DSC Arminia Bielefeld -

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MSV-Duisburg
Mo., 08.02.2016 20:15 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(2)
MSV Duisburg (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Viele Ansatzpunkte für Gruev

Dem MSV Duisburg steht in den verbleibenden 15 Spielen eine schwere Aufgabe bevor. Mit nur zwölf Punkten sind die Zebras das Schlusslicht der Liga. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt schon acht Zähler. Die Meidericher glauben jedoch an den Klassenerhalt.

Egal was der Aufsteiger in den ersten acht Saisonspielen probierte, ein Sieg wollte dabei nicht herausspringen. Auch nach dem Premieren-Dreier gegen Paderborn am 9. Spieltag füllte sich das Punktekonto kaum – mit Folgen für Coach Gino Lettieri: Der Aufstiegstrainer musste Anfang November seinen Trainerstuhl räumen, schon damals war der MSV Schlusslicht der Liga mit nur sechs Punkten aus zwölf Partien. Als Nachfolger präsentierten die Duisburger Ilia Gruev. Der 46-jährige Bulgare war zuvor als Co-Trainer unter Krassimir Balakow und Kosta Runjaic tätig, unter anderem auch während Runjaics Zeit beim MSV Duisburg zwischen 2010 und 2012. Gruev schob die Zebras mit zwei Unentschieden und einem 3:0-Sieg gegen Sandhausen zwar an, richtig ins Rollen kam der MSV nach den Pleiten gegen Leipzig (2:4) und Kaiserslautern (0:2) und der Nullnummer gegen Bochum aber auch unter seiner Regie noch nicht.

Im Angriff schmerzte ab November der Ausfall von Stürmer Victor Obinna. Der ehemalige Angreifer von Inter Mailand musste zunächst einen Fitnessrückstand aufholen, kam anschließend immer besser in Schwung, bis eine Verletzung im Knie den Nigerianer wieder bremste. Allgemein waren Verletzungen in der Hinserie beim MSV ein leidiges Thema: So standen unter anderem Simon Brandstetter, Zlatko Janjic, Andreas Wiegel und Dan-Patrick Poggenberg aufgrund von schweren Verletzungen monatelang oder teilweise noch gar nicht zur Verfügung. In Sachen Wintertransfers ließen die angespannten MSV-Kassen keine großen Sprünge zu. Für die Offensive wurde so nur der 23-Jährige Portugiese Manuel Fernandes Mendes (kurz: Tomane) von Vitoria Guimaraes ausgeliehen.

Ansatzpunkte hatte Gruev im Trainingslager in Belek viele. Sein Team stellt zusammen mit Paderborn die schlechteste Abwehr der zweiten Liga (33 Gegentore) und offensiv stehen erst 15 eigene Tore zu Buche. Nur 1860 München hat genauso wenig Treffer auf dem Konto. Zudem waren die Duisburger bisher äußerst freundliche Gäste auf fremden Plätzen. In neun Auswärtsspielen reichte es gerade für einen Punkt. Das erste Testspiel im neuen Jahr wurde mit 0:6 gegen den 1 FC Köln verloren. Im Trainingslager setzte es gegen Drittligist Holstein Kiel eine 0:1-Niederlage. Das Kräftemessen mit Viktoria Pilsen wurde 1:0 gewonnen. In Bielefeld werden Wiegel, Poggenberg und Brandstetter wohl weiterhin fehlen.

„Die Mannschaft ist heiß“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Auch Florian Dick beantwortete die Fragen der Presse.

Für die erste Begegnung des Jahres 2016 kann Trainer Norbert Meier fast aus dem Vollen schöpfen. In dieser Woche hatte der Coach alle Spieler im Trainingsbetrieb. Selbst Michael Görlitz konnte nach seiner Knieverletzung wieder mit der Mannschaft trainieren. Ein Einsatz am Montag käme aber wohl noch zu früh. Auch Daniel Brinkmann muss eine kleine Blessur aus dem Training noch vollständig auskurieren. Zudem wird Steffen Lang (krank) ausfallen. Ansonsten sind alle Spieler samt den drei Neuzugängen Seung-Woo Ryu, Andreas Voglsammer und Francisco Rodriguez einsatzfähig.

