DSC Arminia Bielefeld -

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So., 14.08.2016 15:30 Uhr

TSV 1860 München(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Auswärtspremiere bei runderneuerten Löwen

Am Sonntag (15:30 Uhr) trifft der DSC in der Allianz-Arena auf den TSV 1860 München. Die Löwen, die in der Sommerpause an vielen Stellschrauben gedreht haben, wollen in dieser Saison nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und peilen höhere Tabellenregionen an.

Nach dem erneuten Kampf gegen den Abstieg in der vergangenen Saison (am Ende Platz 15) hat sich der TSV 1860 München wiederholt einer Rundumerneuerung unterzogen: Mit Thomas Eichin kam nicht nur ein neuer Sportchef zu den Löwen, sondern auch die Trainerbank wurde durch Kosta Runjaić neu besetzt. Dazu kommen 15 Neuzugänge (inklusive Leih- und Jugendspieler), unter denen viele erfahrene Spieler wie Stefan Aigner von Eintracht Frankfurt oder „Oldie“ Ivica Olic vom Hamburger SV sind. Auch Mittelstürmer Sascha Mölders, der in der letzten Saison vom FC Augsburg ausgeliehen wurde und in 15 Spielen vier Tore und zwei Vorlagen beisteuerte, schloss sich den Löwen mit einem festen Kontrakt an.

Premiere missglückt

Es verwunderte also nicht, dass die Löwen beim ersten Spiel der neuen Saison in Fürth (0:1-Niederlage) mit insgesamt sieben Neuzugängen aufliefen. Darunter Olic, der seine Stürmerqualitäten zwar aufblitzen ließ, am Ende aber auch nicht für Punkte sorgen konnte. Insgesamt bilanzierte Münchens Chefcoach Kosta Runjaić die Partie auf der vereinseigenen Homepage als „ein bisschen wild. Da war deutlich zu sehen, dass noch nicht alles rund läuft. Wir konnten froh sein, dass es beim 0:1 geblieben ist.“ Dennoch sah der Trainer auch positive Ansätze und stellte fest: „Für ein Team, das so noch nie zusammengespielt hat, waren wir die ersten 35 Minuten gut drin.“

Ohne Sukalo gegen Arminia

In der Allianz-Arena soll es gegen Arminia jetzt besser laufen. So konstatierte Kapitän und Ex-Armine Aigner nach der Niederlage gegen die Kleeblätter: „Wir dürfen uns nicht hängen lassen, sondern müssen jetzt den Kopf hochnehmen und gegen Bielefeld punkten.“ Verzichten muss der TSV dabei vorerst auf Mittelfeldspieler Goran Sukalo, der sich in Fürth einen Kapseleinriss im Sprunggelenk zuzog. Bereits in der letzten Spielzeit trafen 1860 und Arminia aufeinander, beide Partien endeten 1:1-Unentschieden. Auch am kommenden Sonntag wird es für den DSC sicher keine leichte Aufgabe, die Löwen zu schlagen: „Wenn man sich den Verein und die Neuzugänge auf dem Papier anschaut, ist das glaube ich schon eine der Top-5-Mannschaften dieses Jahr in der Zweiten Liga. Aber nichtsdestotrotz geht es bei Null los, es ist geil in der Allianz-Arena zu spielen und wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen“, so die Kampfansage von Julian Börner.

„Scharf auf drei Punkte“

Vor dem Auswärtsspiel am kommenden Sonntag gegen den TSV 1860 München stellten sich am heutigen Freitag DSC-Coach Rüdiger Rehm sowie Andreas Voglsammer auf der Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Rüdiger Rehm eröffnete die Pressekonferenz am Trainingsgelände mit einer Analyse des letzten Spiels der Arminen gegen den Karlsruher SC: Die Partie sei aufgearbeitet worden mit dem Resultat, dass die Mannschaft das Spiel definitiv hätte gewinnen können, ihr teilweise aber noch der Mut gefehlt habe. Dementsprechend verliefen auch die Trainingseinheiten in dieser Woche. „Wir haben daran gearbeitet, den Gegner anzulaufen und in Bedrängnis zu bringen, den Ball früher zu gewinnen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen“, so Rehm. Zudem arbeiteten Trainerteam und Mannschaft am Umschaltspiel und stabilisierten die offensiven Automatismen. Fest steht für Rehm vor der Partie in München aber so oder so: „Die Liga ist kein Wunschkonzert, man muss sich die Punkte erarbeiten.“

