DSC Arminia Bielefeld -

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So., 20.03.2016 13:30 Uhr

TSV 1860 München(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Mit Möhlmann auf Kurs Klassenerhalt

Lange Zeit steckte 1860 München in der Tabelle auf einem Abstiegsplatz fest. Doch unter Trainer Benno Möhlmann legten die Löwen zuletzt eine Serie hin und kletterten an Paderborn und Fortuna Düsseldorf vorbei auf Rang 15. Gerettet ist der TSV dadurch noch nicht, aber zumindest die Augangsposition hat sich im Vergleich zur Hinrunde klar verbessert.

Zehn Zähler aus den letzten fünf Partien – die Punkteausbeute der Löwen konnte sich zuletzt sehen lassen. Damit scheint der Schachzug aufzugehen, den erfahrenen Benno Möhlmann im Oktober als Nachfolger für Torsten Fröhling auf die Löwenbank gesetzt zu haben. Kaum ein Fußballlehrer verfügt mit mehr als 500 Zweitligaspielen über so viel Erfahrung wie Benno Möhlmann. Zudem hat der 61-Jährige in den letzten Jahren bei Greuther Fürth, Ingolstadt und dem FSV Frankfurt bewiesen, dass er Teams erfolgreich aus dem Abstiegssumpf ziehen kann. Im Arminen-Gedächtnis ist der Name Möhlmann ebenfalls positiv verankert. Im Jahr 2000 übernahm er den damals abstiegsbedrohten DSC in der 2. Bundesliga, schaffte den Klassenerhalt und stieg zur Saison 2002/03 in die 1. Bundesliga auf. Dort wurde der Klassenerhalt am letzten Spieltag allerdings knapp verpasst.

Aus dem gerade im ersten Saisonviertel lahmenden Löwenrudel (vor Möhlmanns Zeit gelang kein einziger Sieg in der Liga), hat der erfahrene Coach wieder eine hungrige Herde geformt, die zuletzt sehr erfolgreich bei der Punktejagd war. Daran haben die Neuverpflichtungen aus der Winterpause keinen unerheblichen Anteil. So hat sich der zweitligaerprobte Jan Mauersberger (kam aus Karlsruhe) direkt einen Stammplatz in der Innenverteidigung gesichert. Im Angriff soll Sascha Mölders (ausgeliehen vom FC Augsburg) mit seinem Kämpferherz und – noch wichtiger – seinen Toren eine wichtige Rolle für den Klassenerhalt einnehmen. Bisher gelangen dem bulligen Stürmer drei Treffer in sieben Partien. Dazu sorgt der junge Levent Aycicek (ausgeliehen von Werder Bremen) für frischen Wind auf den Außenbahnen. Maximilian Beister (ausgeliehen von 1. FSV Mainz 05) kam nach langer Verletzungspause meist als Joker zum Einsatz. Der erfahrene Goran Sukalo (zuvor Greuther Fürth) verzeichnete aufgrund einer Verletzung dagegen noch keinen Einsatz.

In den letzten fünf Spielen agierte 1860 München meist in einem 4-4-2-System. Dabei besetzten der zuletzt formverbesserte Michael Liendl (an sechs der letzten neun Löwentore beteiligt) und Neuzugang Levent Aycicek die Außenbahnen, während vorne Sascha Mölders und Rubin Okotie das Sturmduo bildeten. Zuhause holten die Löwen bisher 16 ihrer 24 Punkte (4 Siege, 4 Unentschieden und 5 Niederlagen). Unter Möhlmann wurde mit Ausnahme des Frankfurt-Spiels (0:1) gegen alle Teams aus dem unteren Tabellendrittel gepunktet. Letzten Sonntag verlor 1860 beim Spitzenreiter Leipzig trotz ordentlicher Leistung und einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung mit 1:2. Auf der Vereinsseite von 1860 München bewertete Möhlmann die Situation anschließend wie folgt: „Das Spiel hat uns punktetechnisch nicht weitergebracht, aber auch nicht zurückgeworfen. Die Situation bleibt schwierig, aber sie ist nach wie vor machbar.“

