DSC Arminia Bielefeld -

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So., 28.08.2016 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(2)
1. FC Union Berlin (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Im dritten Anlauf soll es klappen

Aller guten Dinge sind drei – so lautet wohl das Motto der Partie gegen Union Berlin. Im dritten Anlauf wollen sowohl Arminia, als auch die „Eisernen“ in der SchücoArena die ersten drei Punkte der Saison einfahren und in der Tabelle einen Satz nach oben machen.

Es war für beide Mannschaften nicht der erhoffte Saisonstart: Arminia holte gegen den Karlsruher SC vor heimischem Publikum einen Punkt, Union Berlin gelang ebenfalls im eigenen Stadion ein Punktgewinn gegen den Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden. Im ersten Spiel der Saison gegen den VfL Bochum mussten die Eisernen eine unnötige Niederlage in Kauf nehmen, nachdem Union-Torhüter Jakob Busk in der zweiten Halbzeit ein Fehler unterlief: Beim Stand von 1:1 klatschte Busk eine Hereingabe von Bochums Nils Quaschner nur ab, Tom Weilandt war zur Stelle und chippte den Ball in das Tor der Eisernen. Das Spiel gegen Dynamo Dresden verlief ähnlich ärgerlich: Nachdem Collin Quaner Union in der 66. Minute nach einem ursprünglichen 0:1-Rückstand zur 2:1-Führung einschoss, dauerte es nur sechs Minuten, bis Andreas Lambertz für Dynamo wieder ausglich.

In den nächsten Spielen vorangehen soll jetzt vor allem Felix Kroos. Der 25-Jährige war bereits zur letzten Winterpause von Werder Bremen in die Hauptstadt ausgeliehen worden und unterschrieb zur neuen Saison einen festen Vertrag bis 2019. Und nicht nur das: Unions neuer Cheftrainer Jens Keller ernannte ihn auch kurzerhand überraschend zum Kapitän der Eisernen. In der vergangenen Spielzeit glänzte er vor allem durch seine sechs Vorlagen in zwölf Spielen und steuerte zudem zwei Tore bei. Am Ende stand Union in der Tabelle dann mit 49 Zählern auf Platz sechs. Im Blick behalten sollte die DSC-Abwehr in der heutigen Partie zudem Nils Quaner: Der ehemalige Bielefelder (Saison 2011/12) machte im letzten Spiel gegen Dynamo Dresden durch seinen Doppelpack binnen acht Minuten auf sich aufmerksam, spielte eine starke Partie. Unions Trainer Keller war zufrieden mit der Leistung seines Stürmers, der für den verletzten Philipp Hosiner in die Startelf gerückt war: „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, nicht nur wegen der Tore. Er hat seinen Körper gut eingesetzt, immer wieder Räume gerissen und macht dann zwei Tore“, so der 45-Jährige gegenüber dem „Kicker“. Fraglich bleibt indes der Einsatz von Hosiner: Der gebürtige Österreicher zog sich im Training einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu und wird eventuell nicht rechtzeitig fit für das Spiel in Bielefeld.

Schaut man sich einmal die jüngere Bilanz der beiden Teams gegeneinander an, darf Arminia optimistisch in die Partie gehen: In der vergangenen Saison spielte man in Berlin zunächst torlos unentschieden, in der SchücoArena hingegen gewann der DSC mit 2:0 durch Tore von David Ulm und Fabian Klos.

„Gemeinsam unsere Ziele erreichen“

In der heutigen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Union Berlin am Sonntag standen Arminia-Cheftrainer Rüdiger Rehm sowie Tom Schütz den Journalisten Rede und Antwort.

Cheftrainer Rüdiger Rehm ging zu Beginn wie gewohnt auf die Personalien der eigenen Mannschaft ein und verkündigte diesbezüglich – wie so oft in letzter Zeit – positive Nachrichten: Bis auf Daniel Brinkmann, der sich eine Prellung an der Ferse zugezogen hat, hat Rehm wortwörtlich „die Qual der Wahl“ und ausschließlich Spieler zur Verfügung, die „topfit und bereit“ sind.

