DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 21.11.2015 13:00 Uhr

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RB Leipzig (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Der Aufstiegskampf verspricht Spannung

Das große Ziel von RasenBallsport Leipzig lautet: Aufstieg in die erste Bundesliga. Dem Aufstieg in die 3. Liga folgte in der Saison 2012/2013 sogleich der in die zweite Liga, die die Sachsen im ersten Jahr als Fünfter beendeten. In ihrem zweiten Jahr im Unterhaus sind die Leipziger nun im Aufstiegskampf ganz vorne mit dabei.

Federführend für die rasante Entwicklung der Leipziger ist Ralf Rangnick. Der 57-Jährige, zuvor in der Bundesliga unter anderem bei Schalke und Hoffenheim als Trainer angestellt, ist seit 2012 als Sportdirektor bei RB und war bis zum Sommer als Sportdirektor für die Geschicke von Leipzig und Salzburg verantwortlich. Im Februar erklärte er, künftig nur noch für Leipzig zuständig zu sein, und übernahm, als die Trainersuche im Sommer nicht wie erwünscht verlief, auch das Amt des Cheftrainers bei dem noch jungen Verein. Erst im September verlängerte er seinen Vertrag bis 2019, will die Trainerbank aber nach dieser Saison wieder verlassen.

Mit dem jüngsten Kader aller Zweitligamannschaften mischt Leipzig in der Liga mit und hat sich im Sommer dank des finanzstarken Hauptsponsors auf vielen Positionen weiter verstärkt. Mit Marcel Halstenberg (St. Pauli) und Willi Orban (Kaiserslautern) wurden zwei junge, aber dennoch schon erfahrene Spieler für die Defensive geholt. Für das Mittelfeld, in dem die Leipziger den Abgang von Joshua Kimmich zum FC Bayern München zu verkraften hatten, kamen Stefan Ilsanker, Massimo Bruno und Marcel Sabitzer aus Salzburg. Sabitzer kam als einziger Feldspieler bisher in allen 14 Ligaspielen zum Einsatz und erzielte dabei vier Tore. Auch Peter Gulacsi (Tor) und Nils Quaschner (Sturm) wechselten aus Salzburg nach Leipzig, sitzen aber zumeist auf der Auswechselbank. Der bisher beste Torschütze ist ebenfalls ein Neuzugang: Davie Selke kam vom Werder Bremen und erzielte bis dato sechs Treffer in 13 Einsätzen. Mehr als die Hälfte der 19 Liga-Tore gehen auf das Konto von ihm (6 Tore) und Stürmer-Kollege Emil Forsberg (5 Treffer).

Der aktuelle Tabellendritte stellte in dieser Saison bereits einige Vereinsrekorde auf: Vor der Niederlage gegen Kaiserslautern am letzten Spieltag blieben die Leipziger neun Spiele in Folge ungeschlagen und konnten an den Spieltagen 10 bis 13 vier Siege in Serie einfahren. In der Tabelle waren sie durchgängig unter den ersten sechs Teams zu finden und eroberten nach dem 13. Spieltag die Tabellenspitze, die sie allerdings eine Woche später aufgrund der schlechteren Tordifferenz wieder an den SC Freiburg abgeben mussten. Nach 14 Spielen stehen für die Leipziger nun – ebenso wie für Freiburg und St. Pauli – 26 Punkte zu Buche. Der Aufstiegskampf verspricht spannend zu werden.

„Wir werden Paroli bieten“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Heimspiel gegen RasenBallsport Leipzig. Auch Sebastian Schuppan beantwortete die Fragen der Presse.

Für das Spiel fallen Daniel Brinkmann und Felix Burmeister weiterhin aus, auch Samir Benamar (krank) wird nicht zur Verfügung stehen. Der Einsatz von Björn Jopek (Oberschenkelprobleme) ist zudem fraglich.

