DSC Arminia Bielefeld -

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So., 18.09.2016 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(2)
Hannover 96 (1)

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Mit Vollgas gestartet

Nach dem Abstieg aus der Ersten Bundesliga hat Hannover 96 mit Vollgas die „Mission Wiederaufstieg“ begonnen. Bereits in den ersten Spielen sammelten die Niedersachsen ordentlich Punkte und erreichten zudem die zweite Runde im DFB-Pokal.

Bei Hannover 96 ist der Saisonstart (mit Ausnahme der 0:2-Niederlage gegen Dresden am 4. Spieltag) wohl so verlaufen, wie es sich Verantwortliche, Spieler und Fans gewünscht haben. Die Liga-Premiere gegen Kaiserslautern gewann das Team von Cheftrainer Daniel Stendel mit 4:0 und stand somit nach dem ersten Spieltag in der Tabelle dort, wo sie wohl auch zum Ende der Saison stehen wollen: An der Spitze. Auch im Pokal gewann 96 in der Nachspielzeit gegen die Kickers aus Offenbach durch ein Last-Minute-Tor von Salif Sané in der 121. Minute und zog somit in die zweite Runde ein.

Beim 4:0-Auftaktsieg in Kaiserslautern gegen Ex-Trainer Tayfun Korkut besonders aufgefallen war 96-Stürmer Artur Sobiech, der einen Doppelpack zum Sieg beisteuerte. Im Spiel darauf gegen Fürth zog sich der Pole jedoch eine Außenbanddehnung im Knie zu und musste ausgewechselt werden. Die Prognose: Mehrere Wochen Pause, doch gegen Dresden feierte der 26-Jährige bereits sein Comeback. Aber auch ohne Sobiech hat Hannover jede Menge Offensivqualität zu bieten: So zum Beispiel in Person von Martin Harnik, der vom Ligakonkurrenten und Mit-Absteiger VfB Stuttgart zu 96 kam. Der 29-Jährige hatte vor Saisonbeginn unter anderem die Möglichkeit, zum chinesischen Verein Shandong Luneng zu wechseln, den aktuell Felix Magath trainiert. Am Ende aber waren wohl vor allem die sozialen Umstellungen zu groß: „Das ganze Leben ist dort anders“, sagte Harnik gegenüber dem Kicker. In Hannover hat Harnik jedenfalls schon eingeschlagen, traf gegen Fürth zum 3:0 und kam in allen drei bisherigen Ligaspielen sowie im DFB-Pokal zum Einsatz.

Auch in der Verteidigung legte Hannover kurz vor Transferschluss noch einmal nach: Ende August verpflichteten die Niedersachsen den Norweger Stefan Strandberg auf Leihbasis vom russischen Erstligisten FK Krasnodar. Die Sportliche Leitung des Vereins hatte sich nach der schweren Verletzung von Neuverpflichtung Timo Hübers intensiv nach einer Alternative in der Innenverteidigung umgesehen und wurde beim 26-Jährigen fündig: „Mit Stefan Strandberg haben wir einen international erfahrenen und zweikampfstarken Innenverteidiger an uns binden können“, so Hannovers Sportliche Leiter Christian Möckel auf der vereinseigenen Homepage. Für die Ziele, die Hannover 96 für diese Saison offiziell ausgegeben hat, werden am Ende sowohl die Stabilität in der Defensive, als auch die Effektivität in der Offensive wichtig sein. Denn die Niedersachsen wollen wieder in die Erste Bundesliga aufsteigen – und haben laut Harnik auch das Zeug dazu: „Die Mannschaft macht unglaublich viel Spaß, sie ist hungrig und jung. Qualitativ und charakterlich sind wir gut genug“, so der Stürmer.

„Wir werden mit allen Mitteln kämpfen“

Vor dem Heimspiel gegen Erstliga-Absteiger Hannover 96 traten heute Arminias Cheftrainer Rüdiger Rehm sowie Wolfgang Hesl im Rahmen der Pressekonferenz vor die Journalisten und berichteten unter anderem von der personellen Situation und der Trainingswoche.

