DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 29.04.2017 13:00 Uhr

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Beachtliche Ausbeute unter Radoki

Im vorletzten Heimspiel der Saison empfängt Arminia die SpVgg Greuther Fürth. Das Team von Cheftrainer Janos Radoki hat seit dem Hinspiel gegen den DSC ordentlich gepunktet und sich somit frühzeitig den Klassenerhalt gesichert.

Wie einer von insgesamt neun Vereinen in der Zweiten Bundesliga hat auch Greuther Fürth in dieser Saison den Cheftrainer gewechselt: Nach der 1:2-Niederlage am 13. Spieltag gegen Dynamo Dresden fanden sich die „Kleeblätter“ mit nur drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge auf Platz 13 wieder und verabschiedeten sich in der Konsequenz von Trainer Stefan Ruthenbeck. Der 45-Jährige hatte im Sommer 2015 seinen Dienst bei den Mittelfranken angetreten und wies bei seiner Entlassung vier Siege, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen in der laufenden Spielzeit auf. Für ihn sprang U19-Coach Janos Radoki in die Bresche – und das nicht nur kurzfristig: Der ehemalige Profi und gebürtige Ungar brachte seit seinem Amtsantritt eine beachtliche Ausbeute zustande. Denn er holte bis zum Redaktionsschluss (24. April) in 17 Spielen nicht nur acht Siege, fünf Unentschieden und somit insgesamt 29 Zähler, sondern blieb dabei zwischenzeitlich auch über einen Zeitraum von neun Spielen unbesiegt.

So verwunderte es niemanden, dass die Verantwortlichen der Kleeblätter sich für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Radoki entschieden. Schon vor der offiziellen Verkündung teilte der Cheftrainer mit: „Wenn beide Seiten entspannt sind, dann gibt es immer fruchtbare Gespräche.“ Und damit sollte er Recht behalten, wurde sein Vertrag doch Mitte April bis 2019 verlängert. „Wer mich kennt, weiß, dass ich das Ziel, diesen Weg erfolgreich fortzuführen, leben werde. Wichtig ist, dass wir alle auf diesen Weg mitnehmen: Die Mitarbeiter, die Fans und alle, die die Spielvereinigung begleiten“, sagte Radoki auf einer Pressekonferenz. Präsident Helmut Hack zeigte sich ebenfalls glücklich und sagte: „Janos hat eine klare Vorstellung. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und hoffe, dass sie weiterhin erfolgreich sein wird. Bei unserer Mannschaft sieht man die Handschrift des Trainers.“

Im Hinspiel gegen Arminia feierte Radoki seinen Einstand und gewann sogleich mit 2:1 durch einen Treffer in letzter Minute. Ein Umstand, mit dem Arminias Sechser Tom Schütz genau wie seine Mannschaftskollegen nach Spielende haderte: „Das letzte Gegentor ist natürlich enorm bitter und wir sind alle enttäuscht. Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, hatten viele gute Szenen und am Ende schießt Fürth zweimal auf das Tor und gewinnt.“ Ein von Michael Görlitz erzwungenes Eigentor reichte damals nicht, um einen oder drei Punkte aus Bayern zu entführen, die Arminia nun im Rückspiel sicher gut gebrauchen könnte.

„Wir sind gut gerüstet“

Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth standen Cheftrainer Jeff Saibene und Innenverteidiger Julian Börner den Journalisten Rede und Antwort.

Personell kann Saibene nahezu aus dem Vollen schöpfen: Außer dem Langzeitverletzten Christopher Nöthe stehen derzeit keine Spieler auf der Ausfallliste. Lediglich der Einsatz von Reinhold Yabo, der in dieser Woche bislang nur dosiert trainieren konnte, ist noch fraglich. Keanu Staude hat seine Adduktorenprobleme derweil überwunden und steht wieder zur Verfügung.

