DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/fc-hansa-rostock-arminia-bielefeld/

Hansa_Rostock
DSC-Arminia-Bielefeld-Logo-RGB
Sa., 20.09.2014 14:00 Uhr

FC Hansa Rostock(2)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Die Kogge durchfährt unruhige Gewässer

In Rostock kommt man aktuell nicht zur Ruhe – Noch immer klaffen die Erwartungshaltung und die wirtschaftliche sowie sportliche Realität weit auseinander.

Zwölf Jahre 1.Bundesliga, sechs Jahre 2.Bundesliga – und nun im vierten Jahr 3.Liga. Sportlich ist es mit Hansa Rostock zuletzt kontinuierlich bergab gegangen. Auch wirtschaftlich nagt die Kogge seit Jahren am Hungertuch und muss immer wieder mit kleinem Budget eine große Mannschaft aufstellen. Nach dem 13. Tabellenplatz im vergangenen Jahr ist man diesen Sommer optimistisch in die neue Spielzeit gegangen: „Ich glaube, dass wir zu den Mannschaften gehören, die oben auftauchen und um den Aufstieg mitspielen werden“, sagte Trainer Peter Vollmann.

Aktuell steht der FC Hansa mit acht Punkten aus den ersten neun Spielen allerdings auf dem 17. Tabellenplatz, gerade mal zwei Tore liegt man vor Abstiegsplatz 18. Wenn man nach Ursachen für die Talfahrt sucht, wird man schnell fündig: Saisonübergreifend hat Rostock seit 13 Heimspielen nicht mehr gewonnen. Auch in dieser Spielzeit sprang nur ein magerer Punkt aus vier Heimspielen heraus. Dabei können sich die Rostocker regelmäßig auf einen Zuschauerzuspruch von über 10.000 freuen. Tolle Spiele zeigten die Männer von der Ostsee bislang nur auswärts (4:3 in Münster, 2:0 in Mainz).

Auch Hoffnungsträger Marcel Ziemer ist noch nicht in Rostock angekommen: Zwar hat der drittligaerfahrene Stürmer bereits fünfmal getroffen, davon gingen allerdings vier Treffer in das Netz von Jahn Regensburg beim 4:4. Überhaupt scheint Trainer Vollmann noch keine verlässliche Elf gefunden zu haben: In den bisherigen neun Spieltagen setzte er bereits 20 Spieler ein. Trotzdem sollte der DSC gewarnt sein: Von acht Gastauftritten an der Ostsee gewann der DSC bislang nur einen.

„Das wird ein heißes Pflaster“

Cheftrainer Norbert Meier informierte auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock über die aktuelle Lage.

Neben den Langzeitverletzten Manuel Hornig und Jonas Strifler klagte Pascal Testroet zuletzt über leichte Kniebeschwerden. Nach dem Abschlusstraining wird sich entscheiden, ob Testroet mit nach Rostock fährt. Für das gewonnene Nachholspiel bei der SpVgg Unterhaching lobte Meier seine Mannschaft: „Das war eine junge, quirlige Mannschaft, die hoch gestanden und ein starkes Spiel abgeliefert hat. Wir haben aber gerade in der zweiten Halbzeit richtig gut gestanden und unsere Aufgaben gut erledigt.“ Dennoch sei das Spiel bereits abgehakt und der Fokus läge nur auf dem kommenden Gegner.

Trotz der schlechten tabellarischen Situation des morgigen Gastgebers warnte Meier vor einer erfahrenen Truppe: „Die haben mit Stuff und Ruprecht eine zweitligaerfahrene Innenverteidigung, dazu kommen noch Leute wie Pelzer, der unter mir noch Kapitän in Dresden war. Wir sollten Hansa auf gar keinen Fall unterschätzen, wir wollen nicht deren Turöffner werden.“ Hansa Rostock sei ein ambitionierter Gegner, der zudem unter der Woche nicht in der Liga aktiv war. Auch vor den fanatischen Fans der Hansestädter zeigte Meier Respekt: „Das wird ein heißes Pflaster.“

Den Belastungen der englischen Wochen sah Meier noch entspannt entgegen: „Durch die vielen Positiv-Erlebnisse haben wir an Selbstvertrauen gewonnen, das sollte aber nicht in Übermut münden. Der eine oder andere hat natürlich mal kleinere Blessuren, aber alle Jungs sind fit und haben das bis jetzt gut weggesteckt – es ist auch immer eine Willensfrage.“ Deshalb wolle man auch in Rostock dreifach punkten: „Wir dürfen nicht den Fehler begehen mit einer Überheblichkeit oder gewissen Selbstverständlichkeit auf den Platz zu gehen. Wir müssen weiterhin clever unseren Stiefel runterspielen und dann fahren wir da natürlich auch hin, um zu gewinnen.“

Auch Felix Burmeister äußerte sich am Rande der Pressekonferenz: „Wir haben immer gesagt, dass wir etwas Zeit brauchen, um uns als Mannschaft zu finden. Jetzt läuft es optimal, auch die erhöhte Intensität bekommen wir in den Griff. Rostock ist eine sehr großgewachsene Mannschaft, die sehr präsent agiert und jeden schlagen kann. In Unterhaching haben wir unsere Aufgabe erfüllt, aber wir wollen uns im Rostock-Spiel auch weiter steigern – da haben wir hohe Ansprüche an uns selbst.“

DSC verliert 2:4 in Rostock

Arminia zeigt in Rostock nicht die Leistung der letzten Wochen und verliert verdient.

