DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 01.12.2017 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
FC St. Pauli (0)

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Flutlicht-Knaller gegen Kiez-Kicker

Der etwas andere Verein aus dem Norden gastiert zum Start in den Dezember unter Flutlicht in Bielefeld. Bislang ist man auf St. Pauli eher unzufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf und hadert mit zu vielen liegengelassenen Punkten.

Der alternative Klub aus Hamburg war schon immer ein wenig eigenwillig. Während es bei anderen Vereinen und auch in den meisten deutschen Fankurven heißt, dass Politik im Stadion nichts zu suchen hat, engagiert sich der FC St. Pauli offen gegen Rechts und für soziale Anliegen der Menschen. So hat erst kürzlich der Technische Direktor und ehemalige Armine Ewald Lienen über den Anhang seines Vereins gesagt: „Wenn wir einen schwulen Spieler hätten, er wäre bei unseren Fans der Star. Da bin ich mir ganz sicher. Ohne Mut wird in unserer Gesellschaft nichts passieren.“ Eher untypisch für das Fußballgeschäft – aber so ist der FC St. Pauli nun mal, speziell und mutig. Und das ist auch gut so! Daneben ist man kürzlich eine Kooperation mit der US-amerikanischen Band „Rise Against“ eingegangen, außerdem gestaltet der Grafiker Albert Schindehütte zu jedem Erstligaaufstieg einen Holzschnitt. Bisher sieht es jedoch nicht unbedingt danach aus, dass er am Ende dieser Saison viel zu tun haben wird. Platz sechs und sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz vor der Länderspielunterbrechung im November dürften nicht den Ansprüchen des Vereins genügen. Wenn sich das ändern soll, muss der Kiezklub in Bielefeld schon drei Punkte mitnehmen. Das weiß auch Cheftrainer Olaf Janßen: „Wenn man sieht, wie viel wir in die letzten Spiele investiert haben, sind die Ergebnisse bittere Pillen. Wir hätten bis zu neun Punkte mehr in der Tasche haben können.“

Dabei ist das bei den Hamburgern reine Kopfsache, denn über den Luftkampf werden Spiele mit ihrer Beteiligung vergleichsweise selten entschieden: Zumindest bis zur Länderspielpause hatten die Hamburger in der laufenden Saison noch kein Kopfballtor erzielt. Auf der anderen Seite haben sie bis dato auch erst zwei Gegentore per Kopf kassiert. Eines davon allerdings zuletzt in der Nachspielzeit zum 0:1 bei Union Berlin. St. Pauli hat zudem erst zwei Stürmer-Tore erzielt. Bester Schütze ist mit vier Toren die Nummer Zehn, Mittelfeldmotor Christopher Buchtmann. Sehr gut gefallen hat dem Trainerteam in Berlin „das höhere Anlaufen und das frühere Pressing. Das waren wichtige Hinweise für die kommenden Spiele“, so Janßen. Für die Länderspielpause fielen Coach Janßen noch „einige Dinge ein, an denen wir arbeiten können“. Allerdings ist es gar nicht so sehr die ausgemachte Schwäche bei Standards, die dem Trainer Kopfzerbrechen bereitet. „Das Offensivspiel wird die Nummer eins auf unserer Agenda sein“, sagte er und forderte „noch mehr Überzeugung“ und „vor dem Tor deutlich mehr Mut“. Ob das Unterfangen in der spielfreien Zeit Früchte getragen hat, wird man auch im Spiel gegen Arminia beobachten können.

„Jeder arbeitet für Jeden“

Am Tag vor dem Flutlichtspiel gegen den FC St. Pauli trafen sich DSC-Trainer Jeff Saibene und der Torschütze von Kaiserslautern, Konstantin Kerschbaumer mit den Medienvertretern. Auf der Abschluss-Pressekonferenz wurde vor allem über den kommenden Genger sowie die neue Rolle des defensiven Mittelfeldspielers auf der linken Außenbahn gesprochen.

