DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 21.08.2015 18:30 Uhr

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Eintracht Braunschweig (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Schönfeld und Matuschyk sind das Zentrum

Für Eintracht Braunschweig steht das zweite Zweitliga-Jahr nach dem Bundesliga Abstieg 2014 auf dem Programm. Vergangene Saison spielte man lange oben mit, am Ende erreichte die Eintracht mit 50 Punkten und dem sechsten Tabellenplatz ein gutes Ergebnis. Ähnliches sollte auch in diese Saison wieder möglich sein.

Insgesamt zwölf Spieler verließen im Sommer das Team, darunter auch langjährige Leistungsträger wie Norman Theuerkauf (Heidenheim), Benjamin Kessel (Union Berlin) und Dennis Kruppke, der seine Laufbahn beendete. Auch die Leih-Spieler Harvard Nielsen (RB Salzburg) und Vegar Eggen Hedenstad (Freiburg), die im letztjährigem Kader eine wichtige Rolle spielten, konnten nicht gehalten werden. Die Braunschweiger blieben aber natürlich nicht untätig auf dem Transfermarkt. Denn mit Jasmin Fejzic aus Aalen, dem Ex-Arminen Patrick Schönfeld aus Aue und Phil Ofosu-Ayeh kamen drei erfahrene Zweitligaspieler dazu. Mit Adam Matuschyk wurde sogar ein Erstligaspieler aus Köln verpflichtet. Außerdem kamen aus Skandinavien die Talente Mads Hvilsom und Joseph Baffo, der im Sommer mit der U21 Schwedens Europameister wurde. „Von Joseph erhoffe ich mir, dass er unsere Qualität im Defensivbereich steigert, aber man darf natürlich nicht vergessen, dass er jetzt erst ganz frisch dazu gekommen ist“, sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht über die Neuverpflichtung.

In der Vorbereitung konnte das Team von Trainer Thorsten Lieberknecht überzeugen. Mit Schachtjor Donezk (2:1) und Rubin Kasan (3:1) wurden zwei namhafte europäische Mannschaften besiegt. Wie sehr Trainer Lieberknecht bereits auf die Neuen setzt, wurde bereits in den ersten drei Pflichtspielen der Saison deutlich. Schönfeld, Matuschyk und Ofosu-Ayeh bestritten alle drei Begegnungen von Anfang an. Schönfeld und Matuschyk bildeten dabei jeweils das zentrale Mittelfeld der Eintracht. Dennoch gab es zum Auftakt eine 1:3-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen. Besonders deutlich wurde dabei die Schwäche bei gegnerischen Standards. Auf das neue 3-4-3-System wollte Lieberknecht die Niederlage nicht zurückführen. „Unser Verhalten bei Standards hat nichts mit dem System zu tun, da gibt es Zuteilungen und die wurden nicht eingehalten“. Im zweiten Spiel der Saison beim 1.FC Kaiserslautern machte das Team von Trainer Lieberknecht aber vieles besser. Defensiv standen die Braunschweiger sicher, auch die Standardsituationen wurden gut verteidigt und so erkämpfte man sich ein verdientes 0:0-Unentschieden gegen die Roten Teufel. Im Pokalspiel beim Halleschen FC schließlich entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, die die Braunschweiger etwas glücklich mit 1:0 für sich entschieden. Hendrick Zuck erzielte in der zweiten Halbzeit kurz nach seiner Einwechslung den goldenen Treffer. Am dritten Spieltag folgte dann jedoch eine 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig, sodass die Braunschweiger die Reise in die SchücoArena mit einem Punkt aus drei Ligaspielen antreten.

„Woche für Woche neu beweisen“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Auch Manuel Junglas beantwortete die Fragen der Presse.

Für die Begegnung gegen die Eintracht aus Braunschweig fehlen Trainer Norbert Meier weiterhin Jonas Strifler, Daniel Brinkmann, Samir Benamar, Björn Jopek und Daniel Davari. Zudem muss Brian Behrendt seine Gelb-Rot-Sperre absitzen. Peer Kluge und Koen van der Biezen kamen dagegen unter der Woche in einem Testspiel der U23 zum Einsatz und machen weiter Fortschritte. Julian Börner hat seine Kapsel-Verletzung überstanden und steht wieder zur Verfügung.

