DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/arminia-bielefeld-sc-preussen-muenster-3/

Sa., 18.04.2015 14:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
SC Preußen Münster (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Starke Offensiv-Individualisten

Seit der Saison 2012/2013 gehört der SC Preußen Münster zu den Spitzenteams der 3. Liga. Im dritten Anlauf soll nun endlich der lang ersehnte Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga gelingen.

Seit der Saison 2010/2011 sind die Preußen zurück in der 3. Liga. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg spielten die Adlerträger eine grundsolide Saison und landeten mit 50 Punkten punktgleich mit dem DSC auf dem zwölften Platz. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze war mit elf Punkten genauso groß wie der Rückstand auf die Aufstiegsränge. In der Spielzeit 2012/2013 verpasste Münster den Aufstieg in die 2. Bundesliga nur um Haaresbreite. Am Ende stand der 4. Platz mit einem Zähler Rückstand auf den VfL Osnabrück auf Platz 3 zu Buche. Weitaus enttäuschender verlief die Saison 2013/2014 für den SCP. Zwar belegte man den sechsten Platz, doch der Rückstand auf den Drittplatzierten SV Darmstadt 98 betrug sage und schreibe 19 Zähler. Nun soll im dritten Anlauf endlich der lang ersehnte Aufstieg glücken, letztmals spielten die Preußen in der Saison 1990/1991 in der 2. Liga.

Sechs Spieltage vor Saisonende belegt das Team von Trainer Ralf Loose aktuell den fünften Tabellenplatz. Der Rückstand auf Platz drei beträgt momentan fünf Punkte, im Saisonfinale ist also noch alles drin für den SCP. Gerne zurückerinnern werden die Preußen sich an das Hinspiel gegen Arminia. Nach 0:1-Rückstand drehten die Münsteraner groß auf und drehten das Spiel zu einem 3:1-Sieg. Vor allem im Offensivbereich hat das Team starke Individualisten in seinen Reihen. Amaury Bischoff, Marcus Piossek und Mehmet Kara können Spiele jederzeit mit einer Einzelaktion entscheiden, der DSC dürfte also gewarnt sein.

„Zuhause sind wir eine Macht“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft. Auch Christian Müller beantwortete die Fragen der Presse.

Im Derby gegen Preußen Münster muss Norbert Meier weiterhin auf seine Langzeitverletzten Peer Kluge und Jonas Strifler verzichten. Für Jerome Propheter kommt das Spiel, trotz Rückkehr ins Mannschaftstraining, noch zu früh. Dass die Gäste aus Münster noch einmal ins Aufstiegsrennen zurückkehren, möchte Meier nicht ausschließen: „Sie sind noch nicht weit weg und werden ihre Chance nutzen wollen, wieder ranzukommen.“ Denn von dem Elf-Punkte-Vorsprung vor Preußen Münster dürfe sich seine Mannschaft nicht blenden lassen. „Münster wird versuchen Bäume auszureißen“, sagte Meier. Deshalb gehe er auch von einer umkämpften Partie aus, in der „eine gute Leistung vonnöten sein wird. Wir müssen alles abrufen“, forderte Meier und verwies auf die die 1:3-Niederlage in Münster. „Wir haben im Hinspiel gesehen, wie gefährlich Münster ist“, mahnt der Cheftrainer.

Mit der Devise „Fehler minimieren und die Grundordnung beibehalten“ geht Arminia in die Partie. Dabei weiß Meier: „Das Derby hat für die Fans noch mehr Bedeutung als ein Spiel gegen Osnabrück.“ Auch wenn das Spiel „punktetechnisch nicht mehr wert“ ist, so wollen die Blauen siegreich vom Platz gehen. „Wenn ein Derby stattfindet, dann willst du es auch gewinnen“, sagte Meier. Dabei wird sich der DSC nur auf sich und das Spiel konzentrieren. „Wir setzen den Fokus auf jedes einzelne Spiel“, so Meier. Bei nur noch sechs zu spielenden Partien weiß Arminias Cheftrainer: „Jeder weitere Erfolg hilft uns den Abstand zu halten.“

Auch Mittelfeldspieler Christian Müller möchte „die Heimstärke fortsetzen.“ Dabei helfe der Mannschaft vor allem die heimische Kulisse. „Durch unsere Fans im Rücken sind wir zu Hause eine Macht“, sagte Müller, der auch weiß, dass die Preußen alles versuchen werden: „Im Derby wird Münster 200 Prozent geben. Wir sind aber lieber der Gejagte als der Jäger“, sagte Arminias Nummer 37, der sich zurzeit die Zehnerposition mit David Ulm teilt. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagte Müller dazu und fügte hinzu: „Wir kommen super miteinander klar.“ Damit der DSC nach der Niederlage gegen Dresden wieder eine Reaktion zeigt, fordert Müller: „Wir müssen die Ruhe behalten und vollen Einsatz zeigen.“

Auch Florian Dick äußerte sich in „Anlauf“ auf ArminiaClubTV zum Derby:

Berichterstattung DSC – Münster

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Preußen Münster.

