DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/arminia-bielefeld-sv-sandhausen-3/

So., 25.10.2015 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
SV Sandhausen (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Punkte-Handicap schnell ausgemerzt

Mit einem gewaltigen Handicap startete der SV Sandhausen in die neue Spielzeit, denn wegen Lizenzverstößen begann der Verein aus der Rhein-Neckar-Metropolregion die Saison mit drei Minuspunkten. Dank eines überragenden Saisonstarts konnte dieses Handicap aber schnell wettgemacht werden.

Nicht zuletzt wegen des Punktabzugs lautete das Sandhäuser Ziel, sich frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Das Team blieb in seinen Grundzügen bestehen, mit Manuel Riemann (Tor, VfL Bochum) und Lukas Kübler (Abwehr, SC Freiburg) gingen lediglich zwei absolute Stammspieler. Neuer Stammtorwart ist der letztjährige Ersatztorwart Marco Knaller. Von den Neuzugängen erkämpften sich bislang Philipp Klingmann (Abwehr, Karlsruher SC) und Jakub Kosecki (Mittelfeld, Legia Warschau) einen Stammplatz. Viel erhoffte man sich auch von den jungen Erik Zenga (Mittelfeld, Preußen Münster) und Jose Pierre Vunguidica (Sturm, Wehen Wiesbaden), doch beide sind seit dem Sommer wegen schwerwiegender Verletzungen nicht einsatzfähig. Ex-Armine Nico Hammann, der im Sommer vom 1.FC Magdeburg kam, konnte sich hingegen noch keinen Stammplatz erarbeiten. Beinahe hätte mit Florian Hübner noch ein dritter Stammspieler kurz vor Transferschluss den SVS verlassen, doch die Sandhäuser blieben standhaft und ließen die stark interessierten und einige Euros bietenden Paderborner abblitzen. Wie wichtig Hübner für die Mannschaft ist, bewies er schließlich auch schon wieder in dieser Spielzeit. Bei Redaktionsschluss hatte er als Abwehrspieler bereits drei Treffer erzielt.

Im Sturm hat man mit Andrew Wooten, Aziz Bouhaddouz und Ranisav Jovanovic gute Qualität in seinen Reihen. Wooten ist in der Torjägerliste ganz weit vorne dabei. Sein Teamkollege Bouhaddouz hätte das auch schaffen können, erzielte drei Tore in den ersten drei Spielen, zog sich dann aber einen Bänderriss zu und fehlte fortan. Den Sandhäuser Erfolg machen aber nicht nur diese Spieler aus, vielmehr sind es die guten Leistungen und der Wille, die das Team antreiben. Einen großen Anteil am Sandhäuser Erfolg hat auch Cheftrainer Alois Schwartz. Er bestreitet mittlerweile seine dritte Saison als SVS-Chefcoach. Trotz eines nicht grade üppigen Budgets kitzelt er Jahr für Jahr gute Leistungen aus seinem Team heraus und dürfte demnächst bestimmt ein Angebot zur Vertragsverlängerung erhalten. Schließlich läuft der Kontrakt von Schwartz am Saisonende aus und die Konkurrenz schläft nicht. So war es im September der FC St. Gallen, der mehr oder weniger offen sein Interesse an Schwartz bekundete und ein Angebot abgab, das Schwartz jedoch umgehend ablehnte. Seinen Weg im Hardtwald sieht der 48-Jährige offenbar als noch nicht beendet an. Man darf gespannt sein, wo es für unsere Gäste in dieser Saison noch hingeht.

„An die eigenen Stärken glauben“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen. Auch Julian Börner beantwortete die Fragen der Presse.

Für das Spiel fehlen Norbert Meier weiterhin Daniel Brinkmann (Pfeiffersches Drüsenfieber), Christian Müller, Felix Burmeister (beide Reha), Manuel Junglas (Mittelfußprellung) und Marco Hober (Innenbanddehnung). Peer Kluge fällt ebenfalls aus nachdem er gestern im Training einen Schlag auf das Wadenbeinköpfchen bekam. Jonas Strifler dagegen wird für die Partie gegen Sandhausen erstmalig seit seinem Kreuzbandriss wieder im Kader stehen.