Die bisherige Bilanz gegen Arminia in der zweiten Bundesliga spricht für die Löwen. Von sieben Duellen konnte der DSC bisher keines gewinnen (2 Unentschieden und 5 Niederlagen). Etwas besser aus Arminen-Sicht sieht die Statistik eine Liga höher aus. Dort konnte Arminia immerhin drei von zehn Partien gewinnen, zweimal gab es ein Remis und in fünf Fällen setzte es eine Pleite. Interessant: Der letzte DSC-Trainer, dem ein Sieg über die Löwen gelang hieß Benno Möhlmann (2:1-Erfolg am 12. April 2003). Das Hinspiel in der SchücoArena endete 1:1-Unentschieden, nachdem Fabian Klos kurz vor der Pause den Führungstreffer von Löwen-Stürmer Marius Wolf (mittlerweile Hannover 96) egalisieren konnte.

„Mit ganz viel Leidenschaft“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte DSC-Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Auswärtsspiel beim TSV 1860 München. Auch Torhüter Wolfgang Hesl beantwortete die Fragen der Presse.

Tom Schütz (Knieverletzung) und Daniel Brinkmann (nach Krankheit) werden für das Spiel gegen 1860 München weiterhin ausfallen. Dazu muss Manuel Hornig nach seiner roten Karte im Spiel gegen den 1.FC Nürnberg ein Spiel aussetzen. Ansonsten stehen alle Spieler für Sonntag zur Verfügung.

Nach dem unglücklichen Last Minute-Remis gegen Bochum (2:2) und der bitteren Niederlage gegen Nürnberg (0:4) ist es laut Meier wichtig „jetzt nicht in einen weinerlichen Zustand zu verfallen. Wir sollten uns jetzt nicht mit Dingen, wie den etwas unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen beschäftigen, sondern uns daran erinnern, was wir bisher auswärts geleistet haben“, sagt Meier. Schließlich hat sein Team in dieser Saison erst drei Partien in der Fremde verloren. „Außerdem laufen wir ja nicht mit zehn Punkten Rückstand der Musik hinterher, sondern man kann mit zwei, drei positiven Spielen den Vorsprung auf die Konkurrenten auch wieder ganz schnell vergrößern“, so Meier.

Dafür muss sein Team vor allem die individuellen Fehler abstellen. „Die Anzahl dieser Fehler und die daraus resultierenden Gegentreffer waren in den letzten Spielen einfach zu hoch, auch wenn die Gegner absolute Topmannschaften aus dieser Liga waren“, erklärte Meier, der hofft mit einer erhöhten Konzentration und dem gemeinschaftlichen Ausbügeln von fehlerhaften Situationen dieses Problem wieder in den Griff zu bekommen. „Gerade auch in Phasen, wo es bei uns im Spiel gut läuft, müssen wir auch immer den Fokus darauf haben, schwierige Situationen konsequent zu klären und nicht alles spielerisch zu lösen“, so Meier weiter.

„Mit 1860 München treffen wir auf einen Gegner, der gerade in der englischen Woche optimal gepunktet hat und so den Abstand, nicht nur auf uns, verringern konnte“, erwartet der DSC-Trainer keine einfache Aufgabe für Sonntag. Gerade bei den Standardsituationen der Löwen – acht der letzten neun Tore der Sechziger resultierten aus einem ruhenden Ball – muss Arminia aufpassen. Über seinen Trainerkollegen Benno Möhlmann sagte Meier: „Benno und ich haben in Bremen jahrelang zusammengespielt. Und aus der Mannschaft sind ja nachher viele im Trainer- oder Managerbereich gelandet. Sprich wir konnten schon damals etwas über den Tellerrand schauen. Benno und ich haben in unseren Trainerlaufbahnen jetzt auch schon häufiger gegeneinander gespielt.“

