DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 25.04.2015 14:00 Uhr

FC Rot-Weiß Erfurt(0)
DSC Arminia Bielefeld (1)

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Sieben Niederlagen in Serie

Einen großen personellen Umbruch, wie bei den Saisonvorbereitungen zuvor, musste Rot-Weiß im vergangenen Sommer nicht hinnehmen und startete mit Walter Kogler als Cheftrainer in die Saison.

Für den Tabellenzehnten der Spielzeit 2013/2014 ging es auch in der Hinrunde nicht über den zehnten Platz hinaus. Mit allerdings nur vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz lagen die Erfurter überraschenderweise im Bereich der Aufstiegsplätze. In der Rückrundentabelle ist RWE weiterhin Tabellenzehnter. Vor dem Spiel gegen den DSC trennen Erfurt nun jedoch 13 Punkte vom Tabellendritten MSV Duisburg. Seit sieben Spielen haben die Rot-Weißen aus Erfurt nicht mehr gepunktet. Besonders in der Fremde ist für das drittschlechteste Auswärtsteam der Liga nichts zu holen.

Vor den letzten drei Niederlagen trennte sich Erfurt von Kogler und beförderte Co-Trainer Christian Preußer auf den Cheftrainer-Posten. Die erhoffte Kehrtwende blieb aus und auch der ersehnte vierte Tabellenplatz rückt mit zwölf Punkten Abstand in weite Ferne. Diesen benötigen die Erfurter, um sich für die kommende Spielzeit für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Denn aufgrund einer 0:1-Niederlage im Landespokal-Viertelfinale bei Oberligist Einheit Rudolstadt ist die Teilnahme im DFB-Pokal nur noch durch die Liga zu erreichen.

Zusätzlich zu den Punktverlusten aus den letzten Spielen verliert der FC zum Saisonende seinen Sportvorstand Alfred Hörtnagl, der aus privaten Gründen zurücktreten wird. Mit Hörtnagl verlässt einer der Initiatoren der „Mission 2016“ die Rot-Weißen. Für 2016 nehmen die Erfurter zum 50-jährigen Vereinsjubiläum den Aufstieg in die 2. Bundesliga in den Blick. Dabei helfen soll vor allem Mittelstürmer und Kapitän Carsten Kammlott, mit dem RWE vorzeitig bis 2018 verlängerte. Mit neun Toren aus 28 Spielen ist Kammlott Toptorjäger der Rot-Weißen und Leader der Mannschaft.

Gegen den DSC geht es dem FC um die Revanche für die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel. Die eigene Heimstärke spielt den Rot-Weißen dabei in die Karten. Trotz dreier Heimniederlagen in Folge ist Erfurt die viertbeste Mannschaft der Liga vor heimischer Kulisse.

„Im kalten Wasser muss man strampeln“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft. Auch Manuel Junglas beantwortete die Fragen der Presse.

Im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt muss Norbert Meier neben den Langzeitverletzten Peer Kluge und Jonas Strifler ebenfalls auf die gesperrten Stephan Salger und Felix Burmeister verzichten. Zudem ist Jerome Propheter noch kein Kandidat für den Kader.

„Erfurt hat bis Februar gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft haben und das werden sie auch gegen uns wieder beweisen wollen“, mahnte Meier, der die Rot-Weißen nicht an den letzten sieben verlorenen Spielen messen möchte. Ein weiterer Erfolg sei wichtig, um den „Abstand zu den Nicht-Aufstiegsplätzen zu halten und zu vergrößern.“ Dass aufgrund der beiden gesperrten Innenverteidiger Salger und Burmeister, Manuel Hornig ins „kalte Wasser geschmissen wird“ ist für Meier kein Problem. „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, weiß der Cheftrainer und gibt Hornig den Tipp: „im kalten Wasser muss man strampeln.“

Gegen Erfurt „müssen wir das Ding wuppen“, forderte Meier und appellierte an die Grundvoraussetzung für einen Auswärtserfolg: „Wir brauchen eine gute Ordnung.“ Zudem ist dem Cheftrainer bewusst, dass „viel über die Einstellung geht.“ Für die letzten fünf Ligaspiele gelte es deshalb „alle Kräfte zu bündeln. Wir sind in einer Position, in der wir vieles selbst regeln können.“

