DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 18.11.2016 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
1. FC Heidenheim 1846 (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Defensive und Fairness als Stärken

Im Freitagabend-Flutlichtspiel empfängt Arminia den 1.FC Heidenheim. Der Verein steht hinter Eintracht Braunschweig und dem VfB Stuttgart aktuell auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz und hat das vor allem einer starken Defensive zu verdanken.

Der 1.FC Heidenheim ist wohl die Überraschung der noch relativ frischen Zweitliga-Saison 2016/17: Mit 22 Punkten stehen sie aktuell auf dem dritten Platz der Tabelle und nehmen nach ihrem Aufstieg vor zwei Jahren womöglich Anlauf auf die höchste deutsche Spielklasse des Fußballs. Das selbst ernannte Ziel ist jedoch nach wie vor, den Klassenerhalt „schnellstmöglich“ und „komfortabel“ zu erreichen – so die Aussage von Cheftrainer Frank Schmidt. Der 42-Jährige befindet sich in seiner zehnten Saison als Trainer, hat den Verein über die Regionalliga in die dritte und zweite Liga gecoacht und so eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben.

Nachdem die Heidenheimer in ihrer ersten Zweitliga-Saison bereits den elften und in der zweiten Saison den achten Tabellenplatz erreicht haben, schlagen sie sich auch in der aktuellen Spielzeit sehr gut: Auf ihrem Konto stehen aktuell sechs Siege, vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig, die bislang nur acht Punkte in zwölf Partien liegen ließen, gelang Heidenheim ein 1:1-Unentschieden, beim Tabellenzweiten des VfB Stuttgart sogar ein 2:1-Erfolg. Knappe Niederlagen hingegen mussten sie gegen Aufsteiger Würzburg (1:2) und Bochum (1:2) hinnehmen. Insgesamt erzielte Heidenheim in zwölf Partien einen Punkteschnitt von 1,83 Punkten.

Heidenheims Stärken liegen vor allem in der Defensive: Mit acht Gegentoren stellen sie bislang die stabilste Abwehr der Liga. Auffällig in der Offensive ist, dass es nicht nur einen erfolgreichen Torjäger gibt, sondern dass bis dato zehn Spieler getroffen und somit ihre Gefährlichkeit als Kollektiv unter Beweis gestellt haben. Dennoch fordert Trainer Schmidt gegenüber dem „Kicker“ – auch in Anbetracht der Verletzung von Offensivmann Tim Kleindienst (drei Tore, drei Vorlagen) – dass seine Mannschaft „in der Offensive zwingender werden, genauer werden und mit mehr Präzision und Wucht“ agieren muss. Nach zuvor drei Pflichtspielen ohne Sieg gelang dem Team zuletzt gegen Karlsruhe ein 2:1-Erfolg, bei dem Marc Schnatterer und Sebastian Griesbeck die Torschützen waren. Vorbildlich agieren sie außerdem in punkto Fairness: Mit 16 Gelben Karten stellt Heidenheim den niedrigsten Wert an Verwarnungen in der Liga, einen Platzverweis gab es bislang gar nicht. Arminias Bilanz gegen Heidenheim ist ausbaufähig, in sechs Spielen gab es erst einen Sieg und ein Unentschieden, aber schon vier Niederlagen.

„Eine harte Nuss“

Vor dem Freitagabend-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim traten Arminias neuer Cheftrainer Jürgen Kramny sowie Julian Börner vor die Journalisten und ordneten die aktuelle Situation und den kommenden Gegner ein.

