DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 29.07.2017 15:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
SSV Jahn Regensburg (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Auf dem Vormarsch

Als Arminia Bielefeld das letzte Mal den SSV Jahn Regensburg in der SchücoArena empfing, feierte der DSC in diesem Spiel den Aufstieg in die 2. Liga, während die Oberpfälzer den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten mussten. Seitdem hat sich beim Jahn jedoch viel getan, der Club ist auf dem Vormarsch.

Als der Jahn im Sommer 2015 frisch abgestiegen war, gab es dennoch etwas zu feiern: Die Fertigstellung des neuen Stadions. Die Continental-Arena bietet 15.224 Zuschauern Platz und ist eine moderne Fußball-Arena. Trotz des Abstiegs hatte der Verein an Trainer Christian Brand festgehalten, doch als die Hinrunde nicht so verlief, wie der Verein es sich vorgestellt hatte, wurde Brand Anfang Dezember 2015 von seinen Aufgaben entbunden. Zum Start der Winter-Vorbereitung 2016 engagierte Regensburg dann Heiko Herrlich als neuen Chefcoach, der das Team prompt zur Meisterschaft in der Regionalliga Bayern führte. In der Aufstiegs-Relegation setzte man sich der Jahn gegen den VfL Wolfsburg II durch und schaffte als erste Mannschaft überhaupt den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga. Dort fand man sich nach einem starken Saisonstart erneut schnell in der Spitzengruppe wieder, stürzte zwischenzeitlich aber in das Liga-Mittelfeld ab. Doch im Verlauf der Rückrunde fand das Team zu alter Stärke wieder und sicherte sich den dritten Tabellenplatz – es ging also wieder in eine Aufstiegs-Relegation. Gegen den TSV 1860 München waren die Oberpfälzer in beiden Spielen die bessere Mannschaft und schafften den direkten Durchmarsch in die 2. Liga.

In der 3. Liga stellte Regensburg in der vergangenen Saison mit 62 Toren den besten Angriff, mit 50 Gegentoren allerdings auch die siebtschlechteste Abwehr. Die Defensive wurde daher auch mit den beiden Innenverteidigern Benedikt Gimber (Hoffenheim) und Asger Sörensen (RB Salzburg) verstärkt. In der Offensive muss das Team dagegen die Verluste von Spielmacher Kolja Pusch (Heidenheim) und Flügelflitzer Erik Thommy (Augsburg) kompensieren. Albion Vrenezi (Ausgburg II), Sebastian Stolze (Wolfsburg II), Jonas Nietfeld (Zwickau) und Sargis Adamyan (Steinbach) sollen die Aufgaben von Thommy und Pusch übernehmen, verfügen aber allesamt maximal über Drittliga-Erfahrung. Eine ungewollte Änderung gab es auch auf der Trainer-Position. Offenbar hatten beim Jahn auch die kühnsten Optimisten nicht mit einem Durchmarsch in die 2. Liga gerechnet und so galt der Vertrag von Heiko Herrlich lediglich für die 3. Liga. Als dann im Sommer Bundesligist Bayer 04 Leverkusen Herrlich verpflichtete, bekamen die Regensburger nicht einmal eine Ablösesumme für ihren Erfolgscoach. Der neue Mann auf der Regensburger Bank ist Achim Beierlorzer, der zuvor in der Jugendabteilung von RasenBallsport Leipzig beschäftigt war. Er soll das Team zum Klassenerhalt führen.

„Drei Punkte in Bielefeld behalten“

In der ersten Pressekonferenz der neuen Saison äußerten sich Cheftrainer Jeff Saibene und Stürmer Andreas Voglsammer zur Vorbereitung und dem SSV Jahn Regensburg.