Als interessant gestaltete sich der Vergleich der Journalisten in den letzten Tagen zwischen Arminia und Union Berlin, den auch Rehm so bestätigte: „Es ist wirklich der Fall, dass es viele Parallelen gibt. Ein neuer Trainer, die gleiche Punktausbeute und der knappe Pokalsieg. Allerdings habe ich mir das Union-Spiel gegen Dresden angeschaut und Dresden muss da das Spiel eigentlich für sich entscheiden. In unseren Partien hätten wir hingegen beide Ligaspiele für uns entscheiden müssen.“ Dennoch weiß auch Rehm, dass die Ansprüche in Berlin hoch sind. Mit Jens Keller sei ein Trainer geholt worden, der für Höheres als die 2. Liga stehe und sicher nach oben blicke. Union sei aber stotternd gestartet und Rehm sowie seine Mannschaft hoffen, dass „das gegen uns so bleibt.“ Tom Schütz betont zudem, dass der Fokus vor allem auf dem eigenen Team liegen soll: „Ich glaube wir tun gut daran, wenn wir weniger über den Gegner und mehr über uns sprechen. Wir müssen erst einmal an unserem eigenen Spiel arbeiten. Dennoch steht Union natürlich ein wenig unter Druck – wir müssen unser Spiel machen, alles andere wird sich dann zeigen.“

Insgesamt will Rehm „einen Schritt nach vorne machen mit dem ersten Heimsieg.“ Dafür sei der Sieg in Essen durchaus förderlich für die Stimmung gewesen, die in der ganzen Trainingswoche sehr positiv war. Auch individuell hat das Pokalspiel Früchte getragen. So zum Beispiel bei Fabian Klos, der im Ruhrpott in der regulären Spielzeit gleich doppelt traf. „Ich sehe definitiv einen Unterschied bei ihm. Ich glaube, dass er sich sehr viel Druck macht, was gar nicht sein muss. Er wird sich automatisch durch seine Leistungen mit Toren belohnen. Für die Mannschaft ist er ein sehr wichtiger Teil – er bestimmt das Tempo im Pressing. Jetzt ist er befreit und hat auch heute im Trainingsspiel das 1:0 gemacht“, erklärte Rehm.

1860-dsc-2016 (6)-SchützWichtig wird am Sonntag aber nicht nur die Verfassung der Mannschaft, sondern auch die der Fans sein. Rüdiger Rehm betonte noch einmal die Wichtigkeit ihrer Unterstützung, die er in dieser Saison stetig als gegeben gesehen hat. Auch Tom Schütz betonte, dass das Publikum eine große Motivation für die Spieler darstelle: „Die Fans werden enorm wichtig sein. Gerade wenn wir in einer Phase sind, wo nicht alles klappt. Wir werden die Fans brauchen, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen“, so Arminias Nummer 6. Zu seiner persönlichen, neuen Position auf der rechten Abwehrseite im Spiel äußerte er zudem: „Es ist eine neue Position für mich bei Arminia, in der Jugend bei Bayern München habe ich sie allerdings schon manchmal gespielt. Wir haben das in der Vorbereitung ausprobiert und ich habe es anscheinend gut gemacht – sonst hätte der Trainer mir das Vertrauen nicht geschenkt. Ich möchte der Mannschaft da helfen, wo ich es am meisten kann – und das ist aktuell hinten rechts.“ Der Saisonstart mit einem Punkt aus zwei Spielen beunruhigt ihn dagegen nicht. „Das ist mein sechstes Jahr bei Arminia. In dieser Zeit sind wir erst einmal gut gestartet, da sind wir am Ende abgestiegen. Ich verfalle daher nicht in Panik!“

Weitere Aussagen von Rüdiger Rehm und Tom Schütz gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielelefeld.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich auch Christopher Nöthe zum Spiel gegen Union Berlin:

Berichterstattung DSC – Union Berlin

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Union Berlin.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel gegen den 1.FC Union Berlin live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

4:4 – Was für ein Spiel!

In einem furiosen Zweitligaspiel bei Temperaturen weit über 30 Grad trennen sich Arminia und Union Berlin 4:4 (2:1).

Im Vergleich zum Pokalsieg (7:6 n.E.) am vergangenen Wochenende bei Rot-Weiss Essen stellte Arminia-Cheftrainer Rüdiger Rehm auf einer Position um: Für Stephan Salger begann der wieder genesene Manuel Prietl von Anfang an im zentralen Mittelfeld. Beide Mannschaften starteten mit der gleichen Ausgangslage in die Partie – sowohl der DSC, als auch Union Berlin holten in den ersten beiden Saisonspielen jeweils einen Punkt. Dementsprechend war es von beiden Trainern bei 32 Grad und vor 13.604 Zuschauern das klar definierte Ziel, drei Punkte aus der Begegnung mitzunehmen.

