DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 02.05.2015 14:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(2)
Holstein Kiel (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Die beste Abwehr der Liga

Unter der Führung von Trainer Karsten Neitzel haben sich die Kieler im Jahr 2015 zu der Überraschungsmannschaft der 3. Liga schlechthin entwickelt und stecken plötzlich mittendrin im Aufstiegskampf.

Von den letzten 25 Liga-Spielen haben die Kieler nur ein einziges (!) Spiel verloren. Dank dieser einzigartigen Erfolgsserie wanderte der KSV von Platz 15 am 9. Spieltag auf den Platz 2 am 34. Spieltag. Garant für die Kieler Stärke ist die mit Abstand beste Defensive der Liga. Bis zum vergangenen Spieltag musste Torhüter Kenneth Kronholm – im Vorjahr noch mit der SV Elversberg abgestiegen – erst 20 Mal hinter sich greifen. Alle anderen Teams haben mindestens 32 oder mehr Gegentore hinnehmen müssen. Kronholm spielt im Tor der Kieler eine bärenstarke Saison, vor ihm spielen die jungen Innenverteidiger Hauke Wahl (21 Jahre) und Marlon Krause (24) vor allem in der Rückrunde stark auf.

In der Offensive ist die Last auf viele Schultern verteilt. Mit Tim Siedschlag (rechtes Mittelfeld), Marc Heider (linkes Mittelfeld) sowie den beiden Stürmern Rafael Kazior und Manuel Schäffler befinden sich vier torgefährliche Spieler in der Stammelf. Längst laufen die Planungen in Kiel zweigleisig. Nicht mehr mit dabei sein wird in der kommenden Saison definitiv der 32-jährige Kapitän Rafael Kazior, der sich der zweiten Mannschaft von Werder Bremen anschließen wird. Dass die Kieler überhaupt vom Aufstieg träumen dürfen, hätte vor der Saison wohl kaum jemand erwartet. In der Saison 2013/2014 betrug der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur fünf Punkte.

„Frischen Mutes“ gegen Kiel

Im heutigen Pressegespräch informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft.

Im Ligaspiel gegen den Holstein Kiel fehlen Norbert Meier seine Langzeitverletzten Peer Kluge und Jonas Strifler sowie Felix Burmeister (Rotsperre). Ein Einsatz des angeschlagenen Julian Börners ist ebenfalls fraglich.

„Solche Niederlagen sind für mich nach zehn Minuten abgehakt“, sagte Meier rückblickend auf die Pokalniederlage gegen den VfL Wolfsburg. Im Gedächtnis geblieben ist dem Cheftrainer allerdings die „außergewöhnliche Stimmung.“ So habe nach dem Abpfiff die Begeisterung der Fans für „weiche Knie bei den Spielern gesorgt“, sagte Meier. Aufgrund der Belastung im Pokal und der großen Anzahl von Pflichtspielen sei die individuelle Regeneration in Vorbereitung auf die Partie gegen Kiel wichtig, ebenso standen Spaß und Technik auf dem Trainingsplan.

Trotz der Erkenntnis, das Kiel in diesem Jahr noch ohne Niederlage ist und „viel Selbstvertrauen“ getankt hat, will der DSC „frischen Mutes“ in das Spiel gehen. „Wir sind selber sehr gut dabei und wollen die Früchte unserer Arbeit einfahren“, sagte Meier. Die Konzentration solle dabei wieder auf der eigenen Leistung liegen: „Wir müssen unser Spiel umsetzen und zeigen, dass es eben nur noch vier Spiele zu spielen sind.“

Berichterstattung DSC – Kiel

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Holstein Kiel.

35 Kiel heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 14:00 Uhr das Spiel gegen Holstein Kiel live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden!
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Der NW-Live-Ticker informiert über alle wichtigen Ereignisse des Spiels.
  • Im WDR-Fernsehen und im NDR-Fernsehen wird das komplette Spiel live übertragen.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • ARD, „Sportschau“, 18:00 bis 18:30 Uhr, Zusammenfassung des Spiels
  • WDR, „Sport im Westen“, 16:50 bis 17:20 Uhr, Zusammenfassung des Spiels

Später Kieler Ausgleich im Spitzenspiel

Der DSC und Holstein Kiel trennen sich 2:2 (2:1) vor großer Kulisse in der SchücoArena.

