DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 28.02.2014 18:30 Uhr

Fortuna Düsseldorf(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Richtungsfragen in Düsseldorf

In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist man sich noch nicht sicher, in welche Richtung es für die Fortuna in dieser Saison gehen wird.

Im neuen Jahr trennte man sich in allen drei Pflichtspielen jeweils Unentschieden, zuletzt 0:0 beim VfL Bochum. Auch unter dem neuen Trainer Lorenz-Günther Köstner kommt die Fortuna nicht so richtig vorwärts, tritt auch nach dem 22. Spieltag auf der Stelle. Dennoch bleibt festzuhalten: Düsseldorf ist derzeit schwer zu schlagen. Köstner richtete verstärkt das Augenmerk auf eine kompakte Defensive der Rheinländer und das durchaus mit Erfolg: In den bisherigen Spielen kassierte Fortuna nur zwei Gegentore.

Stattdessen hapert es nun in der Offensive, am vergangenen Wochenende wusste man in Bochum im Spiel nach vorne nur selten zu überzeugen. Im Winter verstärkten sich die Fortunen mit einem neuen Spielmacher: Der Österreicher Michael Liendl stieß vom Wolfsberger AC zur Fortuna. Für die Fortuna gilt es nun, aus einer defensiven Kompaktheit ihre Chancen in der Offensive zu suchen. Mit dem Niederländer Charlison Benschop, Erwin Hoffer und Giannis Gianniotas besitzt Düsseldorf gute Spieler, um das in Zukunft ändern zu können. Schmerzlich vermisst wird dennoch die Identifikationsfigur vieler Fans, Axel Bellinghausen. Der 30-Jährige, der in Düsseldorf als Sinnbild für Kampf und Leidenschaft steht, leidet seit November letzten Jahres an einem Meniskuseinriss.

An das Hinspiel dürften sich wohl alle Arminen gerne erinnern: Trotz eines zweimaligen Rückstands gewann der DSC am Ende mit 4:2 dank eines Doppelpacks vom Aufstiegshelden Sebastian Hille in der SchücoArena.

Viele Optionen für Meier

Auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf informierte erstmals Arminias neuer Cheftrainer Norbert Meier über alle wichtigen Themen.

Für sein Trainerdebüt beim DSC kann Meier fast aus dem Vollen schöpfen: Bis auf Patrick Schönfeld, der aufgrund seiner roten Karte im Spiel gegen Paderborn noch ein Spiel aussetzen muss, und die Langzeitverletzten Philipp Heithölter, Dennis Riemer und Oliver Petersch stehen Meier alle Spieler zur Verfügung. Jan Fießer, der sich aufgrund seiner Bandscheibenvorwölbung mit einer Spritzenkur in München behandeln ließ, stieß zu Wochenbeginn zur Mannschaft hinzu und konnte bisher alle Einheiten schmerzfrei bestreiten. Auch seitens Manuel Hornig, der im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt bereits nach zehn Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, gab es Entwarnung: Arminias Kapitän konnte bereits ab Dienstag wieder mit der Mannschaft trainieren.

Um das große Ziel Klassenerhalt zu erreichen, hat Meier klare Vorstellungen an die künftigen Auftritte seiner Mannschaft: „Es bleiben uns zwölf Spiele, in denen wir in die Vollen gehen müssen. Wir hatten eine kurze Woche, in der wir insbesondere an der taktischen Orientierung in allen Mannschaftsteilen gearbeitet haben.“ An oberster Stelle stehe für Meier, die hohe Anzahl der Gegentore in Zukunft zu mindern. Ziel sei es, der Mannschaft das Verantwortungsbewusstsein einzuflößen, sich in der Rückwärtsbewegung aufeinander verlassen zu können. Aus einer guten Grundordnung wolle man laut Meier seine Chancen in der Offensive suchen: „Wir müssen in Zukunft aufpassen, dass wir vor lauter Enthusiasmus nicht blindlings ins Verderben laufen. Eins ist klar: Wir fahren nicht als Favorit nach Düsseldorf.“

Meier betrachtet Tugenden wie Kampf- und Laufbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit als Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Auftritt seiner Mannschaft. Die habe ihm in den vergangenen beiden Auftritten gefehlt. Die Zeit vor der Abreise nutzte Meier, um viele Einzelgespräche mit seinen Spielern zu führen: „Der Kader wurde so konstruiert, dass auf vielen Positionen das Leistungsvermögen der Spieler dicht beieinander ist. Es gibt die ein oder andere 50:50-Entscheidung, in der letzten Endes mein Bauchgefühl entscheidend sein wird.“

Eine Auskunft auf die Frage, ob die Startaufstellung des DSC am Freitag ähnlich viele Änderungen wie die des HSV beim Debüt von Mirko Slomka haben werde, ließ sich Meier nicht entlocken: „Wir sind stolz, Arminia Bielefeld zu sein. Aber wir können uns nicht mit dem HSV vergleichen. Ich muss die Spieler erst einmal genau kennenlernen.“ Dabei sei ein konstruktiver Umgang mit seinen neuen Schützlingen die Grundvoraussetzung: „Wir wollen ihnen verdeutlichen, dass wir alle ein gemeinsames Ziel haben: Den Klassenerhalt.“

Das Wiedersehen mit seinem langjährigen Arbeitgeber sieht Meier gelassen: „Das gehört der Vergangenheit an. Alles, was zählt, ist Arminia und ein Sieg am Freitag.“ Über Arminias nächsten Gegner ließ Meier nur so viel wissen: „Sie haben in den vergangenen Spielen gut aus der Ordnung heraus abgeliefert und haben gute Einzelspieler in ihren Reihen. Aber sie haben auch noch nicht gewonnen, das kann am Freitag gerne so bleiben.“ Meier sieht Düsseldorf in einer Zone, in der sich durchaus die Gefahr berge, in die untere Tabellenregion abzurutschen.

