DSC Arminia Bielefeld -

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So., 30.03.2014 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
VfR Aalen (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Aalen steuert Richtung Klassenerhalt

Mit äußerst bescheidenen Mitteln versucht der VfR Aalen momentan den erneuten Klassenerhalt in der 2. Liga zu vollbringen. Trainer Stephan Ruthenbeck hat dabei eine verschworene Einheit auf die Beine gestellt, die gute Chancen hat, ihre Ziele zu erreichen.

Ruthenbeck löste vor der Saison Ralph Hasenhüttl als Trainer auf der Ostalb ab. Hasenhüttl hatte den VfR aus der dritten in die zweite Liga geführt und dort souverän und ohne große Abstiegssogen die Klasse gehalten. Dementsprechend groß war das Erbe für den bis dato unbekannten und beim VfR im Nachwuchsbereich tätigen Ruthenbeck. Doch Ruthenbeck spielte mit den Aalenern eine sehr gute Hinrunde mit einem Platz im sicheren Mittelfeld. Zu Beginn des neuen Jahres wurde der ursprünglich bis zum 30. Juni 2015 datierte Vertrag des Fußballlehrers daher sogar vorzeitig bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

Die bisherige Rückrunde verlief nicht ganz nach dem Geschmack der Aalener, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist nicht so groß wie erhofft. Dennoch gelangen dem VfR auch Überraschungserfolge auf dem Betzenberg beim 1. FC Kaiserslautern (2:1-Sieg) oder daheim gegen den Kalsruher SC (1:0). Die Aalener möchten den Klassenerhalt so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen, denn die Aufgaben an den letzten drei Spieltagen lauten FC St. Pauli, SC Paderborn (beide auswärts) und Union Berlin (daheim). Für die entsprechenden Tore sorgen sollen dabei vor allem die Stürmer Robert Lechleiter und der von Bayer Leverkusen ausgeliehene junge Finne Joel Pohjanpalo sowie Flügelstürmer Enrico Valentini, der die Aalener im Sommer allerdings Richtung KSC verlassen wird.

„Aalen ist gefährlich“

Vor dem Heimspiel gegen den VfR Aalen äußerte sich DSC-Cheftrainer Norbert Meier auf der heutigen Pressekonferenz am Trainingsgelände über die aktuelle Situation der Mannschaft.

Personell hat sich die Situation bei den Blauen leicht verbessert: Nach seiner Gelb-Rot-Sperre steht Mittelfeldspieler Jan Fießer wieder zur Verfügung, hinter einem möglichen Einsatz von Vujadin Savic steht hingegen noch ein Fragezeichen. Meier: „Savic hat am Mannschaftstraining teilgenommen, da müssen wir abwarten, ob es am Ende für den Wettkampf reichen wird. Er ist noch sehr vorsichtig in den Zweikämpfen.“

Bis auf die Langzeitverletzten Manuel Hornig, Philipp Heithölter, Oliver Petersch und Dennis Riemer sind alle Spieler mit wenigen Ausnahmen fit: „Zwar trägt der eine oder andere eine Blessur mit sich herum, viel Zeit zur Regeneration bleibt allerdings nicht. Ich erwarte von einem Profi, dass er innerhalb von vier Tagen wieder fit ist“, sagte Meier. Deshalb sei auch die englische Woche laut Meier kein Grund für personelle Änderungen in der Startformation: „Hier geht es nicht um das Rotationsprinzip, sondern um das, was in der jeweiligen Situation am besten passt.“

Vor Arminias kommendem Gegner, dessen Stärke Meier im Kollektiv sieht, sei viel Vorsicht geboten: „Aalen ist eine gefährliche Mannschaft, die tief steht und in Kontersituationen überfallartig umschalten kann. Das Spiel als einen Pflichtsieg einzuordnen, wäre fatal und respektlos dem Gegner gegenüber. Wir müssen geduldig spielen und trotzdem in der Lage sein, Druck aufzubauen.“ Nun gelte es, den Punkt aus Kaiserslautern am Sonntag zu bestätigen. Für das Spiel wurden bisher knapp 10.000 Karten verkauft, der DSC rechnet am Sonntag mit 12.000 Zuschauern. Anstoß in der SchücoArena ist um 13:30 Uhr.