Davon ist auch Manuel Junglas überzeugt: „Wenn wir unsere Leistung bringen, wird es schwer, uns zu schlagen.“ Dabei müsse die Mannschaft wieder 100 Prozent abrufen, denn „jedes Spiel ist schwer.“ Er selbst habe seit seinem Wechsel sportlich eine positive Entwicklung genommen und verspricht, dass „die noch nicht zu Ende ist.“ Vor allem seine Gefährlichkeit im Spiel nach vorne möchte er beibehalten: „Die Torgefährlichkeit habe ich wiederbekommen, seitdem ich hier in dieser schönen Stadt bin“, sagte Junglas. Dabei helfe ihm auch das Zusammenspiel mit Tom Schütz. „Wir harmonieren gut und sind sehr gut eingespielt“, findet der Mittelfeldspieler. Trotz der Erfolge in den letzten Spielen sei der DSC allerdings weiterhin gefordert: „Wir haben noch nichts erreicht. Wir wollen der Saison die Krone aufsetzen.“

Berichterstattung Erfurt – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen RW Erfurt.

34 Erfurt auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 14:00 Uhr das Spiel bei RW Erfurt live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden!
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Steigerwaldstadion.
  • Der NW-Live-Ticker informiert über alle wichtigen Ereignisse des Spiels.
  • Im MDR-Fernsehen wird das komplette Spiel live übertragen.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • ARD, „Sportschau“, 18:00 bis 18:30 Uhr, Zusammenfassung des Spiels
  • WDR, „Sport im Westen“, 16:50 bis 17:20 Uhr, Zusammenfassung des Spiels
  • MDR, „Sport im Osten“, 16:30 bis 18:00 Uhr, Zusammenfassung des Spiels

DSC-Traumtore in Erfurt

Arminia gewinnt auch in der Höhe verdient mit 4:0 (1:0) bei RW Erfurt.

Im Vergleich zum 2:1-Derbysieg gegen Preußen Münster änderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf zwei Positionen. Für Stephan Salger (Gelbsperre) und Christian Müller (angeschlagen auf der Bank) standen Manuel Hornig und David Ulm in der Startelf. Für Hornig war es das erste Ligaspiel im DSC-Dress nach über einem Jahr wegen seiner Kreuzbandverletzung.

Arminia nahm gegen die Thüringer von Beginn an das Kommando. Bereits in der 2. Minute konnte der DSC die erste Torchance verzeichnen. Eine Flanke von Dennis Mast nahm Fabian Klos aus zehn Metern volley, der Versuch ging jedoch knapp rechts neben das Tor. Für die gute Anfangsphase belohnte Arminia sich dann aber in der 12. Minute. Julian Börner fing im Zentrum einen Ball ab, schaltete sich in den Angriff mit ein und spielte den Ball von der linken Seite flach vor das Tor. RWE-Torwart Philipp Klewin konnte das Spielgerät nur in die Mitte abwehren, wo David Ulm goldrichtig stand und zum 1:0 für den DSC abstaubte.

Erfurt meldete sich erstmals nach einer Viertelstunde zu Wort, Okan Aydins Fernschuss ging aber klar über das Tor von Arminia-Torhüter Alexander Schwolow. Die deutlich besseren Chancen hatte aber der DSC. In der 27. Minute landete eine abgewehrte Ecke 24 Meter vor dem Tor bei Christoph Hemlein. Arminias Nummer 17 fasste sich mit links ein Herz und sein Flachschuss ging nur wenige Zentimeter am Tor vorbei.

Die beste Chance zur Erhöhung der Führung hatte Arminia dann in der 33. Minute. Christoph Hemlein flankte von links an den langen Pfosten zu Kapitän Fabian Klos, der es per Direktabnahme mit links versuchte und aus bester Schussposition knapp links daneben schoss. Noch gefährlicher wurde es in der 39. Minute: Florian Dick spielte einen Eckball flach in den Rückraum zu Christoph Hemlein, der mit rechts abzog und aus 24 Metern am Pfosten scheiterte. Mit der hochverdienten 1:0-Führung ging es anschließend in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber eine kurze Druckphase, erarbeiteten sich auch zwei Eckbälle, richtig gefährlich wurde es für Arminias Tor aber nicht. Stattdessen erzielte der DSC zwei absolute Traumtore. In der 55. Minute eroberte Dennis Mast in der eigenen Hälfte den Ball, spielte Tom Schütz an, der wiederrum den Pass in die Tiefe auf Fabian Klos spielte. Arminias Kapitän kam links im Strafraum an den Ball und lupfte ihn traumhaft aus spitzem Winkel in das hintere Toreck. Nur zwei Minuten später schlug dann die Stunde von Christoph Hemlein. Nach Ballgewinn von Sebastian Schuppan kam er zehn Meter hinter der Mittellinie an den Ball und sah, dass RWE-Torwart Klewin weit vor dem eigenen Kasten stand. Aus 65 Metern schoss er das Spielgerät einfach über den verdutzten Keeper zum 3:0 in das Gehäuse.