dsc-freiburg-2016-5Arminia-Torhüter Wolfgang Hesl glaubt ebenfalls nicht, dass die letzten Spiele starke Nachwirkungen hinterlassen haben. „Wir sind eine erfahrene Truppe, ich glaube da kann jeder von uns sehr gut mit solchen Situationen umgehen. Deswegen mach ich mir da überhaupt keine Sorgen. Wir haben die Lehren daraus gezogen und fahren frohen Mutes nach München.“ Für die Partie gegen München hat Hesl eine klare Marschroute: „Wir müssen auf uns schauen, unser Spiel durchziehen, gut in die Zweikämpfe kommen und mit ganz viel Leidenschaft spielen. Wenn wir das alles auf dem Platz bringen, hat man auch gegen Nürnberg gesehen, dass wir eine Stunde sehr guten Fußball spielen können. Das müssen wir jetzt über die komplette Spielzeit Minuten schaffen.“ Von der aktuellen Tabellensituation lässt sich der DSC-Keeper aktuell nicht beunruhigen: „Wenn uns vor der Saison einer gesagt hätte, dass wir am 27. Spieltag fünf Punkte vor dem Relegationsplatz stehen, hätten wir das alle genommen. Klar waren es auch schon mal mehr Punkte, aber wir haben alles selbst in der Hand“, so Wolfgang Hesl.

Weitere Aussagen von Meier und Hesl gibt es auch im Radio Bielefeld-Podcast.

Wir empfehlen außerdem „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ mit Norbert Meier:

Berichterstattung 1860 München – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den TSV 1860 München.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel beim TSV 1860 München live in der Allianz Arena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der Allianz Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Engagierte Leistung bringt 30. Punkt

Der DSC spielt 1:1 (1:0) beim TSV 1860 München.

Gegenüber dem Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier drei Änderungen in seiner Startformation vor. Für Manuel Hornig (gesperrt), David Ulm und Christoph Hemlein (beide Bank) spielten Sebastian Schuppan, Francisco Rodriguez und Seung-Woo Ryu von Beginn an. Etwas überraschend agierte Felix Burmeister in der Innenverteidigung, Stephan Salger spielte dafür auf der Sechser-Position.

Die erste Viertelstunde in der Allianz Arena verlief weitestgehend ereignislos. Rubin Okotie (5. Minute) köpfte für die Löwen einmal am Tor vorbei, auf der Gegenseite wurden Schüsse von Fabian Klos und Sebastian Schuppan geblockt. Die erste gefährliche Szene des Spiels führte dann in der 19. Minute gleich zur 1:0-Führung für die Löwen. Liendl schoss einen Freistoß scharf in den Strafraum, Okotie köpfte, Hesl parierte und Mauersberger staubte aus ganz kurzer Distanz zum Treffer ab. Die Löwen machten gleich offensiv weiter, doch Romuald Lacazette schoss aus 20 Metern links vorbei. Arminia konterte im Anschluss schnell und Klos kam im Strafraum an den Ball, sein Schuss wurde jedoch geblockt.

In der Viertelstunde vor der Halbzeit war Arminia dann die spielbestimmende Mannschaft und kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Münchener. In der 34. Minute zirkelte Francisco Rodriguez einen Freistoß aus 20 Metern auf das Tor, aber Löwen-Keeper Stefan Ortega Moreno bekam noch die Fingerspitzen an den Ball und klärte zur Ecke. Diese wurde von Rodriguez in den Strafraum gebracht, Schuppan schoss Richtung Tor und Ortega Moreno konnte wieder in höchster Not parieren. In der 40. Minute erspielte sich Arminia vier Ecken in Serie, doch immer wieder bekamen die Gastgeber in letzter Sekunde einen Fuß dazwischen. Turbulent wurde es in der letzten Minute der ersten Halbzeit: Erst zog Gary Kagelmacher aus 24 Metern ab – Hesl parierte problemlos – dann konterte Arminia und hatte die Riesenchance zum Ausgleich: Klos legte am Strafraum für Rodriguez ab, der zog sofort ab, doch Ortega Moreno parierte überragend zur Ecke.