Zu Beginn der Pressekonferenz stand Fabian Klos im Mittelpunkt der Fragen. „Fabian ist immer ein Thema für die Startelf. Er hat es in Heidenheim nach seiner Einwechslung gut gemacht, zeigt auch im Training eine gute Einstellung und eine gute Körpersprache. Ich habe nichts einzuwenden – im Gegenteil: Ich sehe seine Entwicklung sehr positiv“, sagte Saibene. Ob Arminias Nummer 9 am Samstag in der Startelf stehen wird, wollte Saibene jedoch nicht verraten. „Wir haben viele Optionen: Klos, Voglsammer, Brandy, Ulm – sie alle spielen eine Rolle“, zählte Saibene auf. Auf Torhüter Daniel Davari angesprochen sagte Saibene: „Das Thema sollten wir nicht überbewerten. Wir haben in den letzten Spielen viele Punkte geholt. Natürlich gab es zwei, drei Szenen, mit denen wir und er nicht zufrieden waren, aber Daniel Davari und Wolfgang Hesl haben unser Vertrauen.“

stuttgart-dsc-2016-4-BörnerNach dem Spiel in Heidenheim sei die Mannschaft sehr enttäuscht gewesen, berichtete Saibene. Doch der Coach vermittelte seinem Team einen positiven Ansatz: „Wir gehören zu den besten Teams der letzten Wochen, haben drei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage geholt. Wir müssen so weitermachen und haben es in der eigenen Hand.“ Auch Julian Börner geht optimistisch in die letzten Spiele: „Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir etwas drauf haben und dass die Mannschaft lebt. Wir haben uns selber in diese schwierige Situation gebracht, aber die Art und Weise, wie wir im Moment Fußball spielen, stimmt mich zuversichtlich.“ Im Team herrsche eine hohe Motivation, wusste derweil Saibene zu berichten. „Die Motivation und die Einstellung sind super. Für mich geht es darum, Vertrauen und Ruhe zu vermitteln, damit sich die Spieler auf die wichtigen Sachen fokussieren können. Das Drumherum müssen wir ausblenden“, so Saibene. Börner sieht den DSC psychologisch im Vorteil gegenüber einigen Konkurrenten: „Die Mannschaften, die in den letzten Wochen noch unten reingerutscht sind, haben es schwerer. Für uns war nach wenigen Spieltagen klar, dass es bis zum Ende eng bleiben wird. Wir sind gut gerüstet für den Kampf um den Klassenerhalt.“

Die SpVgg Greuther steht in der Tabelle derzeit jenseits von Gut und Böse. „Man hat in Heidenheim gesehen, dass jeder Gegner alles gibt und die Spiele gewinnen will. Ich sehe es also nicht als Vorteil für uns, dass es für Fürth um nichts mehr geht“, sagte Saibene. Der Cheftrainer weiter: „Ich habe Fürth am vergangenen Freitag live gegen Dresden beobachtet. Das war alles andere als ein Freundschaftsspiel.“ Das Kleeblatt-Team sei nicht mit Heidenheim zu vergleichen, befand Börner. „Fürth spielt einen anderen Fußball als Heidenheim. Während Heidenheim defensiv sehr kompakt agiert hat und viele lange Bälle gespielt hat, hat Fürth seine Stärken im fußballerischen Bereich und verfügt über ein gutes Umschaltspiel“, sagte Arminias Abwehrchef. Saibene pflichtete Börner bei: „Sie haben in den letzten Wochen gut gepunktet und spielen voller Vertrauen. Entscheidend wird aber wieder unser eigenes Auftreten sein“, so Saibene. Zuversichtlich stimmen die Arminen vor allem die letzten Heimspiele. „Wir haben in den letzten Spielen einen guten Weg eingeschlagen und uns viele Chancen erspielt. Wir müssen abliefern, dabei werden uns die Fans von der ersten bis zur letzten Minute nach vorne peitschen. Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, dann schaffen wir den Klassenerhalt“, ist Börner überzeugt.