Dass für Nobert Meier dieses Jahr Karneval ausfällt, ist für den DSC-Coach kein Problem: „Ich bin ohnehin kein richtiger Jeck und für Karneval habe ich aktuell auch keine Zeit.“ Meier freut sich dagegen viel mehr, dass es morgen wieder losgeht: „Die Vorbereitung war lang und intensiv, jetzt wollen wir aber auch in der Liga wieder loslegen.“ Vom aktuellen Tabellenplatz der Duisburger lässt sich der DSC-Trainer nicht blenden. „Da kommt ein Gegner auf uns zu, der vieles besser machen will in den letzten 15 Spielen. Die werden mit richtig Feuer auflaufen. Zumal die bisherigen Ergebnisse des Spieltages für den MSV eine Chance bieten, Boden in der Tabelle gutzumachen. Das müssen wir wissen und von Anfang an dagegenhalten“, erläuterte Meier, der zudem deutlich machte: „Wir haben uns in der Hinrunde viele Dinge hart erarbeitet. Die wollen wir morgen und in den nächsten Wochen nicht leichtfertig wieder hergeben, sondern weiterentwickeln.“ Von seinem Gegenüber Illia Gruev, den Meier schon als Spieler trainierte, hält der DSC-Trainer viel: „Schon damals war es ein Genuss, ihn als Spieler zu haben. Illia musste man in keiner Trainingseinheit sagen, dass er Gas geben muss. Zudem ist er charakterlich ein feiner Mensch. Wir haben nie den Kontakt verloren und uns zwischendurch auch immer ausgetauscht.“

Mit der Vorbereitung ist Meier zufrieden. „Die Jungs haben alle sehr gut gearbeitet. Allerdings mussten wir das auch, damit wir richtig fit sind für unsere Ziele in der restlichen Saison.“ Den Neuzugängen stellte der Coach ein positives Zwischenfazit aus. „Alle drei sind feine Kerle und haben sich gut in die Mannschaft integriert“, so Meier. Zudem hat der Trainer schon einige gute Ansätze auf dem Spielfeld und im Training registriert. Auch von Seung-Woo Ryu, der erst Anfang der Woche zur Mannschaft gestoßen ist. „Der Junge hat nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation mit Südkorea nicht gefeiert, sondern ist direkt in den Flieger gestiegen und ist zu uns gekommen. Wir hatten ihm bis Mittwoch etwas Regenerationszeit gegönnt, aber die letzten Einheiten hat er voll mitgemacht.“

Wie sein Coach hat auch Rechtsverteidiger Florian Dick richtig Lust auf die zweite Saisonhälfte. „Wie nach fast jeder Vorbereitung, freut man sich als Spieler immer riesig aufs erste Spiel. Die ganze Mannschaft ist heiß“, so der Rechtverteidiger. Gegen Duisburg erwartet Dick ein intensives und kampfbetontes Spiel. „Duisburg steht unten drin und wird alles, was ihnen zur Verfügung steht, in die Waagschale werfen. Darauf müssen wir uns einstellen.“

Weitere Aussagen von Norbert Meier und Florian Dick gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

In „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ äußert sich auch Neuzugang Andreas Voglsammer zum Spiel gegen den MSV:

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Berichterstattung DSC – Duisburg

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den MSV Duisburg.

20 Duisburg heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Montag um 20:15 Uhr das Spiel gegen den MSV Duisburg live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky und Sport1 zeigen das Spiel live.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Nach jetzigem Stand sind keine TV-Zusammenfassungen bekannt

Klos und Nöthe drehen das Spiel

Arminia Bielfeld ist perfekt in das neue Fußballjahr gestartet. Im Montagabendspiel der zweiten Liga gelang gegen den MSV Duisburg der zweite Heimsieg der Saison und damit der Sprung auf Platz neun in der Tabelle.