Im letzten Heimspiel des Jahres am Freitag muss der DSC weiterhin auf Andraz Sporar (Zahn-OP) und Nils Quaschner (Knieprobleme) sowie auf Christopher Nöthe, der nach seinem Kreuzbandriss trotz Teilnahme am Mannschaftstraining noch keine Option für den Kader ist, verzichten. Daneben wird auch Keanu Staude wegen einer Zehenprellung nicht zur Verfügung stehen. Insgesamt werden 23.000 Zuschauer in der SchücoArena erwartet, davon ungefähr 2.200 Gästefans. Schiedsrichter der Partie wird Robert Kempter sein.

Nach der guten Leistung beim 2:0-Sieg vom letzten Wochenende in Kaiserslautern „bietet sich auch für das Spiel gegen St. Pauli durchaus dieselbe Aufstellung an“, sagte Arminia-Trainer Jeff Saibene. „Sie haben es letzte Woche alle gut gemacht“, fügte er hinzu. In einer kurzen Trainingswoche stand vornehmlich Regeneration an, viel Zeit für Trainingseinheiten hatte das Trainerteam nicht zur Verfügung. Laut dem Trainer sei es wichtig, die letzten drei Spiele nicht verloren und zuletzt auch wieder einen Auswärtssieg eingefahren zu haben. „Aber zu Hause war es zuletzt ungenügend, zum Jahresabschluss wäre ein Heimsieg natürlich gut“, so Saibene. Der Sieg in Kaiserslautern habe allen gut getan, denn bei fünf erfolglosen Spielen gebe es immer gewisse Unzufriedenheit, fuhr der Luxemburger fort. „Beim Blick auf die Tabelle merkt man natürlich, dass man schnell wieder oben dran sein kann und dann sind Zufriedenheit und Motivation auch größer“, erläuterte er. Der DSC-Coach sagte, Konstantin Kerschbaumer habe ihm auf der linken Außenbahnlinks „gut gefallen“ und stellte danach einen Vergleich mit schwedischen Nationalspieler Emil Forsberg auf. „Er ist genau so ein Typ und hat das genau so umgesetzt, wie ich es mir vorgestellt habe. Kerschi hat fast keinen Ball verloren und am Ende sogar wieder ein Tor gemacht“, so Saibene.

Saibene hatte auch noch ein Sonderlob für Kapitän Julian Börner parat: „Er war sehr präsent, zweikampf- und kopfballstark. Sehr gut.“ Er endete mit einer generellen taktischen Vorgabe: „Das Wichtigste ist, erstmal defensiv stabil zu stehen, das ist die Basis. Tore schießen wir eigentlich immer. Aber wenn wir hinten gut stehen, ist es nach vorne auch einfacher. Auch Kaiserslautern war gegen uns nicht so schlecht, aber wir haben als Mannschaft gut verteidigt“, analysierte Saibene. St. Pauli hat der Bielefelder Trainer selbst vor zwei Wochen live gegen Regensburg gesehen und „dabei zwei absolut unterschiedliche Halbzeiten beobachtet. Ich denke, sie haben mehr Qualität, als es die Tabelle momentan aussagt. Klar ist, dass es kein einfaches Spiel werden wird – sie haben Druck und spüren sozusagen das Messer am Hals“, warnte der DSC-Coach.

Anschließend stellte sich Konstantin Kerschbaumer den Fragen der Medienvertreter. Er war in Kaiserslautern mit seiner Rolle auf der linken Außenbahn sehr zufrieden. „Im letzten Spiel habe ich mich auf der Position wohl gefühlt, obwohl es dort nochmal etwas intensiver ist, als im Zentrum“, bewertete er seine Leistung. Auf das Flutlicht-Spiel gegen St. Pauli freut sich der Österreicher schon und will sich nicht auf eine bestimmte Position für morgen festlegen. Der Fokus liege darauf, den nächsten Heimsieg einzufahren. Der Torschütze aus dem Spiel in Kaiserslautern wurde abschließend zu einem möglichen Konkurrenzdenken im defensiven Mittelfeld des DSC befragt, in dem neben Kerschbaumer auch Tom Schütz und Manuel Prietl Anspruch auf regelmäßige Einsätze erheben. „Wir schätzen uns alle drei und funktionieren auf dem Platz miteinander sehr gut, unterstützen uns gegenseitig. Deshalb liefern wir auch ab, das ist viel Wert. Und genau das zeichnet uns als Team aus, jeder arbeitet für Jeden“, antwortete er daraufhin.

