DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 11.04.2015 14:00 Uhr

SG Dynamo Dresden(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Absturz in der Rückrunde

Nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga in die dritte Liga vollzog Dresden einen personellen Umbruch und spielte überraschend in der Hinrunde ganz oben mit.

19 Abgänge, darunter der nach Bielefeld gewechselte Sebastian Schuppan, verzeichnete Dynamo im Sommer. Mit 17 Neuzugängen, vornehmlich talentierte Spieler aus der vierten Liga und Eigengewächse, kompensierten die Dresdner die Abgänge und wussten gleich in der Liga zu überzeugen. Am Hinrundenende hatte der Tabellenfünfte Dresden nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Arminia Bielefeld und war mit 31 Zählern aus 19 Partien punktgleich mit dem Tabellenvierten MSV Duisburg. Nicht nur in der Liga überraschten die Dresdner mit Erfolgen, sondern auch im DFB-Pokal sorgte Dynamo bereits in der ersten Runde für die große Sensation. Mit einem 2:1-Erfolg setzte sich Dresden gegen Schalke 04 durch. In der zweiten Runde gewannen die Schwarz-Gelben ebenfalls mit 2:1 in der Verlängerung gegen den VfL Bochum.

Doch mit dem Ende der Hinrunde folgte das Abrutschen des Vereins im zweiten Teil der Serie. Vor der Begegnung am Samstag in Dresden liegen zehn Plätze zwischen den Blauen und Dynamo. In der Rückrundentabelle belegt Dresden nur den 18. Tabellenplatz, schied im Pokal-Achtelfinale mit 0:2 gegen Dortmund aus und hat bereits einen Trainerwechsel hinter sich. Nach drei Niederlagen in Folge im neuen Jahr entließ Dynamo seinen Cheftrainer Stefan Böger, der erst zum Saisonbeginn gekommen war. Für Böger übernahm Peter Nemeth und unterschrieb bis zum Saisonende. Doch mit dem neuen Coach setzte die Kehrtwende nicht ein. Aus sechs Spielen unter der neuen Führung holte Dynamo nur drei Punkte bei einem 3:2-Sieg in Regensburg am 27. Spieltag.

Nach dem 4:1-Erfolg des DSC in der Hinrunde gegen den damaligen Tabellenführer aus Dresden hat Dynamo im Rückspiel noch eine Rechnung offen. Dresden-Torwart Benjamin Kirsten, dessen Patzer im Hinspiel das zwischenzeitliche 2:1 von Ulm vorlegte und den Sieg ebnete, wird wie zuletzt wohl nicht im Kasten stehen. Der Torwart hat nach seinem Handbruch im Dezember seinen Stammplatz an Patrick Wiegers verloren. Ob die zuletzt aufgrund von disziplinarischen Verfehlungen aus dem Kader aussortierten Justin Eilers, der im vergangen Sommer aus der Wolfsburger Reserve kam und mit 15 Saisontreffern Dresdner Toptorschütze ist, und Dennis Erdmann am Samstag wieder im Kader stehen, ist offen. Sicher fehlen wird den Schwarz-Gelben jedoch ihr Kapitän. Cristian Fiel zog sich am Mittwoch im Training einen kleinen Faserriss in der linken Wade zu und muss gegen den DSC pausieren.

„Als echte Kerle erweisen“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft. Auch Sebastian Schuppan beantwortete die Fragen der Presse.

Für das Ligaspiel gegen Dynamo Dresden muss Norbert Meier auf seine Langzeitverletzten Peer Kluge, Jerome Propheter und Jonas Strifler verzichten. Auch für Julian Börner kommt die Partie in Dresden noch zu früh. Ebenfalls nicht mitnehmen möchte Meier „den kleinen Mann, der sagt, du bist müde“ und spielte damit auf die Belastungen am Ende der englischen Woche an. „Der Kräfteverschleiß ist enorm, aber die riesige Belastung haben wir nicht, weil wir nette Kerle sind, sondern weil wir erfolgreich sind“, sagte Norbert Meier. Trotzdem müssen die Arminen den „inneren Schweinehund überwinden“ und sich als „richtige Kerle erweisen“, damit gegen Dynamo die Siegesserie fortgesetzt wird.

