DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/dsc-arminia-bielefeld-fc-ingolstadt-04-2/

Fr., 27.10.2017 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
FC Ingolstadt 04 (2)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Hinter den eigenen Erwartungen

Eigentlich galt der FC Ingolstadt vor der Saison als einer der Favoriten auf den Aufstieg. Zwar musste der Absteiger namhafte Spieler wie Matthew Leckie oder Markus Suttner im Sommer ziehen lassen, verstärkte sich aber sinnvoll, sodass der Kader weiterhin zu den stärksten der Liga gehört. Aktuell ist beim FCI aber erst einmal Ernüchterung eingekehrt.

Als Maik Walpurgis Ingolstadt in der vergangenen Bundesliga-Saison am 11. Spieltag übernahm, standen die Oberbayern mit zwei Punkten zusammen mit dem Hamburger SV abgeschlagen am Tabellenende. Walpurgis krempelte die Ingolstädter innerhalb kürzester Zeit um, ließ ein neues System spielen und hatte damit Erfolg. Aus den restlichen 24 Spielen holte er respektable 30 Punkte. In der Rückrundentabelle stand der FCI auf Platz 11 – vor Mannschaften wie Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg oder Hertha BSC. Auch wenn es am Ende nicht mehr zum Klassenerhalt reichte, waren Verein und Verantwortliche mehr als zufrieden mit der Arbeit von Walpurgis. Dementsprechend hoch wurde der FC Ingolstadt vor der aktuellen Saison von Experten der Zweiten Liga gehandelt. Drei Niederlagen in den ersten drei Liga-Spielen sorgten allerdings zunächst für großen Frust und eine gewisse Ratlosigkeit. Der Verein handelte schnell und stellte Cheftrainer Maik Walpurgis am 22. August frei. Sein Nachfolger wurde FCI-Urgestein Stefan Leitl, der seit zehn Jahren für die Ingolstädter arbeitet. Unter seiner Regie gelangen den „Schanzern“ in fünf Spielen immerhin sieben Punkte und es scheint tatsächlich, als hätten sich die Ingolstädter nun etwas gefangen.

Die Qualität im Kader ist definitiv vorhanden. Als Beispiele dienen hier u.a. Dario Lezcano, Almog Cohen oder Christian Träsch, die allesamt Bundesliga-Erfahrung vorweisen können und wichtige Säulen im Ingolstädter Spiel sind. Es ist nun am neuen Trainer, das definitiv vorhandene Potenzial der Mannschaft in Punkte umzumünzen, ansonsten könnte es auch für die Ingolstädter Kultfigur Leitl ungemütlich werden – dafür ist die ambitionierte Erwartungshaltung rund um den Audi Sportpark zu groß. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem FC Ingolstadt und dem DSC in der SchücoArena endete im Februar 2014 mit einem 2:0-Auswärtssieg der Oberbayern. Kapitän der Ingolstädter damals wie heute: Marvin Matip. Dieser sagte in einem Interview mit dem Donaukurier vor Beginn der aktuellen Saison, dass er hoffe, innerhalb der nächsten zwei Jahre aufzusteigen. Allerdings wäre er nicht traurig, sollte es in dieser Saison schon klappen. Momentan sieht es eher nach dem Zweijahres-Plan aus – allerdings kann es in dieser ausgeglichenen Saison auch wieder schnell nach oben gehen. Die Qualität hat der FC Ingolstadt in jedem Fall – wenn die anfängliche Ernüchterung nach und nach einer kleinen Euphorie weicht, kann Stefan Leitl seinen Status als Kultfigur in seinem ersten Jahr als Cheftrainer der „Schanzer“ noch weiter verfestigen.

„Wir freuen uns auf das Abendspiel“ 

Vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen den FC Ingolstadt trafen sich Cheftrainer Jeff Saibene und Linksverteidiger Florian Hartherz zum Gespräch mit den Medienvertretern.

Für das Spiel gegen den Bundesligaabsteiger erwartet der DSC rund 15.000 Zuschauer. Nicht im DSC-Kader werden Christopher Nöthe und Baboucarr Gaye sein, die sich zurzeit noch im Aufbautraining befinden. Verzichten muss Arminia auch auf David Ulm (krank) und Leandro Putaro, der nach seiner roten Karte im Ligaspiel der U23 für ein Spiel gesperrt worden ist.