„Anlauf“ vor dem Spiel mit Felix Burmeister.

Zentimeter fehlen zum Sieg

Arminia erarbeitet sich in der zweiten Halbzeit viele Chancen gegen Aalen, spielt aber dennoch nur 0:0.

Für den Heimauftritt gegen den VfR Aalen veränderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier seine Startformation auf drei Positionen: Anstelle von Philipp Riese begann der zuletzt gesperrte Jan Fießer im defensiven Mittelfeld, Sebastian Hille ersetzte Marc Lorenz und Fabian Klos rückte für Kacper Przybylko in die Sturmspitze.

In der Anfangsphase bemühten sich beide Mannschaften um einen geregelten Spielaufbau, um Sicherheit in das eigene Spiel zu bekommen. Die erste Tormöglichkeit im Spiel besaß der DSC nach 17 gespielten Minuten: Eine Flanke von Christian Müller im gegnerischen Sechzehner fand Sebastian Hille am zweiten Pfosten, der den Ball per Kopf auf den mitgerückten Jan Fießer ablegte. Der Torabschluss verfehlte das Ziel jedoch deutlich. Die nächste gute Möglichkeit bot sich den Blauen in der 24. Spielminute: Hille wurde am Sechzehner von einem Aalener gefoult, der anschließende indirekte Freistoß von Klos konnte von den Gästen zur Ecke abgeblockt werden. Nach einer halben Stunde kamen auch die Gäste erstmals gefährlich vor das Bielefelder Tor: Joel Pohjanpalo eroberte das Leder in der Bielefelder Hälfte und schickte Robert Lechleiter. Aalens Stürmer scheiterte jedoch am reaktionsschnellen Stefan Ortega Moreno.

Bei bestem Fußballwetter boten beide Mannschaften vor 13.137 Zuschauern jedoch ein niveauarmes Spiel, das hauptsächlich geprägt von Fehlpässen beider Mannschaften war. Der DSC hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste mit diesem jedoch nicht viel anzufangen. Der VfR Aalen beschränkte sich weitestgehend auf ein kompaktes Defensivverhalten, das es den Blauen zusätzlich erschwerte, Akzente zu setzen. Kurz vor der Halbzeitpause verzeichnete der DSC noch einmal eine gute Möglichkeit: Müller chippte den Ball über einen heranrauschenden Gegenspieler und nahm Schönfeld zentral mit. Arminias Nummer 21 zögerte nicht lange und versuchte sein Glück aus der zweiten Reihe. Sein Flachschuss strich jedoch knapp am linken Pfosten vorbei – Sekunden später ertönte von Schiedsrichter Benjamin Brand der Halbzeitpfiff, torlos ging es in die Kabinen.

Die erste richtig gute Tormöglichkeit im zweiten Durchgang resultierte aus einem Freistoß für den DSC: Müllers wuchtigen Schuss konnte Aalens Torwart Bernhardt per Flugeinlage zur Ecke klären (55. Minute). Pech für Arminia dann in der 61. Spielminute: Ein scharf getretener Eckball vom kurz zuvor eingewechselten Marc Lorenz (kam für Sebastian Hille) wurde von Burmeister beinahe zur Führung geköpft – Gästekeeper Bernhardt reagierte jedoch abermals glänzend und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand.

Arminia lief die Zeit davon, auf dem Platz versuchten die Blauen dennoch die Ruhe zu bewahren und ihr Aufbauspiel kontrolliert aufzuziehen. Der DSC schnürte die Gästemannschaft ab der 70. Spielminute in der eigenen Hälfte ein und kam zu zahlreich guten Tormöglichkeiten – es begann die stärkste Phase der Blauen: Lorenz (71.) mit seinem starken linken Fuß aus der Drehung und Burmeister per Kopfball (73.) trafen binnen zwei Minuten zweimal das gegnerische Aluminium, Müller scheiterte mit einem wuchtigen Schuss am abermals starken Schlussmann der Gäste (72.) – das Unentschieden war für den VfR nun mehr als schmeichelhaft.