DSC-Cheftrainer Norbert Meier stellte nach dem 3:1-Sieg am Dienstag in Unterhaching auf einer Position um. Für Felix Burmeister rückte Peer Kluge in das zentrale defensive Mittelfeld gemeinsam mit Tom Schütz. Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber, die bereits in der 5. Minute eine klare Einschusschance hatten. Allerdings zielte Dennis Srbeny freistehend neben das Arminia-Gehäuse.

Der DSC meldete sich erstmals in der 12. Minute zu Wort. Nach einer Ecke landete der Ball vor den Füßen von Julian Börner, der mit rechts abzog und den Torwinkel nur um Zentimeter verfehlte. Hansa hatte jedoch mehr Tempo im Spiel und die nächste Chance in der 15. Minute durch David Blacha, der in Alexander Schwolow seinen Meister fand. Zwischen der 25. und 27. Minute geriet Arminia dann allerdings durch zwei Elfmeter mit 0:2 in Rückstand. Erst brachte Stephan Salger mit dem langen Bein Mustafa Kucukovic nach einer Flanke in den Rücken am Elfmeterpunkt zu Fall und zwei Minuten später foulte Sebastian Schuppan Dennis Srbeny. Schuppan versuchte noch zurückzuziehen, Schiedsrichter Harm Osmers entschied dennoch auf Elfmeter. Beide Strafstöße verwandelte Rostocks Innenverteidiger Steven Ruprecht sicher.

Der DSC versuchte schnell zu antworten. In der 29. Minute flankte Dennis Mast auf den langen Pfosten zu Christoph Hemlein, dessen Kopfball ging jedoch rechts neben das Tor. Hansa spielte ebenfalls weiter schnell nach vorne und hatte im direkten Gegenzug ebenfalls eine Kopfballchance. Mustafa Kucukovic‘ Kopfball wehrte Alexander Schwolow jedoch zur Ecke ab. Auch die letzte Chance in den ersten 45 Minuten gehörte den Gastgebern, David Blacha zielte in der 42. Minute aus der Distanz neben das Tor.

Zur zweiten Halbzeit brachte Norbert Meier mit Pascal Testroet für Tom Schütz einen zweiten Stürmer in die Partie. Allerdings waren die Gastgeber weiter überlegen und bestimmten das Spiel. Alexander Schwolow verhinderte in der 56. Minute gegen Blacha und in der 65. Minute gegen Srbeny zweimal einen höheren Rückstand. Den kassierte Arminia dann allerdings in der 66. Minute. Nach einer kurz ausgeführten Ecke dribbelte Dennis Srbeny in den Strafraum und schoss aus kurzer Distanz Sebastian Schuppan an, von dessen Schienbein der Ball zum 3:0 für Rostock in das Tor sprang.

Als wenig für den DSC sprach, meldete dieser sich jedoch noch einmal zurück. In der 72. Minute erzielte Fabian Klos nach Vorarbeit von Pascal Testroet das 3:1. Nur drei Minuten später flankte Florian Dick von der rechten Seite Richtung langer Pfosten, wo Pascal Testroet zur Stelle war und per Kopf den 3:2-Anschlusstreffer erzielte. Und beinahe wären den Arminen sogar noch das dritte Tor gelungen. Nach einer Bogenlampen-Flanke von Christian Müller stieg Fabian Klos vor dem Tor am höchsten und köpfte Richtung langer Pfosten. Hansa-Keeper Jörg Hahnel konnte den Ball jedoch noch mit den Fingerspitzen zur Ecke abwehren. Stattdessen entschied Hansa im Gegenzug das Spiel. Denis Weidlich startete einen Sololauf, spielte auch Schwolow aus und traf zum 4:2. Danach war Schluss.

Stimmen zum Spiel

Es war ein verdienter Sieg für Hansa Rostock. Wir haben den Gegner in das Spiel kommen lassen und im Spielaufbau leichtfertig die Bälle verloren. Nachdem wir auf 2:3 rangekommen sind, hat man gemerkt, dass Hansa gewackelt hat. Dass es dann bei einer Ecke für uns zu einem Eins-gegen-Eins-Duell in der Defensive kommt ist verantwortungslos. Wir haben schon besser gespielt.

Norbert Meier

Das Unterhaching-Spiel hat Arminia Bielefeld Kraft gekostet. Die Elfmeter waren für mich klar und haben uns auf die sichere Bahn gebracht. Wir waren frischer, auch wenn nach dem 2:3 noch einmal alles gewackelt hat. Der Ausgleich war möglich, aber das 4:2 war dann der K.O. für Bielefeld.

Peter Vollmann

FC Hansa Rostock:
Hahnel – Gröger, Stuff, Ruprecht, Pelzer – Christiansen, Stevanovic – Srbeny (75. Schwertfeger), Blacha (70. Weidlich), Bickel – Kucukovic (83. Vidovic).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Schütz (46. Testroet), Kluge – Hemlein (64. Renneke), Müller, Mast (60. Ulm) – Klos.

Tore:
1:0 (26., Foulelfmeter) Ruprecht, 2:0 (27., Foulelfmeter) Ruprecht, 3:0 (66., Eigentor) Schuppan, 3:1 (72.) Klos, 3:2 (75.) Testroet, 4:2 (86.) Weidlich.

Gelbe Karten:
Ruprecht/Salger, Schuppan

Zuschauer:
6.500