Eine erste sehenswerte Aktion ergab sich für Arminia bereits in der dritten Minute, als Tom Schütz eine Ecke, die Hemlein zuvor stark erkämpft hatte, in den Strafraum brachte. Julian Börner gewann das Duell gegen Christopher Trimmel im Fünf-Meter-Raum, setzte den Ball allerdings per Kopf links am Berliner Tor vorbei. Insgesamt war es in den ersten Minuten der DSC, der etwas mehr vom Geschehen hatte. So kam Tomasz Holota in der 14. Minute aus knapp 15 Metern zum Abschluss, schoss aber ebenfalls links am Tor vorbei. Danach passierte zunächst bis auf die Trinkpause nicht allzu viel, beide Mannschaften standen defensiv stark.

dsc-union-2016-aktuell (1)Erst nach 29 Minuten brachte Stephan Fürstner Arminias Fabian Klos 20 Meter vor dem Gehäuse der Eisernen zu Fall und schenkte dem DSC somit einen Freistoß. Sebastian Schuppan ließ sich nicht lange bitten und zwirbelte das Leder in den rechten Winkel – Jakob Busk konnte nur noch hinterherschauen. Fast im Gegenzug bekam auch Union eine Freistoß-Chance in Person von Damir Kreilach, der schoss allerdings knapp am Tor vorbei (32.). Besser lief es aus Sicht von Union fünf Minuten später: Fürstner zog vom Sechzehner ab und DSC-Torhüter Wolfgang Hesl rutschte der Ball durch die Hände und auch durch die Beine – der 1:1-Ausgleich für die Eisernen.

Arminia ließ sich allerdings nicht hängen, sondern drängte mit noch mehr Zug nach vorne. So belohnte sich Hemlein für seine kampfstarke Leistung in der 42. Minute nach einem langen Sprint über die rechte Seite mit einer Vorlage für Fabian Klos, der die Kugel im Fünfer nur noch zum 2:1 einzuschieben brauchte. Das war aber noch lange nicht die letzte Chance der ersten Hälfte: In der nächsten Situation nahm sich Michael Görlitz ein Herz und zog volley aus circa 20 Metern von der halblinken Seite ab – Busk konnte noch mit den Fingerspitzen überragend parieren und somit verhindern, dass der DSC seine Führung ausbaute (45.). Auch ein weiterer Schuss von Christopher Nöthe in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fand nur den Außenpfosten, dann war beim Stand von 2:1 für die Hausherren Pause.

dsc-union-2016-aktuell (2)Die zweite Hälfte begann mit viel Engagement seitens der Berliner: In der 53. Minute nutzte Kreilach seine Chance zum Abschluss, Hesl jedoch tauchte blitzschnell ab und kratze den Ball aus dem bedrohten Eck. Nach einer Stunde war es erneut Kreilach, der eine Freistoß-Chance aus bester Position bekam – diesen allerdings mit vollem Tempo in die Mauer setzte. Im direkten Gegenangriff baute der DSC wieder Druck auf, am Ende des Angriffs nahm Hemlein die Kugel direkt – Busk aber streckte die Fäuste hoch und klärte somit. Das war aber noch lange nicht alles, was Arminia zu bieten hatte: Es dauerte nur wenige Minuten, bis Christopher Nöthe in der 63. Minute nach starker Vorarbeit von Hemlein die Kugel direkt nahm. Sein Aufsetzer segelte über Busk hinweg und besorgte das 3:1 für den DSC.

In dieser Phase ging es dann aber Schlag auf Schlag: Im direkten Anschluss (66.) nutzte Felix Kroos einen Freistoßtrick, bei dem er den blank stehenden Skrzybski überraschend bediente – der brauchte nur noch zum 3:2-Anschluss einschieben. Noch bescheidener kam es für Arminia in der 68. Minute, als Kroos den aufgerückten Trimmel auf rechts anspielte, dieser quer auf den Elfmeterpunkt legte und Quaner mit vollem Risiko abzog. Der Ball sprang daraufhin von der Unterkante der Latte sichtbar hinter die Linie, Union erzielte somit das 3:3.

Dieses Mal konnte Arminia sich nicht direkt fangen und ließ weitere Chancen von Seiten der Berliner zu. So schien Skrzybski das Unglück des DSC in der 81. Minute perfekt zu machen: Der 23-Jährige lief resultierend aus einer Abseitsstellung frei auf Hesl zu, hob den Ball über Arminias Torhüter und brachte Berlin erstmals in Führung – 4:3. Doch so verrückt, wie dieses Spiel begann, so verrückt endete es auch. In der 84. Minute war es der eingewechselte David Ulm, der einen glücklichen Umstand zum Ausgleich für seine Mannschaft nutze: Unions Spieler Kroos schoss zunächst den Schiedsrichter an, Holota schaltete gedankenschnell um und gab den Ball an Ulm weiter. Der fackelte nicht lange und ließ den Frust der vergangenen Minuten in seinem Schuss nieder – das 4:4 für Arminia! In den letzten Minuten lief der Ball immer wieder von der einen in die andere Hälfte, aber keine der beiden Mannschaften konnte diese intensive und emotionale Partie für sich entscheiden. Dennoch hatten alle Akteure bei diesem Wetter ein wahres Fußballfest abgeliefert.