In der 79. Minute die nächste sehr gute Chance für den DSC, doch der mutige Distanzschuss von Arne Feick aus gut 37 Metern verfehlte hauchdünn sein Ziel, den Torwinkel. Ein von Lorenz getretener Eckball in der 86. Spielminute fand Klos in der Mitte, dessen Kopfball noch auf der Linie geklärt werden konnte – der DSC erarbeitete sich Chance um Chance, traf aber nicht ins Tor. Am Ende konnte sich der DSC trotz einer starken zweiten Halbzeit und zahlreicher Tormöglichkeiten nicht mehr belohnen und muss sich mit dieser Punkteteilung begnügen. Damit bleibt Arminia weiterhin punktgleich mit Dynamo Dresden auf dem 17. Tabellenplatz.

Die Stimmen zum 0:0 auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Wir sind heute schwer in das Spiel gekommen, konnten aber mit zunehmender Spieldauer den Druck erhöhen. Heute hatten wir Chancen für vier Spiele, mehr Chancen kann man sich eigentlich gar nicht erarbeiten. Da ist die Gnadenlosigkeit bei den oberen Mannschaften einfach besser. Es war wichtig, die defensive Ordnung zu halten, da Aalen ein gefährlicher Gegner und nicht zu unterschätzen ist. Nächste Woche geht es weiter, noch ist nichts entschieden. Wir müssen an die letzten 30 Minuten aus diesem Spiel anknüpfen, denn es ist wichtig, dass die Mannschaft den Kopf nun oben behält und sich im nächsten Spiel für den Aufwand auch belohnt.

Norbert Meier

Was wir als Mannschaft heute gezeigt haben, war eine positive Reaktion. Es ist ärgerlich, dass wir uns für den betriebenen Aufwand nicht belohnt haben. Aber wenn du erst einmal unten drin stehst, hast du auch Pech am Fuß. Es ist ärgerlich, wie es gelaufen ist, nichtsdestotrotz kann man es jetzt nicht mehr ändern. Nächste Woche geht es weiter und wir geben nicht auf. Solange alles noch möglich ist, glauben wir fest daran und wir werden alles versuchen, die nötigen Punkte dafür einzusammeln.

Stefan Ortega Moreno

Unglaublich, was wir im Moment für ein Pech haben. Es ist äußerst bitter, dass wir uns für unsere Arbeit nicht belohnen, aber wir müssen jetzt einfach das Glück auf unsere Seite ziehen. Natürlich wäre es super gewesen, wenn wir heute die drei Punkte geholt hätten, aber das ist uns leider nicht gelungen. Nichtsdestotrotz werden wir auch in den kommenden Spielen alles geben und versuchen weiter zu punkten, auch in Köln.

Marc Lorenz

Wir haben guten Fußball gespielt und sind enttäuscht, dass wir die vielen Chancen nicht nutzen konnten und die drei Punkte nicht eingefahren haben. Wir wären gerne nach dem Spieltag wieder auf den Relegationsplatz gewesen. Das hat leider nicht geklappt.

Stephan Salger

Wir sind froh, dass wir heute hier einen Punkt mitgenommen haben und Bielefeld damit auf Distanz halten konnten. Gerade in der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht. Danach war jedoch ein deutlicher Bruch in unserem Spiel und wir haben eine Vielzahl von Chancen zugelassen. Am Ende müssen war es daher glücklich, dass es beim 0:0 geblieben ist.

Stefan Ruthenbeck

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Appiah, Burmeister, Salger, Feick – Schütz (85. Riese), Fießer – Hille (57. Lorenz), Schönfeld (63. Przybylko), Müller – Klos.

VfR Aalen:
Bernhardt – Traut, Barth, Hübner, Buballa – Valentini (76. Hainault), Hofmann, Leandro, Klauß (63. Daghfous) – Pohjanpalo (70. Junglas), Lechleiter.

Tore:
keine

Gelbe Karten:
Klos/Klauß

Zuschauer:
13.137