Trotz guter Leistung verlor Arminia am vergangenen Wochenende mit 1:2 bei Holstein Kiel. Auch wenn der DSC am Ende mit leeren Händen die Heimreise nach Bielefeld antrat, war Jeff Saibene mit der Leistung seiner Mannschaft voll zufrieden: „Wir haben in Kiel vieles richtig gemacht. Es war ein guter Auftritt meines Teams und ich denke, dass wir das Spiel durchaus hätten gewinnen können. Wir  waren nicht schlechter als bei den Auswärtssiegen in Nürnberg oder Dresden, aber am Ende hat uns etwas das Glück gefehlt – das spricht einmal mehr für die Ausgeglichenheit der Liga.“ Auch Florian Hartherz sprach von einer „Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Wir müssen noch ein wenig effektiver sein und hinten etwas sicherer stehen. Die Null zu halten und defensiv kompakt arbeiten – das ist die Basis. Wenn wir das schaffen, bin ich optimistisch gestimmt.“

Den kommenden Gegner, den FC Ingolstadt, schätzen beide DSC-Protagonisten trotz der anfänglichen Schwierigkeiten stark ein: „Der FC hatte am Anfang der Saison seine Probleme. Das ist aber normal, da sie einige neue Spieler einbauen mussten. Ich glaube, dass sie bis zum Ende der Saison oben ankommen werden. Sie haben viel Erfahrung und einen Kader, der sehr ausgeglichen besetzt ist. Die aufsteigende Tendenz, die sie sich in den letzten Wochen erarbeitet haben, würden wir gerne bremsen“, gab Saibene die Marschrichtung für das Spiel gegen „die Schanzer“ vor. Linksverteidiger Hartherz weiß ebenfalls um die Qualitäten der Ingolstädter und sprach von einer „Top-Truppe“. Allerdings habe diese „in dieser Saison bereits einige Probleme gehabt“, weswegen Arminias Spieler mit der Rückennumer 28 für das Flutlichtspiel „guter Dinge“ ist: „Die Mannschaft freut sich auf ein Abendspiel unter Flutlicht in der SchücoArena.“

Ob es zu Änderungen in der Startelf kommt, ließ Cheftrainer Saibene offen: „Personelle Wechsel sind im Trainerteam immer ein Thema. Es ist so, dass wir 15, 16 potenzielle Stammspieler haben und unsere Aufgabe ist es, alle bei Laune zu halten. Jeder aus dem Team verdient sich seine Minuten. Ob im zentralen Mittelfeld, auf den Außenpositionen oder bei den Innenverteidigern – wir sind sehr ausgeglichen besetzt“, so der Luxemburger, der sich auch vorstellen könnte, dass Andraz Sporar am Freitagabend im Kader steht: „Ich gehe positiv mit ihm um, er trainiert gut mit.“ Auch die Mannschaft gehe weiterhin positiv mit dem slowenischen Nationalspieler um: „Der Umgang mit Andraz hat sich absolut nicht geändert. Wir verstehen uns gut. Es gibt keinen Grund für uns Spieler, gegen ihn zu sein. Was von außen an uns herangetragen wird, hat keinen Einfluss auf uns“, erklärte Hartherz. Generell sei die Stimmung in der Mannschaft trotz der zwei Niederlagen gegen Düsseldorf und Kiel gut, versicherte Arminias Linksverteidiger: „Wir haben jetzt zwei Mal gegen Mannschaften verloren, die über uns stehen. Besonders die Niederlage gegen Kiel war sehr unglücklich, aber wir haben das akzeptiert. Wir müssen einfach weitermachen und punkten – die kommenden Gegner sind auf Augenhöhe“, sieht Hartherz durchaus Potenzial, die 17 bisher gesammelten Punkte bis zur Winterpause weiter anwachsen zu lassen.

