DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 14.10.2016 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
Würzburger Kickers (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Würzburg debütiert in Bielefeld

Es ist eine echte Premiere in der SchücoArena: Zum ersten Mal überhaupt treffen Arminia und die Würzburger Kickers aufeinander. Die Franken stehen zum ersten Mal seit den 1970er-Jahren wieder in der Zweiten Bundesliga und legten einen gelungenen Saisonstart hin.

Seit 2011 geht es in Würzburg steil bergauf. In der Saison 2011/2012 wurden die Kickers Erster in der sechstklassigen Landesliga und sicherten sich dadurch eine Teilnahme an einer Regionalliga-Qualifikationsrunde. Durch ein Freilos in der ersten Runde und einen Sieg in der zweiten Runde setzte sich der FWK hier durch und durfte daher die fünfklassige Bayernliga überspringen und ab der Saison 2012/2013 in der viertklassigen Regionalliga an den Start gehen. Hier spielte das Team zwei solide Spielzeiten, die auf den Rängen 10 und 11 abgeschlossen wurden. Im Sommer 2014 wurde dann das Projekt „3×3 – in 3 Jahren in die 3. Liga“ ausgerufen und Bernd Hollerbach als neuer Cheftrainer verpflichtet. Der Zeitplan wurde dann übererfüllt, denn bereits im ersten Jahr unter Hollerbachs Regie gelang im Sommer 2015 der Aufstieg in die 3. Liga.

Und dort machten die Kickers einfach da weiter, wo sie aufgehört hatten: Nach 38 Spieltagen stand das Team auf dem dritten Platz und trat so in zwei Relegationsspielen gegen den MSV Duisburg an. Das Hinspiel in Würzburg wurde mit 2:0, das Rückspiel in Duisburg mit 2:1 gewonnen und plötzlich war der Durchmarsch in die Zweite Bundesliga perfekt. Besonders auffällig war in der letzten Saison die Tatsache, dass sehr viele unterschiedliche Spieler für die Würzburger Tore verantwortlich waren. Am erfolgreichsten waren dabei Amir Shapourzadeh, Elia Soriano (je acht Treffer) und Rico Benatelli (fünf Treffer). Alle drei Spieler sind dem Verein auch in der zweiten Liga treu geblieben. Währen Soriano (drei) und Benatelli (zwei) auch schon in der 2. Liga getroffen haben, fungiert Shapourzadeh nur noch als Standby-Spieler und wird parallel bereits in das Mitarbeiter-Team der Kickers eingearbeitet.

Auch in der zweiten Liga verlief der Saisonstart sehr erfolgreich: Zwar holte man aus den ersten beiden Spielen gegen Braunschweig (1:2) und Kaiserslautern (1:1) nur einen Punkt, doch im DFB-Pokal gelang dann mit einem 1:0-Sieg gegen Braunschweig die Revanche. In der 2. Runde treffen sie Ende Oktober auf den TSV 1860 München. Nach dem Sieg im DFB-Pokal lief es anschließend auch in der Liga rund. Aus den folgenden sechs Zweitligaspielen holte man vier Siege (Heidenheim, Bochum, Fürth und 1860 München) und ein Unentschieden gegen die SG Dynamo Dresden bei nur einer Niederlage gegen Union Berlin. Damit reisen die Würzburger bei ihrem Debüt in der SchücoArena als Tabellenfünfter mit starken 14 Punkten bei einem Torverhältnis von 13:7 an.

