DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/erzgebirge-aue-arminia-bielefeld-2/

Mi., 21.09.2016 17:30 Uhr

FC Erzgebirge Aue(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Mit Rückenwind in die englische Woche

In der englischen Woche hat Arminia eine lange Auswärtsfahrt vor sich: Am Mittwochabend tritt der DSC beim FC Erzgebirge Aue an. Der Zweitliga-Aufsteiger hat zuletzt im Sachsen-Derby einen 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden eingefahren.

Zwei Siege und drei Niederlagen – das ist nach fünf Spieltagen die Ausbeute des Zweitliga-Aufsteigers FC Erzgebirge Aue. Nach dem 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden vom vergangenen Wochenende stehen die Veilchen aktuell auf dem elften Platz der Tabelle. Die drei Punkte aus diesem Sachsen-Derby sollten den Auern Selbstbewusstsein gegeben haben, nachdem sie sich gegen Fürth (2:3) und Braunschweig (0:2) zweimal hintereinander geschlagen geben mussten. Laut Cheftrainer Pavel Dotchev wäre aber auch in diesen Partien durchaus mehr drin gewesen: „Die Jungs haben vorher auch sehr gute Spiele und Leistungen abgerufen, wir konnten uns aber nicht belohnen. Gegen Dresden haben sie es geschafft und ich bin sehr froh darüber. Es gibt nichts Schlimmeres für einen Trainer, als wenn seine Mannschaft gut spielt, aber verliert“, erklärte der gebürtige Bulgare auf der vereinseigenen Homepage.

Mit dem Sieg im Hinterkopf wird er wohl entsprechend positiv auf das Spiel gegen Arminia schauen – unter anderem, weil sein Stürmer Paskal Köpke gegen Dresden zum zweiten Mal traf. Verzichten muss Dotchev hingegen auf Rechtsverteidiger Calogero Rizzuto, der sich einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zuzog und der Mannschaft bis auf weiteres nicht zur Verfügung steht. Eine bittere Nachricht für die Mannschaft aus dem Erzgebirge, denn der 24-Jährige zeigte in Heidenheim und Sandhausen gute Leistungen und sammelte einen Scorerpunkt mit einer Vorlage beim 2:3 gegen Fürth. Sein Ersatz Fabio Kaufmann machte beim Sieg in Dresden allerdings ebenfalls ein gutes Spiel und trat sogar als Torschütze in Erscheinung.

Am Mittwoch möchte die Mannschaft aus dem Erzgebirge jetzt nachlegen: „Wir müssen die Spieler konditionell wieder auf den Punkt bringen. Wenn wir jetzt denken, wir hatten ein Erfolgserlebnis und können uns entspannen, wäre das fatal“, erklärte Dotchev im Hinblick auf die kommende Partie. „Bielefeld ist etwas gereizt nach dem Ausgleichstor gegen Hannover. Das ist für sie eine gefühlte Niederlage und macht sie sehr gefährlich. Der Trainer kennt uns gut aus dem letzten Jahr und weiß, wie man hier Fußball spielt“, analysierte Dotchev seinen Gegner. Auch Mittelfeldspieler Christian Tiffert unterschätzt den Gegner nicht: „Bielefeld ist eine Mannschaft, die jahrelang in der zweiten Liga gespielt und sehr gute Einzelspieler hat. Aber wir haben uns  Selbstvertrauen geholt und hoffen, dass wir den Schwung mitnehmen.“

Die aktuelle Baustelle Sparkassen-Erzgebirgsstadion ist zwar eine außergewöhnliche Spielstätte für beide Teams, macht für Christoph Hemlein aber keinen großen Unterschied. Er betrachtet diese Tatsache vielleicht sogar als gutes Omen: „Ich glaube, ich habe einmal auf einer Baustelle gespielt. Da habe ich das Tor des Monats geschossen – beim 4:0 in Erfurt im Aufstiegsjahr“, sagt Arminias Mittelfeldspieler in Anlauf auf ArminiaClubTV. „Wenn du aber auf dem Platz stehst, merkst du nicht mehr, ob es eine Baustelle ist oder ob da 2.000 oder 20.000 Zuschauer sind. Aber es ist trotzdem immer etwas Besonderes, gerade bei solchen Traditionsvereinen im Osten zu spielen“, so Hemlein. Dementsprechend hoffen sowohl die Mannschaft, als auch Verantwortliche und Fans auf eine erfolgreiche „Flutlicht-Begegnung“.