DSC-Trainer Norbert Meier baute mit Francisco Rodriguez gleich einen Winter-Neuzugang in die Startelf mit ein. Dazu nahmen die anderen beiden Neuverpflichtungen, Seung-Woo Ryu und Andreas Voglsammer, auf der Bank Platz. Die Duisburger wollten in der SchücoArena unbedingt ihre Aufholjagd für die Mission Klassenerhalt starten, dementsprechend energisch war das Auftreten der Gäste in den ersten Minuten. Arminia verzichtete ebenfalls aufs große Abtasten und suchte den Weg nach vorne. Allerdings fehlte auf beiden Seiten zunächst die letzte Genauigkeit in den Offensivaktionen. Die erste richtige Chance im Spiel hatte der MSV Duisburg und die saß direkt: Arminia konnte eine Flanke von Kevin Wolze von der linken Seite nicht verhindern, Zlatko Janjic legte mit dem Kopf auf Thomas Bröcker ab und dessen Rechtsschuss aus kurzer Distanz zappelte im Netz.

Die Meier-Elf war aber gleich um eine Antwort bemüht, allen voran Fabian Klos. Sein erster Versuch wurde noch von einem MSV-Bein gestoppt. Nummer zwei landete nach einer Flanke von Manuel Junglas über dem Tor. Aber Nummer drei saß! Ein schön vorgetragener Angriff über Christoph Hemlein, Rodriguez und Christopher Nöthe landete im Strafraum bei Klos. Der Kapitän schirmte den Ball gegen seinen Gegenspieler ab, drehte sich um die eigene Achse und setzte das Leder ins untere Toreck zum 1:1.

dsc-msv-2015-aktuell-1Keine fünf Minuten später tauchte Klos nach tollem Rodriguez-Pass wieder im MSV-Strafraum auf. Diesmal legte er den Ball quer, Nöthe war mitgelaufen – 2:1 für den DSC, das Spiel war gedreht! Arminia war nun obenauf und ein Schuss von Christoph Hemlein aus gut 20 Metern ging nur knapp rechts am Tor vorbei. Vor der Pause wurde es nur noch einmal brenzlig vor dem DSC-Tor. Eine flache Hereingabe von Duisburgs Neuerwerbung Tomané konnten Sebastian Schuppan und Stephan Salger per gemeinsamer Rettungsaktion gerade noch von der Linie kratzen. Kurz vor der Pause feuerte Brian Behrendt einen Freistoß aus über 30 Metern aufs Gästetor, bei dem MSV-Keeper Michael Ratajczak einige Mühe beim Entschärfen hatte. Anschließend ertönte der Pausenpfiff.

Norbert Meier verzichtete in der Pause auf Wechsel und seine Mannen legten gleich wieder den Vorwärtsgang ein. Eine Hemlein-Hereingabe verpasste Rodriguez um einen Schritt. Kurz darauf war es wieder die Leihgabe aus Wolfsburg, die nach einem weiten Einwurf von Florian Dick im Strafraum abzog, das Leder aber nicht voll erwischte. Die Duisburger meldeten sich nach gut einer Stunde mit einem Distanzversuch von Janjic wieder im Spiel an. DSC-Keeper Wolfgang Hesl konnte aber mit schöner Flugeinlage entschärfen.

Dann durfte sich Francisco Rodriguez seinen ersten Applaus in der SchücoArena abholen, für ihn kam David Ulm in die Partie. Das Schlusslicht der zweiten Liga hatte das Spiel noch längst nicht abgeschenkt und erhöhte die Schlagzahl. So setzte Tomané einen Schuss ans Außennetz. In der 73. Spielminute traf Behrendt kurz vor Strafraumkante bei einem Klärungsversuch den Duisburger Branimir Bajic unglücklich. Den vielversprechenden Freistoß übernahm Janjic, dessen Schuss knapp über Hesls Tor rauschte.