„Wir verlieren nicht die Nerven“

Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers standen Cheftrainer Rüdiger Rehm und Innenverteidiger Malcolm Cacutalua der Presse Rede und Antwort.

fck-dsc-2016-2Nach dem 0:0 in Kaiserslautern nutzten Trainerteam und Mannschaft die Länderspielpause, um sich intensiv auf das kommende Spiel vorzubereiten. „Wir haben uns in den letzten zwei Wochen viel erarbeitet. Die Mannschaft ist heiß, der absolute Wille ist da“, sagte Malcolm Cacutalua zu Beginn der Pressekonferenz. Das 0:0 in Kaiserslautern wertete er als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Nun liegt der Fokus aber auf den Würzburger Kickers. „Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner und haben die Aufstiegseuphorie mitgenommen“, sagte Cacutalua zum aktuellen Tabellenfünften. „Für uns zählt – mit unseren Fans im Rücken  – nur ein Sieg. Alles andere ist egal“, so Arminias Nummer 4 weiter. „Wir sind uns unserer Situation bewusst, aber wir verlieren auch nicht die Nerven“, berichtete der Abwehrspieler aus dem Innenleben des Teams.

In die gleiche Kerbe schlug auch Rüdiger Rehm: „Hängende Köpfe bringen niemandem etwas. Wir arbeiten weiter hart an uns und denken positiv.“ Für den Gegner hatte Rehm lobende Worte parat. „Mein Kollege Bernd Hollerbach macht dort tolle Arbeit und nutzt die vorhandenen guten Mittel bestens aus. Sie haben das ganze Jahr 2016 einen Lauf, aber den wollen wir brechen“, sagte Rehm. „Der Gegner wird uns alles abverlangen und auf Fehler lauern. Wir müssen kompakt stehen und benötigen ein gutes Passspiel“, so Rehm weiter. Zudem benötige man eine „bessere Chancenverwertung“, um einen Sieg einzufahren. „Auch in Kaiserslautern haben wir Flanken geschlagen und Torschüsse abgegeben, aber unsere Effektivität war nicht gut.“

Verbessert werden soll zudem die viel zitierte „Balance“ zwischen Defensive und Offensive. „Das kann man aber nicht an einzelnen Dingen oder einzelnen Spielern festmachen. Alle Spieler haben defensive und offensive Aufgaben“, sagte Cacutalua. „Mit den Fans im Rücken“, wollen er und das Team an die gute Leistungen aus den Heimspielen gegen Berlin und Hannover anknüpfen und den ersten Sieg einfahren. „Die Mannschaft ist absolut überzeugt von sich und hat den Heimsieg als klares Ziel vor Augen“, bestätigte auch Rehm.

Dass die Clubführung ihm unter der Woche erneut das Vertrauen aussprach, wertete der Coach so: „Das ist ein gutes Gefühl für uns Trainer und die Mannschaft, dass der Club von unserer Arbeit überzeugt ist. Alle haben das gleiche Ziel vor Augen. Dieses Vertrauen wollen wir mit einem Sieg am Freitag zurückzahlen“, freute sich Rehm. Allerdings erwarten sowohl Cacutalua als auch Rehm eine enge Partie. „Ein frühes Tor wäre natürlich die Wunschvorstellung, aber wir haben 90 Minuten Zeit, um in Führung zu gehen und das Spiel zu gewinnen“, sagte Cacutalua und Rehm ergänzte: „Gegen diesen kompakten Gegner wird es auch darauf ankommen, geduldig zu agieren und dann die Chancen effektiv zu nutzen.“

Personell stehen die Vorzeichen weitestgehend gut. Neben Christopher Nöthe (Reha nach Schulter-OP) fällt nur David Ulm (krank) aus. Sebastian Schuppan (nach Sperre) und Michal Mak (nach Verletzung) stehen dagegen zur Verfügung. „Sebastian Schuppan wird sehr wahrscheinlich in die Startelf zurückkehren. Er ist unter anderem mit seiner Kopfballstärke ein wichtiger Spieler für uns“, sagte Rehm.

Weitere Aussagen von Cacutalua und Rehm gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Julian Börner zum Spiel gegen Würzburg:

Berichterstattung DSC – Würzburg

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen die Würzburger Kickers.

