DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 30.09.2017 13:00 Uhr

1. FC Nürnberg(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Im Kreis der Favoriten

Nachdem der ruhmreiche 1. FC Nürnberg die vergangene Saison auf einem enttäuschenden 12. Platz beendete, gehört der Club dieses Jahr definitiv zu den Aufstiegsfavoriten in einer ausgeglichenen Zweiten Liga. Ein starker Kader, ein analytisch arbeitender Trainer und ein begeisterungsfähiges Publikum sorgen für Aufbruchsstimmung im Frankenland – mittelfristig soll der neunfache deutsche Meister wieder in die Bundesliga. Bisher sieht es ganz gut aus – auch dank eines prestigeträchtigen Sieges über den Erzrivalen am vergangenen Wochenende.

Als Schiedsrichter Felix Zwayer am letzten Samstag das 263. Franken-Derby zwischen der Spielvereinigung Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg abpfiff, gab es auf Seiten der „Glubberer“ kein Halten mehr. Der verdiente 3:1-Auswärtssieg des 1. FCN bei den Kleeblättern bedeutete für die Nürnberger den ersten Auswärtssieg beim fränkischen Konkurrenten seit mehr als 37 Jahren. Spieler und Offizielle feierten vor den zahlreich mitgereisten Fans mit einem Schal, der die Aufschrift „Die Nummer 1 in Franken“ trug. Durch die temporär errungene Vorherrschaft im Frankenland kletterten die Nürnberger durch den Erfolg auf Rang zwei, der zum direkten Aufstieg in die Bundesliga berechtigen würde. So weit will beim FCN zwar noch keiner denken, da die Liga aber extrem ausgeglichen ist und die Nürnberger bisher auf einem sehr konstanten und hohen Niveau spielen, ist für Cheftrainer Michael Köllner diese Saison „vieles möglich“.

Der 47-Jährige übernahm die Nürnberger im März diesen Jahres und holte mit seiner Mannschaft aus den letzten 11 Spielen der abgelaufenen Saison 13 Punkte, sodass die Franken am Ende auf einem enttäuschenden Platz 12 landeten – zu wenig für einen Verein, der im zweitgrößten Stadion der Zweiten Liga spielt, der bereits vier Mal den DFB-Pokal gewinnen konnte und der sich deutschlandweit nach wie vor großer Sympathie erfreuen kann. Zwischen den beiden Saisons verließen den Club wichtige Spieler wie Tobias Kempe, Dave Bulthuis oder Kult-Torwart Raphael Schäfer, gleichzeitig konnte der FCN aber stark umworbene Spieler wie Kevin Möhwald, Hanno Behrens und Mittelfeld-Talent Patrick Erras halten, was als eindeutiges Signal an die Konkurrenz gewertet werden konnte. Nach acht Spieltagen haben die Nürnberger 16 Punkte auf ihrem Konto, nur Tabellenführer Fortuna Düsseldorf ist in dieser Statistik besser.

Im Sturm wirbelt der Schwede Mikael Ishak (5 Tore) zusammen mit Cedric Teuchert (3 Tore) die gegnerischen Abwehrreihen ordentlich durcheinander und dahinter sorgt das kompakte Mittelfeld um Taktgeber Hanno Behrens (4 Tore) dafür, dass das Nürnberger Angriffsspiel im Vergleich zur abgelaufenen Saison sehr variabel ist. So wundert es nicht, dass die Offensive des Clubs aktuell mit 19 erzielten Treffern die Beste der Liga ist. Mit drei Siegen in Folge, darunter ein viel beachteter 6:1-Auswärtssieg bei Aufsteiger MSV Duisburg, machte die Köllner-Elf in den letzten Wochen ordentlich von sich reden und wird am Samstag wohl mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen den DSC gehen.