An „gute Leistung“ anknüpfen

Aufgrund der englischen Woche in der Zweiten Bundesliga trat Rüdiger Rehm bereits am Dienstag im Rahmen der Pressekonferenz vor die Journalisten und berichtete, was er vom Gegner erwartet und wie seine Mannschaft personell aufgestellt ist.

Personell hat Rüdiger Rehm in dieser Woche mit einigen Baustellen zu kämpfen: Christopher Nöthe kugelte sich im Spiel gegen Hannover 96 die Schulter aus und wird dementsprechend aller Voraussicht nach längerfristig ausfallen. Auch Michal Mak hat im Hannover-Spiel einen Schlag auf den Knöchel bekommen und „tritt den Weg nach Aue nicht mit an“, erklärte Rehm. Zudem habe Julian Börner, der aber auf dem Weg der Besserung sei, nach wie vor mit einer Fußprellung zu kämpfen. Weitaus positiver ist der Grund, weshalb der Einsatz von Michael Görlitz in Aue noch fraglich ist: Der 29-Jährige und seine Frau erwarten Nachwuchs. Andreas Voglsammer, der gegen Hannover angeschlagen ausgewechselt wurde, ist dagegen gesund und hat die Reise nach Aue mit angetreten.

dsc-hannover-2016-30Nach dem späten Ausgleichstor vom vergangenen Sonntag berichtete Arminias Cheftrainer, dass seine Spieler kurzfristig damit zu kämpfen gehabt hätten. In den zwei vergangenen Tagen habe man aber die Köpfe wieder aufgerichtet und die gute Leistung in den Vordergrund gestellt. Dementsprechend sei „die Stimmung positiv“, so Rehm. Dass das Stadion in Aue aktuell einer Baustelle gleicht, darf in seinen Augen nicht als Nachteil empfunden werden: „Die Atmosphäre ist fantastisch in Aue. Man muss da hinfahren und sich auf diese Partie freuen – sie wird  aggressiv und von Zweikämpfen bestimmt sein“, so Rehm. Zudem treffe sein Team auf einen Gegner, der „nach dem 3:0-Derbysieg natürlich richtig euphorisch ist. Für sie ist es das Größte gewonnen zu haben, weil sie wissen, dass Dresden eigentlich die absolute Macht in Sachsen ist.“

Auch die kurze Pause zwischen den Spielen wurde nicht als Nachteil ausgemacht: „Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die wir in den zwei Tagen hatten, um fit zu werden. Nicht nur wir haben am Sonntag gespielt, sondern auch Aue – denen wird es dementsprechend nicht anders gehen“, so Rehm. Bereits im vergangenen Jahr traf er als Cheftrainer von Großaspach auf die „Veilchen“ und kennt die Mannschaft deshalb genau: „Sie haben sich nicht groß verändert und ich habe mich im letzten Jahr sehr viel mit ihnen beschäftigt, weil sie ein direkter Konkurrent um den Aufstieg waren“, so Rehm.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich auch Christoph Hemlein zum Spiel in Aue:

Berichterstattung Aue – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den FC Erzgebirge Aue.

6_Aue auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Mittwoch um 17:30 Uhr das Spiel beim FC Erzgerbige Aue live im Sparkassen-Erzgebirgsstadion  zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Sparkassen-Erzgebirgsstadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:00 bis 22:30 Uhr

Cacutalua trifft zum Remis

Auf der Baustelle Sparkassen-Erzgebirgsstadion erreichte Arminia am Mittwochabend nach einer umkämpften Partie ein 1:1 (1:0)-Unentschieden.