Weitere Aussagen von Saibene und Kerschbaumer gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Fabian Klos zum Spiel:

Berichterstattung DSC – St. Pauli

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den FC St. Pauli.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen den FC St. Pauli live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende (Freitag)
  • Sky Sport News, „Die 2. Bundesliga“, 22:30 bis 23:30 Uhr (Freitag)
  • RTL Nitro, „100 % Bundesliga“, 22:10 bis 00:15 Uhr (Montag)

Berauschendes Fußballfest endet 5:0

Arminia gewinnt im letzten Heimspiel des Jahres gegen einen deutlich unterlegenen FC St. Pauli mit 5:0. In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften noch auf Augenhöhe und gingen mit einem 1:0 für Arminia in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte kam von den Gästen kaum noch Gegenwehr und der DSC konnte seine Spielzüge nach Belieben ausspielen, sodass der Endstand auch in der Höhe verdient war.

Arminias Trainer Jeff Saibene beließ es bei exakt demselben Kader der Vorwoche vom Spiel in Kaiserslautern und ließ zum ersten Mal in dieser Spielzeit auch die Startaufstellung unverändert gegenüber dem vorherigen Spiel. Um 18:30 Uhr und unter Flutlicht pfiff Schiedsrichter Robert Kempter die Begegnung vor 22.826 Zuschauern an. Die Arminen starteten ballsicher in die Partie und versuchten zunächst, das Spiel ruhig und kontrolliert aufzubauen. Auch die Gäste aus Hamburg waren von Beginn an wach und so musste Stefan Ortega Moreno in der vierten Minute erstmals klärend eingreifen, ohne dabei jedoch ernsthaft in Bedrängnis zu geraten. In den folgenden Minuten kamen die Kiez-Kicker noch zweimal gefährlich in den Strafraum der Bielefelder, kamen aber nicht zum Abschluss. Ansonsten waren Strafraumszenen in der Anfangsphase auf beiden Seiten Mangelware.

In der 14. Minute konnte sich dann Fabian Klos den Ball vor dem Strafraum der Paulianer erkämpfen und kam zum Abschluss – sein Schuss wurde aber noch zur Ecke geklärt, die anschließend nichts einbrachte. Einige Minuten später kam Andreas Voglsammer aus halblinker Position zum Abschluss, der jedoch zu harmlos ausfiel, als dass er den Kasten von Robin Himmelmann wirklich hätte gefährden können (19.). Zuvor hatte sich Manuel Prietl durchgesetzt und den Ball auf seinen Stürmer durchgesteckt. Kurz danach verfehlte Leandro Putaro das gegnerische Tor mit einem Kopfball nur knapp, nachdem der Ball per Freistoß von Tom Schütz in den Strafraum der Gäste befördert worden war.

Es entwickelte sich eine leicht zähe Partie mit vielen Arminia-Spielanteilen im Mittelfeld, was vor allem daran lag, dass beide Mannschaften taktisch aufmerksam waren und sich vom jeweiligen Gegner nicht überraschen ließen. In der 38. Minute konnte sich jedoch erneut Fabian Klos die Kugel in der Hälfte der Hamburger erkämpfen und gab den Ball auf die rechte Seite zu Florian Dick weiter, der dann zu Konstantin Kerschbaumer weiterleitete. Der wiederum konnte das Spielgerät auf Leandro Putaro durchstecken, der junge Stürmer schloss umgehend aus gut 16 Metern ab und traf an Himmelmann vorbei zur Führung für die Blauen! Das 1:0 für Arminia kam in dieser ruhigen Phase des Spiels etwas überraschend, war jedoch auf Grund höherer Spielanteile durchaus verdient. Kurz vor der Pause herrschte Aufregung auf der anderen Seite, nachdem der Ball einem Freistoß folgend im Netz des Bielefelder Tores zappelte – der Schiedsrichter entschied jedoch auf Abseits  und hatte damit Recht (45.). Kurz danach gingen die beiden Teams beim Stand von 1:0 für Bielefeld in die Kabinen.

