DSC Arminia Bielefeld -

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So., 04.12.2016 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
VfL Bochum 1848 (0)

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Den eigenen Ansprüchen hinterher

Vorletztes Heimspiel vor der Winterpause: Vor heimischem Publikum empfängt der DSC den VfL Bochum. Der Verein aus dem Ruhrpott hat sich vor der Saison viel vorgenommen, konnte seinen Ansprüchen bis dato aber noch nicht gerecht werden.

Der VfL Bochum und Arminia kennen sich bereits bestens: Viele Begegnungen liegen hinter den beiden Clubs und auch in der letzten Saison trafen sie in der zweiten Liga aufeinander. Beide Spiele endeten mit einem Unentschieden: In der SchücoArena 1:1, in Bochum 2:2. In der aktuellen Begegnung dürfte das allerdings beiden Mannschaften nicht genügen: Der DSC möchte vor dem Ende der Hinrunde möglichst viele Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln, Bochum hängt momentan ebenfalls seinen eigenen Zielen hinterher. „Das ist nicht unser Anspruch. Gute 15 Minuten in jeder Halbzeit reichen hier nicht, um zu gewinnen, wenn man so eklatante Fehler macht, wie wir sie gemacht haben“, urteilte beispielsweise Sportchef Christian Hochstätter nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen den 1.FC Kaiserslautern. Erklärtes Ziel des VfL ist es, weiter oben anzugreifen.

Bemängelt werden von den Verantwortlichen und Spielern vor allem individuelle Fehler, die immer wieder zu entscheidenden Gegentoren führen. So machte auch VfL-Kapitän Felix Bastians nach dem 2:2-Unentschieden gegen den SV Sandhausen am neunten Spieltag seinem Unmut Luft: „Bei allem Respekt vor dem Gegner muss es unser Anspruch sein, gegen Sandhausen zu gewinnen. So wird es für uns schwierig, oben Fuß zu fassen.“ Bislang (Stand 14.11.) ist es Bochum nicht gelungen, zwei Siege hintereinander einzufahren – es fehlt also an Konstanz. Dafür stehen auf dem blau-weißen Konto jede Menge Punkteteilungen, zum Beispiel gegen Karlsruhe (1:1), Hannover (1:1) oder Stuttgart (1:1). Zudem musste der VfL in den ersten zwölf Spielen in jeder Partie mindestens einen Gegentreffer hinnehmen. Dass die nötige Willenskraft vorhanden ist, zeigte Bochum im Spiel gegen den 1.FC Nürnberg: In einer wilden Begegnung, die 5:4 zugunsten der Ruhrpottler endete, haperte es zwar erneut in der Defensive – die Offensive bewies aber ihre Qualität. Alleine Peniel Mlapa traf zweimal.

Personell muss der VfL neben den sowieso schon Langzeitverletzten in nächster Zeit auf mindestens zwei weitere Spieler verzichten: Thomas Eisfeld wird wegen einer Knie-OP laut Chefcoach Gertjan Verbeek wohl die komplette Saison ausfallen, der 23-Jährige fehlt seinem Team bereits seit dem 10. Spieltag. Auch Görkem Saglam wird Bochum bis auf weiteres fehlen, der 18-Jährige erlitt im Training der deutschen U19-Nationalmannschaft eine Innenbandverletzung. In der aktuellen Spielzeit stand Saglam sechsmal für auf dem Spielfeld, zweimal sogar in der Startelf.

„Den Gegner zum Nachdenken bringen“

Vor dem vorletzten Heimspiel gegen den VfL Bochum gab Cheftrainer Jürgen Kramny auf der Pressekonferenz Auskunft zur bevorstehenden Partie. Auch Mittelfeldspieler Manuel Junglas trat vor die Medienvertreter.