Für das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf hat Arminia Bielefeld bisher 2.800 Karten verkauft. Der DSC rechne laut Pressesprecher Tim Santen mit über 3.000 Arminen, die ihre Mannschaft am Freitag unterstützen werden. Über 1.000 Sitzplatzkarten werden am Freitag an den Tageskassen erhältlich sein. Anstoß in der esprit ARENA ist um 18:30 Uhr.

Die erste Folge Anlauf mit Norbert Meier gibt es jetzt auf ArminiaClubTV zu sehen:

Fortunas Stürmer schlagen eiskalt zu

Der DSC verliert trotz einer guten ersten Halbzeit mit 0:2 (0:1) bei Fortuna Düsseldorf.

Norbert Meier veränderte die Startformation des DSC in seinem ersten Spiel als Cheftrainer im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt 04 auf vier Positionen. Anstelle von Tom Schütz, Johannes Rahn, Arne Feick und Kacper Przybylko durften Philipp Riese, Christian Müller, Marc Lorenz und Fabian Klos von Beginn an ran.

Das von Meier verordnete Defensivkonzept funktionierte von Beginn an sehr gut. Arminia ließ die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen und hatte in den ersten 45 Minuten sogar mehr Spielanteile. Der DSC erarbeitete sich in der ersten Halbzeit insgesamt sechs Eckbälle und viele Freistöße in der Düsseldorfer Hälfte, gefährlich wurden die Standards von Marc Lorenz jedoch nicht wirklich.

Die beste Chance der Arminen im ersten Durchgang hatte Ben Sahar in der 35. Minute. Nach Vorarbeit von Marc Lorenz und Christian Müller fasste er sich aus 20 Metern ein Herz und setzte den Ball nur ganz knapp über das Düsseldorfer Gehäuse. Sechs Minuten später erzielten die Düsseldorfer die Führung quasi aus dem Nichts. Einen Befreiungsschlag von Manuel Hornig fing Adam Bodzek ab, spielte weiter auf Erwin Hoffer, der wiederum Charlison Benschop in Szene setzte. Manuel Hornig fehlte noch in der Viererkette, so hatte Benschop genügend Platz, um Patrick Platins per Flachschuss zum 1:0 zu überwinden. Mit diesem Ergebnis ging es kurze Zeit später in die Halbzeit.

Nach der Pause ging die Struktur im Bielefelder Spiel jedoch immer mehr verloren, nun waren die Gastgeber etwas dominanter, wenngleich beide Teams offensiv so gut wie gar nicht in Erscheinung traten. So dauerte es bis zur 74. Minute, ehe es die erste Torchance im zweiten Abschnitt gab, die sogleich die Entscheidung in diesem Spiel herstellen sollte. Charlison Benschop erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball gegen Ben Sahar. Das Spielgerät landete bei Erwin Hoffer, der zum Solo ansetzte, dabei Vujadin Savic und Manuel Hornig ausstiegen ließ und anschließend per Flachschuss den chancenlosen Platins zum 2:0 überwand.

Zwar hatte der DSC in der Schlussphase noch drei Torschüsse durch Tom Schütz, Manuel Hornig und Marc Lorenz (per Freistoß) zu verzeichnen, doch Fabian Giefer im Düsseldorfer Tor war jeweils zur Stelle. So blieb es beim 2:0-Sieg der Gastgeber.

Stimmen zum Spiel

Die erste Halbzeit war eigentlich ganz gut, da haben wir vor allem defensiv nichts zugelassen und bekommen dann ein dummes Gegentor zum 0:1. In der zweiten Halbzeit sind wir nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen und Fortuna hat uns gut zugestellt. Das Ergebnis ist sehr bitter, natürlich sind wir enttäuscht.

Manuel Hornig

Wir müssen weiter an uns arbeiten, wobei wir einige Dinge heute schon umgesetzt haben. Die erste Halbzeit hat mir ganz gut gefallen, da waren auch einige gute Kombinationen nach vorne dabei. Allerdings müssen wir die Leichtsinnigkeiten abstellen und waren nach dem Rückstand nicht ruhig genug. In der zweiten Halbzeit haben wir es Fortuna dann zu leicht gemacht.

Norbert Meier

In der ersten Halbzeit sind wir den Gegner nicht richtig angelaufen. Dadurch haben wir Arminia regelrecht in unsere Hälfte gelockt. Aber die Mannschaft hat an sich geglaubt und dem Druck standgehalten und dadurch den Heimsieg eingefahren.

Lorenz-Günther Köstner

Fortuna Düsseldorf:
Giefer – Levels, Bruno Soares, Bodzek, Weber –Fink, Liendl (85. Schmidtgal) – Erat, Benschop, Lambertz (33. Paurevic) – Hoffer (90. Bance).

DSC Arminia Bielefeld:
Platins – Appiah, Savic, Hornig, Salger – Hübener (68. Schütz), Riese (78. Fießer) – Sahar, Müller (68. Przybylko), Lorenz – Klos.

Tore:
1:0 (41.) Benschop, 2:0 (74.) Hoffer.

Gelbe Karten:
Erat/Lorenz

Zuschauer:
33.478