In der Pause wechselte Norbert Meier offensiv: Für Florian Dick kam Michael Görlitz in die Partie. Arminias Nummer 7 agierte zwar nominell auf der rechten Verteidigerposition, entfachte aber viel offensiven Druck. Arminia war so auch zu Beginn der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. In der 49. Minute flankte Rodriguez von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten, doch Fabian Klos bekam seinen Kopfball nicht mehr Richtung Tor gedrückt. Doch in der 55. Minute belohnte sich der DSC für seine engagierte Leistung. Joker Görlitz fing auf Höhe der Mittellinie einen Pass der Hausherren ab, marschierte mit dem Ball bis zur Strafraumkante, zog mit links ab und versenkte den Ball mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1 im Tor.

Arminia suchte weiter den Weg nach vorne und versuchte das Spiel komplett zu drehen. Stephan Salger schoss in der 64. Minute einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, Schuppans Kopfball ging jedoch über das Gehäuse. Der DSC hatte die Spielkontrolle inne, Chancen blieben in der Folge jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Einen Aufreger gab es erst wieder zwei Minuten vor Spielende, als 1860-Mittelfeldspieler Lacazette wegen eines Ellbogeneinsatzes von Schiedsrichter Sven Jablonski mit der gelb-roten Karte bedacht wurde. Mehr passierte nicht mehr, mit 1:1 endete das Spiel.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

 

Stimmen zum Spiel

Wir haben uns durch das Gegentor nicht aus dem Rhythmus bringen lassen, weiter nach vorne gespielt und uns den Punkt verdient. Mich hat es für Görlitz gefreut, dass er auf dieser neuen Position für ihn das Tor gemacht hat. Außerdem freue ich mich immer wieder, dass die Mannschaft diesen tollen Charakter besitzt und zurück kommt, wenn es nicht gut läuft. Ich bin zufrieden mit der Leistung, wir gehen mit einem posiviten Gefühl in die Länderspielpause.

Norbert Meier

Wir hatten heute nicht mehr verdient als den einen Punkt. Der Gegner stand gut, hat im Zentrum die wichtigen Zweikämpfe gewonnen. Uns fehlte die Bewegung und ein genaueres Passspiel in der Offensive. In der ersten Halbzeit hat uns unser guter Torhüter im Spiel gehalten, aber der Ausgleich war eine Frage der Zeit. Wir müssen und können mit dem Punkt leben.

Benno Möhlmann

Es ärgert mich, dass wir nicht gewonnen haben, denn wir haben ein gutes Spiel gemacht. Die Standards wollten wir unbedingt vermeiden und sind dennoch nach einem Freistoß in Rückstand geraten. Ich bin flexibel einsetzbar und finde, dass ich es auf der neuen Position gut gemacht habe. Es spricht für uns, dass wir wieder nach Rückstand gepunktet haben.

Stephan Salger

Ich habe hinten rechts schon ein wenig trainiert und wurde dann heute in das kalte Wasser geschmissen, aber es hat gut geklappt. Das war ein ganz wichtiger Punkt für uns. Wir hatten uns viel vorgenommen und standen gut, aber die Löwen sind über Standards brandgefährlich. Wir wollten drei Punkte haben, unterm Strich sind wir nach dem Rückstand aber froh nicht mit einer Niederlage nach hause zu fahren.

Michael Görlitz

TSV 1860 München:
Ortega Moreno – Kagelmacher (58. Degenek), Schindler, Mauersberger, Wittek – Liendl, Bülow, Lacazette, Aycicek (58. Rama) – Okotie, Mölders (82. Mugosa).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick (46. Görlitz), Burmeister, Börner, Schuppan – Behrendt, Salger – Ryu (71. Hemlein), Rodriguez (82. Ulm), Nöthe – Klos.

Tore:
1:0 (19.) Mauersberger, 1:1 (55.) Görlitz.

Gelbe Karten:
Wittek, Degenek, Rama/Hemlein, Salger

Gelb-Rote Karte:
Lacazette (88.)

Zuschauer:
20.500