Beide Mannschaften starteten ohne personelle Veränderungen in die zweite Hälfte. Die erste sehr gute Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte St. Paulis Zander, der nach einer punktgenauen Hereingabe von links jedoch über das Tor von Ortega köpfte. Nach einer Unkonzentriertheit in der Pauli-Abwehr kam im Gegenzug erneut Putaro zum Abschluss, doch dieses Mal geriet sein Versuch zu harmlos. Kurz darauf erkämpfte sich Arminia im Angriffspressing den Ball und Fabian Klos lief alleine auf Himmelmann zu, der Torwart traf Ball und Stürmer und Schiri Kempter entschied auf Eckball. Nach dieser Ecke kam über Umwege Florian Dick aus halbrechter Position an den Ball, nahm ihn Volley und zimmerte ihn ins linke obere Eck des Gehäuses von St. Pauli (53.) – was für ein Wahnsinnstor!

Wenig später brachte Florian Hartherz den Ball von links gefährlich in den Gästestrafraum, fand aber keinen Abnehmer. Der DSC war jetzt spürbar überlegen und versuchte immer wieder, direkt in die Spitze zu spielen und schnell zum Abschluss zu gelangen. Auf der Gegenseite kam St. Pauli zu einem Freistoß, passend zum Spielverlauf konnte brachte dieser aber keine Gefahr ein. Im Gegenteil: Die Arminen konnten den Ball erobern und brachten ihn beim folgenden Konter über Kerschbaumer und Voglsammer zu Hartherz, der sich noch gegen einen Gegenspieler durchsetzte, bereits im gegnerischen Strafraum zwei weitere Paulianer Abwehrspieler aussteigen ließ und mit rechts ins lange Eck einschob (62.). Das 3:0 für Bielefeld war auch in der Höhe verdient, weil von den Gästen mittlerweile fast gar nichts mehr zu sehen war.

In der 68. Minute wechselte Jeff Saibene dann zum ersten Mal an diesem Abend und brachte Patrick Weihrauch für den erneut starken Leandro Putaro. Bouhaddouz kam in der 72. Minute mal zu einer Gelegenheit für die Mannschaft vom Millerntor und schoss den Ball links am Tor vorbei, DSC-Keeper Ortega Moreno musste nicht eingreifen. Nach einer Ecke kamen die Gäste zu einer gefährlichen Torchance durch einen Kopfball von Lasse Sobiech, den Ortega Moreno glänzend parierte. Abermals konnte Arminia einen sehr guten Konter fahren, den Konstantin Kerschbaumer nach optimaler Hereingabe von Prietl gegen die Laufrichtung von Himmelmann zum 4:0 für den DSC abschließen konnte (77.)! Der ebenfalls sehr starke Österreicher wurde kurz darauf in den verdienten vorzeitigen Feierabend geschickt, für ihn kam Christoph Hemlein (81.). Auch Tom Schütz durfte wenig später den Platz verlassen. Jeff Saibene verhalf mit seinem letzten Wechsel des Abends dem jungen Roberto Massimo (17 Jahre) aus der U19 des DSC zu seinem Profidebüt (83.).

Auch kurz vor Spielende hörte Arminia nicht auf nach vorne zu spielen und erzielte nach Flanke von Florian Dick in Person von Fabian Klos das 5:0 (85.)! Der Stürmer beendete seine torlose Zeit mit einem Kopfball in die lange Ecke. Die Begegnung war zu dem Zeitpunkt schon längst entschieden, da die Bemühungen des Gegners letztlich allesamt zu harmlos blieben. In der 90. Minute hätte Fabian Klos nach perfektem Zuspiel von Hemlein sogar noch auf 6:0 erhöhen können, verzog aber leicht. Anschließend war Schluss in der SchücoArena und die Spieler konnten sich von den begeisterten Zuschauern feiern lassen. Vor dem Jahresende stehen für den DSC jetzt noch die beiden Auswärtsspiele in Sandhausen und Regensburg an.

