DSC Arminia Bielefeld -

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Di., 04.04.2017 17:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
Fortuna Düsseldorf (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Auswärts eine Spitzenmannschaft

Mit Düsseldorf verbinden viele Menschen Shopping, High Society und gute Partys. Das trifft auf die Fortuna nicht zu: Dort wird unter Trainer Friedhelm Funkel auf Tradition und mannschaftliche Geschlossenheit gesetzt, um die Saisonziele zu erreichen.

In der vergangenen Saison spielte für kurze Zeit jedoch der Nachtclub „Rudas Studios“ eine wichtige Rolle bei F95: Damit sich die Fußballer voll auf ihren Job und weniger auf Partys konzentrieren, sprach die Düsseldorfer Szenedisko den Profis ein Hausverbot aus. Nachdem die Düsseldorfer am 25. Spieltag auf den Relegationsplatz gerutscht waren, vermeldete der Club: „Wir wissen, dass die geliebte Fortuna die letzten 35 Jahre wirklich großen Rotz zusammengespielt hat. Aber jetzt ist dieses charakterlose Gekicke einfach nicht mehr zu ertragen. Aus diesem Grund haben die Rudas Studios beschlossen, dem gesamten Team von Fortuna Düsseldorf ein temporäres Hausverbot zu erteilen, bis sportliche Leistungen wieder zu erkennen sind.“ Am Ende schafften die Fortunen mit Platz 14 den direkten Klassenerhalt.

In dieser Saison bedurfte es nicht solch einer Maßnahme, denn Düsseldorf findet sich mit 33 Punkten aus 25 Spielen im gesicherten Mittelfeld wieder. Acht Siege, neun Unentschieden und acht Niederlagen dokumentieren, wie ausgeglichen der Verein dasteht. Besonders stark ist die Abwehrarbeit mit Torwart Michael Rensing. Zehnmal spielten die Düsseldorfer bereits in dieser Saison zu Null, kein Torwart kann dies in dieser Saison überbieten. „Manchmal bekomme ich auch zwei oder drei Tore, aber insgesamt ist das stabil und wir haben eine der besten Abwehrreihen der Liga. Dazu schießen wir jetzt auch vorne wieder Tore“, freute sich Rensing nach seinem letzten zu-Null-Spiel gegen Karlsruhe, das sein Team mit 3:0 gewann. Drei Tore in einem Spiel sind für die Düsseldorfer jedoch erwähnenswert. In vielen Spielen konnte das Team keine besonders starke Offensive vorweisen. Nur drei Teams erzielten bisher weniger Tore.

An Arminia Bielefeld erinnern sich die Düsseldorfer jedoch gerne zurück: Mit 4:0 gewann F95 das Hinspiel. Insgesamt gelangen bisher jedoch nur drei Heimsiege. Funkel weiß, woran es liegt, dass seine Mannschaft in der Esprit Arena nicht groß punkten konnte. „Zu Hause agieren die Jungs oftmals zu ungestüm“, so der Trainer. „Die Jungs meinen es ja gut, wollen den eigenen Fans etwas bieten. Leider überziehen sie dabei mitunter noch. Wir müssen das disziplinierte Spiel, das wir auswärts zeigen, auch auf die Arena übertragen.“ Einem, dem es egal ist, ob er im eigenen Stadion spielt oder auf fremdem Terrain, ist Mittelstürmer Rouwen Hennings. Der Stürmer erzielte in dieser Saison vier Tore in der eigenen Arena und vier Tore auf anderen Plätzen. Der DSC sollte den 29-Jährigen besonders in Blick haben. Im Hinspiel netzte er nämlich doppelt ein.

„Das erste Zeichen muss vom Team kommen“

Vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf trat Cheftrainer Jeff Saibene vor die Presse.

Gleich auf vier Spieler muss Cheftrainer Jeff Saibene am Dienstagabend gegen Düsseldorf verzichten: Steffen Lang und Sören Brandy befinden sich aktuell im Aufbautraining, Michael Görlitz muss aufgrund von Knieproblemen passen und Manuel Hornig hat mit einer Muskelverletzung zu kämpfen.