Weitere Aussagen von Saibene und Hartherz gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV nimmt zudem Manuel Prietl Anlauf auf das Flutlichtspiel gegen „die Schanzer“:

 

 

Berichterstattung DSC – Ingolstadt

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den FC Ingolstadt 04.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen den FC Ingolstadt 04 live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende (Freitag)
  • Sky Sport News, „Die 2. Bundesliga“, 22:30 bis 23:30 Uhr (Freitag)
  • RTL Nitro, „100 % Bundesliga“, 22:10 bis 00:15 Uhr (Montag)

Unglückliche Niederlage gegen Ingolstadt

Arminia verliert am Freitagabend nach turbulentem Spielverlauf mit 1:3 (1:2)) gegen clevere und glücklichere Ingolstädter. Beide Teams beenden die Partie mit zehn Mann.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel bei Holstein Kiel nahm das Trainerteam um Cheftrainer Jeff Saibene zwei Änderungen in der Startelf vor. Für Stephan Salger rückte Brian Behrendt auf die Innenverteidiger-Position, Christoph Hemlein ersetzte Keanu Staude im Mittelfeld. Bei Flutlicht und besten äußeren Bedingungen pfiff Schiedsrichter Timo Gerach die Partie vor 15.005 Zuschauern pünktlich an. Nach vier Minuten besaßen die Gäste die erste Chance der Partie – eine Flanke von Rechtsaußen Thomas Pledl ließ Sonny Kittel geschickt durch die Beine passieren, sodass Alfredo Morales auf Höhe des Strafraums zum Schuss kommen konnte. Er setzte den Ball aber deutlich über das Tor. In der neunten Minute kam der DSC das erste Mal gefährlich vor das Tor: Nach einer kurzen Ecke flankte Patrick Weihrauch den Ball in den Strafraum, wo ihn Andreas Voglsammer verlängerte. Allerdings war Ingolstadts Keeper Örjan Nyland zur Stelle und konnte den Ball letztlich sicher fangen.

Obwohl Arminia besser in die Partie kam ging der Gast aus Ingolstadt in Führung. Nach einem Angriff über die linke Seite konnte sich Sonny Kittel im Zweikampf mit Nils Teixeira behaupten und passte den Ball zu Pledl. Der legte sich den Ball aus knapp 16 Metern zurecht und zog ab. Der Ball wurde von Julian Börner noch abgefälscht und landete hinter Stefan Ortega Moreno im Tor (11.). Es blieb turbulent: Nach einem tollen öffnenden Pass von Fabian Klos auf Christoph Hemlein, wusste sich der bereits verwarnte Marcel Gaus nur mit einem taktischen Foul zu helfen – die logische Konsequenz war der frühe Platzverweis (13.) für den Ingolstädter. Im anschließenden Gerangel sah zudem Sonny Kittel, der Hemlein per Schubser zu Boden beförderte, die gelbe Karte – da hätten sich die „Schanzer“ über einen zweiten Platzverweis innerhalb kürzester Zeit wohl nicht beschweren dürfen.

In den folgenden Minuten mussten sich beide Mannschaften ein wenig sortieren, sodass größere Tormöglichkeiten auf beiden Seiten ausblieben. Arminia kontrollierte weitestgehend das Spiel, musste aber bei den schnellen Ingolstädtern Gegenstößen hellwach sein. Die erste gute Gelegenheit nach dem Platzverweis gehörte dann aber den Arminen. Konstantin Kerschbaumer konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen und flankte den Ball gefährlich vor das Tor, wo Klos und Voglsammer knapp verpassten. Kurze Zeit später stand Schiedsrichter Gerach dann wieder im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld zwischen Brian Behrendt und Almog Cohen, ging der Ingolstädter zu Boden. Gerach zeigte Arminias Innenverteidiger glatt Rot (26.) – eine umstrittene Entscheidung, da Behrendt unmittelbar vor dem Foul von Stefan Kutschke foulspielwürdig gestoßen wurde.

Das Spiel kam nicht zur Ruhe – nach einer Ecke von der linken Seite von Kerschbaumer setzte sich Kapitän Julian Börner in der Mitte energisch gegen seinen Mitspieler durch und köpfte den Ball an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Netz ging (30.) – 1:1! Wenige Zeit später wechselte Arminia das erste Mal. Stephan Salger ersetzte Nils Teixeira, dessen Position Patrick Weihrauch übernahm, Salger rückte auf die Position des vom Platz verwiesenen Behrendt. Der DSC, von den Zuschauern nun nach vorne gepeitscht, blieb dran und hätte in der 35. Minute in Führung gehen können, doch Kerschbaumer verpasste nach tollem Zuspiel Patrick Weihrauchs in die Schnittstelle denkbar knapp, sodass ein Ingolstädter gerade noch zur Ecke klären konnte.