„Es wird eine brutal schwere Aufgabe“, sagte Julian Börner in Bezug auf den kommenden Gegner auf der Pressekonferenz. Heidenheim stehe „nicht umsonst“ auf Platz drei der Tabelle und lebe von einer stabilen Abwehrleistung. „Sie warten auf die Fehler der Gegner, da müssen wir Obacht haben, dürfen uns nicht locken lassen und keine leichten Fehler machen – grade die individuellen Fehler müssen wir abstellen“, gab Arminias Innenverteidiger die Marschroute vor. Im Umkehrschluss habe das DSC-Publikum in den vergangenen Wochen gesehen, dass die Offensivabteilung von Arminia durchaus in der Lage sei, gefährliche Torchancen zu kreieren und sie auch umzusetzen. „Wir müssen uns jetzt dafür belohnen und die Tore machen“, so Börner. Wichtig sei dafür vor allem „die Geschlossenheit“ der Mannschaft. Diese Ansicht teile auch sein neuer Coach und genau diese Geschlossenheit sei auch am morgigen Abend ein entscheidender Faktor: „Es könnte ein Geduldsspiel werden, wir brauchen auch die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute.“

kramny-pk-sinnbildKramny erklärte zunächst einmal, dass wie bereits bekannt Fabian Klos wegen seiner Gelb-Sperre und Christoph Hemlein und Christopher Nöthe verletzungsbedingt gegen Heidenheim fehlen werden. Wieder einsatzbereit sei hingegen David Ulm, der nach seiner Lungenentzündung wieder voll trainiere und laut Kramny „einen sehr spielfreudigen Eindruck“ macht. „Er hat richtig Lust, auf dem Platz zu stehen und ist auch eine Option für die Startelf“, so der Coach. Den kommenden Gegner schätzte er – genau wie Börner – als sehr stark ein: „Heidenheim hat über Jahre hinweg eine Kontinuität und Konstanz im Club mit den Verantwortlichen und dem Trainer. Sie waren immer stark strukturiert und haben sich immer ein Stück weiterentwickelt. Ich denke, das ist vor allem das Produkt einer eingespielten Mannschaft“, so Arminias Trainer. Besonders gefährlich seien vor allem die Standards des FCH, die in Person von Marc Schnatterer „eine Waffe“ sein können. So oder so sei die Mannschaft von Frank Schmidt „eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Unsere Mannschaft muss für diese Aufgabe hart arbeiten und Geduld haben“, so Kramny.

Der DSC wird mit Sicherheit hoch motiviert in die Partie gehen und möchte nach dem Sieg gegen Sandhausen nun den zweiten Heimsieg in Folge erkämpfen. „Wir werden elf Spieler auf dem Platz stehen haben, die Gas geben werden“, versprach Kramny. Gut funktionierende Abläufe aus den letzten drei Spielen werde er natürlich übernehmen, so Kramny weiter. Auf sein erstes Spiel vor heimischem Publikum in der SchücoArena freut sich Arminias neuer Cheftrainer natürlich: „Das Salz in der Suppe sind die Spiele. Nicht nur ich freue mich auf das Spiel, sondern sicher auch die Zuschauer“, schloss er die Pressekonferenz ab.

Weitere Aussagen von Jürgen Kramny und Julian Börner gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Außerdem kommt unser neuer Cheftrainer auch in Anlauf auf ArminiaClubTV zu Wort:

Berichterstattung DSC – Heidenheim

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Heidenheim.

13_heidenheim-heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen den 1.FC Heidenheim live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Mit Leidenschaft das Spiel gedreht

Im Freitagabend-Flutlichtspiel trafen Arminia und der 1. FC Heidenheim vor 13.688 Zuschauern in der SchücoArena aufeinander. Es war die Premiere für Jürgen Kramny, der seit Dienstag offiziell den Posten des DSC-Cheftrainers bekleidet. Und die endete äußerst positiv: Durch Tore von Andreas Voglsammer und Manuel Prietl gewann der DSC mit 2:1 (1:1).

Jürgen Kramny stellte im Vergleich zur 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart auf einer Position um: Da Fabian Klos mit einer Gelb-Sperre fehlte, übernahm Andreas Voglsammer seine Aufgabe als einzige Spitze im 4-3-2-1-System. Michael Görlitz rückte aus der Verteidigung ins rechte Mittelfeld – für ihn übernahm Steffen Lang rechts hinten.