Personell sind die Vorzeichen für den Saisonauftakt weitestgehend gut: Neben Christopher Nöthe (Reha nach Kreuzbandriss) und Sören Brandy (muskuläre Probleme) droht derzeit lediglich der Ausfall von Mittelfeldspieler Tom Schütz, den Schmerzen an der Achillessehne plagen. „Die Chancen, dass er spielt stehen 50:50. So etwas kann auch schnell abklingen, aber wir werden kein Risiko eingehen“, sagte Saibene. Sollte Schütz ausfallen, wären Manuel Prietl und Konstantin Kerschbaumer auf der Doppelsechs gesetzt. Auch für die meisten anderen Positionen hat Saibene „ziemlich klare Vorstellungen“ im Kopf, gegenüber dem letzten Testspiel gegen Norwich sind aber bis zu drei Veränderungen in der Startelf möglich. „Wir sind auf vielen Positionen ausgeglichen besetzt. Die neuen Spieler haben sich gut integriert und sind nah dran. Insgesamt sind wir qualitativ breiter aufgestellt“, fasste Saibene zusammen.

Vor allem im Sturm herrscht großer Konkurrenzkampf zwischen Nils Quaschner, Andraz Sporar, Fabian Klos und Andreas Voglsammer. „Konkurrenz belebt das Geschäft und gehört dazu. Ich gebe in jedem Training Vollgas und versuche es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen, auf mich zu verzichten“, sagte Voglsammer zur Konkurrenzsituation. Über seine Tore in der Vorbereitung habe er sich natürlich gefreut, aber davon könne er sich nichts kaufen, sondern wolle auch in der Liga wieder regelmäßig treffen, so Voglsammer weiter. Angesprochen auf Voglsammers Sturmpartner Fabian Klos sagte Saibene: „Er kam schon sehr gut vorbereitet zur Vorbereitung und hat dann einen super Eindruck hinterlassen, was Ausstrahlung, körperliche Fitness und Einstellung betrifft. Man kann davon ausgehen, dass er Samstag spielt, aber wir sind im Sturm gut aufgestellt und jeder Spieler muss sich Woche für Woche neu beweisen.“

Dass das Testspiel gegen Norwich verloren wurde, habe im Nachhinein „perfekt ins Konzept“ gepasst, so Saibene: „Wir konnten eine gute Videoanalyse machen und an unseren Schwächen arbeiten.“ Voglsammer wertete die 1:3-Niederlage derweil als gutes Omen: „Im letzten Jahr haben wir eine gute Generalprobe gehabt, jetzt haben wir sie verbockt, vielleicht ist das gut für uns. Insgesamt waren die Testspiele gut, auch gegen Norwich waren wir nicht chancenlos.“ Mit Jahn Regensburg präsentiert sich in der SchücoArena am Samstag ein Aufsteiger, der schwer einzuschätzen ist: „Nach dem Trainerwechsel werden sie sicher einen etwas anderen Fußball spielen, aber für uns geht es nur darum, die drei Punkte in Bielefeld zu behalten“, gab Voglsammer die Marschroute für das Spiel vor. Saibene berichtete zudem, dass man den Gegner live und auf Video mehrfach beobachtet habe.

Auch zu den Saisonzielen äußerten sich die DSC-Protagonisten. „Eine sorgenfreie Saison wäre schön. Aber wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen: Es ist toll, dass wir weiterhin 2. Liga spielen dürfen, daher herrscht bei mir eine große Vorfreude.“ Voglsammer äußerte sich ähnlich: „Jeder im Verein wünscht sich eine ruhigere Saison, dafür müssen wir von Anfang an konstant punkten. Dass wir das können, haben wir am Ende der letzten Saison gezeigt.“

Weitere Aussagen von Saibene und Voglsammer gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Stefan Ortega Moreno zum Spiel:

Berichterstattung DSC – Regensburg

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den SSV Jahn Regensburg.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 15:30 Uhr das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende (Samstag)
  • ARD, „Sportschau“, 18:00 Uhr bis 18:50 Uhr (Samstag)
  • RTL Nitro, „100 % Bundesliga“, 22:10 bis 00:15 Uhr (Montag)