„Das Ergebnis ist natürlich höchst ärgerlich“, sagte Meier zu der 0:1-Niederlage am vergangenen Freitag in Düsseldorf. Aber auch da gelte wie immer: „Mund abputzen und die Lehren daraus ziehen.“ Das Spiel sei sicherlich nicht einseitig von Fortuna Düsseldorf geführt worden, aber ein eigener Fehler war letztlich spielentscheidend. Meier erklärte, worauf es jetzt ankomme: „Wir müssen noch abgezockter werden im Ausnutzen von Torchancen und im Verhindern von Torchancen. Ich habe vollstes Vertrauen in meine Mannschaft, die Spieler sind lernbegierig und wollen sich auch spielerisch Dinge erarbeiten. Wir haben schon viele gute Leistungen gezeigt, die haben sich aber nicht immer in Punkten darstellen lassen.“

Mit dem SV Sandhausen kommt eine Mannschaft, die „über Jahre hinweg in der 2. Liga gewachsen ist. Sie nutzen ihre Torchancen gut aus und wissen, wie sie zu stehen haben. Wir haben aber in anderen Spielen schon gezeigt, dass wir Mittel und Wege finden, diese Mannschaft zu bespielen. Und wir wissen auch ganz genau, dass nach ein, zwei Siegen für uns die Tabelle schon wieder ganz anders aussehen könnte.“ Für Meier zählt vor allem eins: „Wir denken immer positiv. Es ist wichtig, an die eigenen Stärken zu glauben. Die Spieler dürfen keine Angst vor Fehlern haben. Jetzt ist angesagt, dass wir den Bock umstoßen, vielleicht auch mal einen dreckigen Sieg einfahren.“

Innenverteidiger Julian Börner äußerte sich ähnlich: „Wir wünschen uns den ersten Heimsieg natürlich genauso sehr wie die Fans. Wir wissen aber auch, dass wir selten schlechten Fußball gezeigt haben. Wir kämpfen gut und laufen unheimlich viel, wir belohnen uns nur am Ende nicht für den großen Aufwand, den wir betreiben. Das sind kleine Nuancen, vielleicht fehlt manchmal vor dem Tor auch einfach das Quäntchen Glück.“ Angesprochen auf die Tabellensituation, erklärte er: „Wenn wir am Ende der Saison auch auf Platz 14 stehen, dann liegen wir uns alle in den Armen und freuen uns, denn dann hätten wir das Ziel Klassenerhalt erreicht. Es gibt im Moment keinen Grund für Hektik oder schlechte Stimmung. Wir trainieren gut, die Stimmung in der Mannschaft ist gut.“

Sandhausen, so Börner, stehe sicher nicht unverdient weit oben in der Tabelle. Aber er fügte hinzu: „Die kochen auch nur mit Wasser. Wenn wir Vollgas geben und an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen, dann ist Sonntag der erste Dreier zuhause drin.“

Ausführliche Stimmen von Meier und Börner gibt es auch im Podcast von Radio Bielefeld.

In „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ äußert sich auch Björn Jopek zum Spiel gegen Sandhausen:

https://www.youtube.com/watch?v=uH4–xlpEjU

Berichterstattung DSC – Sandhausen

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den SV Sandhausen.

12 Sandhausen heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel gegen den SV Sandhausen live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Der Ball will nicht ins Tor

Arminia und der SV Sandhausen trennen sich 0:0.