„Das Spiel gegen Duisburg ist abgehakt. Natürlich hätten wir gewinnen können, aber das haben wir nun mal nicht. Jetzt konzentrieren wir uns auf Eintracht Braunschweig“, sagte Norbert Meier über das letzte Spiel beim MSV Duisburg und schaute damit bereits in die Zukunft. Zum kommenden Gegner sagt Meier: „Braunschweig ist eine ambitionierte Mannschaft. Sie wollen sicherlich wie vergangene Saison oben mitspielen. Sie haben bisher nur noch nicht genügend Punkte eingefahren.“

Zu den Stärken des BTSV sagte Meier: „Sie sind ein Team, das fußballerisch sehr gut ist. Sie haben sich in den bisherigen Begegnungen taktisch immer anders ausgerichtet als gewohnt.“ Meier weiter: „Gegen Kaiserslautern und Leipzig haben sie sich gut präsentiert, haben nur – ähnlich wie wir – die Tore nicht geschossen.“ Ein Lob fand Meier auch für seine eigene Mannschaft. „Unsere Mannschaft ist gut eingespielt. Mit etwas Glück hätten wir alle drei Spiele gewinnen können. Daran sieht man, dass wir keine Laufkundschaft sind. Aber das müssen wir auch Woche für Woche aufs Neue beweisen. Braunschweig wird bestrebt sein, den ersten Dreier zu holen. Das wollen wir aber auch. Besonders vor der heimischen Kulisse wäre ein Sieg natürlich schön“, sagte Meier abschließend.

Auch Mittelfeldspieler Manuel Junglas zollte dem kommenden Gegner Respekt: „Es wird ein schweres Spiel. Braunschweig ist eine Traditionsmannschaft. Sie werden alles geben, um ihre ersten drei Punkte einzufahren.“ Über die bisherigen Resultate seiner Mannschaft sagte er: „Wir sind am Anfang der Saison. Wir haben noch kein Spiel verloren. Wenn wir am Freitag gegen Braunschweig gewinnen, haben wir sechs Punkte und das wäre dann eine gute Ausgangsposition.“ Auf die Frage, wie er seine eigenen Leistungen bisher beurteile, sagte er: „Ich bin mit meinen bisherigen Leistungen zufrieden. Gerade gegen Duisburg habe ich ein paar gute Pässe in die Offensive gespielt. Ich stelle mich immer in den Dienst der Mannschaft und versuche, mein Bestes zu geben.“

Auf „ArminiaClubTV“ äußert sich in „Anlauf“ auch Stephan Salger zum Spiel gegen Braunschweig:

Berichterstattung DSC – Braunschweig

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Eintracht Braunschweig.

4 Braunschweig heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen Eintracht Braunschweig live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Erste Niederlage gegen Braunschweig

Der DSC verliert am 4. Spieltag daheim mit 0:2 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig.

Nach dem 2:2-Unentschieden beim MSV Duisburg nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier lediglich eine Veränderung in seiner Startelf vor. Für den gelb-rot gesperrten Brian Behrendt kehrte Julian Börner nach kurzer Verletzungspause wieder in die Innenverteidigung zurück. Der DSC war von Beginn an hellwach und konzentriert. Bei strahlendem Sonnenschein und vor 18.383 Zuschauern sollte es endlich klappen mit dem ersten Dreier in der noch jungen Saison. Aber auch die Gäste aus Braunschweig spielten von Beginn an mit. Der BTSV hatte auch die erste Torchance der Partie in der 4. Spielminute. Jan Hochscheidt tauchte frei vor Wolfgang Hesl auf, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle und vergab so die Gelegenehit.

In der 12.Spielminute musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden, weil einige Gästefans die Absperrungen des Gästeblocks überschritten. Die erste Torannäherung der Arminen geschah in der 18.Spielminute. Ein direkter Freistoß von Florian Dick flog aber über das Tor und brachte den Gäste-Keeper Rafael Gikiewicz nicht in Bedrängnis. In der Folge versuchten beide Teams, sicher zu stehen und jeweils ihr Spiel durchzubringen. In der 25. Spielminute dann die erste gefährliche Torchance für Arminia. Nachdem sich Tom Schütz über die linke Seite gegen seinen Konkurrenten durchsetzte, brachte er den Ball flach nach innen zu Christan Müller, der es mit einem Schuss aus 20 Metern versuchte. Der Flachschuss rutschte aber rechts am Tor der Braunschweiger vorbei. Die Hausherren waren zu diesem Zeitpunkt bemüht, die Lücke in der Braunschweiger Defensive zu finden, gegen offensiv pressende Gäste taten sie sich aber schwer.

In der 32. Spielminute zwang ein abgefälschte Distanzschuss Hesl zu einer starken Parade. Bereits in der 35. Spielminute sah sich Norbert Meier gezwungen, das erste Mal zu wechseln. Für den verletzten Christian Müller stand von nun an David Ulm auf dem Spielfeld. Es begann eine Phase, in der Arminia druckvoller agierte. David Ulm hatte in der 43. Minute eine Chance, sein Flachschuss aus 20 Metern strich aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Nach der vierminütigen Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Rene Rohde dann zur Halbzeitpause.