33 Telgte heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 14:00 Uhr das Spiel gegen Preußen Münster live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden!
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Der NW-Live-Ticker informiert über alle wichtigen Ereignisse des Spiels.
  • Im WDR-Fernsehen wird das komplette Spiel live übertragen.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • ARD, „Sportschau“, 18:00 bis 18:30 Uhr, Zusammenfassung des Spiels
  • WDR, „Sport im Westen“, 16:50 bis 17:20 Uhr, Zusammenfassung des Spiels

Arminia dreht das Derby

Nach 0:1-Pausenrückstand besiegt der DSC den SC Preußen Münster mit 2:1.

Im Gegensatz zum letzten Drittligaspiel gegen Dynamo Dresden veränderte Cheftrainer Norbert Meier seine Anfangself auf drei Positionen. Für den gesperrten Felix Burmeister lief Julian Börner in der Abwehr auf. Im defensiven Mittelfeld begann Tom Schütz für Daniel Brinkmann und hinter Fabian Klos ersetzte Christian Müller David Ulm auf der Zehn.

In einer munteren Anfangsphase durch die Gäste hatte Marcus Piossek in der dritten Minute die erste Möglichkeit der Partie. Sein abgefälschter Schuss ging allerdings einen Meter am rechten Pfosten vorbei. Arminia fand zunächst nicht gut ins Spiel und versuchte durch ein schnelles Umschaltspiel gefährlich zu werden, ohne Erfolg. Auf der Gegenseite rückten die Preußen immer mehr in die Bielefelder Hälfte ein. So auch in der 18. Minute als Mehmet Kara an der linken Strafraumgrenze den Ball auf seinen rechten Fuß legte und nur durch ein Foulspiel von Florian Dick gestoppt werden konnte. Schiedsrichter Florian Meyer zückte schnell die Gelbe Karte und gab den Gästen die Chance aus 17 Metern gefährlich zu werden. Den Freistoß zirkelte Amaury Bischoff am rechten Pfosten vorbei.

ms-2015-spielEbenso deutlich vergaben die Blauen ihren ersten Abschluss in der 23. Minute. Eine Ecke von Florian Dick fand Manuel Junglas 20 Metern vor dem SC-Kasten. Sein Schuss ging jedoch ungefährlich am linken Pfosten vorbei. Fünf Minuten später sorgten die schon zuvor gefährlichen Preußen-Angreifer Piossek und Kara im DSC-Strafraum für Aufregung. Doch Alexander Schwolow war zur Stelle, ehe Kara nach Zuspiel von Piossek zum Abschluss kommen konnte. Die Gäste spielten mutiger und kontrollierter als die Hausherren nach vorne und fanden Lücken im Bielefelder Defensivverhalten.

In der 41. Minute schalteten die Preußen in Person von Piossek schnell um und nutzten ihre Chance zur Führung. Der Angreifer spielte auf den im Strafraum positionierten Marcel Reichwein, der das Leder wieder auf Piossek durchsteckte. Dieser tauchte im Fünfmeterraum alleine vor Schwolow auf, ließ ihn mit einer Finte aussteigen und schob zur 1:0-Gästeführung ein. Eine Minute vor der Pause versuchten sich wieder die Blauen. Dick drang von seiner rechten Seite in den Strafraum ein, behielt die Übersicht und bediente den freien Sebastian Schuppan im Rückraum auf der anderen Seite des Strafraums. Schuppans Direktabnahme flog allerdings einige Meter über das Tor von Schulze, sodass es beim 0:1-Rückstand zur Pause blieb.

Im zweiten Durchgang erwischte der DSC einen Start nach Maß. In der 49. Minute brachte Florian Dick eine Ecke von der rechten Seite vor das Tor. Dort setzte sich Manuel Junglas mit dem Kopf durch und brachte das Leder aus kurzer Distanz aufs rechte untere Toreck. Schulze Niehues war zwar schnell unten, doch der SC-Schlussmann konnte den Ball nicht mehr von der Linie kratzen – 1:1-Ausgleich für die Blauen! Zehn weitere Minuten vergingen bis auch die Preußen wieder vor dem Gehäuse von Schwolow auftauchten. Einen strammen Schuss von Reichwein von der rechten Strafraumseite lenkte Dick über die Querlatte der Bielefelder.

ms-social-2015-spielDoch die Blauen bestimmten nach dem Ausgleich weiter die Partie. In der 65. Minute setzte sich Schuppan auf der linken Seite durch und flankte Richtung langer Pfosten. Seine Hereingabe unterlief Fabian Klos, ehe Christoph Hemlein den Ball runter nahm und im Strafraum auf Tom Schütz spielte, der erst mit rechts und dann mit links abzog, beide Schussversuche wurden jedoch geblockt. Doch die Gefahr für die Gäste war noch nicht vorbei. Die anschließende Ecke drehte das Spiel. Kurz ausgeführt von Dick fand Hemleins abgefälschter Schuss im Gäste-Strafraum Julian Börner, der völlig frei und nicht im Abseits stehend, aus drei Metern zur 2:1-Führung einnetzte. Die SchücoArena mit 25.192 Zuschauern stand Kopf!