Im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf im vorangegangenen Auswärtsspiel veränderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team nur auf einer Position. Für Björn Jopek stand David Ulm in der Startelf. Außerdem nahm Jonas Strifler zum ersten Mal nach überstandener Verletzung (Kreuzbandriss) wieder auf der Bank Platz. Arminia agierte im 4-2-3-1-System.

dsc-svs-2015-aktuell (2)Der DSC begann druckvoll und kam in der zweiten Minute nach einem Freistoß von Florian Dick aus dem Mittelkreis zu einer ersten Torchance. Julian Börner legte den Ball am linken Pfosten quer, erreichte aber nicht Fabian Klos und Christoph Hemlein am langen Pfosten. Arminia spielte weiter nach vorne und bekam in der 7. Minute einen Freistoß aus zentraler Position zugesprochen, als Sandhausens Hübner den Ball mit der Hand gespielt hatte. Der Ball, geschossen von Brian Behrendt, blieb in der Mauer hängen und Sandhausen klärte zur Ecke, die aber nichts einbrachte.

In der 10. Minute kam dann Sandhausen zu seinem ersten Torschuss, Wolfgang Hesl konnte den Ball von Jakub Kosecki aber leicht festhalten. Arminia machte weiter das Spiel, Sandhausen stand aber defensiv sehr kompakt. In der 19. Minute hatte David Ulm die nächste richtig gute Torgelegenheit nach Zuspiel von Fabian Klos, setzte den Ball aber als Lupfer auf die Torlatte. Einen Freistoß von Florian Dick in der 22. Minute konnte Sandhausens Torhüter Marco Knaller anschließend gerade so noch abfangen. Das Spiel verlagerte sich anschließend etwas mehr in die Hälfte von Arminia. In der 26. Minute köpfte Sandhausens Tim Kister den Ball nach der ersten Ecke für Sandhausen ebenfalls nur sehr knapp über das Tor von Wolfgang Hesl.

In der Folge spielte aber wieder nur Arminia und kam in der 31. Minute durch Christopher Nöthe zu einer nächsten Torchance. Knaller konnte den Ball aus der Distanz noch mit der Faust abwehren. Brian Behrendt probierte es in der 35. Minute mit einem satten Schuss aus der zweiten Reihe, der zur Ecke abgewehrt wurde. In der 40. Minute kam Fabian Klos alleinstehend vor dem Tor zum Schuss, der Ball strich jedoch rechts am Tor vorbei. Arminia war überwiegend im Vorwärtsgang unterwegs, der Ball wollte aber einfach nicht über die Linie.

Beide Mannschaften kamen nach der Pause unverändert aus der Kabine. In der 49. Minute hatte Sandhausens Leart Paqarada jedoch etwas zu viel Schwung, als er mit seiner Grätsche nicht nur den Ball, sondern auch Christoph Hemlein traf und dafür die gelbe Karte sah. Der von David Ulm getretene Freistoß brachte aber nichts ein. Die nächste dicke Torchance hatte Arminia als Nöthe in der 51. Minute den Ball von links vor das Tor der Sandhausener flankte. Den Kopfball von Fabian Klos konnte Knaller aber sensationell entschärfen.

dsc-svs-2015-aktuell (1)Die Partie spielte sich nun wieder überwiegend in der Hälfte von Sandhausen ab, Knaller im Tor der Gäste vereitelte aber diverse Tormöglichkeiten des DSC. In der 54. Minute spielte Dick einen Freistoß quer auf Tom Schütz, der aus der Distanz abzog. Knaller lenkte den Ball noch so eben um den Pfosten. Das gelang dem Sandhäuser Torwart auch zwei Minuten später als Ulm aus 18 Metern geschossen hatte.

In der 60. Minute dann der erste Torschuss des SV Sandhausen in der 2. Halbzeit. Paqarada schoss den Ball aus 20 Metern aber knapp am Tor von Wolfgang Hesl vorbei. In der 63. Minute nahm Cheftrainer Norbert Meier die erste Auswechslung vor: Michael Görlitz kam für Christoph Hemlein auf den Platz. Arminia bestimmte weiterhin das Spiel, die Gäste tauchten kaum einmal vor dem Tor auf. In der 68. Minute schloss Andrew Wooten einen Angriff des SVS ab. Hesl konnte den Ball nicht festhalten, aber Stephan Salger klärte die Situation.