„Dresden ist fantastisch gestartet. Trotz des Abrutschens auf Platz 12 lassen sie die Saisonnicht auslaufen und sind in der Situation sehr gefährlich“, weiß Meier. „Dresden ist motiviert und heiß. Sie werden gegen uns alles reinhauen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“ Doch die Blauen sind gewappnet: „Wir bereiten uns auf jedes Spiel vor, als wäre es unser letztes.“ Für den DSC gelte es deshalb aus dem Pokal „das Positive mitzunehmen und alles andere auszuschalten.“ Dabei fordert Meier: „Alle, die auflaufen, müssen ihren Mann stehen.“ Für die Anfangself plant der Cheftrainer dennoch „keine sieben Änderungen“ und vertraut seinen Pokalhelden. Allein hinter Tom Schütz steht noch ein Fragezeichen, der zwar im Kader steht, aber Probleme mit einem Zeh hat. Bei nur noch sieben Spielen befindet sich der DSC  auf der Zielgeraden in der Liga. „Es sind immer weniger Meter, doch es ist kein 200 Meter gerade auslaufen, sondern ein 400-Meter-Hürdenlauf“, sagte Meier.

Sebastian Schuppan, der im Sommer von Dresden zum DSC wechselte, möchte die Erinnerungen an das letzte Gastspiel der Blauen bei Dynamo hinter sich lassen: „Es war ein verrücktes Spiel, an das ich nicht gerne zurückdenke.“ Bei dem erneuten Auftritt in Dresden lohne es sich aber den Schmerz der Belastungen aus den Spielen in den letzten Tagen zu überwinden. Dabei spielt für ihn der Pokalerfolg keine Rolle mehr: „Mit dem Schlusspfiff gegen Gladbach waren die Gedanken bei Dresden.“ Der Linksverteidiger ist sich zudem sicher: „Die morgige Atmosphäre holt noch mehr aus einem heraus und wir werden alles raushauen.“

Berichterstattung Dresden – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Dynamo Dresden.

32 Dresden auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 14:00 Uhr das Spiel bei Dynamo Dresden live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden!
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Stadion Dresden.
  • Der NW-Live-Ticker informiert über alle wichtigen Ereignisse des Spiels.
  • Im WDR-Fernsehen wird das komplette Spiel live übertragen.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • ARD, „Sportschau“, 18:00 bis 18:30 Uhr, Zusammenfassung des Spiels (evtl.)
  • WDR, „Sport im Westen“, 16:50 bis 17:20 Uhr, Zusammenfassung des Spiels
  • MDR, „Sport im Osten“, 16:30 bis 18:00 Uhr, Zusammenfassung des Spiels

Teixeiras Doppelpack besiegt Arminia

Der DSC gerät bei der 0:2 (0:1)-Niederlage in Dresden durch einen falschen Elfmeterpfiff auf die Verliererstraße und verliert auch noch Felix Burmeister durch eine rote Karte.

Nach dem Sieg im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Mönchengladbach veränderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf zwei Positionen. Tom Schütz nahm angeschlagen auf der Bank Platz, für ihn spielte Daniel Brinkmann von Beginn an. Zudem rotierte David Ulm wieder für Christian Müller in die Startelf.

Von Pokalmüdigkeit war in der Anfangsphase nichts zu merken bei den Blauen. Die erste Chance hatte der DSC in der 5. Minute. Fabian Klos versuchte es aus 24 Metern per Flachschuss, Dynamo-Torwart Patrick Wiegers war jedoch zur Stelle. Die Gastgeber hatten in der Folge zwei Halbchancen durch Sinan Tekerci und Robert Andrich, wirklich in Gefahr geriet das DSC-Tor dabei jedoch nicht.

Arminias beste Gelegenheit hatte Florian Dick in der 24. Minute. Der Rechtsverteidiger zog einen Eckball direkt auf das Tor, Keeper Wiegers konnte den Ball gerade noch so mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken. Zehn Minuten später gingen die Gastgeber nach einer umstrittenen Situation per Elfmeter in Führung. Florian Dick eroberte per Tackling gegen Sinan Tekerci den Ball im Strafraum, wollte den sofortigen Gegenangriff anleiten und traf dabei Tekerci mit der Hand unabsichtlich im Gesicht. Schiedsrichter Harm Osmers entschied auf Elfmeter, eine viel zu harte Entscheidung! Nils Teixeira verwandelte aus elf Metern sicher in die Tormitte. Beim 1:0 für Dresden blieb es auch zur Halbzeit.