Liebe Arminen, mit der neuen Saison 2017/2018 gilt bekanntermaßen ein neuer TV-Vertrag, den die DFL im Auftrag der Erst- und Zweitligisten ausgehandelt hat. Dieser TV-Vertrag garantiert Arminia höhere TV-Einnahmen und sichert gleichzeitig den Rechteinhabern eine stärkere Exklusivität. Das hat unmittelbaren Einfluss auf ArminiaClubTV, unseren Channel auf YouTube. Wir werden von unserem Heimspiel gegen Regensburg weder die „Stimmen zum Spiel“ noch die Pressekonferenz auf ArminiaClubTV anbieten können. Derzeit arbeitet die DSC-Medienabteilung an möglichen Alternativen, die wiederum im Einklang mit den notwendig gewordenen Sparmaßnahmen innerhalb des Vereins stehen müssen. Wir bitten um Verständnis!

Sporar trifft in Unterzahl zum Sieg

Im ersten Saisonspiel empfing der DSC die Aufsteiger von Jahn Regensburg. Es entwickelte sich eine höchst unterhaltsame Partie, bei dem es mit einem 1:1 in die Kabine ging. Dank einer Willensleistung konnte Arminia das Spiel am Ende durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 2:1 für sich entscheiden.

DSC-Cheftrainer Jeff Saibene betonte kurz vor dem Spiel, dass „wir da weitermachen wollen, wo wir gegen Braunschweig aufgehört haben.“ Der Luxemburger schickte eine eingespielte Truppe im 4-4-2-System auf das Feld gegen die Oberpfälzer, die zwei Aufstiege in Folge feiern konnten. Von den Neuzugängen schafften es Stefan Ortega Moreno, Nils Teixeira und Konstantin Kerschbaumer in die Startelf. Von Beginn an entwickelte sich vor 17.333 Zuschauern in der SchücoArena eine interessante Partie. In der 7. Minute kam der DSC erstmalig gefährlich vor das Tor der Regensburger. Nachdem Florian Hartherz sich mit einem tollen Lauf durch das Mittelfeld tankte, spielte der Linksverteidiger den Ball nach Außen auf Andreas Voglsammer. Dessen scharfe Flanke verpasste in der Mitte Freund und Feind, sodass der Ball im Seitenaus landete.

Keine zwei Minuten später unterlief Gäste-Keeper Philipp Pentke ein grober Schnitzer, der jedoch ungenutzt blieb. Der Torhüter schoss Voglsammer vor dem Strafraum den Ball genau in den Fuß, Voglsammer schaffte es aber nicht, ihn ins Tor zu schießen. Der Abpraller landete bei Fabian Klos, der nicht genug Druck hinter den Ball bekam und den Ball neben das Tor schoss. In der Folgezeit nahm der DSC das Spiel mehr und mehr in die Hand. Gerade über die rechte Seite mit Nils Teixeira und Christoph Hemlein entwickelten die Blauen immer wieder viel Druck. So erspielte sich das Duo in der 20. Minute eine Ecke. Die einstudierte Variante über Keanu Staude, Konstantin Kerschbaumer und Teixeira brachte den Eckenschützen Staude gefährlich vor das Tor. Allerdings vergab dieser aus spitzem Winkel.

Dennoch blieben die Gäste mit ihrem schnellen Umschaltspiel immer gefährlich, sodass die Arminia-Verteidigung stets auf der Hut sein musste. In der 23. Minute kam es für die Blauen dann zu einer kalten Dusche. Mit der ersten gefährlichen Aktion ging der Aufsteiger in Führung. Nach einem Steilpass von Marco Grüttner genau in die Schnittstelle der DSC-Abwehr blieb Jann-Christopher George im Duell gegen DSC-Keeper Ortega Moreno ruhig und vollstreckte zur überraschenden 1:0-Gästeführung.

