DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 08.11.2014 14:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
SV Wehen Wiesbaden (0)

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Kienle nutzt sein Netzwerk

Alle Jahre wieder gehört der SV Wehen Wiesbaden zu den Spitzenteams der dritten Liga. In diesem Jahr peilt man erneut den großen Sprung an und möchte zum zweiten Mal nach 2007 in die 2. Bundesliga aufsteigen.

Dafür sollen vor allem der sportliche Leiter Michael Feichtenbeiner und Cheftrainer Marc Kienle sorgen. Sie erneuerten den Wiesbadener Kader im Sommer auf insgesamt zehn Positionen. Auffällig dabei: Nur zwei der Neuzugänge waren älter als 24 Jahre. Kienle nutzte dabei vor allem seine guten Kontakte zum Erstligisten VfB Stuttgart, für den er von 1991 bis 1995 als Spieler aktiv war und für dessen Jugendabteilung er von 2007 bis 2012 arbeitete. Mit Soufian Benyamina, Thomas Geyer, Alexander Riemann und Patrick Funk stehen gleich vier ehemalige Stuttgarter Nachwuchsspieler im aktuellen Wiesbadener Aufgebot.

Auch bei einem weiteren ehemaligen Arbeitgeber bediente sich Kienle: Vom FC Bayern, dessen A-Jugend er 15 Monate lang trainierte, wechselte Abwehrspieler Daniel Wein zum SVWW. Unter dieser Verpflichtung litt zuletzt vor allem ein Ex-Armine. Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede spielt derzeit keine Rolle in den Planungen von Kienle. Der zweite Ex-Armine ist hingegen unumstritten. Nico Herzig ist nicht nur der Wiesbadener Abwehrchef, sondern auch Kapitän des Teams. Gemeinsam mit den Sechsern Robert Müller und Michael Wiemann sowie Spielmacher Nils-Ole Book bildet er die spielbestimmende Achsen bei den Hessen. Im Angriff hat sich derweil Jose Pierre Vunguidica zu einem verlässlichen Torjäger entwickelt, der von den Vorlagen der schnellen Flügelspieler Riemann und Tobias Jänicke profitiert.

„Von Druck frei machen“

Vor dem Heimspiel gegen den derzeitigen Tabellenersten SV Wehen Wiesbaden informierte Cheftrainer Norbert Meier auf der heutigen Pressekonferenz über die sportliche Situation seiner Mannschaft.

„Ziel war es zunächst, eine gute Saison zu spielen und den Anschluss zu halten. Das haben wir bisher erreicht. Auch wenn es auswärts bisher punktemäßig nicht gut gelaufen ist“, entgegnete Meier auf die Frage, ob der Druck nach der Auswärtsniederlage in Kiel nun in der heimischen SchücoArena siegen zu müssen, gestiegen sei. Man müsse die Spiele auch differenziert betrachten, man könne das Spiel in Kiel nicht mit dem in Münster vergleichen. Arminia wäre gerne Tabellenerster geblieben und kann sich kämpferisch in Kiel keinen Vorwurf machen, doch leider stimmte das Ergebnis am Ende nicht. „Wir müssen uns von Druck frei machen, denn du brauchst eine gewisse Gelassenheit, um Leistung zu bringen“, bekräftigte Meier.

Das Spiel gegen Wiesbaden ist das dritte Heimspiel in Folge gegen einen Tabellenführer oder eine Mannschaft, welche einen direkten Aufstiegsplatz belegte, erklärte Meier. Wehen Wiesbaden sei ebenso wie der DSC eine Mannschaft, die vor der Saison als Aufstiegskandidat von Experten gehandelt worden ist und die sich besonderes im Offensivbereich gut verstärkt habe. Doch auch der SVWW konnte sich bisher in der Tabelle nicht absetzen und das wolle die Mannschaft von Norbert Meier auch weiterhin verhindern. „Wir haben mehrmals gezeigt, dass wir gut Paroli bieten können. Wir müssen voll konzentriert und gut organisiert in das Spiel gehen, um die drei Punkte einzufahren“, sagte Norbert Meier zum Spitzenspiel der dritten Liga. Gerade im oberen Bereich der Tabelle geht es momentan eng zu: Von Tabellenplatz eins zu Tabellenplatz zehn besteht lediglich eine Differenz von vier Punkten. „Das sind alles enge Spiele, doch ich bin überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft sind. In dieser Liga kann sich auch Arminia nicht so durch die Liga schießen. Wir müssen viel tun und bekommen nichts geschenkt“, meinte der Cheftrainer.