Im Vergleich zum vergangenen Pokalauftritt gegen VfL Wolfsburg veränderte Cheftrainer Norbert Meier seine Anfangself auf zwei Positionen. Im Mittelfeld begann Daniel Brinkmann für Dennis Mast, dadurch rückte Manuel Junglas auf die linke Außenbahn. Hinter Fabian Klos rotierte David Ulm für Christian Müller auf die Zehn.

Die Gäste aus Kiel erwischten einen Start nach Maß. Mit der ersten Möglichkeit der Partie ging Holstein in der 3. Minute in Führung. Aus dem linken Halbfeld heraus schlug Patrick Kohlmann den Ball Richtung Sechzehner. Dort stieg Tim Siedschlag unbedrängt am höchsten und köpfte ins rechte Toreck zur frühen Führung für Holstein ein.

Die Antwort der Bielefelder folgte in der 10. Minute. Nach einem Freistoß von Dick konnte KSV-Torwart Kenneth Kronholm den ersten Versuch der Blauen mit den Fäusten abwehren, ehe die zweite Chance des DSC von Fabian Klos ebenfalls durch ein Handspiel vereitelt wurde. Diesmal war es allerdings nicht der Kieler Schlussmann, sondern Kiel-Kapitän Rafael Kazior im eigenen Strafraum. Folgerichtig entschied Schiedsrichter Sascha Stegmann auf Elfmeter für die Blauen. David Ulm legte sich das Leder zurecht, verlud den Torwart und schob ins rechte untere Eck zum 1:1-Ausgleich ein. Nur vier Minuten später verpasste der herangerauschte Julian Börner knapp eine Hereingabe von der rechten Seite und damit die Chance das Spiel zu drehen.

Der DSC war jetzt deutlich besser in der Partie und hatte in der 25. Minute die nächste große Möglichkeit. Auf der rechten Strafraumseite schirmte Klos den Ball gegen zwei Kieler Verteidiger ab und bediente Junglas am langen Pfosten, der den Ball aus sechs Metern gegen die Laufrichtung von Kronholm aufs Tor brachte. Der KSV-Torwart war allerdings mit einem starken Reflex zur Stelle und beförderte das Leder über die Querlatte.

In der 31. Minute war es dann soweit und der DSC drehte das Spiel. Nach einem Freistoß von Tom Schütz aus dem linken Halbfeld stieg Klos am zweiten Pfosten hoch, setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und köpfte ins lange Eck zur 2:1-Führung. Dem konnten die Kieler bis zur Pause nichts entgegensetzen. Auf Seiten der Blauen prüfte Sebastian Schuppan in der 44. Minute Kronholm mit einem Schuss auf den kurzen Pfosten. Dieser konnte den Ball allerdings aufnehmen, sodass es mit einem Tor Vorsprung für den DSC in die Halbzeit ging.

Im zweiten Durchgang erwischten wieder die Gäste den besseren Beginn. Nach vier gespielten Minuten setzte sich Kazior auf der linken Seite durch und spielte den Ball über die Bielefelder Verteidigung hinweg auf Manuel Schäffler, der das Leder aus vier Metern Pfosten an die Latte köpfte. Vier Minuten später wurden abermals die Kieler gefährlich. Einen Fernschuss von Kazior ließ Schwolow zur Seite abprallen. Der heranstürmende Marc Heider verpasste allerdings aus spitzem Winkel die Nachschussmöglichkeit.

Die Kieler drängten die Blauen weiter in die eigene Hälfte zurück. Dem DSC gelang keine Entlastung. In der 59. Minute kam Dennis Mast für Christoph Hemlein. Die erste gefährliche Offensivaktion in der zweiten Halbzeit folgte erst in der 72. Minute. Nach einem Eckball von Dick verlängerte Klos am ersten Pfosten auf den in der Mitte positionierten David Ulm, sein Kopfball konnte allerdings von Kronholm entschärft werden. Eine Spielminute später wechselte Meier Christian Müller für Daniel Brinkmann ein. Ab der 77. Minute ersetzte Pascal Testroert zudem Klos im Sturmzentrum.