Beste Nachrichten zu Beginn der Pressekonferenz: Nachdem Julian Börner unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, stehen am Sonntag gegen Hannover 96 alle Spieler zur Verfügung. Mit diesen Gegebenheiten im Hinterkopf, gab es für Cheftrainer Rüdiger Rehm nur ein ausgegebenes Ziel für die Partie gegen die Niedersachsen: „Wir wollen natürlich dringend in die Spur kommen. Wir haben viel aufgearbeitet und die Köpfe zusammengesteckt, um diesem nicht zufriedenstellenden Start in die Saison schnellstmöglich ein Ende zu geben“, erklärte Rehm.

Wichtig war ihm unter der Woche, die späte Niederlage der vergangenen Woche auf St. Pauli möglichst ausführlich aufzuarbeiten und selbstkritisch mit der Situation umzugehen: „Es gab Laufwege auf St. Pauli, die nicht effizient genug waren. Dazu waren unsere Ballverluste zu einfach, wenn wir dem Gegner über fünf bis sechs Meter den Ball zuspielen. Wir müssen mehr Ruhe bewahren, mehr Präzision zeigen und wir brauchen einen Tick mehr Ruhe in der Ballzirkulation“, erklärte der Coach. Auch Wolfgang Hesl bekräftigte diese Aussage: „Die Abstände zwischen einzelnen Mannschaftsteilen und Spielern waren zu groß, wodurch viele Wege frei waren. Wir müssen wieder kompakter auf dem Platz stehen“, so der DSC-Torhüter. Die Chancen auf einen Sieg gegen Hannover sieht er dennoch als absolut gegeben: „In dieser zweiten Liga kann jeder jeden schlagen, jeder Gegner ist schwierig. Aber auch jede Woche bietet ihre Chancen und diese wollen wir am Sonntag nutzen!“

Arminias Cheftrainer erwartet gegen Hannover den vollen Einsatz seiner Mannschaft und ist auch davon überzeugt: „Wir werden Hannover 96 mit allen Mitteln bekämpfen. Wir haben 25.000 Zuschauer im Rücken, die uns unterstützen werden“, lautete Rehms Kampfansage. Auch in der Mannschaft sei der Wille eindeutig zu erkennen: „Die Jungs sind brutal gewillt. Aber der Wille alleine bringt uns nichts, wenn wir das Ganze nicht strukturieren.“ Für die Struktur wurde in der Trainingswoche an den genannten Baustellen gearbeitet. Denn: „Fußball ist kein Wunschkonzert, sondern du musst hart arbeiten. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und uns stellen.“

Weitere Aussagen von Rehm und Hesl gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Brian Behrendt zum Spiel gegen Hannover.

Berichterstattung DSC – Hannover

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Hannover 96.

5_Hannover heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel gegen Hannover 96 live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Großartiger Kampf wird nicht belohnt

Vor 25.138 Zuschauern in der SchücoArena trafen Arminia und Erstliga-Absteiger Hannover 96 aufeinander. Eine lebendige Partie endete nach einem bitteren Spielverlauf seitens des DSC mit 3:3 (2:1).

Im Vergleich zum Auswärtsspiel der vergangenen Woche beim FC St. Pauli stellte Cheftrainer Rüdiger Rehm auf drei Startelf-Positionen um: Für David Ulm, Michael Görlitz und Tomasz Holota betraten Andreas Voglsammer, Tom Schütz und Stephan Salger den Rasen. Begleitet von einer wunderschönen Choreographie der Arminia-Fans wurde die Partie angepfiffen. Es brauchte nur wenige Minuten bis zur ersten Riesenchance für den DSC: Über die linke Seite tankte sich Andreas Voglsammer nach einem Pass von Christopher Nöthe in den Sechzehner und spielte flach in die Mitte – Fabian Klos‘ Direktabnahme ging nur wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei (3.). Auch eine zweite Chance in der sechsten Minute, bei der Voglsammer aus 16 Metern frei abzog, landete in den Armen des 96-Torhüters Philipp Tschauner.