Norbert Meier reagierte auf den Rückstand in der Halbzeit mit einem offensiven Wechsel. Für Daniel Brinkmann kam Christian Müller in die Partie. Dieser Mut wäre beinahe schon früh in der 48. Minute belohnt worden. Dennis Mast wühlte sich am Strafraum durch die Dresdener Abwehr, der Ball gelangte zu David Ulm, der aus 16 Metern sofort abzog und den Ball an den Pfosten setzte. Auf der Gegenseite versuchte es Sinan Tekerci per Flachschuss aus 18 Metern, der Versuch landete jedoch neben dem DSC-Tor (52.).

Arminia diktierte nun aber das Geschehen und hatte die Spielkontrolle inne. In der 62. Minute bediente Dennis Mast im Strafraum den aufgerückten Sebastian Schuppan, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und mit rechts das lange Eck avisierte, doch Dynamos Michael Hefele klärte kurz vor der Torlinie. Beim vorangegangenen Seitenwechsel zu Dennis Mast hätte der DSC zudem einen Elfmeter bekommen müssen. Fabian Klos wurde im Strafraum umgerissen, der Pfiff blieb aber unverständlicherweise aus.

Dresden verlegte sich aufs Kontern. In der 65. Minute versuchte es Andrich im Strafraum per Flachschuss, bekam aber nicht genügend Druck auf das Spielgerät und brachte selbiges somit nicht mehr auf das Tor. Kurz darauf wechselte Norbert Meier mit Koen van der Biezen für Christoph Hemlein einen echten zweiten Stürmer ein. In der Folge kam auch noch Marc Lorenz für Dennis Mast ins Team. Doch der DSC kam zu keinen gefährlichen Chancen mehr. Stattdessen machte Dresden in der 83. Minute alles klar: Nils Teixeira schlenzte den Ball aus 18 Metern unhaltbar zum 2:0 in den Torwinkel. Noch bitterer wurde es für den DSC in der 88. Minute: Felix Burmeister sah nach einem zu harten Einsatz gegen Niklas Kreuzer die rote Karte und wird dem DSC damit erst einmal fehlen.

Weiter geht es am kommenden Samstag mit dem Derby gegen Preußen Münster. Um 14:00 Uhr ist Anpfiff in der SchücoArena.

Stimmen zum Spiel

Nach dem Tackling will ich antreten, dazu braucht man die Hände. Ich sehe nicht was hinter mir passiert und weiß nicht, wieso er da Elfmeter pfeift. Das kann ich nicht verstehen. Jetzt müssen wir uns erholen, die drei Spiele haben viel Kraft gekostet. Gegen Münster wollen wir eine Reaktion zeigen, bislang haben wir nach Niederlagen immer eine gute Leistung im nächsten Spiel gezeigt.

Florian Dick

Als Mittelstürmer des Tabellenführers bin ich heute natürlich eng gedeckt worden, das ist ganz normal. Im Kreis nach dem Spiel habe ich gesagt, dass wir zwar ein Spiel verloren haben, aber die Saison noch nicht zu Ende ist und wir unsere Ziele noch erreichen können. Am Samstag gegen Münster haben wir wieder Großes vor und werden alles reinhauen. Wenn wir unsere spielerische Klasse abrufen, werden wir gewinnen.

Fabian Klos

Erst einmal nachträglich Glückwunsch an Bielefeld zum Einzug in das Pokal-Halbfinale. Ich freue mich mal wieder nach einem Sieg zur Pressekonferenz zu gehen. Die Einstellung passte, wir sind 90 Minuten gerannt und haben gekämpft. Es war auch eine tolle Unterstützung der Fans, dafür möchte ich mich bedanken.

Peter Nemeth

Glückwunsch an meinen Kollegen zum Sieg. Wir haben es heute kräftemäßig nicht geschafft, Dynamo in Schach zu halten. Der fragwürdige Elfmeter war der Türöffner. Aber wir wollen nicht als schlechte Verlierer dastehen, daran alleine lag es nicht. Die Mannschaft war bemüht, aber wir können eben nicht alle drei Tage Topleistungen bringen.

Norbert Meier

SG Dynamo Dresden:
Wiegers – Kreuzer, Ja. Müller, Hefele, Teixeira –Hartmann, Moll – Tekerci, Andrich (80. Eilers), Stefaniak (87. Vrzogic)– Baumann (90. Comvalius).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Burmeister, Salger, Schuppan – Brinkmann (46. Müller), Junglas – Hemlein (67. van der Biezen), Ulm, Mast (77. Lorenz) – Klos.

Tore:
1:0 (35., Foulelfmeter) Teixeira, 2:0 (83.) Teixeira.

Gelbe Karten:
Stefaniak, Moll/Dick, Salger

Rote Karte:
Burmeister (88.)

Zuschauer:
21.653