Personell fehlt dem DSC am Samstag weiterhin Manuel Hornig, der sich nach seiner Kreuzbandverletzung im Aufbautraining befindet. Auch Christian Müller fällt nach seiner Meniskusoperation vom Mittwoch aus. Norbert Meier geht davon aus, dass der Offensivspieler nach der Weihnachtspause wieder einsteigen wird, hofft aber auf eine schnellere Genesung. Hinter den Einsätzen von Pascal Testroet und Daniel Brinkmann steht ein Fragezeichen. Beide Spieler sind angeschlagen und konnten zuletzt nicht das volle Trainingsprogramm der Mannschaft absolvieren.

Die Anlauf-Folge vor dem Spiel gegen den SVWW mit Sebastian Schuppan:

1:1 im Spitzenspiel gegen den SVWW

Der DSC erreicht im Heimspiel gegen den Tabellenführer SV Wehen Wiesbaden ein 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Kiel änderte Trainer Norbert Meier seine Startelf lediglich auf einer Position. Dennis Mast spielte wieder von Anfang an als Linksaußen für den DSC und Marc Lorenz saß auf der Bank. Arminia agierte im 4-2-3-1 Spielsystem.

Bereits direkt am Anfang gab es die erste Chance für den DSC. Mast flankte von links auf Kapitän Fabian Klos, doch dieser verpasste knapp den Ball (4. Minute). Die nächste Chance folgte schnell darauf in der 9. Spielminute: Nach einer Flanke von Tom Schütz aus dem Halbfeld kam Julian Börner frei vor dem Tor zum Kopfball, der Ball ging jedoch über das Tor. In der 13. Minute spielte sich der DSC zur nächsten Möglichkeit, der Ball kam in die Spitze zu David Ulm, der sich gegen zwei Wiesbadener durchsetzte, dann jedoch im Fünfmeterraum das Spielgerät noch abgejagt bekam.

Die Gäste kamen erstmals nach einer Viertelstunde zu einer Chance. Alexander Schwolow hatte mit einem schwachen Abwurf einen Konter für die Wiesbadener eingeleitet. José Pierre Vunguidica stürmte von Linksaußen in den Bielefelder Strafraum und legte zurück auf Nils-Ole Book, der aber beim Abschluss von Sebastian Schuppan behindert wurde und somit nicht weiter torgefährlich werden konnte. Auf der Gegenseite spielte Michael Wiemann, Mittelfeldspieler des SVWW, in der 26. Minute im Strafraum unfreiwillig auf Mast ab, der es aus der Drehung probierte, doch der Ball ging über das Tor.

Arminia agierte weiter spielbestimmmend und hatte in der 36. Minute die bis dato größte Chance. Über links spielte sich Felix Burmeister frei, der aus dem Halbfeld dann auf den im Strafraum stehenden Fabian Klos flanken konnte, dieser spielte erneut auf Burmeister ab, der es ca. zwölf Meter vor dem Wehener Tor versuchte, doch den Ball knapp über das Tor setzte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Burmeister die letzte Chance der ersten Hälfte, nach einem Freistoß durch Florian Dick verpasste er nur knapp den Kopfball Richtung Tor.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang es den Gästen besser, das Tempo aus den Angriffen des DSC zu nehmen. Die Gäste wurden zudem zunehmend torgefährlich. Nach einem Foul an Tobias Jänicke setzte Daniel Wein zu einem Freistoß aus zentraler Position an, doch der Ball landete am Pfosten des DSC (61. Minute). Das erste Tor erzielte jedoch Arminia in der 68. Spielminute. Christoph Hemlein zündete auf der rechten Seite den Turbo, spielte den Ball flach Richtung langer Pfosten zu Dennis Mast, der den Ball akrobatisch mit der Hacke zum 1:0 im Tor unterbrachte.

Doch nur acht Minuten später erzielte Wehen Wiesbaden den 1:1-Ausgleich nach einem schönen Spielzug. Der eingewechselte Soufian Benyamina wurde im Rücken der Abwehr von Tobias Jänicke bedient und vollendete frei vor Schwolow eiskalt. Drei Minuten später der nächste Aufreger: Michael Wiemann griff David Ulm nach einem Foul mit beiden Händen an den Hals. Eine klare Tätlichkeit, die Schiri Deniz Aytekin mit der roten Karte ahndete. In den letzten Minuten drängte Arminia noch einmal auf die Entscheidung, doch immer wieder hatten die Gäste ein Bein in letzter Sekunde dazwischen oder köpften die Bielefelder Standards aus der Gefahrenzone. Das Spiel endete somit mit einem 1:1-Unentschieden.

