DSC Arminia Bielefeld -

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Mi., 24.09.2014 19:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
VfB Stuttgart II (0)

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Schwierige Saison steht bevor

Dem VfB Stuttgart II steht eine schwierige Saison bevor. Erstmals seit Einführung der eingleisigen 3. Liga befindet sich das Team von Anfang an im Abstiegskampf.

Aus den ersten sieben Spielen holte das Team von Trainer Jürgen Kramny nur vier Punkte. Damit belegte der VfB zwischenzeitlich den letzten Tabellenplatz und hatte zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison bereits vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Vor allem in der Defensive drückt der Schuh. 17 Gegentreffer waren nach dem siebten Spieltag der zweitschlechteste Wert der Liga. Mehr Gegentore (18) kassierte nur der 1.FSV Mainz 05 II. Die Defensivschwäche kommt bei Betrachtung des Kaders jedoch etwas überraschend. Schließlich gelten Torwart Odisseas Vlachodimos (20 Jahre) und Innenverteidiger Timo Baumgartl (18) als die beiden talentiertesten Spieler der Mannschaft. Beide sollen auf kurz oder lang feste Bestandteile der Bundesliga-Mannschaft werden, mit der sie beide bereits das Sommertrainingslager absolvierten.

Geführt werden sollen Vlachodimos, Baumgartl und die weiteren Talente des VfB von einer erfahrenen zentralen Achse, die in dieser Saison allerdings noch auf der Suche nach ihrer Form ist. Daniel Vier (32), der im Sommer nach einem halbjährigen Intermezzo bei Zweitliga-Aufsteiger Heidenheim nach Stuttgart zurückkehrte, hat seine alte Rolle als Abwehrchef jedoch noch nicht wieder einnehmen können und wird aktuell von Verletzungen geplagt. Im zentralen Mittelfeld soll Kapitän Tobias Rathgeb (32) die Fäden ziehen. Im Sturm ist Marco Grüttner (28) gesetzt. Doch der Torjäger kommt bislang erst auf einen Saisontreffer und fand sich zuletzt auf der Ersatzbank wieder.

„Von Anfang an Gas geben“

Trainer Norbert Meier informierte auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II über die sportliche Situation rund um die Mannschaft.

Für das morgige Spiel in der SchücoArena fallen lediglich die Langzeitverletzten Manuel Hornig und Jonas Strifler aus. Strifler soll am Donnerstag erstmals wieder an der Friedrich-Hagemann-Straße trainieren und langsam an die Mannschaft herangeführt werden. Im Rückblick auf die Niederlage in Rostock zeigte sich Meier unzufrieden: „Wir haben einen unsicheren Gegner eingeladen. Dazu kam dann mit zwei Elfmetern und einem Eigentor noch eine sehr unglückliche Entstehung, sowas darf uns einfach nicht passieren. Gerade das 2:4 gegen einen angeknockten Gegner war sehr fahrlässig.“

Gegen die Zweitvertretung des VfB wolle man nun aggressiver auftreten. Auch im Hinblick auf die Startelf kündigte Meier Veränderungen an: „Wir waren nicht mit allen Spielern zufrieden. Es wird sich etwas an der Aufstellung tun.“ Von einer grundsätzlichen Rotation aufgrund hoher Belastungen in den englischen Wochen wollte der Trainer allerdings nichts wissen: „Wir haben mit 18 Feldspielern schon gar nicht die Möglichkeit groß zu rotieren. Und es war ja auch nicht alles schlecht, wir werden nach einer Niederlage nicht gleich alles über den Haufen werfen. Jetzt gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und eine Reaktion zu zeigen“, gab der Trainer die Marschrichtung vor.

Der Nachwuchs des VfB sorgte mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen für eine kleine Trendwende nach schlechtem Saisonstart. „Der VfB hat eine sehr spielstarke Mannschaft, die es versteht tief zu stehen und dann blitzschnell umzuschalten, da müssen wir konzentriert gegenwirken. Mit Raphael Holzhauser und Sercan Sararer spielen zudem zwei Spieler mit Bundesliga-Erfahrung dauerhaft bei der Zweiten, das macht sie noch stärker“, sagte Meier. Man habe den Gegner intensiv beobachtet und sei gut eingestellt. Eine konkrete Zielvorgabe formulierte Meier nicht, machte aber deutlich, dass nur ein Sieg das Ziel sein kann: „Für uns ist es wichtig, dass wir gut in die Partie reinkommen und von Anfang an Gas geben. Wir haben alles konstruktiv besprochen und wissen, was wir besser machen müssen.“

Klos schnürt Doppelpack beim 3:0-Sieg

Arminias 3:0 (1:0)-Sieg gegen den VfB Stuttgart II ist zu keiner Zeit gefährdet und hochverdient.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Rostock änderte Trainer Norbert Meier seine Elf leidglich auf einer Position. Für den kurzfristig ausgefallenen Peer Kluge rückte Felix Burmeister in die Startelf. Nach anfänglicher Abtastphase gehörte die erste Gelegenheit dem DSC: Christian Müller konnte vom Sechzehner volley abziehen, fand in Vlachodimos aber seinen Meister (13.). Ansonsten bestimmte Arminia weitestgehend das Geschehen, nennenswerte Torchancen gab es aber nicht.

