DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 12.04.2014 13:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
Karlsruher SC (0)

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Kauczinski lässt Worten Taten folgen

Reichlich selbstbewusst und mit viel Mut eröffnete Cheftrainer Markus Kauczinski vergangenen Sommer die Saison beim Karlsruher SC. Gefragt nach den Saisonzielen antwortete er: „Wir wollen mehr erreichen als nur gegen den Abstieg zu spielen!“

Gesicherter Mittelfeldplatz, eventuell ein einstelliger Tabellenplatz werden seine Zuhörer damals gemutmaßt haben. Dass der KSC aber bis zum Ende der Saison ein Anwärter auf einen Aufstiegsplatz bleiben würde, damit hatte wohl kaum einer gerechnet. Wahrscheinlich sogar Kauczinski selber nicht. Doch der KSC hat sich unter den Top 6 der Liga festgesetzt und redet beim Thema Aufstieg nach wie vor ein Wörtchen mit.

Dabei mussten die Badener, die im Sommer gemeinsam mit dem DSC in die zweite Bundesliga zurückgekehrt waren, im Sommer immerhin ihren Topscorer Hakan Calhanoglu, der derzeit beim Hamburger SV in der 1. Liga für Furore sorgt, abgeben. Doch der Verlust von Calhanoglu wurde mannschaftlich aufgefangen. Ohnehin profitiert der KSC von einer eingespielten Mannschaft und einer großen Geschlossenheit. Die aktuelle Stammformation ist nahezu identisch mit der Aufstiegsmannschaft. Vor dem langjährigen Stammtorwart und Kapitän Dirk Orlishausen bilden wie im Aufstiegsjahr Philipp Klingmann, Daniel Gordon, Jan Mauersberger und Tobias Kempe die Viererkette. Im Mittelfeld sind Dominic Peitz und Selcuk Alibaz weiter gesetzt und haben mit den Neuzugängen Reinhold Yabo und Manuel Torres spielstarke Kollegen hinzubekommen. Im Sturm sind mit Rouven Hennings und Koen van der Biezen weiterhin die Aufstiegshelden gesetzt. Und wenn diese Mannschaft sich keine Schwächephase erlaubt, ist sogar der direkte Durchmarsch in Liga 1 möglich.

„Die Mannschaft wird alles geben“

Auf heutigen Pressekonferenz äußerte sich Cheftrainer Norbert Meier zum morgigen Heimspiel gegen den Karlsruher SC.

Personell muss Norbert Meier weiterhin auf die verletzten Manuel Hornig, Johannes Rahn, Dennis Riemer, Oliver Petersch und Phillip Heithölter verzichten. Ausblicke auf eine mögliche Startelf gab Meier jedoch nicht: „Jeder Spieler hat in jedem Training die Möglichkeit zu zeigen, was in ihm steckt. Wir werden dann nach dem Abschlusstraining die besten 18 Spieler mitnehmen, ich werde auf Namen keine Rücksicht nehmen, die Leistung wird entscheiden wer spielt“, so der Cheftrainer.

Trotz der 0:2-Niederlage schöpft Meier dabei Hoffnung aus dem Auftritt in Köln: „Wir sind 120 Kilometer gelaufen, haben uns erneut zahlreiche Chancen herausgespielt, aber die letzte Konsequenz hat eben wieder gefehlt, daran müssen wir arbeiten.“ Aus diesem Grund habe man in der vergangenen Woche auch vermehrt das Abschlussverhalten trainiert. Auf längere Taktikeinheiten verzichtet Meier aktuell. „Im Moment stehen die die einfachen Sachen im Vordergund. Wir brauchen eine gute Ordnung und müssen unsere Chancen besser nutzen“, forderte Meier.

An die bei der Pressekonferenz außer der Reihe anwesenden Gäste einer Kirchenzeitung richtete Meier ebenfalls noch ein paar Worte. „Sie haben doch Kontakt nach oben. Wir arbeiten hart und harte Arbeit soll doch belohnt werden. Sie dürfen gerne ein paar gute Worte für uns einlegen“, sagte Meier mit einem Augenzwinkern.

Der DSC erwartet zum morgigen Heimspiel 14.000 bis 15.000 Zuschauer in der SchücoArena. „Das Publikum in der SchücoArena ist eine Wand, die Mannschaft muss natürlich auch eine positive Stimmung vom Rasen auf die Tribünen transportieren und ist bereit, alles dafür zu geben“, hofft Meier zudem auf einen echten Heimvorteil durch die Fans. Anstoß ist um 13:00 Uhr.

Keine Tore gegen Karlsruhe

Arminia verfehlt den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf und spielt zuhause gegen den KSC 0:0.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel beim 1.FC Köln veränderte Cheftrainer Norbert Meier die Startelf auf drei Positionen: Im defensiven Mittelfeld spielte Philipp Riese für Jan Fießer, Sebastian Hille ersetzte Marc Lorenz und Fabian Klos begann für Kacper Przybylko in der Sturmspitze.