„Leipzig ist ein Verein, der keinen Hehl daraus macht, dass sie so schnell wie möglich in die erste Liga aufsteigen wollen“, sagte Meier. „Ihre Mannschaft ist hochkarätig besetzt und sie haben ganz andere finanzielle Möglichkeiten: Für einen Transfer haben sie so viel ausgegeben wie unser gesamter Etat beträgt.“ Meier betonte aber auch: „Wir brauchen kein Mitleid. Mitleid bekommt man geschenkt, Respekt muss man sich erarbeiten und das hat meine Mannschaft getan. Hier ist bisher noch kein Gegner mit voller Kapelle und nur offensiv aufgetreten.“

Mit der Ausbeute aus den beiden letzten Auswärtsspielen war Meier zufrieden: „Wir haben vier Punkte geholt und kein Gegentor bekommen, das ist gut. Wir haben aber auch zuhause immer ordentliche Leistungen abgeliefert, die Mannschaft hat gezeigt, dass sie überall mithalten kann. Wir werden ganz sicher nicht unruhig, sondern wollen auch am Samstag mit der Unterstützung der Fans wieder das Bestmögliche erreichen.“ Die Mannschaft werde das Spiel ein bisschen wie ein Pokalspiel angehen. „Leipzig wird sicher seinen eigenen Spielstil durchsetzen wollen, darauf müssen wir uns einstellen. Wir werden Paroli bieten, das ist sicher“, fügte Meier entschlossen hinzu.

Linksverteidiger Sebastian Schuppan äußerte sich in ähnlicher Weise. „Wir wissen, was Leipzig kann und dass sie eine hohe Qualität haben. Sie haben einen tiefen Kader, wenn es bei drei Mann auf dem Feld mal nicht so gut läuft, haben sie immer noch Leute auf der Bank, die eine genauso hohe Qualität mitbringen.“ Leipzig sei eine Mannschaft, die immer ihr Ding durchziehe und über 90 Minuten lang immer vorne drauf gehe. „Wir müssen die Ruhe bewahren und mit breiter Brust auftreten. Wir müssen ein gutes Gleichgewicht finden aus Risiko und Situationen, wo wir hinten einfach mal die Bälle rausschlagen.“

Die letzten Spiele hätten gezeigt, dass Arminia auch gewinnen könne. „Wir können auch Fußball spielen und das wollen wir zeigen. Wir wollen uns nicht verstecken, sondern Akzente setzen. Zuhause haben wir noch nicht gewonnen, aber deswegen spüren wir keinen besonders großen Druck. Wir waren oftmals nah dran, es hat dann manchmal einfach ein Quäntchen Glück gefehlt. Wir müssen weiter die Ruhe bewahren und wenn es am Samstag mit dem Heimsieg klappt, hat das Gerede auch ein Ende.“ Natürlich habe man auch Respekt vor Leipzig, „aber nicht mehr als nötig. Wir sagen vorher bestimmt nicht, dass wir mit einem Unentschieden zufrieden wären. Wir spielen Fußball, um Spiele zu gewinnen.“

Weitere Aussagen von Meier und Schuppan gibt es auch im Radio Bielefeld-Podcast.

Zur Partie gegen Leipzig äußert sich auch Marco Hober in „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“:

Berichterstattung DSC – Leipzig

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen RasenBallsport Leipzig.

15 Leipzig heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel gegen Leipzig live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen ausführlichen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • ARD, „Sportschau“, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr
  • ZDF, „Aktuelles Sportstudio“, 23:00 Uhr bis 00:25 Uhr

Leipzig kaltschnäuziger als der DSC

Trotz einigen guten Chancen verliert Arminia das Heimspiel gegen Leipzig mit 0:1 (0:1).

Im Vergleich zum 0:0 im letzten Ligaspiel bei der SpVgg Greuther Fürth veränderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf einer Position. Für David Ulm rückte Manuel Junglas in die Startformation. Das hatte zur Folge, dass Arminia im 4-4-2-System mit der Doppelspitze aus Klos und Nöthe sowie Junglas (rechts) und Hemlein (links) auf den Flügeln agierte.

