorf (1:0) und Sandhausen (2:0) eingefahren, gegen 1860 (2:2) gab es ein Remis. Auswärts ist die Bilanz nicht so gut. Auf fremden Platz stehen lediglich drei Punkte aus vier Spielen auf dem Konto. Diese drei Punkte fuhr der Club am vergangenen Dienstag auf dem Betzenberg ein. Dort siegte das Team von Trainer René Weiler überraschend deutlich mit 3:0. Die Nürnberger zeigten keine spielerische Glanzleistung, dafür waren sie aber sehr präsent und im Torabschluss kaltschnäuzig.

„Es kommt auf Zweikampfstärke an“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Auswärtsspiel beim 1.FC Nürnberg. Auch Wolfgang Hesl beantwortete die Fragen der Presse.

Für die Begegnung gegen Nürnberg fehlen Trainer Norbert Meier weiterhin Jonas Strifler (Reha), Daniel Brinkmann (Pfeiffersches Drüsenfieber), Christan Müller (Schulter-OP) und Stephan Salger (Adduktorenverletzung). Der zuletzt aufgrund eines Infekts fehlende Koen van der Biezen kehrt dagegen in den Kader zurück, für ihn muss Björn Jopek weichen.

„Die Leistung gegen Bochum war gut, wir müssen nur unsere Chancen besser ausspielen und konsequenter nutzen“, analysierte Norbert Meier rückblickend das letzte Spiel gegen den VfL Bochum. Mit dem 1.FC Nürnberg steht nun ein ebenso schweres Spiel auf dem Programm. „Nürnberg hat in der englischen Woche bisher eine gute Serie gefahren. Sie werden alles daran setzen, diese fortzuführen und die Woche mit neun Punkten zu beenden“, beurteilte Meier den kommenden Gegner. „Sie sind eine kampfstarke, körperlich gute Mannschaft. Es wird in diesem Spiel auf Zweikampfstärke ankommen. Das nehmen wir an. Wir werden wie immer versuchen, sicher zu stehen und so wenig wie möglich zuzulassen.“

Auf die beendete Torflaute seines Kapitäns Fabian Klos angesprochen, antwortete der Trainer: „Wir hatten immer das Vertrauen in Fabian Klos und haben ihm Mut zugesprochen. Man muss in negativen Phasen Vertrauen haben. Jetzt steht er wieder mit einem ganz anderen Gefühl auf dem Platz.“ Meier haderte aber auch mit dem straffen Terminplan in der englischen Woche, der dem DSC zwei weite Auswärtsfahrten an einem Wochentag bescherte. „Die Ansetzungen dieser Woche sind für mich überlegenswert, aber wir sind eine Wettkampfmannschaft, es geht ans Eingemachte.“ Wechselbedarf in seiner Startformation aufgrund der hohen Belastung sehe er aber nicht. „Wir werden nicht groß rotieren, es besteht ja kaum Grund zu wechseln. Profis müssen alle drei Tage spielen können!“ Wichtig sei es für ihn, kontinuierlich Punkt für Punkt zu sammeln.

Auch Torwart Wolfgang Hesl äußerte sich vor dem kommenden Auswärtsspiel in Franken. „Wir sind auswärts noch ungeschlagen und wollen eine gute Woche mit drei Punkten zu einer super Woche machen“, so Hesl. Er selbst habe eine weiße Weste, was Begegnungen gegen den Club betreffe. In vier Duellen mit Greuther Fürth gab es zwei Siege und zwei Unentschieden gegen den Club. „Nürnberg hat das bisher ganz ordentlich gemacht. Damit haben sie definitiv Selbstvertrauen getankt, aber im Grunde genommen ist es für uns ein Spiel wie jedes andere. Wir wollen punkten.“

Auch Christopher Nöthe äußerte sich in „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ zum Spiel beim FCN:

Berichterstattung Nürnberg – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Nürnberg.

9 Nürnberg auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel beim 1.FC Nürnberg live im Grundig Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Grundig Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Bitteres 2:2 in Nürnberg

Der DSC verspielt beim FCN erneut eine 2:0-Führung und erreicht ein 2:2 (0:1).