Im Vergleich zum 3:3-Unentschieden vom vergangenen Sonntag gegen Hannover 96 veränderte Rüdiger Rehm seine Mannschaft auf einer Position: Für Christopher Nöthe, der sich gegen die Niedersachsen die Schulter ausgekugelt hatte, schickte Rehm Youngster Keanu Staude von Beginn an aufs Spielfeld. Nach sechs Minuten und einer zunächst ruhigen Anfangsphase gab es eine erste Chance für Arminia. DSC-Abwehrspieler Tom Schütz brachte aus 30 Metern den Ball mithilfe eines Freistoßes auf den Kasten von Martin Männel, der diesen jedoch ohne große Mühe abfing. Nahezu genauso sah wenige Minuten später Aues erster Torschuss aus, als Mario Kvesic ebenfalls einen direkten Freistoß in die Arme von Wolfgang Hesl beförderte.

aue-dsc-2016-aktuell (1)Es war danach wieder Aue, die zu einer Chance kamen. Doch Skarlatidis köpfte in der 13. Minute am Tor vorbei. In dieser Phase des Spiels waren die Veilchen die agilere Mannschaft, die immer wieder in den DSC-Strafraum vorstießen, allerdings zunächst keinen Treffer erzielen konnte. In der 34. Minute gab es einen Angriff der Auer, bei dem Pascal Köpke Platz für einen Abschluss geboten wurde, doch Keanu Staude klärte allerdings in letzter Sekunde durch eine saubere Grätsche. Nur kurze Zeit später ging Hemlein bei der ersten Ecke von Arminia in das Zweikampf-Duell mit Männel, der dabei unglücklich fiel und ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Robert Jendrusch in der 40. Minute in das Spiel. Die Situation brachte die Veilchen keineswegs aus dem Konzept, sodass ihnen in der 43. Minute die 1:0-Führung gelang: Bei einem schnellen Gegenangriff flankte Fabiao Kaufmann in den Rücken der Abwehr und Pascal Köpke traf mit dem Kopf unhaltbar zum 1:0 für die Gastgeber. Mit diesem Ergebnis gingen beide Teams in die Kabinen.

Pünktlich und zu einem psychologisch wichtigem Zeitpunkt trat Arminia zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder in Erscheinung: Nachdem Andreas Voglsammer ein Kopfballduell gewann und auf Malcolm Cacutalua verlängerte, verwertete dieser die Vorarbeit, indem er den Ball an Jendrusch vorbei zum 1:1 in das Tor spitzelte (48.). Arminia war nun deutlich präsenter als in der ersten Halbzeit, es entwickelte sich ein offenes Spiel. In der 56. Minute verhinderte Hesl mit einer starken Parade ein zweites Auer Tor gegen Kvesic. Im Gegenzug setzte sich Staude in Szene: Der 19-Jährige kam halblinks frei vor Jendrusch zum Abschluss, jedoch reagierte Aues Torhüter blitzschnell und wehrte den Ball zur Ecke ab. Es war in der Folge (65.) erneut der DSC, der die nächste Chance hatte. Voglsammer leitete einen hohen Ball zu Fabian Klos weiter, dieser setzte das Spielgerät aber per Kopf ganz knapp neben das Tor.