PK-Vorstellung-Saibene„Es geht alles sehr schnell jetzt. Wir waren gerade noch in der Spielverarbeitung von Samstag und haben wenig Zeit zu trainieren. Aber klar ist: Wir müssen uns in allen Belangen steigern und das Positive aus dem Spiel  – dass wir uns in den letzten 20 Minuten noch einmal aufgebäumt haben – beibehalten“, lautete das Fazit von Saibene zum Würzburg-Spiel. Er kündigte an: „Es wird sicher Wechsel geben. Wir brauchen frische und motivierte Spieler und haben dafür auch einen breiten Kader. Bei drei Spielen in sieben Tagen muss man auch rotieren.“ Zudem kündigte er an, vor allem taktische Defiziten zu arbeiten, damit seine Mannschaft „besser auftritt.“

Die Ursachenforschung für die unbefriedigende Leistung am Samstag konzentrierte sich für den Cheftrainer eben vor allem auf diesen taktischen Feinheiten: „Die Raumaufteilung im Ballbesitz war beispielsweise nicht gut, wir waren schlecht gestaffelt. Das ist mir in der Videoanalyse sehr aufgefallen“, bemerkte der 48-Jährige. Er persönlich freue sich „extrem“ auf sein erstes Heimspiel und die Stimmung in der SchücoArena, gibt aber auch zu bedenken, dass sein Team beim Publikum in der Bringschuld steht: „Die Leute müssen nach dem Spiel am Samstag sehen, dass wir was gutzumachen haben. Das erste Zeichen muss von der Mannschaft kommen – wir müssen zeigen, dass wir von Anfang an bereit sind.“ Er fügte hinzu: „Die Mannschaft hat Verständnis für die Fans, die so weit fahren und den letzten Biss vermissen. Da müssen wir etwas zurückgeben.“

Die kurze Vorbereitungszeit nutzen der Trainer und sein Team folgendermaßen: „Wir sind gestern nur ausgelaufen, haben das Spiel kurz thematisiert. Heute steht ein Trainingseinheit auf dem Programm, morgen früh treffen wir uns wieder, trainieren und fahren dann ins Tageshotel.“ Mit dem Spiel gegen Fortuna erwartet Saibene eine Partie, dessen Ausgang wie bei allen Begegnungen in der zweiten Liga offen ist: „Es sind viele Mannschaften auf Augenhöhe. Die Liga ist sehr ausgeglichen, vor allem zu Hause muss man mit Überzeugung auftreten. Wir schauen auf uns und müssen unsere Chancen nutzen“, schloss er ab.

Weitere Aussagen von Saibene gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußern sich zudem Brian Behrendt und Daniel Davari zum kommenden Spiel:

Berichterstattung DSC – Düsseldorf

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Fortuna Düsseldorf.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Dienstag um 17:30 Uhr das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:00 Uhr bis 22:30 Uhr

Verdienter Sieg bei Saibenes Heimdebüt

Arminia betreibt erfolgreich Wiedergutmachung: Nach dem schwachen Spiel in Würzburg zeigt der DSC gegen Fortuna Düsseldorf eine starke Leistung und gewinnt mit 2:1 (1:1).

Cheftrainer Jeff Saibene setzte bei seinem Heimdebüt im Vergleich zum Würzburg-Spiel auf vier neue DSC-Akteure in der Startelf: Andreas Voglsammer, Manuel Prietl, Reinhold Yabo und Christopher Nöthe spielten für Fabian Klos, Manuel Junglas (beide Bank), Keanu Staude und Sebastian Schuppan (beide nicht im Kader). Die erste Chance für den DSC hatte Brian Behrendt, der einen Freistoß aus 18 Metern jedoch deutlich über das Fortuna-Tor beförderte. Auch aus dem Spiel heraus gab es nach neun Minuten eine erste Möglichkeit für den DSC: Behrendt spielte einen perfekten Pass zu Voglsammer, der alleine aufs Tor zuging, im Abschluss allerdings zögerte und so an Fortuna-Torhüter Michael Rensing scheiterte.