dsc-msv-2015-aktuell-2Doch durch das Duisburger anrennen, ergaben sich nun Räume für die Heimelf. Hemlein probierte es mal mit einem langen Ball auf Klos, der alleine vor dem Tor das Leder nicht richtig kontrollieren konnte. Zehn Minuten vor dem Ende tauchte plötzlich Hemlein frei vor dem Tor auf, Klos hatte zuvor in der Mitte den Ball schön durchgelassen, doch den zentralen Abschluss von Arminias Nummer 17 konnte Ratajczak entschärfen. Allerdings verstand es der DSC nun, den Gegner weit vom eigenen Tor fernzuhalten, sodass Duisburg nur noch zu einer Chance kam. Wolze zog aus gut 18 Metern ab, Hesl packte im Tor sicher zu. Die vierminütige Nachspielzeit brachte Arminia anschließend ohne brenzlige Situationen über die Runden. Dann durfte über den ersten Sieg in 2016 gejubelt werden.

Die Stimmen nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:
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Und hier die Pressekonferenz:
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Stimmen zum Spiel

Wichtig ist, dass wir den Abstand auf die Abstiegsränge vergrößert haben. Das war für uns ein Sechs-Punkte-Spiel und wir sind als Sieger vom Platz gegangen, das ist das Einzige was zählt. Wir haben zwar in der ersten Halbzeit die ersten zehn Minuten verschlafen, dann hatten wir aber spielerisch ein paar ganz gute Kombinationen. Mit ein, zwei Bällen können wir eine ganze Abwehr auseinander nehmen. Das hat vor allem bei unserem zweiten Treffer gut geklappt. Wir müssen dahin kommen, dass wir davon in Zukunft vier, fünf Situationen in einem Spiel haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu viel hinten reindrücken lassen.

Christopher Nöthe

Dieser Sieg war sehr wichtig für uns. Entscheidend war heute, dass wir in unserer guten Phase die zwei Tore gemacht haben. Da waren wir deutlich effektiver als in der Vergangenheit. Nach einer Stunde hat unser Spiel einen kleinen Knacks bekommen. Da sind wir nicht mehr so gut rausgerückt und haben die Bälle schneller hergegeben. Das hätten wir schon besser machen können. Andersherum haben wir in dieser Phase auch kaum große Möglichkeiten der Duisburger zugelassen. Wichtig ist am Ende, dass nun der Abstand zu Duisburg noch einmal größer geworden ist.

Fabian Klos

Wir haben heute wieder etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Das 0:1 war so etwas wie der berühmte Wecker für uns. Das Duisburg in der zweiten Hälfte nach dem Rückstand noch mal Druck macht, war klar. Trotzdem haben wir kaum etwas zugelassen. Die Neuen haben heute schon angedeutet, dass sie unsere Qualität deutlich erhöhen werden.

Wolfgang Hesl

Das war ein wichtiges und erwartet schwieriges Spiel. Wir haben einen Rückstand gedreht und gewonnen, das ist gut! In einigen Phasen haben wir aber auch um den Ausgleich gebettelt. Wir müssen noch bessere Mechanismen reinbekommen. Gerade in der zweiten Hälfte haben wir zu viel mit langen Bällen gearbeitet, wir müssen da mehr miteinander Fußball spielen. Trotzdem zählt heute der Sieg und der war verdammt wichtig.

Norbert Meier

Ich bin heute richtig enttäuscht! Wir haben mutig und aggressiv nach vorne gespielt und absolut verdient geführt. Dann haben wir leider in ein, zwei Situationen zu naiv verteidigt. Zum Ende haben wir auch wieder gut gespielt, aber leider das Tor nicht gemacht. Und wenn man Letzter ist, bekommt man eben auch den aus meiner Sicht fälligen Elfmeter nicht.

Ilia Gruev

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Behrendt, Junglas (70. Schütz) – Hemlein (88. Ryu), Rodriguez (61. Ulm), Nöthe – Klos.

MSV Duisburg:
Ratajczak – Bohl, Meißner, Bajic, Wolze – Holland – Bröker (79. Iljutcenko), Janjic, Grote – Tomané (85. Onuegbu), Scheidhauer (87. Chanturia).

Tore:
0:1 (11.) Bröker, 1:1 (22.) Klos, 2:1 (26.) Nöthe.

Gelbe Karten:
Salger, Nöthe/Holland, Grote

Zuschauer:
15.083