Auch in der Schlussphase spielte Arminia weiter im Vorwärtsgang. In der 78. Minute rasselten Björn Jopek, der für Ulm in die Partie gekommen war, und Robert Zillner mit den Köpfen zusammen. Während Jopek weitermachen konnte, kam auf der Seite von Sandhausen Marco Thiede für den blutenden Zillner ins Spiel. Arminia drückte weiter auf ein Tor, wirklich zwingende Möglichkeiten sprangen aber nicht mehr heraus, weshalb das Spiel am Ende 0:0 endete.

Die Pressekonferenz mit Norbert Meier und Alois Schwartz nach dem Spiel:

Die Stimmen zum auf ArminiaClubTV mit Tom Schütz, Christopher Nöthe und Wolfgang Hesl:

Stimmen zum Spiel

Man könnte sagen ‚Ewig grüßt das Murmeltier‘, aber damit würde man unserer Mannschaft nicht gerecht werden. Der Wille und die Bereitschaft das Spiel in die Hand zu nehmen waren da. Es war aber gefährlich, in Konter zu laufen, wenn man vorne seine eigenen Chancen nicht nutzt.

Norbert Meier

Das Spiel hat nicht so angefangen, wie wir es uns vorgestellt hatten, also gleich mit einer großen Torchance gegen uns. Wir haben den Gegner zu Chancen eingeladen und hatten keine Entlastung. Danach war es ein bisschen besser, aber in der zweiten Halbzeit ging es wieder so los. Wir hatten viele Ballverluste, der Gegner hatte drei bis vier Riesenchancen, aber unser Torwart Marco Knaller hat ein überragendes Spiel gemacht. Das 0:0 war glücklich für uns. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, Arminia hat erst zweimal verloren und hat eine gute Mannschaft.

Alois Schwartz

Wir sind natürlich enttäuscht. Wir hatten klare Torchancen, wir haben alles probiert, haben Druck gemacht und haben versucht, das Ding zu erzwingen. Es wollte heute einfach keiner reingehen. Wir haben hinten zu Null gespielt, das ist gut, und wir haben gezeigt, dass wir mehr als mithalten können. Wir müssen uns das Glück weiter erarbeiten, der berühmte Knoten muss platzen. Wir dürfen uns aber nicht verrückt machen lassen. Wichtig ist, dass wir nah dran waren, auch näher an einem Sieg dran waren als Sandhausen.

Florian Dick

Wir haben heute alles reingeworfen, haben ein gutes Spiel gemacht. Wir waren auch besser als Sandhausen, wir hatten gute Chancen. Aber es gibt keinen Grund zu verzweifeln, wir müssen weitermachen. Natürlich ärgern wir uns, dass wir die Chancen nicht genutzt haben, daran müssen wir arbeiten. Aber jetzt ist es ein Punkt, den wir auch mitnehmen müssen.

Brian Behrendt

Wir haben das Spiel gut kontrolliert und wenig zugelassen. Sandhausen stand gut und sehr tief, das macht es schwierig, weil dann die Räume eng sind. Wir haben viel investiert und hatten auch unsere Chancen. Leider haben wir es nicht geschafft uns zu belohnen, obwohl heute vieles stimmte. Es ist keine Kopfsache, es ist einfach ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Misserfolg. Wir zweifeln nicht, in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wir müssen weiterarbeiten und effektiver werden, aber wir sind auf einem guten Weg.

David Ulm

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Behrendt, Schütz – Hemlein (63. Görlitz), Ulm (71. Jopek), Nöthe – Klos.

SV Sandhausen:
Knaller – Hammann, Kister, Hübner, Paqarada – Linsmayer, Kulovits – Wooten (72. Bouhaddouz), Zillner (80. Thiede), Kosecki (88. Roßbach) – Jovanovic.

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
-/Jovanovic, Paqarada

Zuschauer:
15.535