Das Spiel begann zunächst mit einer Schrecksekunde für den DSC: Bei einem missglückten Passversuch traf Philipp Riese aus kurzer Distanz Arne Feick unglücklich am Kopf, dieser konnte nach einer kurzen Behandlungspause jedoch weiterspielen. Die erste Torchance verzeichnete der DSC dann nach neun Minuten: Fabian Klos legte geschickt auf Philipp Riese ab, dessen platzierten Rechtsschuss aus 20 Metern KSC-Torhüter Dirk Orlishausen gerade noch um den Pfosten lenken konnte.

Nur fünf Minuten später probierte es Christian Müller nach einem schnell ausgeführten Freistoß mit einem Schuss aus 25 Metern, der nur knapp das Gehäuse des KSC verpasste. Erneut war es Müller, der nur eine Minute später mit einem Schuss von der Strafraumgrenze knapp das Tor verfehlte. Danach verflachte das Spiel etwas und die Karlsruher unterbanden Arminias Angriffsbemühungen eher. Der KSC spielte in der ersten Halbzeit ordentlich mit, kam jedoch zu keiner nennenswerten Abschlussaktion. Ansonsten bestimmten vor allem viele kleine Fouls das Spielgeschehen.

Auch im zweiten Durchgang gab Arminia zunächst den Ton an: Einen harten Distanzschuss von Stephan Salger klärte Dirk Orlishausen zur Ecke, diese spielte Tom Schütz gefühlvoll in den Rückraum, wo Arne Feick mit einer wuchtigen Direktabnahme erneut an Orlishausen scheiterte. In der 54. Minute wäre der DSC dann beinahe in Rückstand geraten: Stefan Ortega Moreno spielte einen Freistoß genau in die Füße von Rouwen Hennings, der das leere Tor aus 40 Metern jedoch nicht traf.

Anschließend passierte wieder lange Zeit wenig, ehe Dominic Peitz in der 75. Minute vollkommen frei aus fünf Metern über das Tor köpfte – die größte Chance des Spiels. Der DSC vermeldete seine nächste Torchance in der 83. Minute: Einen Freistoß aus 25 Metern von Marc Lorenz konnte Orlishausen gerade noch aus dem unteren Eck fischen. Mit der letzten Aktion des Spiel war es erneut Peitz, der aus wenigen Metern genau in die Arme von Ortega köpfte. Dann war Schluss, die Partie endete torlos. Arminia belohnte sich erneut nicht für eine gute Leistung.

Stimmen zum Spiel:

Stimmen zum Spiel

Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag passt mal wieder nicht. Man kann der Mannschaft den Willen und den Kampfgeist nicht absprechen, aber wir machen aus unseren Torgelegenheiten einfach zu wenig. Gerade in den Überzahlsituation hat uns heute oftmals der letzte Tick gefehlt, um uns in eine gute Position zu bringen. Letztendlich müssen wir dann sogar froh sein, dass Dominic Peitz die größte Chance noch vergibt und wir wenigstens diesen Punkt holen. Jetzt müssen wir weiter arbeiten, wir werden bis zum 34. Spieltag alles für den Klassenerhalt geben.

Norbert Meier

Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut agiert, auch weil Arminia dort richtig Druck auf meine Mannschaft gemacht hat. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit viel besser gemacht und uns auch einige gute Torchancen erarbeitet. Bielefeld hat jedoch toll gekämpft und ein gutes Spiel gemacht, sodass das Unentschieden am Ende auch in Ordnung geht. So sitzen wir hier mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Mit einem weinenden, weil der Zug nach oben mit diesem einem Punkt für uns damit abgefahren ist und mit einem lachenden, weil wir uns bis zu diesem Zeitpunkt der Saison schon so viele Punkte erarbeitet haben. Der Arminia wünsche ich für die restlichen Spiele weiterhin alles Gute.

Markus Kauczinski

Das ist eine große Enttäuschung für uns. Nichtsdestotrotz müssen wir das Positive aus diesem Spiel für die nächste Woche mitnehmen und das war, dass wir uns wieder einmal gute Torchancen erarbeitet haben. Leider ist es uns jedoch erneut nicht geglückt, eine davon zu nutzen. Daran müssen wir weiter arbeiten. Wir haben jetzt noch vier wichtige Spiele vor uns, bei denen ein vorheriger Blick auf die Tabelle nichts bringt. Vielmehr müssen wir uns weiter voll und ganz auf uns konzentrieren. Wenn wir das machen und weiterhin unser Spiel durchziehen, dann werden wir am Ende auch den Klassenerhalt schaffen.

Philipp Riese

Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten uns unbedingt durchsetzen und dieses Heimspiel gewinnen. Leider ist uns das nicht gelungen. Unser Manko ist es im Moment, dass wir es einfach nicht schaffen, auch mal aus einer Halbchance heraus ein Tor zu machen.

Tom Schütz

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Appiah, Burmeister, Salger, Feick – Schütz, Riese – Hille (54. Lorenz), Schönfeld (70. Przybylko), Müller (81. Jerat) – Klos.

Karlsruher SC:
Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe – Peitz – Torres, Yabo, Krebs (63. Nazarov), Park (46. Alibaz) – Hennings (74. van der Biezen).

Tore:
Fehlanzeige.

Gelbe Karten:
Schütz, Klos/Park, Klingmann, Yabo, Mauersberger

Zuschauer:
14.349