In der vergangenen Saison verlor der DSC beide Spiele gegen den 1. FC Nürnberg. Zuhause verlor Arminia am 7. Spieltag trotz Führung mit 1:3, auswärts sorgte die 0:1-Niederlage dafür, dass Cheftrainer Jürgen Kramny nach dem 24. Spieltag freigestellt wurde und Jeff Saibene das Amt des DSC-Trainers übernahm. Für den Luxemburger wird es am Wochenende also das erste Pflichtspiel im Max-Morlock-Stadion gegen den 1. FC Nürnberg. Für Arminia wird das schwere Auswärtsspiel auf jeden Fall ein Gradmesser, gehört die Mannschaft von Trainer Köllner dieses Jahr zweifelsfrei zu den Favoriten auf den Aufstieg. Zwar müsste der „Glubb“ im Falle eines Aufstieges dann aller Voraussicht nach auf weitere Franken-Derbys verzichten, damit könnten Fans und Spieler aber bestimmt sehr gut leben. Um die Vorherrschaft in Franken zu klären, bedürfte es dann keiner direkten Duelle mehr – ein Blick auf die Ligazugehörigkeit würde reichen und wohl für jeden Club-Fan Balsam für die Seele sein.

„Die Mannschaft ist fit“

Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg trafen sich Cheftrainer Jeff Saibene und Keanu Staude mit den Medienvertretern. Auf der Pressekonferenz wurden etwaige Änderungen in der Startelf, die Nominierung Staudes für die deutsche U20-Nationalmannschaft und Gegner Nürnberg thematisiert.

Für das Gastspiel am Samstag beim 1. FC Nürnberg muss der DSC weiterhin auf Christopher Nöthe, der sich nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining befindet und Baboucarr Gaye (Finger-Fraktur) verzichten. Neben ihnen wird auch Abwehrspieler Florian Hartherz ausfallen, der sich beim 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim eine Prellung im Knie zugezogen hat. Arminia kann mit bis zu 550 Fans rechnen, die die lange Reise nach Nürnberg antreten werden. Da Florian Hartherz für das Spiel beim Tabellenzweiten definitiv ausfällt, wird Cheftrainer Jeff Saibene etwas an der Aufstellung ändern müssen. Wer die Linksverteidiger-Position einnimmt ist für den Luxemburger allerdings noch nicht klar: „Wir haben Varianten mit Stephan Salger und Nils Teixeira. Bei beiden Spielern mache ich mir keine Sorgen. Ich bevorzuge in der Regel, dass auf dieser Position ein Linksfuß spielt. Wir haben uns aber noch nicht final entschieden“, so Saibene, der die englische Woche mit seiner Mannschaft gut verkraftet hat: „Die Jungs machen einen guten physischen Eindruck. Wir haben etwas dosierter trainiert, aber das normale Pensum durchgezogen. Die Mannschaft ist fit für das Spiel Nürnberg.“ Ähnlich sieht es Keanu Staude, der sich ebenfalls gut erholt von der englischen Woche zeigte: „Klar sind auch für junge Spieler solche Phasen anstrengend, aber ich habe es gut verkraftet.“

Trainer Jeff Saibene lobte die Einstellung des 20-Jährigen, der jüngst für die deutsche U20-Nationalmannschaft nominiert wurde: „Keanu hat eine super Entwicklung genommen. Er ist für den Gegner unberechenbar und seine Spielart ist unbekümmert. Es ist absolut normal, dass es für ihn nicht immer nur steil nach oben geht, aber das gestehe ich ihm absolut zu. Er ist ein guter Junge, der die Ratschläge des Trainerteams immer sehr ernst nimmt und versucht, sie sofort umzusetzen.“ Staude freute sich über das Lob des Trainers und sprach davon, sich immer voll reinzuhängen, auch wenn er „mal nicht von Anfang an spielen sollte.“ Dass das offensive Eigengewächs für die U20-Nationalmannschaft berufen wurde, machte den Arminia-Trainer froh: „Ich freue mich sehr, dass Keanu für die U20 nominiert wurde. Er ist ein guter Junge, der sich das verdient hat“. Staude selbst sprach davon, dass es immer „etwas Besonderes“ sei, für die Nationalmannschaft aufzulaufen: „Ich habe in den letzten Jahren hart gearbeitet und bin froh, dass mein Fleiß belohnt wird“, so der Offensivspieler, der dennoch weiterhin an seiner Effizienz vor dem Tor arbeiten möchte: „Ich muss effektiver werden – da will ich mich auf jeden Fall verbessern. Gegen Heidenheim hatte ich eine Riesenchance, die ich nutzen kann.“