Vier Zeigerumdrehungen später bekamen die Münsteraner abermals die Chance durch einen ruhenden Ball. Bischoffs Freistoß aus 21 Metern und zentraler Position rauschte nur wenige Zentimeter über den Querbalken der Blauen. In der 75. Minute wechselte Cheftrainer Norbert Meier das erste Mal. David Ulm kam für Dennis Mast in die Partie. Doch im Anschluss drängte Münster noch einmal auf den Ausgleich. Aus ähnlicher Position wie zunächst beim Freistoß von Bischoff scheiterte Reichwein drei Minuten später an Schwolow, der den flachen Schuss auf die Tormitte parierte (78.). In der Schlussphase hielt der DSC erfolgreich dagegen und konnte mit den eingewechselten van der Biezen und Brinkmann seine 2:1-Führung verteidigen. Nach langer Nachspielzeit pfiff der gute Schiedsrichter Florian Meyer ab und Arminia durfte den Derbysieg feiern.

Die Stimmen zum Derby auf ArminiaClubTV:

Die Pressekonferenz nach dem Derby auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Das war ein hartes Stück Arbeit. In der ersten Hälfte standen wir sehr weit auseinander, die Kompaktheit hat gefehlt. Deshalb haben wir uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und sind gut rausgekommen. Wir haben den Kampf angenommen und die Partie verdient gedreht. Zwar war es kein gutes Spiel von uns, aber wir haben wichtige drei Punkte gewonnen.

Florian Dick

Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen und sind nicht ins Spiel gekommen. Der Ausgleich spielte uns in die Karten und wir haben die Partie verdient gewonnen. Wenn man solche Spiele gewinnt, schafft man es auch, seine Ziele zu erreichen.

Manuel Junglas

In der ersten Halbzeit haben wir wirklich schlecht gespielt. Alles was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben, konnten wir schlichtweg nicht umsetzten. So sind wir zum Beispiel überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben im Spiel nach vorne viel zu wenig gemacht. Umso wichtiger war es, dass wir vieles hiervon in der zweiten Halbzeit abstellen konnten und letztendlich dieses Spiel noch gewinnen konnten.

Tom Schütz

Wichtig war, dass wir die drei Punkte hier in Bielefeld behalten konnten. Nichtsdestotrotz war das, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, eine absolut bodenlose Frechheit von uns. Diese Leistung kann und darf einfach nicht unser Anspruch sein. Nach der Pause sind wir deutlich verbessert aus der Kabine gekommen und dass wir bei Standards immer gefährlich sein können, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr. Natürlich freue ich mich, dass ich nach vier Wochen verletzungsbedingter Pause den Siegtreffer erzielen konnte, aber letztendlich ist es völlig egal wer bei uns die Tore schießt. Viel wichtiger sind am Ende die schon angesprochenen drei Punkte und diese wollen wir auch nächste Woche in Erfurt wieder einfahren.

Julian Börner

Das war ein richtig schweres Spiel für uns. Preußen Münster hat zur Halbzeit völlig verdient geführt. Wir hingegen haben bis dahin überhaupt nicht in unser Spiel gefunden. Lobend möchte ich erwähnen, dass die Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit genau die Mentalität auf den Platz gebracht hat, die es braucht und sich und den Fans nach langer Zeit endlich diesen Derbysieg beschert hat. Dass es hier nicht jede Woche ein Fußballfest geben kann, ist doch völlig klar. Da braucht es eben manchmal auch einen dreckigen Sieg wie diesen, der, wenn man sich die anderen Ergebnisse in der Liga anschaut, enorm wichtig für uns war.

Norbert Meier

In der ersten Halbzeit waren wir gut organisiert, hatten gute Balleroberungen und haben einen wunderschön herausgespielten Treffer erzielt. Genau da wollten wir dann auch in der zweiten Halbzeit ansetzen. Schade, dass wir anschließend durch zwei Standardsituationen ins Hintertreffen geraten. In der Schlussphase haben wir dann nochmal alles versucht, aber am Ende hat es leider nicht mehr für uns gereicht, diesen Rückstand wettzumachen.

Ralf Loose

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Junglas, Schütz – Hemlein (90. Brinkmann), Müller, Mast (75. Ulm) – Klos (90. van der Biezen).

SC Preußen Münster:
Schulze Niehues – Berzel, Scherder, Heitmeier, Hergesell – Truckenbrod, Bischoff – Siegert (79. Hoffmann), Piossek, Kara – Reichwein (79. Krohne).

Tore:
0:1 (41.) Piossek, 1:1 (49.) Junglas, 2:1 (65.) Börner.

Gelbe Karten:
Dick, Mast, Klos, Junglas, Salger, Schuppan/Reichwein, Bischoff

Zuschauer:
25.192