Die Stimmen zum Spiel mit Florian Dick, Julian Börner und Dennis Mast:

 

Die Pressekonferenz mit beiden Cheftrainern auf ArminiaClubTV:

 

Stimmen zum Spiel

Ich kann dieses Spiel gerade noch gar nicht einordnen. Du führst 1:0 und dann musst du eigentlich clever genug sein, dass die drei Punkte hier bleiben. Wiesbaden hat uns viel abverlangt, vielleicht müssen wir über diesen einen Punkt auch froh sein. In der ersten Halbzeit hatten wir gute Chancen, diese hätten wir zur Führung ausnutzen müssen. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichener. Gegen Regensburg müssen wir auf Sebastian Schuppan und Fabian Klos verzichten, aber ich denke, dass unser Kader gut genug besetzt ist, um diese Ausfälle zu kompensieren. Aber erst mal haben wir jetzt zwei Wochen Zeit, um während der Länderspielpause Luft zu holen.

Julian Börner

In der ersten Halbzeit wollten wir Druck machen und unsere Heimstärke beweisen. In der zweiten Halbzeit hat Wiesbaden dann eine Druckphase. Nach dem 1:0 hätten wir es eigentlich über die Bühne bringen müssen, wir hätten cleverer und ruhiger am Ball sein müssen. Wir hatten nach dem Tor das Selbstvertrauen und wollten das 2:0 nachlegen und kassieren dann das Konter-Tor. Ich bin mit meiner Leistung heute, abgesehen vom Tor, nicht hundertprozentig zufrieden, wir hatten einfach zu viele Ballverluste. Ich denke wir müssen jetzt mit dem 1:1 zufrieden sein.

Dennis Mast

In der ersten Halbzeit waren wir etwas besser im Spiel und hatten zwei, drei gute Chancen, von denen wir vielleicht eine zur Führung hätten nutzen müssen. Im zweiten Durchgang sah das dann leider etwas anders aus. Dort hatten wir sicherlich in der einen oder anderen Situation auch das nötige Glück auf unserer Seite. Deswegen denke ich, dass dieses Ergebnis am Ende auch absolut in Ordnung geht. Natürlich hätten wir gerne wieder gewonnen und wir haben in meinen Augen auch alles dafür getan, aber in einem Spitzenspiel wie diesem können und müssen wir uns jetzt auch mal mit einem Unentschieden zufrieden geben. Wichtig ist, dass wir uns dadurch jetzt nicht irritieren lassen und gegen die Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle gewinnen.

Sebastian Schuppan

Ich denke, dass wir mit dem Spiel nicht zufrieden sein können. Wir waren nicht so souverän, wie in den letzten Heimspielen und hätten deutlich besser spielen können, als wir es letztendlich auf dem Platz gezeigt haben. Dies lag sicherlich aber auch an einem guten Gegner aus Wiesbaden, bei dem wir immer wieder auf Konter aufpassen mussten. Leider haben dann auch wir den Gegentreffer in unserer besten Phase bekommen, sodass das Spiel am Ende eben Unentschieden ausgeht. Wir müssen jetzt unsere Wunden lecken und dann im nächsten Spiel wieder voll da sein.

Norbert Meier

Wir haben ein intensives und gutes Drittligaspiel gesehen, in das wir vor allem in der zweiten Halbzeit gut hereingefunden haben. Leider haben wir dann allerdings den Gegentreffer in unserer besten Phase kassiert und mussten die Partie zum Schluss sogar nur mit zehn Mann beenden. Das ist natürlich schade, dennoch bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft insgesamt sehr zufrieden.

Marc Kienle

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Schütz (64. Strifler), Burmeister – Hemlein, Ulm, Mast – Klos.

SV Wehen Wiesbaden:
Kolke – Wein, Herzig, Geyer, Mintzel – Mrowca (89. R. Müller), Wiemann – Jänicke (79. Riemann), Book, Vunguidica – Schnellbacher (75. Benyamina).

Tore:
1:0 (68.) Mast, 1:1 (76.) Benyamina.

Gelbe Karten:
Schuppan, Börner, Klos, Ulm/Mrowca, Mintzel

Rote Karte:
Wiemann (79.) wegen einer Tätlichkeit

Zuschauer:
12.923