Drei Tage nach dem 1:1 im Heimspiel gegen den VfL Bochum nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier eine personelle Änderung vor. Für Michael Görlitz (Bank) rückte David Ulm wieder in die Startelf. Auch taktisch stellte Meier um, Arminia agierte im 4-2-3-1-System. Los ging es durchaus mit Tempo. Der FCN wagte sich direkt nach vorne und kam zur ersten Halbchance durch Hanno Behrens, dessen Rechtschuss aus 20 Metern aber klar neben das Tor ging. Viel effektiver präsentierte sich dagegen Arminia in der Anfangsphase: Die erste Chance führte direkt zum ersten Tor. Brian Behrendt spielte einen Diagonalball aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Fabian Klos, der den Ball super mitnahm und trotz Bedrängnis von zwei Gegenspielern aus spitzem Winkel zum 0:1 im FCN-Gehäuse unterbrachte.

In der Folge hatte der Gastgeber mehr Spielanteile und in der 16. Minute seinerseits die erste gute Torchance. Tim Leibold flankte von der linken Seite, Danny Blum köpfte und Wolfgang Hesl war mit einer Glanztat zur Stelle. Arminia stand aber über weite Strecken sicher in der Defensive und ließ kaum Gefahr aufkommen. In der 28. Minute hatte der FCN die nächste Gelegenheit, doch ein scharf geschossener Freistoß von Danny Blum ging knapp neben das Tor. Danach musste der DSC zum ersten Mal wechseln. Dennis Mast ersetzte Christopher Nöthe, der sich einige Minuten zuvor bei einem Foul von Danny Blum verletzt hatte.

Arminia versuchte naturgemäß über Konter zum Erfolg zu kommen und hätte in der 38. Minute beinahe auf 0:2 erhöht. Florian Dick bediente Christoph Hemlein am Strafraum, Arminias Nummer 17 ließ einen Nürnberger stehen, scheiterte dann aber am gut reagierenden Torwart Thorsten Kirschbaum, der den Ball zur Ecke abwehrte. Im Gegenzug kam der FCN noch einmal zu einer Distanzschuss-Chance durch Kevin Möhwald, doch Hesl hatte wenig Mühe den zentral platzierten Schuss zu entschärfen. Mehr passierte im ersten Durchgang nicht mehr. Arminia ging mit der 1:0-Führung in die Kabine.

Ohne Wechsel in der Halbzeit ging es pünktlich wieder los und erneut erwischte der DSC einen Traumstart. Christoph Hemlein eroberte in der eigenen Hälfte das Spielgerät, startete einen Sololauf bis in die gegnerische Hälfte und versuchte Club-Torwart Kirschbaum mit einer langen Flanke zu überraschen. Das gelang, Kirschbaum konnte den Ball im Rückwärtslaufen nur abprallen lassen und so konnte Fabian Klos aus kurzer Distanz zum 0:2 einschießen. In der 54. Minute hätte Arminia die Partie bereits entscheiden können. Nach Vorarbeit von Fabian Klos steuerte Manuel Junglas alleine auf das Nürnberger Tor zu, doch Kirschbaum parierte in dieser Szene stark.

Die Gastgeber hatten viel Ballbesitz und versuchten Druck aufzubauen, doch Arminias Defensive war weiter sattelfest. Offensiv blieb der DSC bei Kontern weiter gefährlich und hatte in der 68. Minute die nächste große Chance zum 0:3. Dennis Mast lief einen Konter über die linke Seite und bediente am zweiten Pfosten den mitgelaufenen Florian Dick, der den Ball aus spitzem Winkel aber über das Tor beförderte.

Die nächste 100-prozentige Gelegenheit hatte Amin Affane dann in der 74. Minute. Fabian Klos bediente den Schweden im Fallen, Arminias Nummer 21 lief alleine auf Kirschbaum zu, hatte offenbar zu viel Zeit zum Überlegen und schoss den Ball knapp neben das Tor. In der 77. Minute erneut Affane: Nach Vorarbeit von Mast zog er aus halblinker Position volley ab, aber auch dieser Versuch ging neben das FCN-Gehäuse.