Eine erste knifflige Situation für Schiedsrichter Florian Badstübner gab es bereits in der 4. Minute: Manuel Prietl wollte den Ball im Strafraum per Lupfer an Sebastian Griesbeck vorbeispielen, traf dabei aber den Oberkörper seines Gegenspielers. Zwar reklamierten die DSC-Zuschauer dabei ein Handspiel, Badstübner entschied sich aber zurecht gegen einen Elfmeter. Kurz danach die nächste Situation für Arminia: Über die linke Seite setzte sich Florian Hartherz gegen zwei Mitspieler durch, seine Flanke jedoch ging nach dieser starken Aktion nicht präzise genug in den gegnerischen Strafraum – leichte Ware für FCH-Keeper Kevin Müller (6.). Auch Andreas Voglsammer fand kurz darauf mit einem Distanzschuss seinen Meister in Müller.

dsc-fch-2016-aktuell-1In der 14. Minute dann die überraschende Führung für die Gäste: Nach einer starken Kombination bediente Marc Schnatterer den durchgestarteten Tim Skarke und der traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 0:1. Eine für den DSC glückliche Szene ereignete sich kurz darauf, als Geburtstagskind Schnatterer einen Freistoß aus ca. 25 Metern in den Strafraum brachte, dort sein Teamkollege Timo Beermann in den Ball grätschte und dabei aber nur das Aluminium traf (19.).  In der 31. Minute versuchte sich DSC am Ausgleich, als Sebastian Schuppan aus der Distanz abzog, dabei aber das Tor der Heidenheimer verfehlte. Auch einen Pass von Michael Görlitz in den Strafraum zu Andreas Voglsammer, der diesen mit der Hacke auf den FCH-Kasten brachte, fing Torhüter Müller ab (34.). Besser lief es nur wenige Sekunden später: Mit viel Tempo drang Florian Hartherz in den Strafraum ein und zog per Aufsetzer ab. Müller konnte nur nach vorne abwehren und Andreas Voglsamer staubte zum 1:1 in der 35. Minute ab.

Auf den Treffer folgte eine starke Phase der Arminen: In einer nächsten Situation war es erneut Hartherz, der einen Freistoß von Rechtsaußen in den Strafraum brachte, alle Arminia- sowie Heidenheim-Spieler segelten aber am Ball vorbei, der Ball ging knapp neben das Tor. So gingen beide Mannschaften mit dem 1:1-Unentschieden in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begann ohne personelle Wechsel. Arminias erste Chance ergab sich nach neun Minuten: Mit einer starken Drehung verschaffte sich Hartherz auf der linken Seite Platz, ging bis zum Strafraum vor und spielte präzise Voglsammer an. Der verpasste den perfekten Moment für einen Abschluss und passte weiter zu Manuel Junglas, dessen abgefälschter Schuss jedoch keine Gefahr darstellte. Aber kurz darauf war das Spiel gedreht und Manuel Prietl feierte seine Torpremiere für den DSC: Er nutzte eine Unachtsamkeit von Arne Feick, der einen harmlosen Ball per Kopf genau in den Lauf von Prietl köpfte. Der musste nur noch den Schädel hinhalten und netzte zur 2:1-Führung in der 62. Minute ein.

dsc-fch-2016-aktuell-3Brian Behrendt verpasste einen möglichen Führungsausbau in der 71. Minute nur knapp: Aus 25 Metern bewies er einmal mehr seine Schussgewalt und schoss einen noch leicht abgefälschten Freistoß flach und mit vollem Tempo nur knapp links am Tor des FCH vorbei. Auch eine weitere Großchance in der 75. Minute konnte der DSC nicht im Kasten der Heidenheimer unterbringen – Schuppan flankte von links in den Strafraum, wo Steffen Lang aus acht Metern leicht wegrutschte und somit verzog (75.).