9_kickers-heimWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen die Würzburger Kickers live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Würzburg gewinnt in Bielefeld

Ein Konter in der 82. Spielminute besiegelte am Freitagabend die vierte Niederlage der Saison. Der DSC muss nach dem 0:1 (0:0) gegen Würzburg damit weiter auf den ersten Saisonsieg warten.

Gegen den erfolgreich in die Saison gestarteten Aufsteiger aus Würzburg vertraute Cheftrainer Rüdiger Rehm auf nahezu die gleiche Startelf wie gegen den 1. FC Kaiserslautern. Lediglich der zuvor gelb-rot gesperrte Sebastian Schuppan rückte, wie erwartet, auf seine angestammte Position in der Abwehrkette zurück. Für ihn musste Andreas Voglsammer auf der Bank Platz nehmen, dessen Position im linken Mittelfeld übernahm Florian Hartherz.

Angesteckt vom Willen den ersten Saisonsieg der Saison einzufahren, agierte der DSC von Beginn an druckvoll und erarbeitete sich früh (6. Minute) seine erste Torchance: Nach einem langen Ball von Brian Behrendt auf den vorgerückten Christoph Hemlein, war es Stephan Salger, der die flache Hereingabe des Linksaußen aus guter Position abnahm. Sein Schuss wurde jedoch zunächst abgeblockt und anschließend von Gästetorhüter Robert Wulnikowski entschärft.

Wenig später kam auch die Mannschaft von Bernd Hollerbach zu ihrer ersten nennenswerten Szene der Partie: Angreifer Elia Soriano nutzte eine Unkonzentriertheit von Malcolm Cacutalua, zielte bei seinem Schuss in der 9. Minute aber zu ungenau. Im Anschluss nahmen sich beide Mannschaften eine kurze spielerische Auszeit, die von vielen Abspielfehlern geprägt war und sich überwiegend im Mittelfeld abspielte. Folglich dauerte es bis zur 23. Spielminute bis es vor dem Tor der Würzburger wieder gefährlich wurde. Eine Flanke von Hartherz landete über Umwegen bei Tom Schütz, der aus gut 20 Metern nicht lange überlegte und direkt abschloss – der Ball verfehlte das Gehäuse allerdings knapp.

dsc-fwk-2016-aktuell-2Die Kickers zeigten sich von dieser Gelegenheit jedoch unbeeindruckt und hatten wenig später ihrerseits die Möglichkeit in Führung zu gehen. Nach einem Abpraller in der Bielefelder Abwehr stand Felix Müller plötzlich frei vor Wolfgang Hesl, scheiterte jedoch am herausstürmenden Torhüter des DSC (29.). Wer nun auf einen offenen Schlagabtausch mit vielen Torraumszenen hoffte, wurde kurze Zeit später enttäuscht. Zwar konnten sich die Arminen in der Folge etwas mehr Spielanteile erkämpfen, weitere Chancen ergaben sich hierdurch zunächst aber nicht. Erst kurz vor der Pause gelang es dem DSC die Gäste wieder mehr unter Druck zu setzen, was beinahe noch mit dem Führungstreffer belohnt worden wäre. Fabian Klos scheiterte jedoch nach Hemlein-Flanke zum Leidwesen der 14.102 Zuschauer am gut reagierenden Wulnikowski. Somit ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Blauen ihre Spielanteile auf dem Platz weiter ausbauen und näherten sich weiter dem ersten Torerfolg der Partie: Zunächst war es Klos, dem nach einem Schuss von Hartherz eine Fußspitze zur Führung fehlte (47.). Wenig später parierte Gästekeeper Wulnikowski einen sehenswerten Volleyschuss von Hartherz (56.). Rehm reagierte auf das fehlende Schussglück seiner Mannschaft und brachte mit Keanu Staude für Salger (65.) und Voglsammer für Hemlein (69.) zwei neue Offensivkräfte in die Partie.