Neben dem langzeitverletzten Christopher Nöthe wird am Sonntag auch Stephan Salger aufgrund einer Mandelentzündung fehlen, verkündete Cheftrainer Jürgen Kramny zu Beginn der Pressekonferenz. Nachdem Christoph Hemlein und Julian Börner am Mittwoch im Training geschont wurden, konnte der Coach bei Börner bereits wieder Entwarnung geben. Arminias Innenverteidiger trainiert schon wieder und ist fit. Ob Hemlein am Sonntag im Kader stehen wird, sei dagegen „eine kurzfristige Entscheidung.“

kramny-sliderDie Trainingswoche habe sich etwas anders gestaltet als ursprünglich geplant, da das Trainerteam aufgrund der kalten Temperaturen und der dadurch gefrorenen Plätzen umplanen musste. „Wir haben unser Programm dennoch durchgezogen und hatten in Rheda-Wiedenbrück ähnlich gute Trainingsbedingungen wie hier in Bielefeld“, erklärte Kramny. Insgesamt sei die Mannschaft voller Tatendrang und habe die Niederlage gegen Fürth gut verarbeitet: „Wir müssen jetzt unser Selbstvertrauen mit in die Partie nehmen, um eine gute Mannschaftsleistung auf den Platz zu bringen“, sagte der Coach. Mit dem VfL Bochum erwartet der 45-Jährige „einen schwierigen Gegner. Sie haben gegen Braunschweig ein richtig gutes Spiel gemacht und sind letzte Woche gegen Dresden nach einem Rückstand zurückgekommen. Sie haben bislang in vielen unterschiedlichen Systemen gespielt, da sie auch viel mit Verletzungen zu kämpfen hatten“, so Kramny. Seine Mannschaft müsse am Sonntag „in den entscheidenden Momenten sehr konsequent und in der Defensive aufmerksam sein“ – denn alleine schon Bochum-Stürmer Peniel Mlapa berge immer eine Gefahr. Die Marschroute für das eigene Team steht auf jeden Fall fest: „Wir wollen die Kontrolle über die Begegnung haben, denn wir spielen vor eigenem Publikum. Aber ich gehe davon aus, dass Bochum auch einen Plan hat und da gilt es, diesen aufzuarbeiten, dem Gegner Aufgaben zu stellen und ihn zum Nachdenken zu bringen“, so Kramny.

Mittelfeldspieler Manuel Junglas setzt derweil auf das eigene Mannschaftsgefüge: „Wir sind eine eingespielte Mannschaft, die die letzten Spiele beherrscht hat, aber gegen Fürth zwei dumme Gegentore bekommen hat. Das müssen wir dringend abstellen“, so der Sechser. Jede Partie sei schwierig, aber auch jeder Gegner schlagbar: „Die zwei Heimsiege in Folge haben uns Selbstvertrauen gegeben, auch durch die Unterstützung der Fans“, erklärte der 27-Jährige. „Wir wollen die Unterstützung für unser Spiel mitnehmen und mit einer guten, kompakten Leistung drei Punkte einfahren“, schloss Junglas sein Statement.

Weitere Aussagen von Kramny und Junglas gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Mittelfeldspieler David Ulm zum Spiel:

Berichterstattung DSC – Bochum

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den VfL Bochum.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel gegen den VfL Bochum live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Voglsammer und Hesl sichern den Sieg

Im vorletzten Heimspiel der Hinrunde traf Arminia auf den VfL Bochum. Nach einer schwachen Anfangsphase steigerte sich der DSC und feierte am Ende einen verdienten 1:0 (1:0)-Sieg durch ein Tor von Andreas Voglsammer und zwei überragende Rettungsaktionen von Wolfgang Hesl.

Arminias Chefcoach Jürgen Kramny entschied sich im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth für eine Änderung in der Startelf: Für Steffen Lang kam Fabian Klos ins Spiel, der die einzige Spitze des 4-3-2-1-Systems übernahm. Andreas Voglsammer rückte zurück ins rechte Mittelfeld, die Position des rechten Verteidigers bekleidete Michael Görlitz.

dsc-bochum-2016-aktuell-1Die erste Chance gab es in der 4. Minute auf Seiten der Bochumer: Nachdem Manuel Junglas den Ball im eigenen Sechzehner nicht geklärt bekam, zog Quaschner aus 16 Metern ab, verfehlte das Tor dabei aber knapp. Nach einer Ecke wurde es dann in der 10. Minute schon deutlich gefährlicher vor dem Tor des DSC: Den Kopfball von Tim Hoogland aus kurzer Distanz konnte Wolfgang Hesl klären, allerdings landete die Kugel vor den Füßen von Peniel Mlapa. Der bediente Anthony Losilla, der seinen Schuss aus fünf Metern neben das Tor beförderte.

