DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 02.10.2015 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
TSV 1860 München (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Schon wieder im Tabellenkeller

Wie bereits in der vergangenen Saison findet sich die Mannschaft vom TSV 1860 München auch in dieser Spielzeit im Tabellenkeller wieder. Nachdem man in der Saison 2014/2015 dank der erfolgreichen Relegation gegen Holstein Kiel die 2. Bundesliga gehalten hatte, hinkt das Team den Erwartungen im Moment wieder hinterher.

Seit elf Jahren hängen die Münchner Löwen nun in der 2.Bundesliga fest. Seitdem gab es diverse Versuche, den Sprung zurück in die deutsche Eliteklasse zu schaffen. Erfolgreich waren dieses bis dato aber nicht. Die Realität sieht dagegen nicht gut aus. Nach einem Jahr zum Vergessen und dem Fast-Abstieg in die dritte Liga sollte einiges besser werden unter der Führung von Trainer Torsten Fröhling, der im Laufe der letzten Spielzeit übernommen hatte. Durch ein Last-Minute-Tor von Innenverteidiger Kai Bülow im Relegations-Rückspiel gegen Holstein Kiel sicherte man sich den Klassenerhalt. Nach einigem Hin und Her und dem gescheiterten Versuch, Felix Magath als neuen starken Mann zu installieren, blieb Fröhling verantwortlicher Cheftrainer. Kurz nach Saisonbeginn erwischte es dafür Sportchef Gerhard Poschner, der seinen Stuhl räumen musste und von Necat Aygün beerbt wurde.

Nach neun Spieltagen findet sich 1860 München auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Mit nur fünf Punkten aus neun Spielen verlief der Saisonstart alles andere als positiv. Zudem hat man erst sechs Tore auf dem eigenen Konto. Die Stürmer-Abteilung um den österreichischen Nationalspieler Rubin Okotie erzielte erst am 9. Spieltag ihr ertes Tor. Dafür trafen mit Milos Degenek und Kai Bülow zwei gelernte Verteidiger. Die Defensive funktioniert dagegen besser, aber auch zwölf Gegentore in neun Spielen sind noch verbesserungswürdig. Trainer Torsten Fröhling lässt seine Mannschaft meist in einem 4-2-3-1-System antreten. Im Tor hat sich Vitus Eicher gegen den Ex-Arminen Stefan Ortega Moreno durchgesetzt und gehört zu den formstärksten und konstantesten Spielern. Davor bilden Kai Bülow und Kapitän Christopher Schindler die Innenverteidigung. Rechts verteidigt mit Gary Kagelmacher ein gelernter Innenverteidiger, links Eigengewächs Maximilian Wittek, der das nächste Talent aus der 1860-Nachwuchsabteilung ist und dadurch automatisch in den Fokus ambitionierter Vereine gerät.

Taktgeber im Mittelfeld ist Daniel Adlung, ihm assistiert der defensiver orientierte Milos Degenek. Degenek ist zugleich der einzige Neuzugang, der sich bislang einen Stammplatz erkämpfen konnte. Die spät nachverpflichteten Stefan Mugosa (Sturm) und Michael Liendl (Zehner) haben die Erwartungen noch nicht erfüllt. Zu den positiven Erscheinungen dieser Saison zählt Marius Wolf auf dem linken Flügel. Das führte allerdings dazu, dass bereits diverse Erstligisten ihr angebliches Interesse hinterlegt haben sollen. Gewonnen haben die Löwen in dieser Saison bislang nur im DFB-Pokal. Dabei schalteten sie sogar den Erstligisten TSG Hoffenheim aus, in der zweiten Runde geht es nun zu Mainz 05.

„Mit Gier und Entschlossenheit zum Heimsieg“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Heimspiel gegen den TSV 1860 München. Auch Tom Schütz beantwortete die Fragen der Presse.