Rehm erwartet offensive Löwen

Personell gab es nahezu ausschließlich positive Nachrichten: Bis auf ein kleines Fragezeichen bei Manuel Prietl, der nach wie vor mit einer Schwellung unter dem Fuß zu kämpfen hat, sind alle Spieler fit und bereit, am Sonntag gegen die Löwen in der Allianz Arena aufzulaufen. Mit 1860 erwartet Rehm einen Gegner, der mit einer fast rundumerneuerten Mannschaft in die neue Saison gestartet ist. Unter den Neuzugängen seien „namenhafte Spieler mit hoher Qualität“, allerdings laufe beim TSV noch nicht alles rund. Das letzte Spiel in Fürth ging mit 0:1 verloren, dementsprechend würden die Münchener sicher offensiv agieren und mit hoher Präsenz im Offensivbereich antreten. „Wir müssen uns auf diese Spielweise einstellen, einen wichtigen Part in die Abwehr legen und so spielen wie in der letzten Woche – so können wir in München bestehen“, so der Trainer.

Gute Entwicklung bei Voglsammer

dsc-ksc-2016-10-VoglsammerDennoch wird natürlich auch die Offensive eine Rolle spielen. Auf Nachfrage der Journalisten sagte der Trainer über Andreas Voglsammer, dass dieser sich gut einbringe, Vollgas gebe und auf einem guten Weg sei. Auch Voglsammer selbst ist mit seiner Entwicklung zufrieden: „Uns war von Anfang an klar, dass die Karten vor der Saison neu gemischt werden – so war das auch für mich. Ich wusste, dass ich Vollgas geben muss und wollte mich auch zeigen. Es liegt dann an mir, dem Trainer durch meine Leistung zu zeigen, dass er auf mich nicht verzichten kann.“ In Rosenheim nahe München liegt die Heimat des Stürmers, allerdings empfindet er das weder als Vor-, noch als Nachteil: „Klar ist es etwas Besonderes, in der Heimat zu spielen. Ich gehe aber in das Spiel wie in jedes andere auch. Wir sind scharf auf die ersten drei Punkte – so werden wir auch in das Spiel reingehen.“

Weitere Aussagen von Rehm und Voglsammer gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Tom Schütz zum Spiel:

Berichterstattung 1860 – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den TSV 1860 München.

2_1860 auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 15:30 Uhr das Spiel beim TSV 1860 München live in der Allianz Arena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der Allianz Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

0:1-Niederlage bei den Löwen

Im zweiten Saisonspiel verliert der DSC mit 0:1 (0:0) beim TSV 1860 München.

DSC-Trainer Rüdiger Rehm musste die Startelf, die beim 0:0 gegen den Karlsruher SC begonnen hatte, auf einer Position verändern. Für den an der Ferse verletzten Manuel Prietl stand Manuel Junglas auf dem Rasen der Allianz Arena. Die heimischen Löwen starteten mit viel Ballbesitz in die Partie und versuchten nach Bielefelder Ballverlusten schnell umzuschalten. Das klappte in Ansätzen einige Male ganz gut, doch gefährliche Torschüsse kamen nicht zu Stande. Stattdessen gab Arminia den ersten Torschuss der Partie ab. Doch der Versuch von Andreas Voglsammer aus 30 Metern in der 9. Minute ging deutlich über das Tor.

1860-dsc-2016-aktuell2Auch fortan hatten die Löwen ein optisches Übergewicht, aber Arminias Defensive ließ weiter keine Torschüsse zu. Der DSC dagegen kam zu zwei gefährlichen Abschlüssen. In der 27. Minute köpfte Christopher Nöthe eine Ecke von Tom Schütz knapp über das Tor. Zwei Minuten später hatte Tomas Holota die Führung auf dem Fuß. Nach eigener Balleroberung bekam er das Spielgerät über die Stationen Klos und Nöthe zurück, traf es acht Meter vor dem Tor jedoch nicht richtig und so trudelte der Ball neben das Tor. Kurz vor der Halbzeit musste der DSC bereits das erste Mal wechseln. Für den angeschlagenen Sebastian Schuppan feierte Neuzugang Florian Hartherz sein Pflichtspieldebüt für Arminia. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Sven Jablonski beim Stand von 0:0 zur Pause.