Arminia schien der Rückstand wenig aus der Fassung zu bringen. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Klos und Hemlein auf der rechten Seite, setzte sich „Locke“ gegen Alexander Nandzik durch. Den Schuss aus spitzem Winkel setzte Hemlein aber weit neben das Tor (32.). Das Engagement Arminias sollte kurze Zeit später belohnt werden. Julian Börner eroberte im Mittelfeld den Ball und startete einen Solo-Lauf. Im richtigen Moment spielte „Börni“ den Ball auf Staude. Das DSC-Eigengewächs wurde auf seinem Weg Richtung Jahn-Tor nicht richtig angegriffen und zog aus 18 Metern mit rechts ab. Der Ball schlug unten links vor der Südtribüne ein – 1:1!

Ganz tief durchatmen musste der DSC in der 44. Minute. Nach einem eigenen Eckball lief Arminia in einen ganz gefährlichen Konter. Jahn-Torschütze George passte auf Marco Grüttner, der alleine auf Ortega zulief. Doch Grüttner versagten auf dem langen Weg zum DSC-Tor die Nerven und er setzte den Ball knapp neben das Gehäuse. Glück gehabt! Einen letzten Aufschrei gab es unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Nachdem sich Teixeira abermals auf der rechten Seite durchsetzen konnte, lag der Ball fast frei vor dem Regensburger Tor. Im anschließenden Gestochere behielt Keeper Pentke die Übersicht und entschärfte die brenzlige Situation. Kurz danach war Halbzeit.

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es in die zweite Halbzeit. Es dauerte bis zur 51. Minute, ehe sich Arminia die erste Chance erarbeitete. Nach einer tollen Ballstafette über mehrere Stationen landete der Ball bei Staude, der es aus einer schwierigen Position probierte. Penkte entschärfte den Ball. Arminia hatte deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile, konnte sich in der Folgezeit aber keine nennenswerten Torchancen erspielen. In der 59. Minute hatte der DSC dann die Führung auf dem Fuß. Hemlein lief bis auf Strafraumhöhe und flankte den Ball in die Mitte. Nachdem sich Klos und Voglsammer in der Mitte noch gegenseitig behinderten, konnte Staude aus neun Metern aufs Tor schießen. Pentke hielt stark. Fast im direkten Gegenzug konnte sich Ortega im Tor der Blauen auszeichnen und hielt gegen George das Unentschieden fest (60.).

In der 69. Minute konnte das Publikum einen tollen Seitenwechsel von Klos auf Teixeira bestaunen. Dessen Flanke fand in der Mitte den eingewechselten Patrick Weihrauch, der den Ball mit dem Kopf knapp neben das Tor setzte. Das wäre ein Einstand gewesen! Einen der langen und präzisen Abschläge Ortega Morenos fand eine Minute später Voglsammer, der mit dem Kopf auf Klos verlängerte. Der DSC-Stürmer kam aus 11 Metern zum Abschluss. Sein abgefälschter Schuss klatschte an den Pfosten.

Auch wenn von Regensburg wenig kam und der DSC deutlich mehr Spielanteile hatte, konnte Arminia in der 75. Minute froh sein, nicht in Rückstand zu geraten. Eine Jahn-Flanke setzte Grüttner wenige Meter zentral vor dem DSC-Kasten mit dem Kopf an die Latte – der Ausgleich in Sachen Aluminium-Treffern. In der 84. Minute musste der stark aufspielende Teixeira nach einem Foul an Nandzik das Spiel vorzeitig verlassen. Der Neuzugang sah von Schiedsrichter Jablonski glatt rot. Eine wohl korrekte Entscheidung.

Arminia verteidigte die letzten Minuten des Spiels aufopferungsvoll und ließ keine größeren Chancen des Jahn mehr zu. So kam der DSC in der Nachspielzeit selber noch zu einer Chance. Nach einem Fehler von Marvin Knoll war der eingewechselte Neuzugang Andraz Sporar in seinem ersten Spiel für die Blauen zur Stelle. Er überlupfte den Jahn-Torwart und traf zum 2:1. Kurz danach war Schluss und der DSC hatte die ersten drei Punkte auf der Habenseite.