Für die Begegnung gegen 1860 München fehlen Trainer Norbert Meier weiterhin Daniel Brinkmann (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Christan Müller (Schulter-OP). Jonas Strifler (nach Kreuzbandriss) und Stephan Salger (nach Adduktorenproblemen) trainieren seit dieser Woche dagegen wieder mit dem Team. Während Salger ein Kandidat für den Kader ist, kommt ein Einsatz für Striflr noch zu früh.

„Wir haben gegen Nürnberg gut gespielt und vieles richtig gemacht. Auch nach dem 2:0 hatten wir noch einige gute Torchancen, auch nach dem 2:1. Ein oder zwei dieser Torchancen hätten durchaus noch drin sein können“, sagte Cheftrainer Norbert Meier zum letzten Spiel in Nürnberg. „Die Mannschaft belohnt im Moment noch nicht für ihre guten Leistungen“, so Meier weiter.

Nun geht es für Arminia am Freitagabend (Anstoß: 18:30 Uhr) gegen die Münchner Löwen weiter. „Die englische Woche haben wir allesamt gegen Teams bestritten, die in der Tabelle über uns stehen. Nun kommt ein Gegner, der unter uns steht. Das macht die Aufgabe aber absolut nicht leichter. 1860 München ist eine Mannschaft, die gut besetzt ist und die wir auf keinen Fall unterschätzen dürfen. Sie haben gegen Leipzig und Sandhausen jeweils noch einen Rückstand ausgeglichen“, sagte Meier über den kommenden Gegner. Der Trainer weiter: „Unsere Mannschaft ist topfit. Wir wollen nun auch mit Laufbereitschaft, Gier, Willen und Entschlossenheit vor unserem heimischen Publikum überzeugen und unseren ersten Heimsieg feiern. Nicht nur die Fans, auch wir lechzen nach dem ersten Heimsieg. Mit einem Sieg am Freitag können wir uns weiter vom Tabellenkeller fernhalten.“ Auf die häufig gestellte Frage, ob es Veränderungen in der Startelf gäbe, antwortete Meier trocken: „Ich möchte an dieser Stelle Louis van Gaal zitieren: Wir wollen den Gegner doch nicht stark machen.“

Auch Tom Schütz äußerte sich positiv zu den Münchner Löwen: „1860 München hat sehr gute Einzelspieler. Sie müssten in der Tabelle eigentlich woanders stehen.“ Schütz äußerte sich auch noch einmal zu den vergangenen Spielen. „Die letzten Spiele machen mich zuversichtlich. Wir hatten eine gute Ordnung und genügend Tormöglichkeiten. Die Fehler haben wir mit dem Trainerteam bereits analysiert und nun konzentrieren wir uns auf den nächsten Gegner.“ Zum nächsten Spiel sagte Schütz: „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können, egal wer kommt. Wir müssen geduldig sein und unser Spiel durchziehen. Wenn wir unsere Möglichkeiten nutzen, dann ist alles drin. Wir wollen die drei Punkte hier behalten.“

In „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ äußert sich auch David Ulm zum Spiel gegen 1860 München.

Berichterstattung DSC – 1860 München

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den TSV 1860 München.

10 1860 heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen den TSV 1860 München live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Der Pfosten steht dem Sieg im Weg

Arminia spielt im zehnten Saisonspiel zum achten Mal Remis: 1:1 (1:1) gegen den TSV 1860 München.

Nach dem 2:2-Unentschieden beim 1.FC Nürnberg nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Für David Ulm (Bank) und den kurzfristig wegen muskulärer Probleme fehlenden Tom Schütz rutschten Dennis Mast und Felix Burmeister in die Anfangsformation der Bielefelder, die erneut im 4-4-2-System anfingen.

Beide Teams starteten ruhig in die Partie, waren darauf bedacht, sicher zu stehen und ins Spiel zu finden. Mit der ersten Torchance des Spiel in der achten Spielminute erzielten die Gäste aus München den 1:0-Führungstreffer. Korbinian Vollmann konnte den Ball unbedrängt von rechts ins Zentrum spielen, wo bereits Marius Wolf als Abnehmer wartete. Dieser hatte keine Schwierigkeiten, den Ball sicher zum 0:1 im Tor zu versenken. Arminia reagierte auf den frühen Gegentreffer mit erhöhtem Pressing. Wie so oft fehlte aber die Passgenauigkeit im letzten Drittel.

