DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/fc-energie-arminia-bielefeld/

Fr., 27.09.2013 18:30 Uhr

FC Energie Cottbus(2)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Der nächste Gegner: FC Energie Cottbus

Nach zwei deutlichen Heimsiegen gegen Paderborn (4:0) und Aalen (5:1) zu Beginn der neuen Saison folgte am vorletzten Spieltag zuhause gegen Köln (0:4) die große Ernüchterung beim kommenden Gegner des DSC.

Seit nunmehr vier Spielen, zuletzt 0:2 gegen Mitaufsteiger Karlsruhe, ist das Team von Rudi Bommer nach den beeindruckenden Heimauftritten ohne Sieg und wurde seitdem bis auf den 16. Tabellenplatz durchgereicht. Energie Cottbus blieb folgerichtig deutlich hinter den Erwartungen zurück, besitzt dennoch eine enorme Qualität im Kader, die es nicht zu unterschätzen gilt und im Normalfall zu höherem berufen ist.

Mit dem vor der Saison verpflichteten österreichischen Nationaltorwart Robert Almer, besitzen die Lausitzer eine Menge Erfahrung im Tor. Trotz erfahrener Spieler wie Uwe Möhrle (zuletzt Wolfsburg, Augsburg) oder Markus Brzenska (Dortmund), der bisher nach zahlreichen Verletzungen jedoch noch kein Spiel für die Lausitzer in dieser Saison absolviert hat, haperte es in der Hintermannschaft der Lausitzer in den letzten Spielen. Auch Rudi Bommer scheint sich über seine Defensivreihe noch nicht ganz schlüssig, denn in den vergangenen Partien testete er verschiedene Möglichkeiten, die allesamt nicht zum gewünschten Resultat geführt haben. Die Suche nach der Stammformation im Defensivverbund geht also weiter.

Im Mittelfeld sind die Rollen hingegen klarer verteilt: Die erfahrenen Marc Andre Kruska (Dortmund, Brügge) und Ivica Banovic (Duisburg, Freiburg) bilden die Doppelsechs und somit das Herz des Cottbuser Mittelfelds. Auch in der offensiven Dreierkette des 4-2-3-1 Systems sind Erfahrung und Torgefährlichkeit garantiert. Mit dem von Fortuna Düsseldorf ausgeliehenen André Fomitschow, Neuzugang Charles Takyi (AC Horsens) und dem Ex-Dortmunder Marco Stiepermann besitzt Cottbus eine hohe offensive Qualität, die durch Torjäger Boubacar Sanago (sechs Tore und eine Torvorlage) und Neuzugang Erik Jendrisek (K’lautern) komplettiert wird und für die Torgefährlichkeit des Gastgebers steht.

Der DSC dürfte also dementsprechend gewarnt sein, denn trotz des aktuellen Formtiefs sind die Lausitzer ein mehr als ernstzunehmender Gegner. Dennoch: Die Blauen brauchen sich nach dem guten Saisonstart in keinster Weise zu verstecken und haben bereits in Pauli und Aue bewiesen, wozu sie auswärts im Stande sind.

Eine besondere Partie dürfte es für Arminias Last-Minute Neuzugang Arne Feick werden. Feick durchlief in Cottbus sämtliche Jugendmannschaften und spielte insgesamt sechs Jahre für die Lausitzer. Auch Christian Müller besitzt eine Cottbuser Vergangenheit und trug für eine Spielzeit das Trikot vom FCE.

In der Zweiten Bundesliga traf der DSC bisher acht Mal auf Cottbus und verbuchte seither vier Siege und vier Niederlagen. Eine Punkteteilung wäre laut Statistik demnach untypisch für das Aufeinandertreffen beider Mannschaften am Freitagabend im Stadion der Freundschaft. Man darf also gespannt sein!

„Ein Spiel des Willens“

Vor der Abfahrt in die Lausitz gab Trainer Stefan Krämer bei der heutigen Pressekonferenz letzte Informationen über das morgige Ligaspiel gegen Energie Cottbus.

Sebastian Hille wird die Auswärtsfahrt nach der im Pokal erlittenen Verletzung nicht mit antreten: „Hille fällt definitiv mit einem Hämatom im rechten Sprunggelenk aus. Allerdings ist die Verletzung nicht so schlimm, wie wir zunächst befürchtet hatten.“ Anstelle von Hille wird DSC-Neuzugang Anass Achahbar mitfahren, der „mit jeder Einheit Fortschritte macht, außergewöhnliche Dinge mit dem Ball kann und seit seiner Ankunft wirklich hart arbeitet“, erläuterte Krämer dessen Berücksichtigung für das Aufgebot.