Gegner Nürnberg halten beide DSC-Akteure für eine starke Mannschaft. Saibene ist davon überzeugt, dass der Club aus dem Frankenland am Ende der Saison auf den ersten drei Plätzen stehen wird: „Mit Nürnberg treffen wir auf die beste Mannschaft der vergangenen Wochen. Sie sind sehr robust, stets torgefährlich und haben kopfballstarke Spieler in ihren Reihen.“ Daher werde die Aufgabe eine „Herausforderung“, auf die sich der Luxemburger dennoch freut: „Es ist mein erstes Spiel in diesem traditionsreichen Stadion, da bin ich schon gespannt.“ Mit Respekt tritt auch Staude die Reise nach Nürnberg an: „Der FCN ist gerade in der Offensive sehr stark. Sie haben in den letzten Spielen viele Tore geschossen, da müssen wir aufpassen. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass wir auch in Nürnberg etwas mitnehmen können. Die Mannschaft wird alles geben, um dort zu punkten.“

Weitere Aussagen von Saibene und Staude gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußern sich zudem Carsten Rump und Sebastian Hille zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg:

Berichterstattung DSC – Heidenheim

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Nürnberg.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel beim 1.FC Nürnberg live in Max-Morlock-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Max-Morlock-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende (Samstag)
  • ARD, „Sportschau“, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr (Samstag)
  • RTL Nitro, „100 % Bundesliga“, 22:10 bis 00:15 Uhr (Montag)

Die Joker stechen in Nürnberg

Am 9. Spieltag gelang dem DSC beim 1.FC Nürnberg bereits der dritte Auswärtssieg dieser Saison. Dank zweier Joker-Treffer setzte sich Arminia mit 2:1 (0:0) durch.

Im Vergleich zum Heidenheim-Spiel nahm DSC-Cheftrainer Jeff Saibene drei Wechsel in der Startelf vor. Florian Dick, Tom Schütz und Christoph Hemlein rückten für Florian Hartherz (Knieprellung), Konstantin Kerschbaumer und Keanu Staude (beide Bank) in die erste Elf. Arminias slowenischer Stürmer Andraz Sporar stand zudem wieder im Kader. Arminia kam gut in die Partie und hatte in der fünften Minute auch gleich die erste Riesenchance des Spiels. Manuel Prietl passte vor dem Strafraum den Ball in den Lauf von Christoph Hemlein, der vor dem Tor noch einmal quer auf Fabian Klos legte. Der Stürmer geriet bei seinem Schuss allerdings in Rücklage und jagte den Ball fünf Meter vor dem Tor deutlich über den Kasten – das hätte die frühe Führung für Arminia sein können. Nach neun Minuten kamen die Nürnberger erstmals gefährlich vor das Tor von Stefan Ortega Moreno. Der schnelle Edgar Salli bekam auf der rechten Seite den Ball durchgesteckt und flankte scharf in die Mitte, wo der Nürnberger Angreifer Mikael Ishak über den Ball trat.

In der Folgezeit lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich das Geschehen meist im Mittelfeld abspielte. In der 19. Minute zeigte sich Ortega Moreno hellwach, als er einen Pass in die Tiefe erahnte und vor dem Schweden Ishak zur Stelle war. Ishak machte weiter ordentlich Alarm und kam in der 24. Minute zu einer weiteren Chance. Nach einem langen öffnenden Ball aus der Nürnberger Abwehr in die Schnittstelle der DSC-Defensive setzte sich Ishak gegen Salger durch und nahm den Ball direkt aus der Luft. Allerdings schoss er den schwierig zu nehmenden Ball einen Meter am Pfosten des Arminia-Tores vorbei. Nürnberg blieb am Drücker und riss durch Ballbesitz und einen geordneten Spielaufbau die Spielkontrolle Mitte der ersten Halbzeit etwas an sich. Enrico Valentini fasste sich nach einer halben Stunde ein Herz und zog aus knapp 30 Metern ab. Sein flacher Schuss stellte Ortega Moreno vor keine größeren Probleme.

Nach 38 Minuten sendete der DSC dann auch mal wieder ein offensives Lebenszeichen. Der Versuch von Patrick Weihrauch landete allerdings weit über dem Nürnberger Tor. Die letzte Gelegenheit einer chancenarmen ersten Halbzeit besaß Salli, der nach einer Flanke zum Kopfball kam, diesen jedoch neben das Tor setzte. Bei dieser Aktion verletzte sich Salli und wurde von Kevin Möhwald ersetzt. Ebenfalls Pech hatte der auffällige Christoph Hemlein, der kurz vor der Pause umknickte und sich wohl am linken Knöchel verletzte. Er verließ das Spielfeld mit schmerzverzerrtem Gesicht – für ihn kam Keanu Staude in die Partie. Unmittelbar danach bat Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck die Teams per Halbzeitpfiff zur Pause.

