DSC Arminia Bielefeld -

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Di., 05.08.2014 19:00 Uhr

Chemnitzer FC(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Tabellenführer nach Traumstart

Mit 5:0 Toren und sechs Punkten steht der Chemnitzer FC nach zwei Spieltagen ganz oben in Liga 3. Saisonübergreifend ist der ehemalige DDR-Meister bereits seit neun Heimspielen ungeschlagen.

Die Saison begann gut für den Chemnitzer FC. Zum Saisonauftakt reisten die Sachsen zum Derby nach Halle, inklusive Liveübertragung im MDR. Mit einer klasse Vorstellung (3:0) eroberten die Himmelblauen direkt die Tabellenspitze und ließen am Samstag beim Heimspielauftakt gegen den VfL Osnabrück ein souveränes 2:0 folgen. Vor allem die neuformierte Defensive um die Innenverteidiger Marc Endres und Nils Röseler strahlt aktuell sehr viel Ruhe und Souveränität aus und bewahrt den CFC somit als bislang einziges Team vor einem Gegentor.

Garant für Chemnitzer Erfolge ist Anton Fink, der bereits in der vierten Saison für die Sachsen spielt und mit 70 Toren Rekordtorjäger der 3. Liga ist. Dazu kommen noch 33 Assists – eine beeindruckende Quote, die Fink mit einer Torvorlage in Halle und einem Elfmetertor gegen Osnabrück bereits weiter ausbauen konnte. An seiner Seite steht in dieser Spielzeit ein alter Bekannter des DSC: Sebastian Glasner stand an den ersten beiden Spieltagen jeweils in der Startelf.

Am Dienstag erwartet die Zuschauer am Stadion an der Gellertstraße übrigens eine Wanderbaustelle: Mit einem kalkulierten Budget von 25 Millionen Euro wird das marode Stadion (aktuell 18.712 Plätze) in eine moderne Fußballarena mit 15.000 Plätzen umgebaut, Schirmherr ist die Stadt Chemnitz.

„Wir müssen gierig und gallig agieren“

Im heutigen Pressegespräch vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer Chemnitzer FC informierte Trainer Norbert Meier über die aktuelle Situation rund um die Mannschaft.

Neben den schon länger verletzten Manuel Hornig und Tom Schütz (Reha) wird Trainer Norbert Meier auch auf Felix Burmeister verzichten müssen, der nach muskulären Problemen im Oberschenkel auch am Samstag gegen den VfL Osnabrück ausfallen wird.

Nach der deutlichen Niederlage am Samstag gegen Halle verwies Trainer Meier zunächst darauf, dass die Mannschaft auch gute Phasen hatte: „Bis zum 1:2 haben wir ja durchaus unsere Szenen gehabt, aber man muss eben 90 Minuten dagegenhalten und darf das Spiel nicht so herschenken. So war das am Ende natürlich ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben.“ Meier verdeutlichte anschließend, dass einige Spieler die Vorbereitung nicht komplett bestreiten konnten und somit bei einigen Spielern noch die Top-Verfassung fehle. „Da sind viele Spieler, die eine Stütze in der Mannschaft werden sollen. Aber von denen erwarte ich natürlich auch, dass sie erstmal einfach spielen und Ihre Aufgaben erfüllen.“

Auf die Frage nach möglichen Veränderungen in der Startformation wurde Meier deutlich: „Es wird sich etwas ändern. Aber es ist natürlich weiterhin wichtig, dass wir die Ausgewogenheit beibehalten.“ Auch auf dem Transfermarkt wolle man noch nachlegen: „Wir sondieren weiterhin den Markt und behalten Interessantes im Blick – gerade im Angriff möchten wir noch eine weitere Alternative verpflichten.“ Bis zum 1. September ist das Transferfenster geöffnet.

Den kommenden Gegner schätzt Meier nach einem tollen Saisonstart sehr selbstbewusst ein: „Die haben noch kein Gegentor kassiert und sind Spitzenreiter. Dazu kommt dann noch das enge Stadion mit einer aufgeheizten Atmosphäre. Irgendwie wird das da nicht gehen, wir müssen eine disziplinierte Leistung abrufen. Namen sind im Fußball Schall und Rauch – Wir müssen gierig und gallig agieren!“

Auch Samir Arabi, sportlicher Leiter des DSC, äußerte sich am Rande des Pressegesprächs zur aktuellen Lage: „Die Leistung aus dem Spiel gegen Halle reicht nicht für die 3. Liga, das haben wir  alle gesehen. Ich hoffe auf einen Hallo-Wach-Effekt in unserer Mannschaft. Wir müssen wieder kämpferische Tugenden abrufen, die Qualität ist im Kader definitiv vorhanden. Wir werden jetzt nicht alles in Frage stellen und uns elf neue Spieler holen.“

Das Spiel wird am morgigen Dienstag um 19:00 Uhr im Stadion an der Gellertstraße angepfiffen. Der DSC rechnet mit 300 Auswärtsfans.

Verdienter Punktgewinn in Unterzahl

Drei Tage nach der Niederlage gegen Halle zeigt sich Arminia defensiv klar verbessert und spielt 0:0 in Chemnitz.