Stimmen zum Spiel

Ich sehe, dass Fabi den Ball verlängert und spekuliere. Dann sehe ich den Torwart und lupfe. Im ersten Moment wusste ich nicht, ob der Ball reingeht. Als die Fans angefangen haben zu jubeln, hat es sich einfach nur wahnsinnig gut angefühlt. Die Atmosphäre und die Zuschauer waren überragend. Ich denke, wir waren das bessere Team und haben am Ende verdient gewonnen. Klar, gibt es gerade im ersten Spiel noch Luft nach oben, aber wir haben drei Punkte. Das ist alles, was zählt.

Andraz Sporar

Wir haben gegen einen starken Aufsteiger gespielt und wussten genau, was auf uns zukommt. Gerade bei Kontern und Standardsituationen mussten wir höllisch aufpassen. Wir wollten unbedingt mit unseren Fans im Rücken dieses erste Saisonspiel gewinnen. Das ist uns geglückt. Am Ende ist es mit dem Platzverweis von „Tex“ und dem Last-Minute-Tor von Andraz natürlich etwas glücklich, aber das ist quasi ein Spiegelbild der letzten Saison. Es war ein Riesen-Kampfspiel bis zur letzten Minute, aber wir haben die drei Punkte verdient hierbehalten.

Julian Börner

Dieser Sieg tut richtig gut. Wir haben von Anfang an mit viel Druck gespielt. Leider konnten wir uns dafür zunächst nicht belohnen. Dann kriegen wir unglücklich das Gegentor, kommen aber gut wieder und haben nicht aufgehört, Gas zu geben. Uns war klar, dass es schwer wird, aber wir haben eine super Moral bewiesen und am Ende verdient gewonnen.

Keanu Staude

Wir haben heute nicht unverdient gewonnen, auch wenn ein Treffer in letzter Sekunde natürlich glücklich ist. Wir haben über 90 Minuten mehr investiert und immer wieder Akzente gesetzt. Wir wussten um die Konterstärke der Regensburger und hatten doch Glück, dass sie nur einmal getroffen haben. Zudem haben wir diese Saison die Qualität, dass wir von der Bank nochmal richtig nachlegen können – das ist ein Pluspunkt! Klar gibt es Verbesserungsbedarf, aber die drei Punkte geben uns jetzt auch die Ruhe, um daran zu arbeiten. Für uns war das ein perfekter Start, ich bin glücklich!

Jeff Saibene

Das ist natürlich ein bitteres Ende für uns! Wir haben hier alles in die Waagschale geworfen, um einen Punkt zu holen und uns gegen Bielefelds Qualität gestemmt. Dann hatten wir eine gute Aktion zum 1:0, mussten unter dem hohen Druck der Arminen aber das 1:1 zulassen. Nach der roten Karte hatte ich das Gefühl, dass Bielefeld den Punkt mitnehmen wollte, umso bitterer, dass wir uns das 2:1 selbst reingelegt haben. Die Mannschaft hätte heute einen Punkt verdient gehabt.

Achim Beierlorzer

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Teixeira, Börner, Salger, Hartherz – Hemlein (65. Weihrauch), Kerschbaumer (78. Putaro), Prietl, Staude – Voglsammer (71. Sporar), Klos.

SSV Jahn Regensburg:
Pentke – Saller (64. Sörensen), Nachreiner, Knoll, Nandzik – George, Geipl (88. Gimber), Lais, Mees – Adamyan (71. Nietfeld), Grüttner.

Tore:
0:1 (23.) George, 1:1 (39.) Staude, 2:1 (90.+1) Sporar.

Gelbe Karten:
Hemlein, Voglsammer, Sporar/Geipl, Saller, Gimber

Rote Karte:
Teixeira (84.)

Zuschauer:
17.333