dsc-hannover-2016-aktuell (2)Die erste Chance auf Seiten der Gäste ereignete sich in der 18. Minute, als sich die DSC-Abwehr bei einem Eckball verschätzte und Strandberg den Ball vor die Füße bekam, sein Schuss wurde jedoch abgefälscht. Acht Minuten später drang Hemlein dann über die rechte Seite in den Sechzehner ein, wurde von Strandberg klar gelegt und holte den Arminen so einen Elfmeter raus. Klos ließ sich nicht lange bitten und versenkte den Ball im linken Eck zur 1:0-Führung (26.). Nur eine Minute später verpasste der DSC die Chance zum 2:0. Klos ging nach einer Kopfballablage von Voglsammer alleine auf Tschauner zu, legte links am Torhüter vorbei und traf nur den Pfosten.

In diesen Minuten ging es Schlag auf Schlag in der SchücoArena: Zunächst versuchte sich Christopher Nöthe nach einem Abpraller von Manuel Prietl per Volleyschuss, scheiterte aber an Tschauner. Auch ein Nachschuss von Klos ging daneben (29.). Doch dann war es soweit: Voglsammer legte auf Sebastian Schuppan ab, der von links in den Strafraum flankte. Dort stand Klos bereit und bewies seine Stürmerqualitäten per Kopf: Entgegen der Laufrichtung von Hannovers Torhüter Tschauner segelte der Ball ins linke Eck – 2:0-Führung für den DSC!

Schlechte Nachrichten ereilten Arminia dann, als Nöthe in der 40. Minute den Platz verletzungsbedingt mit einer ausgekugelten Schulter verlassen musste. Für ihn kam Michal Mak ins Spiel. In der 44. Minute hätte Tom Schütz noch durch eine weitere dicke Chance das 3:0 erzielen können, als er mit links von der rechten Strafraumecke abzog. Sein Schuss flog jedoch über den Querbalken. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte mussten die Arminen dann ärgerlicherweise noch ein Gegentor hinnehmen: Hannovers Strandberg bekam nach einer Ecke den Ball vor die Füße und zog ab. Schütz versuchte zu klären, war allerdings zu spät und konnte auf der Torlinie das 1:2-Anschlusstor der Niedersachsen nicht verhindern (45.). Mit diesem Spielstand gingen beide Teams in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte ließen es beide Mannschaften zunächst etwas ruhiger angehen und versuchten größtenteils, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So dauerte es 18 Minuten bis zur ersten Chance der Arminen, bei der Mak vom linken Sechzehner aus abzog, die Kugel allerdings rechts am Hannoveraner Tor vorbeisegelte. Aus zwanzig Metern versuchte es kurz danach aus zentraler Position Brian Behrendt, seinen Schuss konnte Tschauner jedoch ohne große Schwierigkeiten fangen (66.). Ruhig wurde es auf Seiten der Arminia-Fans in der 69. Minute: Es war erneute eine Ecke der Hannoveraner, die Albornoz in den Sechzehner brachte und die der eingewechselte Kenan Karaman zum 2:2-Ausgleich per Kopf für 96 nutzte.

dsc-hannover-2016-aktuell (1)Arminia bekam danach die Chance erneut in Führung zu gehen, als Hemlein halbrechts alleine auf das 96-Tor zusteuerte – seinen Abschluss konnte Tschauner gerade noch abwehren (74.). In der 79. Minute packte Behrendt dann aber einen absoluten Hammer aus: Bei einer Freistoß-Variante, bei der zunächst Sebastian Schuppan den Ball antippte, nutzte der Verteidiger den Frust der letzten Minuten und packte einen Schuss aus, der sich gewaschen hatte: Mit voller Wucht zog er aus 32 Metern ab und erzielte die 3:2-Führung. Im Gegenzug bekam Hannover 96 zentral vor Arminias Tor nach einem Handspiel vom eingewechselten Manuel Hornig einen Freistoß zugesprochen, den Strandberg aber nicht nutzte und aus 18 Metern Entfernung über das Tor setzte (85.).