Weitere Aussagen von Saibene und Börner gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Florian Dick zum kommenden Spiel:

Berichterstattung DSC – Greuther Fürth

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth in der SchücoArena live zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • ARD, „Sportschau“, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr
  • ZDF, „Das aktuelle Sportstudio“, 23:00 Uhr bis 00:25 Uhr

Schock in der Nachspielzeit

Im vorletzten Heimspiel der Saison nutzte der DSC eine 45-minütige Überzahl-Situation nicht konsequent genug aus und kassierte gegen die SpVgg Greuther Fürth in letzter Minute nach langer Führung den 1:1 (0:0)-Ausgleich.

DSC-Cheftrainer Jeff Saibene entschied sich im Vergleich zum Auswärtsspiel beim 1.FC Heidenheim zu zwei Veränderungen: Fabian Klos betrat für den kranken Reinhold Yabo den Platz und David Ulm spielte für Michael Görlitz (Bank). Eine erste Großchance ergab sich für den DSC in der 11. Minute: Über die rechte Seite setzte sich Hemlein schön durch und passte zu Tom Schütz, der den Ball hoch in den Sechzehner hineinbrachte. Dort stand Fabian Klos, der den Ball per Kopf ca. knapp links neben das Fürther Tor beförderte. Die nächste Großchance fand zehn Minuten später statt, als Schütz einen Freistoß von rechts erneut hoch in den gegnerischen Strafraum spielte, dieses Mal allerdings Julian Börner per Kopf die Chance zur Führung um Zentimeter verpasste.

Insgesamt behielt Arminia in diesen Minuten die Oberhand und ließ den Fürthern nur wenig Raum für Angriffe. Bis zur 26. Minute, als Benedikt Kirsch nach einer Flanke ebenfalls frei zum Kopfball kam, ihn aber knapp neben den Kasten von Daniel Davari setzte. Eine ebenfalls sehr gute Gelegenheit ergab sich, als sich Khaled Narey über die rechte Seite durchsetzte und zu Serdar Dursun passte, der jedoch einen kurzen Moment zu lang brauchte und somit hinter seinen Abschluss wenig Druck bekam. Sein Kopfball landete so in den Armen von Davari (34.). Auf der anderen Seite kam aber auch der DSC wieder zu einem Abschluss: Florian Hartherz‘ Flanke fand ihren Weg zu Hemlein, der das Netz zappeln ließ – allerdings knapp von außen.

In der 44. Minute sah der zuvor schon gelb-verwarnte Kirsch nach einem Foul mit offener Sohle die glatte Rote Karte und bescherte Arminia somit eine Überzahl-Situation. Die nutzte der DSC auch im anschließenden Angriff, bei dem Klos den SGF-Torhüter Balazs Megyeri aus dem Kasten zwang, sein Abschluss über Umwege bei Andreas Voglsammer landete, dieser das leere Tor aus ca. acht Metern aber knapp verfehlte (45.). So gingen beide Teams mit dem 0:0 vorerst in die Kabinen.

dsc-fuerth-2017-aktuellIn der zweiten Hälfte spielte der DSC nach drei Minuten seine Überzahl aus: Nach einem Steilpass war es Voglsammer, der sich von zwei Gegenspielern löste und aus zwölf Metern halbrechter Position abzog. Sein Abschluss ging jedoch rechts am Fürther Kasten vorbei. Einen kapitalen Fehler von Fürths Torhüter Megyeri nutzte Voglsammer dann aber kurz darauf: Der Keeper rollte Voglsammer den Ball direkt vor die Füße, sodass dieser alleine auf ihn zulief und mit einem halbhohen Abschluss die Kugel im Netz zappeln ließ – 1:0 für Arminia (54.)! Die Chance zum Führungs-Ausbau verpasste fünf Minuten später David Ulm: Eine hohe Hereingabe leitete Klos zunächst an Arminias Nummer 5 weiter, dessen Abschluss ging aber über das Tor. Im Gegenzug gab es aus 20 Metern einen Freistoß für die „Kleeblätter“, den Jurgen Gjasula aber ungenutzt ließ und über den DSC-Kasten beförderte.