Stimmen nach dem Spiel jetzt auf ArminiaClubTV:

Und hier die Pressekonferenz:

Stimmen zum Spiel

Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, ehe uns dann einige individuelle Fehler unterlaufen, die uns so einfach nicht passieren dürfen. Eigentlich unfassbar, wie schläfrig wir in diesen Situationen waren. Andererseits muss man auch klar erwähnen, dass vor dem 3:4 eine Abseitsposition vorausging, die der Schiedsrichter nicht gesehen hat. Nichtsdestotrotz darf diese Fehlentscheidung jetzt keine Entschuldigung für uns sein. Wir selbst müssen nach der 3:1-Führung einfach viel cleverer spielen. Ein Kompliment muss man der Mannschaft am Ende aber dann doch aussprechen: Wie sie nach dem Nackenschlag nochmal zurückgekommen ist, war dann wieder gut.

Christoph Hemlein

Ein wirklich verrücktes Spiel. Wenn du mit 3:1 führst, dann musst du das eigentlich nach Hause bringen. Das war dann teilweise ziemlich fahrlässig von uns, wie wir da agiert haben. Daher ist der Punkt, auch wenn wir über den Ausgleich am Ende noch froh sein können, eine Enttäuschung. Wir müssen das Spiel jetzt vernünftig analysieren und uns genau anschauen, woran es gelegen hat.

David Ulm

Das war ein Spiel mit Höhen und Tiefen und vielen Emotionen. Über meinen Fehler zum 1:1 müssen wir nicht reden, den hat wirklich jeder gesehen. Zum Rest: Wir haben eine Stunde lang ein sehr gutes Spiel gemacht. Nach dem 3:1 kam dann allerdings vielleicht auch ein bisschen der Kopf ins Spiel. Man dachte eventuell, dass man nun ein bisschen an Tempo rausnehmen könnte. Wie man sehen konnte, wird sowas in der 2. Liga dann natürlich knallhart bestraft.

Wolfgang Hesl

Zunächst Kompliment an beide Teams. Was sie bei diesen Temperaturen für ein Fußballspiel abgeliefert haben, war wirklich gut. Wir selbst waren eigentlich sehr gut in der Partie, haben bis zum 3:1 fast nichts zugelassen und konnten uns gute Situationen erarbeiten. Insbesondere das 2:1 war klasse herausgespielt. In der Halbzeit wussten wir, dass es nun ein Kraftakt für uns werden würde. Dennoch schaffen wir es im Anschluss früh das 3:1 zu machen. Eventuell haben wir uns dann allerdings etwas zu sicher gefühlt. Die Fehler, die uns dabei unterlaufen sind, sind eigentlich unerklärlich. Da haben wir den Gegner praktisch eingeladen, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Hochachtung allerdings auch davor, dass wir es doch noch geschafft haben, nach dem 3:4 noch den Ausgleich zu erzielen. Insgesamt für den neutralen Beobachter ein gutes Fußballspiel. Für uns Trainer bedeutet es aber sehr viel Aufarbeitung von Fehlern.

Rüdiger Rehm

Für den neutralen Zuschauer war das heute natürlich ein spektakuläres Spiel, für uns Trainer eher weniger. Wir sind eigentlich gut in die Partie gekommen, sind 20 Minuten kompakt gewesen und haben den Ball gut laufen gelassen. Dann machen wir leider individuelle Fehler und geraten in Rückstand. Besonders ärgerlich war dabei, dass wir bei vier Toren dreimal selbst im Ballbesitz waren. Trotz dessen, muss man natürlich auch ein Riesenkompliment an die Moral meiner Mannschaft aussprechen. Bei einem 1:3-Rückstand und diesen Temperaturen nochmals so zurückzukommen und das Spiel noch zu drehen, dass sollte man dann auch loben. Insgesamt betrachte ich das Spiel daher mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Jens Keller

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Schütz, Behrendt, Börner, Schuppan – Hemlein (90. Voglsammer), Prietl, Holota, Görlitz (62. Putaro) – Nöthe (78. Ulm), Klos.

1.FC Union Berlin:
Busk – Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Fürstner (65. Zejnullahu) – Kroos (90. Parensen), Kreilach – Skrzybski, Quaner, Nikci (80. Redondo).

Tore:
1:0 (30.) Schuppan , 1:1 (37.) Fürstner, 2:1 (42.) Klos, 3:1 (63.) Nöthe, 3:2 (66.) Skrzybski, 3:3 (68.) Quaner, 3:4 (81.) Skrzybski, 4:4 (84.) Ulm.

Gelbe Karten:
Klos/Fürstner, Puncec, Kroos

Zuschauer:
13.604