Dennoch machte Arminia weiter Druck und erzielte nur zwei Minuten nach dieser Chance das erste Tor des Abends: Tom Schütz brachte einen Freistoß hoch in den Sechzehner, wo Julian Börner zur Stelle war und aus kurzer Distanz entscheidend seine Fußspitze ins Spiel brachte – 1:0-Führung für Arminia (11.)! Eine unübersichtliche Strafraum-Situation gab es in der 18. Minute: Arminia kam immer wieder zum Abschluss, weil Düsseldorf den Ball nicht abschließend aus dem eigenen Sechzehner klären konnte. Den in dieser Szene gefährlichsten Torschuss verbuchte Voglsammer, der mit rechts abzog, den Ball aber links am Kasten von Rensing vorbei feuerte.

Laute Empörung ertönte nach 28 Minuten, als Reinhold Yabo sich gegen seinen Gegenspieler stark durchsetzte, den Ball an Torhüter Rensing vorbei legte und von diesem wenige Meter vor dem Tor gelegt wurde. Schiedsrichter Timo Gerach jedoch entschied sich gegen einen Elfmeter, womit er den Unmut von DSC-Spielern und Arminia-Fans auf sich zog. Aus dem Nichts hatte der Gast dann eine Riesenchance, als Ihlas Bebou aus 20 Metern per Heber Daniel Davari überwand. Zur Erleichterung aller Arminen landete der Ball aber nur am Pfosten des DSC-Tores. Schlechter lief es in der 40. Minute: Kaan Ayhan wurde von Ihlas Bebou zentral bedient, hatte eine gute Position zum Abschluss und nutzte diese auch. Der Ball landete erneut am Aluminium des Arminen-Tors, ging vom linken Pfosten aber dieses Mal ins Netz – der 1:1-Ausgleich für die Gäste. Mit diesem Zwischenstand gingen beide Teams dann auch in die Pause.

Arminia Bielefeld kam mutig und unverändert aus der Kabine: Yabo legte nach rechts auf Hemlein ab, der knapp am Tor vorbeischoss (46.). Nur wenige Minuten später legte Hemlein diesmal im Strafraum auf Yabo ab, der allerdings freistehend vor Rensing nicht mehr an den Ball kam (48.). Kurz darauf wechselte Saibene Kapitän Fabian Klos für Christoph Hemlein ein. In der 60. Minute wurde Tom Schütz nach einem Zuspiel von Yabo fünf Meter vor dem gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Der DSC-Freistoßspezialist mit der Nummer 6 übernahm die Sache selbst, jedoch ohne großen Erfolg und so landete sein Schuss nur in der Mauer. Die Düsseldorfer kamen lange nicht mehr vor das Tor von Davari und auch ein Freistoß in der 69. Minute aus guter Position 25 Meter vor dem Tor brachte für das DSC-Gehäuse keine Gefahr ein. Torhüter Rensing musste sich kurz darauf lang machen, als er einen Schuss von Manuel Prietl abwehrte.

dsc-fortuna-2017-aktuellBitter für den DSC: Christopher Nöthe musste in der 79. Minute wegen einer Knieverletzung mit der Trage vom Platz getragen werden. Für Nöthe brachte Saibene Leandro Putaro ins Spiel. In der ersten Hälfte verwehrte Gerach dem DSC noch einen Elfmeter, in der 83. Minute zeigte er dann auf den Punkt: Nach einem Eckball herrschte im Strafraum der Düsseldorfer völlige Unordnung und Marcel Sobottka riss Julian Börner um. Sobottka flog zudem mit Gelb-Rot vom Platz. Fabian Klos trat an und verwandelte sicher links unten zur 2:1-Führung. In der 90. Minute wurde es für den DSC nochmal gefährlich: Nach einer Ecke für die Gäste köpfte Kann Ayhan den Ball aufs DSC-Gehäuse, doch der am Pfosten postierte Florian Dick konnte auf der Linie per Kopf klären. In der Nachspielzeit hätte Voglsammer alles klar machen können. Der DSC konterte im eigenen Stadion: Ulm spielte auf Voglsammer, der allerdings das Tor verfehlte. Nach vier Minuten Nachspielzeit ertönte der Schlusspfiff und Arminia Bielefeld konnte sich über drei erkämpfte Punkte freuen und sich von den Fans feiern lassen: 58 Prozente gewonnene Zweikämpfe und 13:3 Torschüsse für Arminia dokumentierten den verdienten DSC-Sieg. Nun geht es bereits am Freitag mit dem Auswärtsspiel in Sandhausen für Arminia weiter.

Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV:

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Das war genau die Reaktion, die wir zeigen wollten. Wir haben mit Leidenschaft gespielt und sind bissig aufgetreten. Von Beginn an waren wir sehr präsent und haben hoch und mutig gegen den Ball verteidigt. Über die 90 Minuten gesehen war es ein hochverdienter Sieg. Ein Kompliment muss ich an Fabian Klos aussprechen für sein Verhalten, nachdem ich ihm mitgeteilt habe, dass er nicht von Anfang an spielt. Er hat hat die Entscheidung gut aufgenommen. Zudem hat mir die Atmosphäre im Stadion super gefallen. Jetzt müssen wir uns gut erholen, weiterarbeiten und Punkte holen.

Jeff Saibene

Wir haben nicht an unsere guten Leistungen der vergangenen Auswärtsspiele angeknüpft. In der ersten Hälfte sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben uns nervös machen lassen und haben nur reagiert. Die zweite Hälfte ist ein Stück weit besser geworden. Beide Teams hatten bis zum Elfmeter, dem ein Stellungsfehler vorausging, keine Chance. Die Niederlage ist nicht befriedigend.

Friedhelm Funkel

Wir hatten heute etwas gutzumachen. Wichtig war, dass jeder gekämpft hat. Wir wollten über die gewonnenen Zweikämpfe ins Spiel kommen und das haben wir geschafft. So haben wir einen guten Start hingelegt, kassieren dann leider den Ausgleich. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir den verdienten Sieg eingefahren.

Manuel Prietl

Wir waren super auf den Gegner eingestellt und haben ein gutes Gesicht gezeigt. Unser Ziel, die Zuschauer schnell auf unsere Seite zu bekommen, haben wir erreicht. Die Fans haben uns nach vorne gepusht. Das 1:1 war natürlich ein Nackenschlag, aber wir haben uns von dem Ausgleich nicht verunsichern lassen. Im zweiten Durchgang haben wir viel investiert und wir haben uns mit dem 2:1 belohnt. In unserer Situation gibt uns jeder Sieg und jeder Punkt Auftrieb. Jetzt müssen wir uns erholen, mit drei Punkten geht das aber schnell.

Tom Schütz

Wir haben uns im Vergleich zu dem Spiel davor verbessert und konnten uns belohnen. Von dem Gegentor haben wir uns in der Halbzeit gut erholt und wir haben in der zweiten Hälfte für einen positiven Abschluss gesorgt.  Es ist wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben. Wenn wir weiterhin die Punkte sammeln, dann ist es egal, was die anderen machen, dann steigen wir nicht ab.

Julian Börner

DSC Arminia Bielefeld:
Davari – Dick, Behrendt, Börner, Hartherz – Prietl, Schütz – Hemlein (55. Klos), Yabo (85. Ulm), Nöthe (79. Putaro) – Voglsammer.

Fortuna Düsseldorf:
Rensing – Schauerte (86. Kiesewetter), Akpoguma, Madlung, Schmitz – Bodzek (90. Ritter) – Bebou, Ayhan, Sobottka, Iyoha (70. Yildirim) – Hennings.

Tore:
1:0 (11.) Börner, 1:1 (40.) Ayhan, 2:1 (83., Foulelfmeter) Klos.

Gelbe Karten:
Behrendt, Börner, Nöthe, Hartherz, Hemlein/Madlung, Kiesewetter

Gelb-Rote Karte:
Sobottka (83.)

Zuschauer:
15.645