Die erste gute Torchance für Arminia ergab sich nach einem Eckball in der 16. Spielminute. Florian Dick brachte den Ball ins Zentrum und fand dort Sebastian Schuppan als Abnehmer. Allerdings konnte Schuppan den Ball nur direkt auf Löwen-Keeper Ortega köpfen. Kurze Zeit später fanden sich wiederum die Gäste vor dem Tor des DSC wieder. Nach einem missglückten Klärungsversuch probierte es Michael Liendl mit einem Schuss aus der zweiten Reihe. Arminia machte weiter Druck nach vorne. Felix Burmeister leitete einen Ball direkt auf Christopher Nöthe, der wiederum auf Klos ablegte (19.). Ortega konnte den Ball gerade so entschärfen. Eine Minute später war es Felix Burmeister selbst, der es aus der zweiten Reihe versuchte, aber zu ungenau schoss.

Bereits in der 34. Spielminute wechselte der DSC das erste Mal aus. Für Dennis Mast kam Amin Affane in die Begegnung. Zudem stellte Norbert Meier auf ein 4-2-3-1-System mit Affane als Zehner und Nöthe als Linksaußen um. Sechs Minuten später gelang der Ausgleich. Christopher Nöthe spielte nach Rechtsaußen auf Christoph Hemlein, der völlig ungehindert auf den am ersten Pfosten stehenden Fabian Klos flanken konnte. Dieser setzte den Ball eiskalt per Kopf unter die Latte zum 1:1 ins Tor. Mit dem 1:1-Unentschieden gingen beide Teams auch in die Pause.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Arminia kam besser aus der Pause und war die taktgebende Mannschaft. In der 47. Spielminute die erste gute Möglichkeit für den DSC in der zweiten Halbzeit. Fabian Klos bediente den auf links stehenden Christopher Nöthe, der mit Ball nach innen zog und dann den Abschluss suchte. Stefan Ortega konnte den Ball nicht festhalten und Klos versuchte sein Glück im Nachschuss, stand aber im Abseits. Kurz darauf erzielte 1860 das vermeintliche 1:2, Oktoie hatte bei seinem Kopfball aber klar sichtbar für Schiri Martin Petersen zuvor Julian Börner gefoult.

dsc-1860-2015-aktuellIn der 52. Spielminute war es Christoph Hemlein, der es mit einem Schuss aus etwa 25 Metern versuchte, aber knapp rechts vorbei schoss. Arminia hatte nun alles im Griff und baute viel Druck auf. In der 69. Minute folgte die nächste Torchance für den DSC. Fabian Klos behauptete den Ball auf rechts und passte in die Mitte auf Christopher Nöthe, der den Ball nur kurz ablegte, sodass ihn Amin Affane volley nehmen konnte, aber ebenfalls zu ungenau zielte.

In der 72. Minute dann die dickste Chance zum Siegtreffer. Nach einer Ecke setzte sich Julian Börner gut über links durch und bediente den freistehenden Christopher Nöthe im Rückraum. Dieser hämmerte den Ball an den Pfosten, von wo er ins Spielfeld zurück sprang. In der Schlussviertelstunde gelang den Löwen dann wieder etwas mehr Entlastung, aber in der 89. Minute bekam Arminia noch einmal einen Freistoß aus dem Halbfeld zugesprochen. Brian Behrendt zog wuchtig ab, aber der Ball flog knapp am Winkel vorbei. In der 2. Minute der Nachspielzeit folgte der nächste Freistoß für Arminia. Florian Dick zirkelte ihn an den langen Pfosten, Schuppan brachte ihn wiedr vorher, Börner drückte ihn Richtung Tor, wo Löwen-Keeper Stefan Ortega Moreno zur Stelle war. Ob er den Ball dabei auf oder hinter der Linie zu Fassen bekam, konnten auch die TV-Bilder nicht auflösen.