Ohne weitere Wechsel starteten die Teams nach der 15-minütigen Halbzeit in den zweiten Durchgang. Die Löwen schossen in der 51. Minute erstmals Richtung Bielefelder Tor, doch der Versuch von Daylon Claasen ging deutlich neben das Tor. In der 61. Minute war Rehm zum zweiten Wechsel gezwungen. Auch Tom Schütz konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen. Christoph Hemlein kam für ihn in die Partie, Michael Görlitz übernahm fortan die Position rechts hinten in der Viererkette.

Aus dem Nichts gingen die Gastgeber dann in der 67. Minute in Führung. Nach einer Ecke für den DSC setzte der TSV zum Konter an, Stefan Aigner eroberte in der Bielefelder Hälfte das Leder gegen Florian Hartherz und schob freistehend vor Hesl zum 1:0 ein. Rüdiger Rehm reagierte umgehend und wechselte mit Leandro Putaro für Andreas Voglsammer einen frischen Stürmer ein. In der Schlussphase warf Arminia noch einmal alles nach vorne und Tomasz Holota hatte in der 84. Minute den Ausgleich auf dem Fuß: Nach guter Vorarbeit von Fabian Klos bekam er jedoch nicht genügend Druck auf den Ball und so konnte Löwen-Torhüter Zimmermann parieren. Als auch Christopher Nöthe seinen Schuss in der 87. Minute über das Tor setzte, hatten die Gastgeber die Bielefelder Drangphase überstanden. Kurz darauf war Schluss und Arminia musste in eine bittere 0:1-Niederlage einwilligen.

Hier die Pressekonferenz nach dem Spiel:

 

Stimmen zum Spiel

Wir sind extrem enttäuscht, dass wir nichts mitnehmen konnten. Das war sicher kein hochklassiges Spiel und eher von Taktik und Defensive geprägt. Wir wollten schneller umschalten, das ist uns nicht gelungen. Dennoch hatten wir in der ersten Halbzeit mehr Chancen als der Gegner, haben diese zwei aus dem Spiel und die Standards aber nicht genutzt. Dem Gegner wollten wir im Zentrum keine Räume lassen, das hat gut geklappt. In der zweiten Halbzeit ist es dann eine Situation, die das Spiel entscheidet. Schon den Eckball können die Löwen zu leicht klären, dann ist es ein Fehler an der Mittellinie und am Ende in der letzten Reihe. Da hat man den Wert von Stefan Aigner gesehen. Wir haben insgesamt nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben einen Umbruch hinter uns und einen langen Weg vor uns.

Rüdiger Rehm

Ein Sieg im ersten Heimspiel fühlt sich natürlich gut an. Der Gegner hat sehr diszipliniert gespielt und war sehr zweikampfstark. Sie haben es uns lange Zeit schwer gemacht, aber wir haben uns auch spielerisch verbessert im Vergleich zur letzten Woche. Dass im zweiten Spiel nicht alles funktioniert, ist völlig klar, aber insgesamt haben wir verdient gewonnen, auch wenn wir das Glück natürlich auf unserer Seite hatten. Das 1:0 war dann pure Willenssache von Stefan Aigner.

Kosta Runjaic

Vorne müssen wir eine unserer wenigen Chancen nutzen. Das Tor ist natürlich sehr ärgerlich, weil wir den Ball in der eigenen Hälfte verlieren. Insgesamt müssen wir uns einfach mehr Torchancen erarbeiten, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Manuel Junglas

Es war eine unnötige Niederlage. Wir vorne unsere Chancen besser nutzen müssen und hinten haben wir ihnen ein Tor geschenkt. Aus dem Spiel heraus haben wir den Löwen keine Chance gestattet, daher sind wir mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden. Nächste Woche geht es nach Essen, da heißt es: Weiterkommen, egal wie! Mit einem Sieg könnten wir uns Selbstvetrauen für die Liga holen.

Fabian Klos

TSV 1860 München:
Zimmermann – Stojkovic (60. Perdedaj), Degenek, Mauersberger, Wittek (83. Bülow) – Liendl – Aigner (79. Mölders), Matmour, Adlung, Claasen – Olic.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Schütz (61. Hemlein), Behrendt, Börner, Schuppan (44. Hartherz) – Görlitz, Junglas, Holota, Nöthe – Voglsammer (68. Putaro), Klos.

Tor:
1:0 (67.) Aigner.

Gelbe Karten:
Matmour, Stojkovic/Schütz, Görlitz

Zuschauer:
24.800