Arminia begann energisch. In der 4. Minute kam Fabian Klos nach einem Ballverlust der Gäste aus Leipzig an den Ball, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an. Eine nächste gute Möglichkeit ergab sich in der 10. Minute: Klos legte eine Flanke von Manuel Junglas in die Mitte, Christopher Nöthe konnte den Ball aber nicht verwerten. In der 11. Minute kam Fabian Klos nach einem langen Einwurf von Florian Dick vor dem Tor zum Kopfball, den Fabio Coltorti aber ohne Probleme festhalten konnte.

dsc-leipzig-aktuell-2015-2Die erste richtig dicke Torchance verzeichnete Arminia in der 18. Minute. Tom Schütz spielte den Ball zu Manuel Junglas, der wiederum auf Christopher Nöthe querlegte, doch dessen Schuss aus kurzer Distanz ging unter Bedrängnis knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz darauf wurde es vor dem Tor von Wolfgang Hesl kurzzeitig hektisch, doch ein Armine beförderte den Ball schließlich mit einem weiten Schuss aus der Gefahrenzone. Auf der anderen Seite war es in der 24. Minute wieder Christopher Nöthe, der frei vor dem Tor zum Kopfball kam, aber Coltorti konnte den Ball mit einer Hand noch wegschlagen.

Die nächste Chance für Arminia kam in der 27. Minute zustande. Christopher Nöthe kam nach schöner Flanke von Brian Behrendt zum Schuss, doch erneut verhinderte Coltorti mit einer bärenstarken Parade, dass der Ball im Tor einschlug. Brian Behrendt probierte es in der 29. Minute selbst mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der aber deutlich über das Tor ging. Leipzig kam in der ersten halben Stunde der Partie nur selten vor das Tor von Wolfgang Hesl, Arminia erarbeitete sich deutlich mehr Chancen als die Gäste aus Leipzig.

Doch dann drehten die Leipziger kurz vor der Halbzeit etwas auf. Zunächst sorgte ein Schuss von Marcel Sabitzer für Gefahr, doch der Ball wurde von Manuel Junglas geblockt. In der 40. Minute gingen die Leipziger dann doch in Führung. Diego Demme setzte sich gegen zwei Arminen durch und legte den Ball auf Davie Selke, der an Hesl vorbei in das lange Eck zum 0:1 traf. Zwei Minuten später hatte Arminia Glück, dass der Pass von Sabitzer quer zur Torlinie keinen Abnehmer fand. Kurz vor der Pause legte Arminia noch einmal den Vorwärtsgang ein, es kam aber zu keiner zwingenden Torchance mehr.

Nach der Pause schickte Norbert Meier Christian Müller für Christoph Hemlein auf das Feld. Und Müller war direkt an der ersten Angriffsaktion von Arminia beteiligt. Nach schnellem Umschalten in der eigenen Hälfte bekam er den Ball, doch sein Pass vom rechten Strafraumeck fand keinen Abnehmer und der Ball wechselte in den Besitz von Leipzig. In der 52. Minute war es erneut Müller, der einen Konter anführte, diesmal landete sein Pass im Rücken von Christopher Nöthe. Kurz darauf bekamen innerhalb weniger Sekunden erst Nöthe und dann Fabian Klos den Ball im Strafraum der Leipziger auf den Fuß, konnten jedoch beide nicht zu einem Torschuss ansetzen.

In der 58. Minute setzte Tom Schütz auf der rechten Seite zum Schuss an, der Ball landete jedoch knapp neben dem Pfosten. Auch ein Schuss von Müller in der 60. Minute von außerhalb des Strafraums verfehlte das Tor. In der Folge klärte Julian Börner zweimal souverän im eigenen Strafraum, die Kontersituationen konnte Arminia aber nicht für sich nutzen. In der 66. Minute kam Michael Görlitz für Manuel Junglas in die Partie. Einen Freistoß in Höhe der Mittellinie brachte Florian Dick in der 70. Minute vor das Tor der Leipziger. Sebastian Schuppan hielt den Fuß hin, konnte jedoch nicht genug Druck auf den Ball bringen und so konnte Coltorti den Ball ohne Mühe festhalten.

dsc-leipzig-2015-aktuellBei einem Angriff der Leipziger in der 73. Minute wurde es hektisch vor dem Arminia-Tor. Hesl wehrte einen Schuss von Stefan Ilsanker ab, doch der Ball sprang zurück Richtung Tor. Stephan Salger konnte ihn jedoch gerade so noch von der Linie kratzen. Den nächsten Torschuss für Arminia feuerte in der 79. Minute Julian Börner ab, doch der Ball ging knapp über das Tor.