Beide Teams gingen unverändert in den zweiten Durchgang. In den ersten zehn Minute nach Wiederanpfiff war das Spiel sehr ausgeglichen. Sowohl im Spiel der Hausherren wie auch bei den Gästen schlichen sich immer wieder kleinere individuelle Fehler bei Pässen ein. Braunschweig war aber insgesamt besser im zweiten Abschnitt und belohnte sich mit dem Führungstreffer in der 58. Minute. Nachdem Florian Dick den Ball unglücklich direkt vor die Füße von Adam Matuschyk klärte, erzielte dieser den Treffer zum 0:1.

Der Treffer steigerte das Selbstbewusstsein der Gäste. Ein Distanzschuss von Emil Berggreen verfehlt nur knapp den Kasten (62. Spielminute). In dieser Phase fand Arminia offensiv kaum ein Durchkommen, Braunschweig stand hinten felsenfest und machte nur wenig Fehler. Deshalb reagierte DSC-Trainer Norbert Meier. Für Florian Dick kam Michael Görlitz in der 65. Minute in die Partie, das hatte zudem eine Umstellung auf ein 3-5-2-System zur Folge.Die Gäste waren von nun an darauf bedacht, ihre Führung zu verwalten und über die Zeit zu bringen. Die Hausherren drängten nach vorne, kamen aber nicht gefährlich in den Strafraum.

Die Entscheidung folgte in der 84. Minute. Emil Berggreen verlagerte das Spiel nach rechtsaußen zu Salim Khelifi, der den Ball beeindruckend über Hesl schlenzte und den Sack damit zu machte. Am Ende gewannen gnadenlos effektive Braunschweiger verdient mit 2:0 in der SchücoArena.

Stimmen zum Spiel

Der Sieg für Braunschweig war verdient. Wir haben schlecht gespielt und einen rabenschwarzen Tag gehabt. Wir müssen uns jetzt intern zusammen setzten und die Fehler analysieren. Nächste Woche müssen wir es dann deutlich besser machen. Wir hatten keinen Grund, verkrampft zu spielen. Das haben wir dann aber trotzdem getan. Jetzt gilt es, den Tag schnell zu verarbeiten und dann die Konzentration auf das nächste Spiel zu lenken.

Sebastian Schuppan

Wir haben verdient verloren. Wir haben gerade für ein Heimspiel zu wenig getan. Braunschweig hat ein gutes Pressing gespielt, da hatten wir nichts entgegen zu setzen. Beim Derby kann man einiges wieder gut machen. Wir dürfen da nicht so auftreten, wie wir es heute getan haben. Dafür muss man aber auch etwas tun.

Manuel Junglas

Braunschweig war das komplette Spiel überlegen. Wir haben uns abkochen lassen und nicht gut angestellt – das war einfach zu wenig! Aus dem Spiel haben wir nicht viel zugelassen, das 0:1 ist dann aus dem Nichts gefallen. Gerade die zweiten Bälle haben wir schlecht verteidigt, da müssen wir aggressiver draufgehen. Dass wir nicht um die Meisterschaft spielen, ist klar. Wir müssen unsere Grenze jedes Mal überschreiten, wenn wir Punkte holen wollen.

Stephan Salger

Das war mehr als ein gebrauchter Tag, der Sieg für Braunschweig ist hochverdient. Wir müssen schnell wieder zu dem Spiel der ersten drei Spiele wiederfinden. Heute haben wir es dem Gegner viel zu einfach gemacht und überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Da muss man dann auch mal neidlos anerkennen, dass der Gegner besser war.

Norbert Meier

Wir sind froh, den Dreier gelandet zu haben, wir hatten am Ligastart schon zu knabbern. Im Team haben wir immer an das Potenzial geglaubt, diese Überzeugung hat man auch schon unter der Woche gespürt. Das Spiel haben wir bis auf ein paar Minuten kontrolliert. Das Quäntchen Glück haben wir auch gehabt, als der Ball nach der Ecke zum 1:0 ins Tor gerollt ist. Wir wussten, dass das hier eine schwierige Aufgabe wird und haben sie bravourös gelöst. Wer sich unter Druck so präsentiert, zeigt, dass die Überzeugung in das System und unsere Qualität voll da ist.

Torsten Lieberknecht

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick (65. Görlitz), Börner, Salger, Schuppan – Junglas, Schütz – Hemlein (79. Mast), Müller (35. Ulm), Nöthe – Klos.

Eintracht Braunschweig:
Gikiewicz – Correia, Decarli, Baffo – Sauer, Matuschyk, Boland, Reichel – Hochscheidt (76. Zuck), Berggreen, Khelifi (89. Holtmann).

Tore:
0:1 (58.) Matuschyk, 0:2 (84.) Khelifi.

Gelbe Karten:
Junglas, Salger/Reichel

Zuschauer:
18.383