Und diese schwache Chancenauswertung sollte sich in der Schlussphase rächen. In der 83. Minute köpfte Guido Burgstaller eine Ecke zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen. In der 88. Minute vergab der eingewechselte Koen van der Biezen freistehend das mögliche 1:3 und im direkten Gegenzug erzielte Burgstaller nach einem feinen Solo das glückliche 2:2. Arminia steckte nicht auf und erspielte sich in der 90. Minute noch einmal eine dicke Chance. Koen van der Biezen bediente Dennis Mast am langen Pfosten, doch der Ball landete am Pfosten. Der FCN hatte seinerseits in der Nachspielzeit nochmal durch Burgstaller die Chance zum Siegtreffer, doch der Österreicher schoss volley über das Tor. Dann pfiff Schiri Thomsen ab und der DSC musste sich über zwei verlorene Punkte ärgern.

Stimmen zum Spiel

Es ist unglaublich, was wir heute haben liegen lassen. Da rattert dann schnell wieder der Kopf und du fängst dir noch zwei Tore. Es ist bitter, dass wir uns für so einen hohen Aufwand nicht belohnen. Die Leistung stimmt, darauf müssen wir aufbauen.

Florian Dick

Wir haben ein überragendes Auswärtsspiel gemacht und führen absolut verdient. Was dann in der zweiten Halbzeit abgelaufen ist, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir haben fünf Riesenchancen nicht gemacht, auch ich muss ein Tor machen. Wir haben wieder gesehen, dass wir mit einem starken Gegner mithalten können und haben wieder guten Fußball gespielt.

Manuel Junglas

Bis zum 1:2 haben wir ein gutes Spiel gemacht, nach den ganzen Chancen darf man die Punkte hier nicht abgeben. Von 83 guten Minuten kannst du dir in der 2. Liga am Ende nichts kaufen. Wir brauchen auch gar keine Einzelkritik üben, wir hatten als Mannschaft genug Chancen für das dritte Tor. Wir müssen das jetzt richtig einordnen. Wir haben lange Zeit ein gutes Spiel gemacht, aber mit 30 Unentschieden hälst du am Ende wahrscheinlich nicht die Klasse.

Fabian Klos

Eine 2:0-Führung scheint nicht unser Ding zu sein. Der Unterschied war, dass wir heute genug Chancen hatten, um den Sack zuzumachen. Das waren glasklare Chancen, um den Hebel richtig zu stellen. Ein Gegentor nach einer Standardsituation kann immer mal passieren. Nach dem 2:2 hatten wir dann ja sogar noch die Chance zum 3:2. Wir können mit dem Punkt nicht zufrieden sein, müssen jetzt unsere Lehen aus dem Spiel ziehen und dann gehts nächste Woche weiter.

Norbert Meier

Das ist natürlich nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt jaben. Die beiden frühen Gegentore in den Halbzeiten haben uns nicht in die Karten gespielt. In der ersten Halbzeit hatten wir noch viel Spielkontrolle, aber nach dem 0:2 haben wir den Kopf verloren und dem Gegner fahrlässig Chancen ermöglicht. Das positive am Spiel ist, dass wir immer versucht haben, noch etwas zu gestalten und am Ende wurden wir dann glücklich belohnt.

Rene Weiler

1.FC Nürnberg:
Kirschbaum – Brecko, Hovland, Bulthuis (57. Füllkrug), Sepsi – Behrens, Leibold (73. Polak) – Schöpf, Möhwald, Burgstaller – Blum (73. Gislason).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Behrendt, Börner, Schuppan – Junglas, Schütz – Hemlein, Ulm (69. Affane), Nöthe (28. Mast) – Klos (83. van der Biezen).

Tore:
0:1 (4.) Klos, 0:2 (48.) Klos, 1:2 (83.) Burgstaller, 2:2 (89.) Burgstaller.

Gelbe Karten:
Blum, Leibold, Burgstaller/Schütz, Schuppan, van der Biezen

Zuschauer:
24.184