Damit war Arminias Torhunger aber noch nicht gestillt. In der 64. Minute spielte Manuel Junglas einen schönen Pass in die Schnittstelle der Viererkette zu David Ulm, der frei vor Klewin die Nerven behielt und zum 4:0 einschob. Erfurt versprühte spätestens nach diesem Treffer keine Angriffslust mehr, der DSC hingegen spielte munter weiter nach vorne. In der 72. Minute wurde ein Schuss von David Ulm in letzter Sekunde zur Ecke geblockt. Bei selbiger kam Sebastian Schuppan zum Kopfball, den ein Erfurter auf der Torlinie mit Hilfe der Latte klärte.

In der 78. Minute kam dann Marco Hober für den Doppeltorschützen David Ulm in die Partie und feierte damit sein Liga-Debüt im DSC-Trikot. Zuvor waren auch schon Koen van der Biezen für Fabian Klos und Daniel Brinkmann für Tom Schütz eingewechselt worden. In den letzten 15 Minuten verlief die Partie dann ohne große Höhepunkte. Nach 90 Minuten stand ein verdienter 4:0-Sieg für Arminia zu Buche.

Stimmen zum Spiel

In der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser und hätten auch höher führen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann die Chancen genutzt, der Doppelschlag hat das Spiel entschieden. Jetzt konzentrieren wir uns auf Mittwoch und werden dort alles versuchen, um in das Finale zu kommen.

Fabian Klos

Das war ein super Tag! Wir waren von Anfang an gut drin in der Partie, Erfurt hat keine Lösungen gegen uns gefunden. Wir hätten unsere Konter besser fahren müssen, dann hätten wir auch schon zur Pause schon höher geführt. Jetzt müssen wir gut regenerieren. Wir haben Mittwoch nichts zu verlieren, mal sehen was möglich ist.

David Ulm

Ich hatte großen Respekt vor diesem Tag. Umso schöner ist es natürlich, dass wir unsere Sache so gut gemacht haben. Nach dem 3:0 war das Spiel durch und wir konnten einen Gang zurück schalten.

Manuel Hornig

Ich habe schon in der ersten Hälfte beobachtet, dass der Torwart weit vor dem Tor steht. In der Halbzeit sagte auch Marc Lorenz zu mir, dass ich es mal versuchen soll aus der Distanz. Als die Situation kam, habe ich es einfach probiert und der Ball ging rein, da gehört natürlich auch ein bisschen Glück dazu. Mittwoch können wir das Spiel genießen, nächsten Samstag ruft die Pflicht.

Christoph Hemlein

Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und hochverdient gewonnen. In dieser Phase der Saison ist so ein Ausrufezeichen in einem Auswärtsspiel ganz wichtig. Bis heute galt meine Konzentration nur Erfut, ab morgen beginnt dann die Vorbereitung auf Wolfsburg.

Norbert Meier

Meinen Glückwusch zum Sieg, Arminia war heute in allen Belangen besser als wir. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und den Bock wieder umstoßen.

Christian Preußer

FC RW Erfurt:
Klewin – Judt, Laurito, Kleineheismann, Eichmeier (46. Czichos) – Wiegel (46. Bichler), Möhwald, Tyrala, Aydin – Brandstetter (73. Baumgarten), Kammlott.

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Hornig, Börner, Schuppan – Junglas, Schütz (67. Brinkmann) – Hemlein, Ulm (78. Hober), Mast – Klos (66. van der Biezen).

Tore:
0:1 (12.) Ulm, 0:2 (55.) Klos, 0:3 (57.) Hemlein, 0:4 (64.) Ulm.

Gelbe Karten:
Möhwald/Junglas

Zuschauer:
5.889