Gegen Energie Cottbus erwartet Krämer körperlich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Cottbusser mussten im DFB-Pokal gegen Hoffenheim in die Verlängerung, hatten ihr letztes Ligaspiel jedoch einen Tag vor dem DSC. „Dementsprechend wird es ein Spiel des Willens. Jeder Spieler wird morgen bereit sein, seine letzten Reserven aus sich herauszuholen.“

Cottbus sei laut Krämer eine Mannschaft, die um den Aufstieg in die 1. Bundesliga mitspielen müsse und auch im Kader zahlreiche Spieler mit Erstligaerfahrung besitzt: „Das ist das ganz oberste Regal. Deswegen gucken wir auch nicht auf deren Tabellenstand, sondern müssen in Cottbus wieder zu 100 Prozent funktionieren. Das ist auch ein Grund, warum wir der hohen Belastung Tribut zollen müssen und aus Kräftegründen die ein oder andere Änderung vornehmen werden.“

Im Stadion der Freundschaft erwartet Arminias Trainer eine Cottbusser Mannschaft, die „eine enorme Wucht zuhause entwickeln kann. Das haben Paderborn und Aalen bereits am eigenen Leib erfahren müssen. Sie werden den Anspruch haben, gegen einen Drittligaaufsteiger dreifach zu punkten, um ihre Ziele weiter verfolgen zu können.“ Den DSC werden am Freitag in Cottbus rund 300 Fans unterstützen. Anstoß im Stadion der Freundschaft ist um 18:30 Uhr.

Arminias Moral wird nicht belohnt

Der DSC gleicht in Cottbus einen 0:2-Rückstand aus und verliert dennoch unglücklich mit 2:4 (0:2).

DSC-Trainer Stefan Krämer nahm nach der 0:2-Niederlage im Pokal gegen Leverkusen zwei Änderungen in der Startelf vor. Für Sebastian Hille und Tim Jerat spielten Johannes Rahn und Patrick Schönfeld von Beginn an.

Arminia kam deutlich besser in die Partie und war zu Beginn die dominierende Mannschaft. Die ersten Warnschüsse setzten Johannes Rahn (4. Minute) und Tom Schütz (5.) aus der Distanz, beide Versuche verfehlten jedoch deutlich das Tor. Die erste gute Gelegenheit hatte dann Fabian Klos nach einer Viertelstunde, sein Kopfball nach einer Ecke von Christian Müller wurde jedoch geblockt und der Nachschuss von Johannes Rahn war sichere Beute von Energie-Torwart Robert Almer.

Rahn hatte in der 17. Minute auch die nächste DSC-Chance. Nach Einwurf von Arne Feick und Vorarbeit von Müller scheiterte er jedoch mit einem Kopfball an Robert Almer. Die Gastgeber starteten ihre erste gefährliche Offensiv-Aktion erst in der 22. Minute, bekamen dann allerdings gleich einen Elfmeter zugesprochen. Patrick Schönfeld hatte den Ball mit der Hand gespielt, die Entscheidung von Schiedsrichter Martin Thomsen war richtig. Ivica Banovic trat an, scheiterte jedoch am sehr gut reagierenden Patrick Platins, der den Ball aus der von ihm aus gesehen linken Ecke fischte.

Arminia war auch in der Folgezeit die bessere Mannschaft und hatte zwei Freistoß-Chancen von Christian Müller aus der Distanz. Beim ersten Versuch war Almer im Nachfassen zur Stelle, den zweiten Versuch setzte Müller über das Tor. Wie aus dem Nichts fiel dann in der 31. Minute die Führung für Energie. Marco Stiepermann startete in der DSC-Hälfte ein Solo und wurde nicht energisch genug gestört, ehe er auf Stiven Rivic durchsteckte, der den Ball aus 14 Metern zur Führung versenkte. Und nur zwei Minuten später legten die Gastgeber nach. Erneut kam Stiepermann auf der rechten Seite auf den Ball, setzte sich im Zweikampf gegen Arne Feick durch und drosch den Ball aus 14 Metern mit links in den linken oberen Torwinkel.

Innerhalb von nur drei Minuten hatten die Gastgeber den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Der DSC musste sich erst einmal schütteln und kam in der ersten Halbzeit nur noch zu einer Gelegenheit. Fabian Klos setzte in der 44. Minute einen Kopfball auf das Cottbuser Tornetz. Danach pfiff Schiri Thomsen zur Pause.

Die Arminen hatten sich in der Kabine offensichtlich viel vorgenommen und kamen mutig und offensiv aus der Pause. In der 49. Minute verfehlte Fabian Klos nach einem Eckball von Christian Müller aus fünf Metern per Kopf das Cottbuser Tor. Auf der Gegenseite war Stiepermann weiterhin der gefährlichste Cottbuser. In der 54. Minute verfehlte sein Schuss das DSC-Tor aus 18 Metern nur knapp. Doch tonangebend blieben die Arminen und wurden dafür nach 56 Minuten belohnt. Einen Eckball von Christian Müller verlängerte Patrick Schönfeld vor das Tor, wo Fabian Klos zur Stelle war und zum 2:1-Anschlusstreffer einköpfte.