Arminia blieb spielbestimmend und hatte kurz vor der Halbzeit eine weitere Chance zur Führung. Nach einem Ballgewinn von Florian Hartherz machte dieser das Spiel schnell und spielte einen Doppelpass mit Voglsammer. Anschließend flankte Hartherz den Ball gefühlvoll in die Mitte und fand in Klos einen Abnehmer. Der Kopfball des Stürmers landete denkbar knapp neben dem Tor (45.). Im direkten Gegenzug musste der DSC dann die kalte Dusche hinnehmen. Nach einem verunglückten Rückpass Weihrauchs schaltete Ingolstadts Stümer Stefan Kutschke schnell und kam vor dem herausstürzenden Ortega Moreno an den Ball, der den Ingolstädter von den Beinen holte – den anschließenden Elfmeter verwandelte Kutschke höchstpersönlich zur schmeichelhaften 2:1-Halbzeitführung des Bundesligaabsteigers.

Beide Teams starteten die zweite Hälfte ohne personelle Wechsel. Da sich beide Teams zunächst etwas abtasteten und sich das Geschehen vorrangig im Mittelfeld abspielte, dauerte es bis zur 55. Minute, bis die zweite Hälfte einen ersten Torabschluss verzeichnen konnte. Dieser gehörte den Ingolstädtern in Person von Kutschke, der nach feiner Vorarbeit Kittels aus aussichtsreicher Position knapp verzog. In der 59. Minute wechselte der DSC ein zweites Mal, Keanu Staude kam für Kerschbaumer in die Partie. Zwei Minuten später besaß der FCI eine weitere Chance, doch Pledls Schuss auf Strafraumhöhe landete in den Armen von Ortega Moreno. Im direkten Gegenzug kam Arminia zur ersten Torchance der zweiten Halbzeit, doch Keanu Staudes Schuss aus der Drehung verfehlte sein Ziel (62.).

In der 67. Minute wurde Klos vor dem Strafraum freigespielt, doch sein Schuss aus 20 Metern wurde von einem Ingolstädter Bein zur Ecke geklärt – unmittelbar nach dieser Szene nahm Jeff Saibene den letzten Wechsel vor und brachte Sören Brandy für Klos. Das Spiel verflachte mit fortwährender Dauer. Die Ingolstädter standen hinten clever und lauerten auf Konter, während der DSC deutlich mehr Ballbesitz hatte, mit diesem aber zu selten gefährlich vor das Tor kam. Bezeichnend dafür vielleicht eine Szene aus der 82. Minute. Nach einer ansehnlichen Ballstafette über Manuel Prietl und Christoph Hemlein, landete der Ball in aussichtsreicher Position bei Voglsammer, der jedoch unabsichtlich von Keanu Staude behindert wurde und so den Ball ins Toraus schoss.

Kurze Zeit später wäre der DSC fast zum Ausgleich gekommen. Nach einem schönen Freistoß Staudes kam Börner in der Mitte zum Kopfball, setzte diesen jedoch an den Pfosten (84.). Eine Minute später konnte der FC Ingolstadt auf 3:1 erhöhen – Kittel behielt aus kurzer Distanz die Nerven und schoss zur Vorentscheidung ein. Die Stimmung blieb weiter hitzig – kurze Zeit später wurde Saibene von Schiedsrichter Gerach auf die Tribüne geschickt. Die letzte Chance der hektischen Partie besaß Arminias Prietl, der den Ball in der zweiminütigen Nachspielzeit knapp neben das Tor schoss. So musste der DSC am Ende in eine 1:3-Heimpleite einwilligen.

Stimmen zum Spiel

Wir haben ein gutes Heimspiel gemacht. Leider haben wir es nicht geschafft, das Spiel zu drehen, obwohl wir mit dem 1:1 gut zurückgekommen sind. Wir wussten, dass die Ingoltstädter eine brutale Qualität in ihren Reihen haben und die haben sie gezeigt, als sie nach unserer Ausgleichschance im Gegenzug das 1:3 gemacht haben. Das war unser Genickbruch. Bis dahin war es zwar ein durch die zwei roten Karten zerfahrenes Spiel, aber ein Spiel auf Augenhöhe. Nur im letzten Drittel haben wir oft nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Jetzt müssen wir den Kopf hoch nehmen und positiv nach vorne blicken.