dsc-fwk-2016-aktuell-1Zwar spielten die Blauen daraufhin deutlich temporeicher nach vorne, zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel und eine gute Abwehrreihe der Gäste verhinderten jedoch weitere Torchancen. So kam es letztlich wie es wohl leider kommen musste: Würzburg nutzte einen Ballverlust und leitete über Valdet Rama blitzschnell einen Konter ein. Der Würzburger behielt im gegnerischen Strafraum die Übersicht und legte zum mitgelaufenen Nejmeddin Daghfous ab, der zur 0:1-Führung für den Aufsteiger vollendete (82.). Besonders bitter für Arminia: Bei der Würzburger Balleroberung wurde Brian Behrendt gefoult und musste wegen starker Blutung der Nase einige Zeit behandelt werden.

Sichtlich geschockt von diesem Gegentreffer fanden die Blauen keine passende Antwort mehr auf dem Platz und mussten folglich die vierte Niederlage in dieser Saison hinnehmen.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Natürlich sind wir sehr enttäuscht über diese Niederlage. Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und die Situation klar ansprechen, in der wir uns befinden. Denn Fakt ist, dass wir da unten nur zusammen rauskommen können und auch werden. Der Trainer steht dabei nicht zur Diskussion. Verein und Mannschaft stehen voll hinter ihm. Darüber hinaus fand ich uns heute auch nicht verunsichert. Aber wir sind eben in einen dummen Konter gelaufen und stecken jetzt da unten drin.

Florian Hartherz

Wir haben uns auf das Spiel gefreut und uns mit dem Spielverlauf gesteigert. Das Gegentor haben wir in einer Phase bekommen, wo wir gut in der Partie waren. Natürlich ist die Stimmung nach der Niederlage nicht gut. Wir müssen uns nun darauf konzentrieren, einfachen Fußball zu zeigen. Der Glaube ist da.

Wolfgang Hesl

Ich habe von dem Zweikampf vor dem Gegentor eine blutige Nase bekommen, eventuell ist die Nase gebrochen. Das war ein klares Foul, aber so läuft das, wenn du unten drin bist. Die Mannschaft glaubt an den Trainer, nur zusammen kommen wir da raus.

Brian Behrendt

Es war sicherlich ein zerfahrenes Spiel. Entscheidend war die Effektivität, die Würzburg hatte und die uns gefehlt hat. Wir müssen uns auch im Passspiel steigern. Von der Einstellung kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Leider laufen wir in den einen Konter und stehen wieder mit leeren Händen da. Die Zuschauer haben uns dabei toll unterstützt und uns nach vorne gepeitscht. Am Ende war das Ergebnis nicht auf unserer Seite und deshalb kann ich die Unzufriedenheit der Zuschauer verstehen. Doch wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern wir werden uns aufrichten und Klartext reden, wo die Reise in Zukunft hingehen muss.

Rüdiger Rehm

Wir haben gut angefangen, haben den Ball laufen lassen und uns in der ersten Halbzeit schon zwei Topchancen erarbeitet. Im zweiten Durchgang standen wir tiefer, als wir es wollten. Das Spiel war dann sehr zerfahren. Beide Teams haben darauf gewartet, dass der Gegner einen Fehler macht. Schließlich konnten wir den Konter nutzen und ich bin froh, dass wir drei Punkte geholt haben.

Bernd Hollerbach

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Schütz, Cacutalua, Börner, Schuppan – Behrendt – Hemlein (69. Voglsammer), Junglas, Salger (65. Staude), Hartherz (81. Putaro) – Klos.

Würzburger Kickers:
Wulnikowski – Pisot, Schoppenhauer, Neumann, Diaz – Weihrauch (34. Rama), Schröck, Benatelli, Daghfous – Müller (90. Kurzweg), Soriano (73. Königs).

Tor:
0:1 (82.) Daghfous.

Gelbe Karten:
Hemlein, Schütz/Pisot, Diaz, Soriano, Rama, Daghfous

Zuschauer:
14.102