Die letzten Minuten waren unruhig, beide Mannschaften wirkten hektisch und bemüht bei dem Versuch, auf der einen Seite die Führung zu halten und auf der anderen ein Unentschieden zu erzielen. Dabei ergab sich eine Situation, die für den DSC nicht hätte bitterer kommen können: Arminia schaffte es im eigenen Strafraum nicht, den Ball zu klären. Stattdessen landete dieser vor den Füßen von Iver Fossum, der einfach abzog. Der Ball prallte von Schuppan unglücklich zum 3:3 in das eigene Tor. Der Endstand!

Die Stimmen nach dem Spiel findet ihr wie gewohnt auf ArminiaClubTV:

Und hier die Pressekonferenz:

Stimmen zum Spiel

Unser Matchplan ist weitestgehend aufgegangen, in der ersten Halbzeit haben wir nur die Ecke zum Anschlusstreffer zugelassen. Wir haben uns heute vor vollem Haus viel vorgenommen und sind über das Ergebnis natürlich enttäuscht: Die Leistung hat gestimmt, der Punkt ist viel zu wenig. Aber wir wissen, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben und uns vor niemandem in dieser Liga verstecken müssen.

Malcolm Cacutalua

Wir haben viel richtig gemacht, deshalb ist es extrem niederschmetternd, dass in der letzten Minute wieder irgendwie einer durchrutscht. Gerade in den letzten Minuten standen wir zu tief und konnten keinen Druck mehr auf den Ball ausüben. Aber die Mannschaft lebt und ist gut eingestellt.

Tom Schütz

Wir haben 30 Minuten das beste Spiel gemacht seitdem ich hier bin: Das war zielstrebig und erfolgreich. Leider fangen wir uns dann vor der Pause so ein dummes Ding und fangen uns auch nach dem 3:2 noch ein Gegentor. Wir haben in beiden Heimspielen mit zwei Toren geführt, da müssen wir dann einfach gewinnen.

Brian Behrendt

Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat heute abgeliefert! Umso ärgerlicher natürlich, dass wir wieder in der letzten Minute das Tor kassieren. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir den Fußball gezeigt, den ich mir – und die Mannschaft und Zuschauer sich sicherlich auch – vorstelle. Zur Pause muss es dann 3:0 und nicht 2:1 stehen. Wir müssen jetzt das Positive mitnehmen und im nächsten Spiel das Quäntchen Glück für unsere Seite erzwingen.

Rüdiger Rehm

Ich habe nicht viel Positives gesehen. Das war 90 Minuten lang nicht das, was wir können und wollen. Bei Standards hatten wir heute das Quäntchen Glück und nehmen den Punkt natürlich gerne mit.

Daniel Stendel

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Schütz, Behrendt, Cacutalua, Schuppan – Hemlein, Prietl, Salger, Nöthe (40. Mak/83. Hornig) – Voglsammer (61. Ulm), Klos.

Hannover 96:
Tschauner – Fossum, Anton, Strandberg, Albornoz – Schmiedebach, Bakalorz (85. Bakalorz) – Klaus, Maier (61. Karaman), Füllkrug – Sobiech.

Gelbe Karten:
Klos, Hemlein, Mak, Schütz, Hornig/Strandberg

Tore:
1:0 (27., Foulelfmeter) Klos, 2:0 (31.) Klos, 2:1 (45.+1) Strandberg, 2:2 (69.) Karaman, 3:2 (79.) Behrendt, 3:3 (90.+3, Eigentor) Schuppan.

Zuschauer:
25.138