aue-dsc-2016-aktuell (3)Auch in der Schlussphase ging es durchaus temporeich hin und her. So bekam Aue einen Freistoß aus 20 Metern zugesprochen, den Kvesic in die Mauer des DSC schoss (70.). Nur eine Minute später kamen die Veilchen wieder vor das Tor von Arminia: Nicky Adler nahm sich ein Herz, zog ab und wurde durch eine erneute Parade von Hesl am Führungstreffer gehindert. Einen direkten Freistoß in der 80. Minute aus 25 Metern konnte Kvesic ebenfalls nicht unterbringen, sondern schoss nur über das DSC-Tor. In den nachfolgenden Minuten bis zum Schlusspfiff ergaben sich auf beiden Seiten keine Großchancen mehr, auch weil dem DSC zu Unrecht eine Abseitssituation abgepfiffen wurde und der Schiedsrichter in der letzten Minute am Strafraum ein Foul von Keanu Staude pfiff, das wohl eher keines war. So trennten sich Arminia und der FC Erzgebirge Aue in einer hektischen Begegnung mit einem 1:1-Unentschieden.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Rüdiger Rehm und Pavel Dotchev findet ihr auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Ich kann mich nur in aller Form beim Auer Torhüter entschuldigen, das war ein doofer Zusammenprall. Momentan müssen wir viel tun für einen Sieg. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, aber auswärts zurückzukommen gibt uns ein bisschen Selbstvertrauen und ist gut für die Moral. Jetzt müssen wir hart arbeiten und am Sonntag gegen Nürnberg alles geben. Heute war es auf jeden Fall ein verdienter Punkt in Aue.

Christoph Hemlein

Wir sind mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden, aber in der zweiten haben wir uns dann den Punkt verdient. Wer die Tore schießt, ist letztlich egal. Hauptsache, wir haben den Ausgleich noch gemacht. Wir sind davon überzeugt, dass der erste Sieg bald kommen wird. Wir verdienen uns das einfach.

Malcolm Cacutalua

Mit der Leistung der ersten Halbzeit hätten wir keinen Punkt geholt. In der zweiten Halbzeit haben wir einen kleinen Charaktertest bestanden und uns den Punkt mit einer guten Leistung verdient.

Fabian Klos

Als erstes ist es uns von unserer Seite wichtig, Martin Männel gute Besserung zu wünschen. Wir wissen, wie wichtig er für den Verein ist und hoffen, dass er schnellstmöglich zurückkommt. Zum Spiel: Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden, haben sehr passiv agiert, hatten wenig Aktivität und haben den Gegner zu viel spielen lassen. Folgerichtig ist das 1:0 für Aue passiert. Danach wollten wir es anders machen und konnten es auch in der zweiten Halbzeit umsetzen. Da war sicher auch nicht alles perfekt, aber wie haben den Gegner unter Druck gesetzt und waren beim Tor aktiv im Kopfball und Zweikampf. Am Ende war es ein offener Schlagabtausch, in dem auf beiden Seiten noch ein Tor hätte fallen können.

Rüdiger Rehm

Wir haben sehr gut angefangen und wussten, dass Arminia konterausgerichtet spielt und vorne in der Tiefe mit schnellen Leuten über außen kommen würde. Wir mussten das Spiel aufbauen, aber keinen Fehler provozieren – das war ein schmaler Grat. Ich denke, es ist uns sehr gut gelungen, wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit komplett dominiert. In der zweiten Halbzeit hat es sich die Verletzung von Männel bei den Jungs bemerkbar gemacht, wir hatten nicht mehr die geistige Frische. Wir wollen das aber nicht nur darauf reduzieren, Arminia hat in der zweiten Hälfte auch druckvoller gespielt.

Pavel Dotchev

FC Erzgebirge Aue:
Männel (40. Jendrusch) – Kaufmann, Riedel, Breitkreuz, Hertner – Tiffert, Riese – Skarlatidis (65. Adler), Kvesic (82. Samson), Soukou – Köpke.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Schütz, Behrendt, Cacutalua, Schuppan – Hemlein, Prietl, Salger, Staude – Voglsammer (76. Putaro), Klos.

Tore:
1:0 (43.) Köpke, 1:1 (48.) Cacutalua.

Gelbe Karten:
Tiffert, Riese/Hemlein, Salger, Prietl

Zuschauer:
7.200