Der erste Torschuss seitens Arminia war leider ebenfalls nicht zwingend genug: Brian Behrendt nahm nach einem missglückten Freistoß im Nachschuss aus 25 Metern Maß, sein Ball war allerdings nicht zwingend genug und landete in den Armen von Bochums Manuel Riemann (15.). Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn nur eine Minute später machte sich Florian Hartherz über die linke Seite mit Tempo auf den Weg und brachte eine Flanke halbhoch zu Andreas Voglsammer, der aus kürzester Distanz seine Brust hinhielt und so zur 1:0-Führung für den DSC traf. Nach einem Foul von Görlitz an Mlapa trat nach einer kurzen Schockphase auch der VfL wieder in Erscheinung: Aus 20 Metern war es Stiepermann, der die gute Freistoßposition zu nutzen versuchte, dabei allerdings nur die Mauer des DSC traf (27.).

Die Chance auf den Führungsaufbau für Arminia hatte Sebastian Schuppan in der 30. Minute auf dem Fuß, sein Abschluss frei vor dem Tor aus 16 Metern landete aber in den Armen des Bochumer Keepers. Brandgefährlich wurde es dann auf der Gegenseite, als Pawel Dawidowicz nach einer Ecke von Alexander Merkel seine Kopfballqualitäten bewies, den Ball aus kurzer Distanz aber rechts am Kasten von Hesl vorbei beförderte (34.). Die restliche Zeit der ersten Hälfte brachte keine zwingenden Chancen mehr, sodass Arminia und der VfL mit dem 1:0 in die Kabinen gingen.

dsc-bochum-2016-aktuell-2Nach nur wenigen Sekunden der zweiten Hälfte nahm Hartherz wieder Tempo auf und machte sich über die linke Seite auf und davon. Seine Flanke landete am zweiten Pfosten bei Andreas Voglsammer, dessen Kopfball jedoch von Manuel Riemann pariert wurde. Schlechte Nachrichten gab es nach zehn Minuten von Arminias medizinischer Abteilung, denn nachdem Julian Börner von Bochums Losilla gelegt wurde, kam schnell das Zeichen zum Wechsel. Unter dem Applaus der Zuschauer verließ der an der Schulter verletzte Börner das Feld, für ihn kam Malcolm Cacutalua in die Begegnung. Den Frust dieser Situation machte sich kurz danach der DSC zumindest für eine gute Gelegenheit zu Eigen: Nach einem Freistoß von Schütz landete das Leder auf der Stirn von Schuppan, der zum Leidwesen der DSC-Fans aber in der 60. Minute über das Tor köpfte.

Danach passierte zunächst relativ wenig und keine Mannschaft konnte für sich ein Übergewicht schaffen. Bis zur 68. Minute, als Manuel Prietl seinen Mitspieler Fabian Klos mit einem schicken Pass in die Tiefe vor das VfL-Tor schickte, dieser allerdings haarscharf im Abseits stand. Der VfL war nun spielbestimmend, warf alles nach vorne, doch Arminia verteidigte bis zur vierminütigen Nachspielzeit sehr stark. Doch in selbiger ging es noch einmal rund. In der 90. Minute lenkte Manuel Junglas eine Hereingabe von der linken Seite an den eigenen Torpfosten und dann schlug die Stunde von Wolfgang Hesl: In der ersten Minute der Nachspielzeit zog Peniel Mlapa volley aus 16 Metern ab, Hesl parierte bärenstark zur Ecke. Zwei Minuten später tauchte Tim Hoogland frei vor Arminias Keeper auf und Hesl blieb im Eins-Gegen-Eins erneut der Sieger. Kurz darauf war Schluss, Arminia schaffte den dritten Heimsieg in Serie.

Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV mit Tom Schütz, Sebastian Schuppan und Samir Arabi:

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Jürgen Kramny und Gertjan Verbeek:

Stimmen zum Spiel

Natürlich bin ich super glücklich, dass wir die drei Punkte im Haus gelassen haben. Dass ich das entscheidende Tor gemacht habe, ist für mich natürlich umso schöner. Aber ich habe auch schon die letzten Wochen gesagt: Am Ende ist es egal, wer die Tore macht – Hauptsache, wir gewinnen! Wir wissen, dass wir weiter hart arbeiten müssen. Es kommt dann nicht alles von alleine, sondern es geht nur mit harter Arbeit. Es ist normal, dass der Gegner nochmal richtig Druck macht, wenn du nur mit einem Tor führst. Aber wir hätten mit unseren Kontern vorne schon früher den Sack zumachen können – wenn nicht sogar müssen.

Andreas Voglsammer

Klar sind die zwei Szenen am Ende schön anzuschauen, aber ich möchte mich da nicht weiter hervorheben. Das war wieder ein Sieg der Leidenschaft: Wir haben alles reingeschmissen und klar ist es am Ende noch einmal eng geworden, aber trotzdem ist es ein verdienter Sieg. Grundsätzlich ist Bochum eine Mannschat, die sehr viel Ballbesitz hat und fast alle Situationen spielerisch lösen möchte. Uns war deshalb von vorne herein klar, dass wir nicht so viel Ballbesitz haben werden. Aber ich glaube, wir haben das sehr gut gemacht. Heimsiege sind natürlich sehr wichtig, vor allem wenn man unten steht – denn zu Hause hält man die Klasse. Da müssen wir dran anknüpfen.

Wolfgang Hesl

Wir haben gewusst, dass Bochum versucht, vieles spielerisch zu lösen und auch den Ball laufen zu lassen. Darauf waren wir eingestellt und haben aber trotzdem die ersten Minuten überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel gehabt. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben uns dann aber zusammengerissen und uns von Minute zu Minute wieder reingekämpft. Wir haben gut verteidigt und dann mit einer guten Aktion nach vorne das 1:0 gemacht, das uns in die Karten gespielt hat. Spätestens dann waren wir auch im Spiel drin. In der zweiten Halbzeit haben wir gut gestanden, müssen uns aber ankreiden lassen, dass wir das 2:0 nicht gemacht haben. Da müssen wir cooler bleiben und das zweite Tor machen. Aber wir sind glücklich und zufrieden, dass wir die Punkte hier behalten haben. Wir wissen, was Wolle kann und ich freue mich ungemein für ihn, dass er uns in den letzten fünf Minuten – auf gut Deutsch gesagt – den Arsch gerettet hat. Die letzten Wochen waren nicht immer einfach für ihn. Deswegen ist es super, dass er uns die Null gerettet hat.

Tom Schütz

Wir sind schlecht in die Partie gestartet, standen viel zu tief und haben passiv agiert. Danach haben wir uns aber berappelt und mit der ersten gefährlichen Offensivaktion das Tor erzielt. Anschließend haben wir die Räume besser genutzt und hatten viele gute Ballgewinne. Wir haben aber zu ungenau in die Spitze gespielt und so das zweite Tor verpasst. In den letzten Minuten haben wir dann einen hervorragenden Torhüter gebraucht, der uns den Sieg festgehalten hat.

Jürgen Kramny

Wir hatten einen guten Start, der mich hoffnungsvoll gestimmt hat. Aber statt unseres Tores fiel dann das 1:0 für Arminia. Danach haben wir viel zu wenig für mögliche Punkte getan, da müssen wir die Fehler bei uns suchen. Die Offensivaktionen in den letzten Minuten waren dann über die Partie gesehen einfach zu wenig.

Gertjan Verbeek

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Görlitz, Behrendt, Börner (57. Cacutalua), Schuppan – Junglas, Schütz – Voglsammer (81. Hemlein), Prietl, Hartherz (85. Ulm) – Klos.

VfL Bochum:
Riemann – Gyamerah (65. Gündüz), Hoogland, Dawidowicz (80. Canouse), Perthel – Losilla, Stiepermann – Merkel, Quaschner, Weilandt (46. Novikovas) – Mlapa.

Tor:
1:0 (16.) Voglsammer

Gelbe Karten:
Börner/Losilla, Novikovas, Perthel, Riemann

Zuschauer:
17.479