Knapp wurde es erneut, als Gjasula im linken Sechzehner Maß nahm und Davari mit den Fingerspitzen die Kugel aus dem rechten Eck herausfischte (63.). Zehn Minuten vor Schluss hatte Hemlein viel Zeit zum Abschluss, nahm sich vom rechten Sechzehner-Eck ein Herz und schloss per Volley-Aufsetzer ab – nur ganz knapp zischte der Ball am linken Pfosten des Fürther Tors vorbei (80.). Die nächste Chance bekam nur eine Minute später Florian Dick, als der Ball nach einem Standard vor seinen Füßen landete und er aus 25 Metern mit Wucht abzog. Megyeri war zur Stelle und wehrte zur Ecke ab, die nichts einbrachte. Wie bereits im Hinspiel ergab sich in der Nachspielzeit dann eine ganz bittere Situation für alle Arminen: Plötzlich zog Dominik Schad aus 18 Metern halblinker Position ab, seinen Abschluss lenkte Davari vor die Füße von Dursun. Der nutzte alleinstehend das Bielefelder Geschenk und schoss zum 1:1-Unentschieden und somit auch zum Endstand ein.

Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV:

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Wenn man sich in der 92. Minute noch den Ausgleich fängt, ist die Enttäuschung natürlich groß. Der Punkt ist für unseren Anspruch zu wenig, wir wollten unbedingt gewinnen und hätten die Führung über die Zeit bringen müssen. Jetzt sind es aber noch drei Spiele und wir werden alles daransetzen, den Klassenerhalt zu schaffen.

Manuel Prietl

Wir haben zwei Punkte verspielt, das macht uns sprachlos. Natürlich haben wir aber noch alle Hoffnung, dass wir uns den Ligaverbleib sichern. Heute hat uns teilweise die letzte Konsequenz, sowohl vorne als auch hinten, gefehlt. Wir müssen den Sack früher zu machen. In den nächsten Spielen gilt es, unseren Mann zustehen.

Andreas Voglsammer

Es war ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Die Partie lief für uns: Wir haben hinten wenig zugelassen und hätten das 2:0 machen müssen. Für uns ist das Unentschieden ein herber Rückschlag. So ein Spiel dürfen wir nicht aus der Hand geben. Jetzt müssen wir uns schnell davon erholen, denn es gibt noch neun Punkte zu sammeln.

Jeff Saibene

Wir haben kein gutes Zweitliga-Spiel gesehen. Es gab viele technische Fehler auf beiden Seiten. Aufgrund von einfachen Ballverlusten sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. In der ersten Halbzeit ist Arminia nur über Standardsituationen gefährlich geworden. Unser erstes Geschenk haben wir mit der roten Karte verteilt. Das zweite Geschenk war die Vorlage zum 1:0. Dafür, dass wir lange in Unterzahl waren, haben wir wenig zugelassen. Dabei muss ich der Mannschaft hoch anrechnen, dass sie immer an sich geglaubt hat. Beim 1:1 haben wir schließlich unseren Willen gezeigt. Das zeichnet die Mannschaft aus.

Janos Radoki

DSC Arminia Bielefeld:
Davari – Dick, Behrendt, Börner, Hartherz – Prietl, Schütz – Hemlein (88. Putaro), Ulm (72. Brandy), Voglsammer (83. Görlitz) – Klos.

SpVgg Greuther Fürth:
Megyeri – Caligiuri, Franke, Gießelmann – Narey, Pinter (75. Sontheimer), Gjasula, Kirsch, Schad – Bolly (62. Steininger), Dursun.

Tore:
1:0 (54.) Voglsammer, 1:1 (90.) Dursun.

Gelbe Karten:
Schütz, Dick/-

Rote Karte:
Kirsch (44.)

Zuschauer:
16.125