Nach der deutlichen 1:5-Heimniederlage gegen den Halleschen FC veränderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf zwei Positionen. Im zentralen Mittelfeld startete Jonas Strifler für Daniel Brinkmann und auf der linken Außenbahn ersetzte Dennis Mast Marc Lorenz.

Der DSC zeigte sich von Beginn an hellwach. Vor allem Jonas Strifler bot eine läuferisch engagierte Leistung im Mittelfeld und lief immer wieder die zentralen Chemnitzer Spieler früh an. So schaffte es der DSC das Spielgeschehen vom eigenen Tor fern zu halten und wurde ab und an selbst gefährlich. In der 5. Minute verpasste Dennis Mast eine Hereingabe von Christoph Hemlein knapp und in der 19. Minute verpasste Fabian Klos nach einem Konter eine Hereingabe von Dennis Mast ebenfalls nur knapp. In der 17. Minute zog Christoph Hemlein nach Klos-Vorarbeit aus spitzem Winkel ab, bekam allerdings nicht mehr genügend Druck auf das Spielgerät und scheiterte so an CFC-Keeper Philipp Pentke.

Mitte der ersten Halbzeit verflachte das Spielgeschehen vermehrt. In der 22. Minute blockte die aufmerksame DSC-Abwehr einen Fernschuss von Marc Lais, während in der 30. Minute Christian Müller für Arminia ebenfalls aus der Distanz deutlich neben das Tor zielte. In der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs hatten die Gastgeber dann mehr Spielanteile und die beste Gelegenheit des Spiels. In der 37. Minute setzte Anton Fink Reagy Ofsu in Szene, doch der Chemnitzer Linksaußen scheiterte im Strafraum am glänzend reagierenden Alexander Schwolow und der Nachschuss von Philipp Türpitz landete am Außennetz. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es anschließend in die Halbzeit.

Die zweiten 45 Minuten begannen für den DSC mit einem Rückschlag. Christian Müller musste nach einem Zusammenprall in der 51. Minute ausgewechselt werden. Es besteht der Verdacht auf einen Jochbeinbruch. Für ihn kam Sebastian Hille in die Partie, Christoph Hemlein agierte fortan in zentraler offensiver Mittelfeldposition. Und nur gute zehn Minuten später setzte es den nächsten Rückschlag für die Arminen: Schiedsrichter Robert Schröder schickte Peer Kluge wegen wiederholten Foulspiels mit der gelb-roten Karte vom Platz, eine völlig überzogene Entscheidung, da Kluge unmittelbar zuvor selbst gefoult worden war und zudem einige gelbwürdige Aktionen der Chemnitzer ungeahndet blieben.

Die Gastgeber hatten nun eine gute Phase und die erste gute Torchance der zweiten Halbzeit. Nach einem Freistoß köpfte Nils Röseler in der 65. Minute an das Bielefelder Außennetz. Norbert Meier reagierte umgehend und wechselte Daniel Brinkmann für Dennis Mast ein. Vor 300 mitgereisten Arminia-Fans unter den 6.834 Zuschauern präsentierte sich der DSC defensiv jedoch weiter stabil. In der 75. Minute zog Daniel Brinkmann nach einem Freistoß aus der Distanz ab, der Ball flog jedoch über das Chemnitzer Tor.

Auch der Chemnitzer Philipp Türpitz versuchte es in der 86. Minute mit einem Fernschuss, scheiterte jedoch am gut postierten Schwolow im Arminia-Tor. Ansonsten stand Arminia jedoch sehr sicher in der eigenen Hälfte und ließ auch in der fünfminütigen Nachspielzeit nichts mehr zu. Am Ende sicherten sich zehn Arminen einen verdienten Punkt in Chemnitz.

 

Stimmen zum Spiel

Das Spiel war vor allem in der ersten Halbzeit von der Taktik geprägt. Man hat aber gesehen, dass Chemnitz durch die beiden Auftaktsiege mit Selbstvertrauen ausgestattet war. Aber wir haben das Spiel nach und nach in den Griff bekommen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Nach der Verletztung von Müller und dem Platzverweis für Kluge mussten wir uns neu sortieren. Aber auch danach haben wir gut verteidigt und das insgesamt ordentlich gemacht. Chemnitz wünsche ich für den Rest der Saison alles Gute.

Norbert Meier

Vorab gute Besserung an meinen alten Spezi Christian Müller, den ich mal trainiert habe. Im Grunde war das ein Spiel ohne große Chancen, wobei wir noch die klarste Gelegenheit hatten. Auch in Überzahl hatten wir nur eine gute Chance. Dennoch kein Vorwurf an meine Mannschaft. Bielefeld hat das sehr gut verteidigt und so müssen wir mit dem 0:0 leben.

Karsten Heine

Chemnitzer FC:
Pentke – Conrad, Endres, Röseler, Poggenberg –Stenzel, Lais – Türpitz, Fink, Ofosu (85. Mauersberger) – Glasner (75. Ziereis).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Kluge – Hemlein, Strifler, Müller (51. Hille), Mast (66. Brinkmann) – Klos (90. Testroet).

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Lais/Schwolow, Mast, Klos

Gelb-Rote Karte:
Kluge (61.) wegen wiederholten Foulspiels

Zuschauer:
6.834