Am Ende trennen sich Arminia und die Münchner Löwen nach einem sehr kampfbetonten Spiel mit einem Remis voneinander. Nach der Länderspielpause tritt der DSC dann bei Fortuna Düsseldorf (Freitag, 16.10., 18:30 Uhr) an.

Stimmen zum Spiel

Das Unentschieden fühlt sich wie ein verlorener Punkt an. Dennoch dürfen wir das jetzt nicht negativ sehen, wir müssen einfach weitermachen. Der frühe Rückstand ist bitter, aber danach zeigen wir die Moral und nach einer Druckphase gelingt uns der Ausgleich. Wir stecken jetzt nicht unseren Kopf in den Sand. Irgendwann belohnen wir uns mit drei Punkten.

Julian Börner

Wir waren das spielbestimmende Team und hatten die besseren Tormöglichkeiten. In den ersten 15 Minuten waren wir nicht im Spiel und werden dafür mit dem Gegentreffer bestraft. Dann wurde es besser und wir hatten das Spiel größtenteils im Griff. Dann kommt in der Nachspielzeit dieser Schuss, wo man nicht genau sehen kann, ob der Ball drin ist oder nicht. Im Moment haben wir einfach Pech. Aber man muss auch bedenken, dass wir immer noch erst einmal verloren haben. Darauf lässt sich aufbauen.

Christoph Hemlein

Ich weiß nicht, was ich so recht sagen soll. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Der frühe Gegentreffer ist wirklich ungünstig für uns. Wir hatten die besseren Torchancen. Nach dem Gegentreffer haben wir eine deutlich bessere Laufbereitschaft an den Tag gelegt. Am Ende ist es doch ein ärgerliches Ergebnis. Wir müssen jetzt einfach nach vorne gucken und weiter hart arbeiten.

Fabian Klos

Wir haben unverständlicherweise sehr nervös begonnen und früh das 0:1 kassiert. Danach haben wir ein bisschen gebraucht bis wir uns von dem Gegentreffer erholt haben, sind dann aber deutlich besser ins Spiel gekommen und konnten durch Klos den Ausgleich erzielen. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann eine ganz andere Präsenz auf dem Platz gezeigt. Sie war viel aggressiver und hatte einige sehr gute Möglichkeiten. In den letzten zehn Minuten haben wir aber auch ein wenig Harakiri gespielt. Ob ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, weiß ich nicht, aber wir haben wieder einmal ein Pünktchen geholt.

Norbert Meier

Das war ein packendes Spiel für die Zuschauer und ein Spiel, das am Ende vielleicht zwei Sieger verdient gehabt hätte. Wir sind früh mit 1:0 in Führung gegangen und haben die Partie eigentlich auch beherrscht. Leider haben wir es dann nicht geschafft, nachzulegen, sodass Arminia besser ins Spiel kommen konnte und schließlich auch verdient den Ausgleich erzielt hat. In der zweiten Halbzeit war es dann ein offener Schlagabtausch mit vielen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Zufrieden bin ich mit dem Unentschieden nicht, aber nach dem Spielverlauf geht das Ergebnis absolut in Ordnung.

Torsten Fröhling

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Behrendt, Börner, Schuppan – Hemlein, Junglas, Burmeister (88. Hornig), Mast (34. Affane/84. van der Biezen) – Nöthe, Klos.

TSV 1860 München:
Ortega Moreno – Kagelmacher, Schindler, Rodnei, Wittek – Adlung, Degenek (73. Mugosa), Liendl – Vollmann (77. Claasen), Okotie (87. Mvibudulu), Wolf.

Tore:
0:1 (8.) Wolf, 1:1 (40.) Klos.

Gelbe Karten:
Junglas, Behrendt/Degenek, Rodnei

Zuschauer:
16.787