In der 33. Minute dann der erste Treffer des Abends: Christoph Hemlein konnte einen Ball im Spielaufbau des VfB abfangen und von links in den Strafraum bringen. Fabian Klos kam am Rande des Fünfmeterraums zum Kopfball, den konnte Verteidiger Stephen Sama nur noch mit der Hand abwehren – Elfmeter und gelb-rot für Sama! Kapitän Klos trat an und verwandelte sicher unten links. Mit der Führung im Rücken spielten die Blauen nun deutlich druckvoller. Christian Müller (38.) und Christoph Hemlein (44.) verpassten mit ihren Möglichkeiten aber ein höheres Halbzeitergebnis. Mit dem 1:0 ging es dann auch in die Kabine.

Die zweite Hälfte begannen dann beide Mannschaften deutlich aktiver. Nach kleineren Möglichkeiten war es erneut der DSC, der treffen konnte: Felix Burmeister schickte Christian Müller in der 57. Minute steil in den Sechzehner, der hatte das Auge für den mitgelaufenen Dennis Mast, der brauchte wiederum nur noch einschieben – ein klasse herausgespielter Treffer! Der VfB hatte seine beste Gelegenheit in der 67. Minute: Innenverteidiger Timo Baumgartl dribbelte sich bis zu Alexander Schwolow vor, der seinen Schuss noch parieren konnte. Bei Baumgartls Nachschuss war der Keeper machtlos, doch Julian Börner stand auf der Torlinie goldrichtig und konnte klären.

In einer nun größtenteils ereignislosen Partie blieb der DSC eiskalt in seiner Chancenverwertung: Christoph Hemlein spielte sich rechts in den Strafraum und flankte präzise auf Klos, der mit einem satten Linksschuss zum 3:0 vollstreckte (79.) Nur eine Minute später war es erneut Klos, der mit einem Kopfball nach Dick-Flanke nur knapp drüber köpfte. Danach passierte nicht mehr viel: Der DSC gewinnt dank einer starken Leistung vollkommen verdient gegen den VfB Stuttgart II.

Die Highlights im Bewegtbild:
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Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV mit David Ulm, Tom Schütz und Dennis Mast:
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Die Pressekonferenz mit VfB-Coach Jürgen Kramny und Norbert Meier.
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Stimmen zum Spiel

Wir haben uns vorgenommen die Fehler aus Rostock zu verbessern, das ist uns gut gelungen. Wir haben mit einer sehr guten Mannschaftsleistung verdient gewonnen. Insgesamt sehe ich uns auf einem guten Weg, die Automatismen spielen sich langsam ein – alles bewegt sich in die richtige Richtung. Jetzt fahren wir hochmotiviert zum Spitzenspiel und wollen auch da Vollgas geben und gewinnen.

Christoph Hemlein

Wir hatten nach Rostock etwas gut zu machen und haben die richtige Reaktion gezeigt. Ich glaube, wenn unsere Gegner hier herkommen, sind die schon vor dem Anpfiff von dieser tollen Kulisse eingeschüchtert, das hilft ungemein. Heute hätten wir das dritte Tor früher erzielen müssen, aber hatten das Spiel immer im Griff. Jetzt haben wir wieder vier Tage Zeit für die Regeneration, da sollte es für einen Leistungssportler kein Problem sein, wieder auf 100 Prozent zu kommen.

Dennis Mast

Die Sachen, die wir am Samstag nicht gut gemacht haben, haben wir heute besser gemacht. Trotzdem war nicht alles perfekt. Nichtsdestotrotz können wir mit dem Ergebnis und der Spielweise sehr zufrieden sein. Ich freue mich jetzt auf das Spiel in Cottbus und auf das Wiedersehen mit Stefan Krämer. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass wir dort auf eine sehr spielstarke Mannschaft treffen, gegen die wir wieder an unsere Leistungsgrenze gehen müssen.

Fabian Klos

Ich freue mich, dass die Mannschaft nach dem Spiel in Rostock eine gute Reaktion gezeigt hat. Die gelb-rote Karte ist uns dann natürlich entgegengekommen. Dennoch kommt so ein Sieg auch nicht von alleine. Im Endeffekt haben wir das gut zu Ende gespielt, sodass ich heute auch kein Haar in der Suppe sehe.

Norbert Meier

Gerade in der Anfangsphase waren wir etwas zu passiv, sodass Bielefeld deutlich besser in die Partie gestartet ist. Danach haben wir versucht uns zu befreien. Dies ist uns jedoch leider nicht gelungen. Nach der gelb-roten Karte, die in meinen Augen etwas umstritten war, war es dann natürlich unheimlich schwer für uns hier zurückzukommen. Unter dem Strich steht somit eine verdiente Niederlage, die aber gegen so einen Gegner bei weitem auch nichts Ungewöhnliches ist und uns auch nicht aus der Bahn werfen sollte.

Jürgen Kramny

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Schütz, Burmeister (73. Brinkmann) – Hemlein, Müller (67. Ulm), Mast – Klos (81. Testroet).

VfB Stuttgart II:
Vlachodimos – Lang, Baumgartl, Sama, Leibold – Lovric (46. Mwene), Rathgeb (73. Obernosterer), Holzhauser – Breier (64. Kiesewetter), Grüttner, Sararer.

Tore:
1:0 (33., Handelfmeter) Klos, 2:0 (55.) Mast, 3:0 (79.) Klos.

Gelbe Karten:
Schütz, Burmeister/Baumgartl

Gelb-Rote Karte:
Sama (31.)

Zuschauer:
8.635