dsc-fch-2016-aktuell-2In diesen Minuten ging es Schlag auf Schlag für Arminia. Der eingewechselte Leandro Putaro stand nach einem Zuspiel von Junglas zwei Heidenheimern gegenüber und schoss Richtung Tor, doch der Ball wurde zur Ecke abgefälscht. Die Mannschaft von Cheftrainer Frank Schmidt ließ sich im Strafraum des DSC kaum blicken und setzte nur eine kurze Duftmarke in der 81. Minute, als Wittek aus der Distanz abzog und an Arminias Keeper Wolfgang Hesl scheiterte. Riesiges Glück hatte Arminia hingegen kurz vor Schluss: Eine starke Abwehr von Hesl landete genau vor den Füßen von Widemann, der aus sechs Metern frei zum Schuss kam, Der eigene Mann in Person von Bard Finne stand ihm jedoch im Weg und verhinderte Schlimmeres. In den Schlussminuten fuhr Arminia einige Konter, Putaro und Prietl verpassten das mögliche 3:1. Am Ende reichten aber auch zwei Treffer, der DSC feierte einen leidenschaftlich erkämpften 2:1-Sieg gegen den Tabellendritten.

Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV:

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Vor ein paar Wochen wurde geschrieben, dass wir vorne nichts treffen. Jetzt klappt es und ich bin natürlich froh darüber – auch über meine Tore. Wir wollten mit Kampf und Leidenschaft die Fans auf unsere Seite kriegen, das haben wir geschafft und sie haben uns auch nach dem Rückstand nach vorne gepeitscht. In der kleinen Durststrecke, in der wir nicht gut spielen und das Gegentor kassieren, lassen wir noch eine riesige Chance zu, danach waren wir voll da. Natürlich hat es uns in den ersten Spielen selbst geärgert, dass wir die Punkte nicht geholt haben. Jetzt sind wir aber froh, dass es das zweite Mal hintereinander in einem Heimspiel geklappt hat.

Andreas Voglsammer

Der Sieg ist für uns enorm wichtig und verdient. Nach zehn Minuten haben wir zwar den Faden verloren und das Gegentor bekommen, danach hat die Mannschaft aber bewiesen, dass sie Charakter hat und lebt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Sieg durch eine gute Leistung verdient. Dabei hatten wir zum Schluss bei der Chance von Heidenheim das Glück des Tüchtigen. Jetzt werden wir von Woche zu Woche weiter Gas geben.

Tom Schütz

Für mich ist es natürlich schön, dass ich mein erstes Tor erzielt habe. Jeder hat für Jeden gekämpft. Vor allem nach dem Rückstand haben wir gezeigt, dass wir ein Team sind. Dass wir das Spiel drehen, bestätigt die Moral der Mannschaft. So muss es nun weitergehen, wir werden nicht locker lassen.

Manuel Prietl

Der Sieg ist für uns extrem wichtig. Nach einem ordentlichen Beginn haben wir den Faden verloren. Heidenheim hat ein gutes Positionsspiel gezeigt und zur Führung getroffen. Anschließend sind wir entschlossen aufgetreten und der Ausgleich hat uns Kraft und Vertrauen gegeben. In der zweiten Hälfte haben wir dann komplett daran geglaubt, dass etwas geht. Das Glück am Ende haben wir uns komplett erarbeitet.

Jürgen Kramny

Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben die ersten 30 Minuten das Spiel kontrolliert. Nach dem 1:0 hatten wir Pech, dass wir nicht nachlegen konnten. Dann war bei uns der Stecker gezogen und es ging los mit den Fehlern. Zur zweiten Hälfte hatten wir uns wieder sehr viel vorgenommen. Aber bis auf die allerletzte Chance hatten wir wenig Szenen in der Offensive. Der Höhepunkt war dann unsere Vorlage zum Führungstor. Deshalb war es letztendlich auch verdient, dass wir verloren haben.

Frank Schmidt

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Lang, Behrendt, Börner, Schuppan – Junglas, Schütz – Görlitz (90. Cacutalua), Prietl, Hartherz (85. Salger) – Voglsammer (67. Putaro).

1.FC Heidenheim:
Müller – Strauß (72. Halloran), Wittek, Beermann, Feick – Skarke, Griesbeck, Titsch-Rivero, Schnatterer – Thomalla (84. Finne), Verhoek (72. Widemann).

Tore:
0:1 (14.) Skarke, 1:1 (35.) Voglsammer, 2:1 (62.) Prietl.

Gelbe Karten:
Schuppan, Börner, Putaro/Titsch-Rivero

Zuschauer:
13.688