Stimmen zum Spiel

Es gibt Spiele in der Saison, die tanzen aus der Reihe. In denen läuft alles perfekt und alles klappt. Heute war so ein Spiel. Wir haben uns in den Rausch gearbeitet und haben auch nach dem 2:0 von Florian Dick nicht nachgelassen. Bei so einem Gegentor, wie dem 0:2 gehen die Köpfe von St. Pauli nach unten. In der ersten Hälfte war es allerdings ein brutal enges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.

Fabian Klos

Über mein erstes Pflichtspieltor bin ich natürlich überglücklich, aber die Hauptsache ist, dass die Mannschaft das heute überragend gemacht hat. Uns war vorher klar, dass St. Pauli mit dem Rücken zur Wand steht und alles versuchen würde, aber wir haben gut kombiniert und auch endlich mal unsere Chancen genutzt. Am Ende war es einfach geil – die Stimmung war meiner Meinung nach vielleicht nochmal etwas besser als damals beim 6:0 gegen Braunschweig. Wir genießen jetzt den Moment und wollen dann in den nächsten Spielen genauso konzentriert weitermachen.

Florian Hartherz

In der 1. Halbzeit waren wir nicht ganz so gut. Wir konnten froh sein, mit der 1:0-Führung in die Kabine zu gehen. Die 2. Halbzeit wiederum war dann sehr gut. Klar war bei dem 2:0 von mir ein bisschen Glück mit dabei, aber ich wollten den schon genauso machen. So ein Sieg ist natürlich ein toller Heim-Abschluss, den wir unseren Fans auch so bieten wollten. Mit 25 Punkten sind wir voll im Soll, aber wir müssen immer noch was draufpacken. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Punkte 30 bis 40 am schwersten zu holen sind.

Florian Dick

Es war unser Ziel, das letzte Heimspiel des Jahres positiv zu gestalten und das haben wir geschafft. Dabei sind wir nicht gut ins Spiel gekommen. Wir hatten allerdings das Glück in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte haben wir unsere Umschaltsituationen extrem gut ausgenutzt. Wir haben mit viel Tempo und viel Qualität nach vorne gespielt. Das Spiel ist für uns positiv verlaufen. Jetzt ist es aber wichtig, dass wir den Ball flachhalten und vor der Winterpause noch weiter Punkte sammeln.

Jeff Saibene

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben den Bielefeldern das Leben schwer gemacht. Das 1:0 für Arminia kommt dann aus dem Nichts. Dennoch waren wir auch nach dem Gegentor weiter stabil und taktisch geordnet. Das 2:0 ist natürlich ein Sonntagsschuss. Danach hat das Stadion auch gemerkt, dass bei meinen Spielern die Köpfe nach unten gingen. Die letzten 30 Minuten war es als Trainer von außen dann auch bitter anzuschauen. Klar hat es der DSC gut gemacht, aber wir haben es ihnen zu leicht gemacht. Letztlich ist der Sieg für Arminia hochverdient.

Olaf Janßen

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Dick, Börner, Salger, Hartherz – Putaro (68. Weihrauch), Prietl, Schütz (83. Massimo), Kerschbaumer  (81. Hemlein) – Klos, Voglsammer.

FC St. Pauli:
Himmelmann – Zander, Sobiech, Avevor , Buballa – Flum, Buchtmann – Sahin (79. Litka), Möller Daehli, Sobota (59. Bouhaddouz) – Schneider.

Tore:
1:0 (38.) Putaro, 2:0 (53.) Dick, 3:0 (62.) Hartherz, 4:0 (77.) Kerschbaumer, 5:0 (85.) Klos.

Gelbe Karten:
Börner/Bouhaddouz

Zuschauer:
22.826