Manuel Prietl

Es war besonders in der ersten Halbzeit ein sehr intensives Spiel mit der einen oder anderen strittigen Entscheidung. Normalerweise müssen wir kurz vor der Pause durch meinen Kopfball mit 2:1 in Führung gehen, doch leider habe ich die Leistung der Mannschaft in dieser Situation nicht mit dem Führungstreffer belohnt. Ich hätte mich über das Tor sehr gefreut, da wir sehr viel investiert haben. Im Moment fehlt uns aber in den entscheidenden Situationen die Durchschlagskraft. In der zweiten Halbzeit haben wir viel probiert, aber die Ingolstädter haben es clever gemacht. Wir lassen die Köpfe nicht hängen und arbeiten daran, dass es in Aue wieder besser läuft – wir müssen uns das Glück einfach erzwingen.

Fabian Klos

Das Spiel heute ist symbolisch für die schwierige Phase, die wir derzeit durchlaufen. Die Niederlage ist bitter und tut weh, weil wir nicht schlecht gespielt haben. Kurz vor Schluss hätte ich den Ausgleich erzielen können, stattdessen kriegen wir im direkten Gegenzug das 1:3. Es ist eine unangenehme Phase, die wir derzeit durchmachen, aber ich bin mir sicher, dass es demnächst wieder besser läuft. Wir müssen vor dem gegnerischen Tor noch ein wenig konsequenter sein und in der Defensive die individuellen Fehler abstellen. Trotz der Niederlage stelle ich mich vor die Mannschaft, weil wir es versucht haben und kein schlechtes Spiel abgeliefert haben.“

Julian Börner

Wir zeigen derzeit Woche für Woche ähnliche Spiele, indem wir jedes mal viel Aufwand betreiben und uns mit individuellen Fehlern selbst bestrafen. Hinzukam diesmal eine rote Karte, die ein absoluter Witz ist, weil Brian Behrendt bei der Aktion selbst gefoult wird und seinen Gegenspieler im Fallen unbeabsichtigt trifft. Zuvor hatten wir das Spiel im Griff. Durch den Kopfball von Fabian Klos, der knapp vorbei ging, hatten wir die größte Chance. Im Gegenzug bekommen wir das 1:2. Nach dem selben Muster fiel auch das 1:3. Wir dürfen jetzt nicht lamentieren und müssen weiter an uns arbeiten. Vorne hat uns die Kreativität gefehlt und wir müssen die individuellen Fehler abstellen, weil sie uns derzeit unglaublich viele Punkte kosten.

Jeff Saibene

Die Partie hat mit einer sehr hitzigen ersten Hälfte begonnen, die von Emotionen gelebt hat. Das wünscht sich zwar der Fan, aber nicht der Trainer. Bielefeld hat uns vor Probleme gestellt, dennoch sind wir in Führung gegangen. Für die zweite Hälfte hatten wir uns vorgenommen Ruhe ins Spiel zu bringen. Das ist uns gelungen und wir konnten das Spiel kontrollieren. Vor dem 3:1 hatten wir das Glück, dass Bielefeld nur den Pfosten trifft. Aber das Glück haben wir uns erarbeitet. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und kann dem Team nur ein Kompliment aussprechen.

Stefan Leitl

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Teixeira (30. Salger), Behrendt, Börner, Hartherz  – Hemlein, Prietl, Kerschbaumer (59. Staude), Weihrauch – Voglsammer, Klos (67. Brandy).

FC Ingolstadt 04:
Nyland – Levels, Matip, Wahl, Gaus – Cohen (79. Schröck), Träsch, Morales – Pledl (87. Leipertz), Kutschke (77. Lezcano), Kittel.

Tore:
0:1 (11.) Pledl, 1:1 (30.) Börner, 1:2 (45., Foulelfmeter) Kutschke, 1:3 (85.) Kittel.

Gelbe Karten:
Prietl, Ortega Moreno, Börner/Kittel, Matip

Gelb-Rote Karte:
Gaus (13., wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte:
Behrendt (26., grobes Foulspiel)

Zuschauer:
15.005