Arminia probierte in den letzten zehn Minuten noch einmal viel und wollte den Ausgleich mit aller Macht. Leipzig stand hinten jedoch dicht und viele Pässe der Arminen landeten beim Gegner. In der 85. Minute wechselte Norbert Meier ein letztes Mal offensiv und brachte David Ulm für Brian Behrendt. Die letzte Chance für Arminia hatte Fabian Klos in der 90. Minute, der urplötzlich nach Ulm-Vorarbeit frei vor Coltorti stand, jedoch am Keeper scheiterte. Auch in den drei Minuten Nachspielzeit gelang Arminia nichts mehr, sodass das Spiel mit 0:1 für die Gäste aus Leipzig zu Ende ging.

Die Stimmen zum Spiel mit Sebastian Schuppan, Michael Görlitz und Brian Behrendt:

Die Pressekonferenz, ebenfalls auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Wir sind enttäuscht und auch ein bisschen verärgert über das Ergebnis. Wir haben einen riesigen Aufwand betrieben und mit unseren Mitteln sehr gut dagegen gehalten. Trotz unserer Tabellensituation werden wir ruhig bleiben. Wir waren in den Spielen immer nah dran am Sieg und haben für unsere Leistung definitiv zu wenig Punkte. Man hat heute wieder gesehen, dass wir mit einem Topteam der Liga mehr als mithalten können.

Florian Dick

In der ersten Halbzeit haben wir ein super Heimspiel gemacht und uns viele Torchancen erarbeitet. Leider haben wir allerdings auch einmal nicht aufgepasst und das Spiel so schließlich verloren. Ein Punkt wäre in meinen Augen aber absolut verdient gewesen. Wir müssen nun weiter aus unseren Fehlern lernen und es beim nächsten Mal einfach besser machen. Daran arbeiten wir jeden Tag und dann bin ich mir sicher, wird es bald auch klappen.

Manuel Junglas

Ich denke, wir haben heute unser bestes Saisonspiel zuhause gemacht, aber ich hätte lieber ein schlechtes Spiel gemacht und am Ende etwas Zählbares mitgenommen. Denn im Endeffekt haben wir in der Defensive lediglich ein einziges Mal nicht richtig aufgepasst und genau in dieser Situation war Leipzig dann zur Stelle. Mit der Führung im Rücken macht der Gegner es dann natürlich gut und lässt uns viel laufen. Wir müssen diese Niederlage jetzt einfach abhaken und dann geht es auch schon weiter gegen Union Berlin.

Julian Börner

In der ersten Halbzeit haben wir wirklich vieles richtig gemacht und uns gute Möglichkeiten herausgespielt, wie die durch Nöthe und zum Schluss durch Klos. Auf der anderen Seite haben wir in der Defensive selbst auch nicht viel zugelassen, sodass ich meiner Mannschaft insgesamt vom Spielerischen und Kämpferischen her erneut nichts vorwerfen kann. Wir müssen aber aus den vergebenen Chancen lernen, denn klar ist auch, dass wir in solchen Situationen einfach auch mal netzen müssen. Ob ein Unentschieden am Ende jetzt verdient gewesen wäre oder nicht, lasse ich jetzt mal dahingestellt und sie können das selber beurteilen.

Norbert Meier

Wir sind zunächst froh darüber, dass wir an die starken Leistungen von den Spielen vor Kaiserslautern anknüpfen konnten. Uns war schon vor der Begegnung klar, dass es nicht leicht werden wird, hier Tore zu schießen und genau das hat sich dann auch während der Partie bestätigt. Wir selbst haben richtig gut verteidigt, mehr Ballbesitz gehabt und das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Insgesamt können wir daher sehr zufrieden sein, zumal in Bielefeld mit Sicherheit auch nicht viele Mannschaften gewinnen werden.

Ralf Rangnick

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Junglas (66. Görlitz), Behrendt (85. Ulm), Schütz, Hemlein (46. Müller) – Nöthe, Klos.

RasenBallsport Leipzig:
Coltorti – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker – Sabitzer, Kaiser, Demme (84. Khedira), Forsberg (66. Jung) – Selke (74. Poulsen).

Tor:
0:1 (40.) Selke.

Gelbe Karten:
Salger/Kaiser

Zuschauer:
18.664