FCN-Trainer Michael Köllner wechselte in der Pause ein zweites Mal und ersetzte Tobias Werner durch Cedric Teuchert, der sich gleich in seiner ersten Aktion für eine Schwalbe im Strafraum die gelbe Karte abholte. Der eingewechselte Teuchert war es auch, der die erste Chance der zweiten Hälfte hatte. Nach einem Seitenwechsel konnte er den Ball im Strafraum annehmen, drosch den Ball aus spitzem Winkel aber klar über das Tor. Teuchert blieb im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Ballverlust Voglsammers an der Mittellinie schaltete der FCN blitzschnell um und spielte Teuchert vor dem DSC-Tor frei. Vor dem Tor versagten ihm allerdings die Nerven – sein Querpass vor dem freien Tor auf Ishak erahnte Stephan Salger und klärte den Ball stark zur Ecke (55.). In der 59. Minute wechselte der DSC zum zweiten Mal. Andraz Sporar kam für Fabian Klos in die Partie.

Keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung hatte der Slowene seinen großen Auftritt. Nach einer tollen Ballstafette über Weihrauch und Sporar landete der Ball auf der rechten Seite bei Tom Schütz, der den Ball scharf in den Strafraum brachte. Dort kam Sporar aus dem Hintergrund angerauscht und scheiterte mit seinem ersten Versuch noch an FCN-Keeper Thorsten Kirschbaum. Der Torwart konnte den Ball aber nicht festhalten, sodass Sporar im Nachsetzen das 1:0 für Arminia erzielen konnte (61.). Fast im direkten Gegenzug wäre der Ausgleich gefallen. Nach einer Ecke landete der Ball vor den Füßen von Ewerton, der mit seinem Versuch nur den Pfosten traf. Der Ball landete bei Kevin Möhwald, der aus knapp 20 Metern zentral vor dem Tor abzog. Sein Schuss konnte von Ortega Moreno mit einer Wahnsinnstat zur Ecke geklärt werden (64.). Der FCN blieb am Drücker und hatte mit Ishak in der 66. Minute die nächste Gelegenheit zum Treffer, allerdings landete sein Heber vor dem herausstürzenden Ortega Moreno nur auf dem Tornetz.

Das Spiel blieb in dieser Phase unfassbar rasant. In der 68. Minute narrte Sporar an der Eckfahne zwei Nürnberger Gegenspieler und lief aus spitzem Winkel auf das Tor zu. Sein Pass in die Mitte wurde abgefälscht und landete wieder vor den Füßen des Slowenen, dessen Schuss von einem Nürnberger Bein geblockt wurde. Das wäre beinahe das 2:0 für Arminia gewesen. Auf der Gegenseite rettete Ortega Moreno zwei Minuten später bei einem flachen Schuss Teucherts. Es blieb keine Zeit zum Durchatmen – Manuel Prietl setzte einen Kopfball nach Flanke von Weihrauch nur Zentimeter neben das Tor (72.). Wieder nur eine Minute später war gespielt, da hatte der DSC die nächste dicke Gelegenheit. Nach einem Konter lief Schütz alleine auf das Nürnberger Tor zu, wurde von seinem Gegenspieler aber geschickt nach außen gedrängt. So passte er den Ball auf Sporar, dessen Schuss Kirschbaum zur Ecke klären konnte (73.).

In der 75. Minute nahm Saibene Voglsammer aus dem Spiel und ersetzte ihn durch Konstantin Kerschbaumer, Arminia agierte nun im 4-1-4-1-System. Kurze Zeit später konnte Nürnberg dann aber ausgleichen. Erst konnte Salger vor Ishak noch retten, der Abpraller landete auf dem Kopf von FCN-Kapitän Hanno Behrens, der den Ball geschickt zu Ishak zurücklegte. Der Schwede behielt vor dem Tor die Nerven und traf mit seinem 6. Saisontreffer zum 1:1-Ausgleich (79.). Arminia zeigte sich allerdings wenig beeindruckt und konnte antworten – und wie! Kerschbaumer nahm einem Nürnberger auf Höhe der Mittellinie geschickt den Ball ab und machte sich auf die lange Reise Richtung FCN-Tor. Dort behielt der Österreicher vor Kirschbaum die Nerven und traf mit seinem platzierten Schuss ins lange Eck zur abermaligen Führung des DSC – 2:1 (86.)! Da Arminia auch die druckvolle Schlussphase inklusive drei Minuten Nachspielzeit überstand, konnte sich der mitgereiste Anhang über einen 2:1-Auswärtssieg der Blauen beim Spitzenteam aus Nürnberg freuen.