Die Offensivreihen beider Mannschaften konnten sich bis kurz vor dem Abpfiff nicht mehr auszeichnen. Doch dann sorgten die Kieler für den Ausgleich in der 90. Minute. Eine Hereingabe von der linken Seite verwandelte Patrick Breitkreuz am langen Pfosten per Direktabnahme zum späten 2:2-Ausgleich. Dennoch bleibt Arminia unangefochtener Spitzenreiter.

Die Pressekonferenz mit beiden Cheftrainer:

Die Stimmen zum Spiel:

Stimmen zum Spiel

Natürlich ist es ärgerlich, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Wir haben zweimal geträumt und in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Kontrolle gehabt, wie im ersten Durchgang. Am Ende waren die Batterien dann schon etwas alle, das hat man gemerkt. Zwar liegen schwierige Wochen hinter uns, aber nächsten Samstag haben wir den nächsten Matchball.

David Ulm

Wir hätten nach der Führung noch konsequenter nach vorne spielen müssen. Wenn wir das dritte Tor machen, dann ist das Spiel durch. So passiert es aber, dass uns ein Ball durchrutscht. Das Unentschieden bricht uns kein Bein und das Ziel, das wir haben ist größer, als unsere Schmerzen.

Florian Dick

Wenn man bis zur 89. Spielminute mit 2:1 führt, dann muss man so ein Spiel einfach über die Bühne bringen, auch wenn das Unentschieden schlussendlich ein gerechtes Ergebnis ist. Natürlich sind wir jetzt erst einmal niedergeschlagen und enttäuscht, im Endeffekt ist tabellarisch aber nicht viel passiert. Wir müssen daher das Spiel jetzt schnellstmöglich abhaken und nächste Woche wieder voll angreifen.

Sebastian Schuppan

Natürlich ist es bitter, wenn man in der letzten Minute noch den Ausgleich kassiert. In dieser Situation hätten wir einfach wacher sein und den Einwurf zuvor besser verteidigen müssen. Ärgerlich ist das Ergebnis insbesondere auch, weil die Mannschaft zuvor den Rückstand gut weggesteckt und im Anschluss erneut enorm viel in ihr Spiel investiert hat. Nichtsdestotrotz heißt es jetzt die Köpfe oben zu behalten, weiter an uns zu arbeiten und keinen Zentimeter nachzulassen. Und genau das werden wir tun.

Norbert Meier

Wenn man in der letzten Minute das 2:2 macht, fährt man natürlich etwas lockerer nach Hause als wenn man dieses Spiel hier knapp verliert. Insgesamt denke ich, dass beide Mannschaften ein sehr gutes Spiel gezeigt haben. Natürlich konnte man auf den Platz auch erkennen, dass der Gegner eine wahnsinnige Qualität in seinen Reihen hat. Diese konnten wir aber mit einem großen Teamspirit sehr gut kompensieren. Ein Kompliment möchte ich an dieser Stelle auch an unsere mitgereisten Fans für ihre klasse Unterstützung aussprechen. Für Kieler Verhältnisse glich das ja fast einer Invasion. Ich hoffe, dass wir auch in den kommenden Wochen so unterstützt werden und wir Bielefeld dann im nächsten Jahr wiedersehen.

Karsten Neitzel

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Brinkmann (73. Müller), Schütz – Hemlein (60. Mast), Ulm, Junglas – Klos (76. Testroet).

Holstein Kiel:
Kronholm – Herrmann, Krause (85. Gebers), Wahl, Kohlmann – Siedschlag, Vendelbo (72. Lindner), Kegel, Kazior – Heider (60. Breitkreuz), Schäffler.

Tore:
0:1 (3.) Siedschlag, 1:1 (10., Handelfmeter) Ulm, 2:1 (31.) Klos, 2:2 (90.) Breitkreuz.

Gelbe Karten:
Brinkmann/Kazior

Zuschauer:
24.249