Beflügelt von diesem Treffer suchten die Arminen weiter ihr Heil in der Offensive. Patrick Schönfeld (59. Minute), Fabian Klos (61.) und Christian Müller (63.) brachten jedoch nicht genug Druck hinter ihre Schüsse, sodass FCE-Torwart Almer keine Probleme hatte, diese Bälle zu parieren. Nach 73 Minuten versuchte Stefan Krämer mit einem Doppelwechsel noch einmal frischen Wind in das Spiel zu bringen. Tim Jerat und Francky Sembolo ersetzten Philipp Riese und Johannes Rahn.

Eine Minute später machte sich dieser Wechsel bereits bezahlt. Fabian Klos bediente im Strafraum Francky Sembolo, der sofort abzog. Von der Hand von Julian Börner prallte der Ball vor die Füße von Patrick Schönfeld, der direkt abzog und zum 2:2 traf.

Erneut hatte der DSC damit einen Rückstand egalisiert, doch die Cottbuser steckten ihrerseits auch nicht auf und gingen nur drei Minuten nach dem Ausgleich erneut in Führung. Alexander Bittroff wurde im Mittelfeld nicht energisch genug attackiert und bediente Charles Takyi, der aus der Drehung mit einem satten Schuss in den Winkel erfolgreich war. In der 83. Minute dann die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber. Alexander Bittroff setzte sich auf der linken Seite gegen mehere Arminen durch, flankte den Ball in die Mitte genau auf den Kopf von Thomas Hübener, der nicht mehr ausweichen konnte und den Ball zum 4:2-Endstand in das eigene Tor köpfte. Zwar hatte der DSC durch Fabian Klos in der 84. Minute noch einmal eine gute Chance, doch Energie zeigte sich in der Schlussphase stabil und brachte den Sieg über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Wir haben das Spiel in den ersten 30 Minuten kontrolliert und hatten dann zehn Minuten eine schlechte Phase. Nach dem 2:2 ist das 3:2 für Cottbus zu schnell gefallen, ansonsten hätten wir das Spiel sogar noch gewinnen können. Takyi hat das gut gemacht, Cottbus hat offensiv viel Qualität. Insgesamt wäre ein Punkt drin gewesen.

Stefan Krämer

Das ist natürlich sehr bitter. 30 Minuten lang waren wir gut drin, dann haben uns die beiden Gegentore etwas aus dem Konzept gebracht. Wir hatten uns mehr erhofft und fahren jetzt mit leeren Händen nach Hause. Wir gucken uns das jetzt noch einmal an und analysieren das Spiel und dann geht es weiter.

Thomas Hübener

Vielleicht haben wir nach dem 2:2 zu viel gewollt, aber das 3:2 war auch schwer zu verteidigen, das hat er gut gemacht. Nach dem 0:2 waren wir sauer auf uns selbst und haben uns in der Kabine gesagt, dass wir nichts mehr zu verlieren haben und schon oft einen Rückstand aufgeholt haben. Dann haben wir mit viel Kraftaufwand ausgeglichen und verlieren trotzdem, das ist bitter.

Patrick Schönfeld

Wir sind in der ersten halben Stunde schwer in das Spiel reingekommen. Bielefeld hat uns da das Leben sehr schwer gemacht. Trotz des verschossenen Elfmeters haben wir uns nicht hängen lassen und dann die beide Tore erzielt. Die Herreinnahme von Charles Takyi in der zweiten Halbzeit war sicherlich ein Glücksgriff, ich freue mich über den Sieg.

Rudi Bommer

FC Energie Cottbus:
Almer – Schulze, Buljat, Börner, Bittroff – Banovic, Kruska (65. Takyi) – Stiepermann (75. Fomitschow), Rivic, Bickel – Sanogo (90. Jendrisek).

DSC Arminia Bielefeld:
Platins – Appiah, Hübener, Hornig, Feick – Schütz, Riese (73. Jerat) – Rahn (73. Sembolo), Müller, Schönfeld – Klos.

Tore:
1:0 (32.) Rivic, 2:0 (34.) Stiepermann, 2:1 (56.) Klos, 2:2 (74.) Schönfeld, 3:2 (77.) Takyi, 4:2 (83., Eigentor) Hübener.

Gelbe Karten:
Sanogo, Kruska/Hornig

Besonderes Vorkommnis:
Platins hält Handelfmeter von Banovic (22.)

Zuschauer:
7.028