Stimmen zum Spiel

Großes Kompliment an die Mannschaft. Unglaublich, dass wir hier gewinnen konnten. Der 1.FC Nürnberg ist eine richtig gute Mannschaft. Fußballerisch war es vielleicht nicht das Gelbe vom Ei, aber wir haben brutal viel investiert. Man hat gesehen, dass wir eine gute Breite im Kader haben und Qualität von der Bank bringen können. Wir sind glücklich und froh, aber brauchen noch 23 Punkte, um unser Ziel zu erreichen.

Julian Börner

Ich bin sehr glücklich, dass wir den Dreier holen konnten. Nürnberg hatte viele Chancen, aber die Mannschaft hat dennoch gut verteidigt. Natürlich bin ich froh, dass ich den entscheidenden Treffer erzielen konnte. Ich hatte viel Zeit zum Überlegen und habe mir den Ball dann auf links gelegt, um ihn zu verwandeln. Wir sind froh, dass wir mit diesem Sieg in die Pause gehen können.

Konstantin Kerschbaumer

Wir waren vor dem Spiel der Meinung, dass wir hier etwas mitnehmen können und haben das bewiesen. Wir können jedes Team in dieser Liga schlagen, wenn wir unsere Leistung abrufen. Nürnberg hat viel Druck gemacht und hat viele große Spieler, die schwer zu verteidigen sind. Ich muss dem Team ein Lob aussprechen, aber wir schauen weiter von Spiel zu Spiel, sammeln weiter unsere Punkte und sind gut beraten, ruhig zu bleiben.

Patrick Weihrauch

Wir sind super glücklich, hier zu gewinnen gegen eine starke Mannschaft. Wir sind in den ersten 15 Minuten gut reingekommen und haben die Riesenchance zur Führung. In der Folge haben wir wenig zugelassen, sodass das 0:0 zur Pause in Ordnung geht. In der zweiten Halbzeit ist das Spiel mit der Führung dann etwas für uns gekippt und Ortega hat zwei, drei Mal super gehalten. Aber wir hatten auch Riesenchancen, um das Spiel zu entscheiden. Am Schluss ist der Sieg vielleicht etwas glücklich, aber nicht unverdient. Wir haben wieder bewiesen, dass wir auswärts schwer zu bespielen sind und freuen uns mit dem Sieg in die Pause zu gehen. Das waren sehr wichtige Punkte für uns.

Jeff Saibene

Das ist eine bittere Niederlage. Wir haben 15 Minuten gebraucht, um reinzukommen. Dann haben wir den richtigen Hebel gefunden und das Spiel kontrolliert und hatten durch Ishak in der ersten Halbzeit die Chance zur Führung. In die zweite Halbzeit sind wir besser reingekommen und hatten die Führung auf dem Fuß. Bielefeld bestraft dann einen Aufbaufehler sofort. Wir mussten den Rückstand erhöhen und der Gegner kam zu Konterchancen. Wir hatten aber auch genügend Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Ein weiterer individueller Fehler hat uns dann den Sieg beschert. Mit der Leistung bin ich insgesamt zufrieden, Bielefeld hat gezeigt, dass sie nicht umsonst da oben stehen – es war ein gutes Spiel zweiter starke Teams.

Michael Köllner

1.FC Nürnberg:
Kirschbaum – Valentini, Mühl, Ewerton, Leibold – Erras, Behrens – Salli (45. Möhwald), Löwen, Werner (46. Teuchert/89. Margreitter) – Ishak.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Dick, Börner, Salger, Teixeira  – Hemlein (45. Staude), Prietl, Schütz, Weihrauch – Voglsammer (75. Kerschbaumer), Klos (59. Sporar).

Tore:
0:1 (61.) Sporar, 1:1 (79.) Ishak, 1:2 (86.) Kerschbaumer.

Gelbe Karten:
Teuchert/Dick

Zuschauer:
26.186